Durch zu leckeren Familientisch für Brei "verdorben"

Was kommt nach dem Vollstillen?

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Joanna79
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Durch zu leckeren Familientisch für Brei "verdorben"

Beitrag von Joanna79 »

Hallo zusammen!

Eben habe ich in einem anderen Thread (hier: http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... p?t=183858) die Theorie gelesen, dass ein Baby keinen Brei mehr mag, nachdem es erst einmal die so viel schmackhaftere Familienkost probiert hat. Ich könnte mir vorstellen, dass da etwas dran ist, denn selbst salzfrei schmecken Gerichte aus vielen verschiedenen Zutaten (und Gewürzen) ja nach mehr als Gemüsebrei aus ein bis drei verschiedenen Gemüsen.

Haltet Ihr das für plausibel bzw. habt Ihr dazu Erfahrungswerte?

Der Hintergrund meiner Frage ist, dass meine Tochter seit einer Weile komplett den Brei verweigert. Sie ist knapp acht Monate, bekommt seit ca. zwei Monaten Beikost, am Anfang nur Gemüsebrei, später immer öfter Brei und danach was "auf die Hand". Besonders große Portionen Brei hat sie nie gegessen, aber normalerweise schon mit Interesse und Appetit (Mäulchen aufgesperrt, "mnjammnjam" gesagt...). Dann wurden es immer weniger Löffelchen und ich hab irgendwann gemerkt, dass das nichts damit zu tun hat, ob sie satt ist. Z.T. hat sie danach noch ordentlich Butterbrot gefuttert (das geht im Moment auch nicht). Im Moment gehen nur (babyfreundliche) Frikadellen, Lachsfrikadellen, Gnocchi/Nudeln mit Tomatensoße, alles selbstgemacht und salzfrei/salzarm, aber eben mit Zwiebeln, Kräutern etc.
Gemüse und Obst geht zur Zeit fast gar nicht, nicht mal Banane...
Füttern geht gar nicht, nur was sie sich selbst in den Mund stecken kann, ist erlaubt.
Löffel werden zur Seite geschlagen.

Hab ich mir da einen kleinen "Feinschmecker" herangezüchtet? (Ist es der Geschmack oder das Selber-Essen?)
Oder ist das einer der berühmten Phasen? ;-)

Sorry für den langen Post ;-)



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Joanna79
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Re: Durch zu leckeren Familientisch für Brei "verdorben"

Beitrag von Joanna79 »

Da sollte noch ein ? in den Betreff...
Klingt ja viel zu dramatisch...


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Lösche Benutzer 6191

Re: Durch zu leckeren Familientisch für Brei

Beitrag von Lösche Benutzer 6191 »

Also ich finde, dass ein leckerer Familientisch VIEL besser ist, als Brei. Klar, dass es sinnvoll ist, babygerechte Sachen anzubieten, aber das heißt für mich eigentlich nur, dass ich die Dinge, von denen ich annehme, dass Baby nennenswerte Mengen essen würde, so naturbelassen, wie möglich lasse. Wobei es dann wieder die Frage ist, ob Baby das doof findet und viel lieber nach z.B. würziger Salami oder irgendwas buntem, das interessant aussieht grabscht ;-)
Außerdem ist es meiner Erfahrung nach einfach total beliebt bei Babies, wenn sie selber was machen dürfen. Hochkonzentriert eine Erbse anpieksen, Erdbeeren auspressen und dabei lernen, dass der Saft dann über die Hände rinnt und sich auf dem TIsch eine Pfütze bildet :roll: :lol: ...lernen, dass Butter verschiedene Konsistenzen hat und im Mund (oder in der kleinen warmen Faust 8) ) langsam flüssig wird - und dass sie ein super Haargel ist :lol:

Langer Rede kurzer SInn - wenn dein Baby dir zeigt, dass es keinen Brei mag ist es gut, wenn du ihm keinen aufzwingst. Wenn es dir zeigt, dass es was "richtiges" essen will, dann freu dich dran und lass es, im Rahmen deiner Matsch-Tolleranzgrenzen ;-) machen. Und wenn dein Baby, so wie meins, dir nach wenigen Happen Beikost zeigt, dass es jetzt noch was "richtiges", nämlich Mamamilch will, dann still einfach ganz entspannt, denn BEIkost ist BEIkost, neben der Milchernährung und wird bei gesunden Babies normalerweise mit der Zeit von alleine mehr :D
quark
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Re: Durch zu leckeren Familientisch für Brei

Beitrag von quark »

Phase! Sonst würden meine großen nicht so auf den obstbrei schauen und ihn selbst essen.
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sutnahpele
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Re: Durch zu leckeren Familientisch für Brei

Beitrag von sutnahpele »

Aber ist doch das langfristige Ziel, dass ein Kind kein püriertes Extraessen isst, sondern das, was die restlichen Familienmitglieder essen, oder? Ich vermute mal, es ist nicht herangezüchtet, sondern ein ganz normaler Entwicklungsschritt.

Vermutlich ist es beides, der neue Geschmack und das Selberessen :wink: Zwiebeln und Kräuter sind doch ok, und wenn alles selbstgemacht ist, umso besser. Guten Appetit euch :)
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Neuhier
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Re: Durch zu leckeren Familientisch für Brei

Beitrag von Neuhier »

Meiner isst beides gerne in seiner "natürlichen" Form. Gemüse gibt's als fingerfood, da bin ich nicht auf die Idee gekommen das zu Brei zu verarbeiten. Haferbrei oder Hirsebrei oder Kartoffelbrei gibt's als Brei. Halt so wie ich das auch ess.
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Joanna79
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Re: Durch zu leckeren Familientisch für Brei "verdorben"

Beitrag von Joanna79 »

Danke für Eure Antworten. [emoji4]
Ich glaube, mich beschäftigt das Thema so, weil ich das Ganze im Moment als so frustrierend erlebe. [emoji16]
Ich biete täglich wenigstens einmal noch mal Brei an - um sicherzugehen, dass es nicht doch nur eine Phase ist (der Tiefkühler ist ja auch voll davon [emoji16]). Ich mache nur noch Miniportiönchen und muss die meistens völlig unangetastet wegwerfen und auch sonst probier ich so viel und so wenig wird angenommen. Das wenige, das sie dann isst, dauert EWIG. So kommt es mir zur Zeit vor. Komisch. Bin eigentlich ziemlich geduldig, auch wenn es jetzt nicht so klingt...das fällt mir gerade echt schwer. Die Versuchung ist groß, ihr dann nur noch Frikadellen und Nudeln mit Tomatensoße aufzutischen, damit man mal ein Erfolgserlebnis hat, das kann's ja auch nicht sein. Die anderen Kinder in ihrem Alter in meinem Umfeld putzen ihre Beikost einfach so weg[emoji15]
(mir ist schon klar, dass man nicht vergleichen soll ;-) und dass Selberessen Zeit braucht, die will ich ihr auch so gerne geben - und dann fällt mir plötzlich auf: upps, im August musst Du wieder arbeiten [emoji16]

Sorry, das musste ich mir mal von der Seele schreiben...



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Kleeblattmama
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Re: Durch zu leckeren Familientisch für Brei

Beitrag von Kleeblattmama »

Warum "kann´s das nicht sein?" Wenn es doch das ist, was deine Tochter gerade braucht?

Wenn du noch viel Gemüsebrei eingefroren hast und gefrustet bist, weil der nicht gegessen wird, vielleicht kannst du kombinieren? Du könntest aus dem Brei eine Gemüsesoße machen (etwas verdünnen) und ihr zB zu Gnocchi oder zu Nudeln anbieten. Oder als Basis für eine Gemüsecremesuppe, die ihr dann auch alle essen könnt.

Entspannung ist vermutlich die beste Methode, mit dem Thema umzugehen.

Liebe Grüße
die Kleeblattmama
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Re: Durch zu leckeren Familientisch für Brei

Beitrag von Lösche Benutzer 6191 »

Isst sie denn ihre Mahlzeiten mit euch, oder gesondert?
Wenn ich meinen Babies extra was gemacht habe, wir dann nur zu zweit dasaßen und ich sie fütterte, ging in den seltesten Fällen was. Und ich war auch meist viel zu schnell mit dem Nachschub. Das hat mich noch viel mehr genervt...
Aber wenn das Kind mit am Tisch sitzt bei den normalen Mahlzeiten, dann ist das mit der Dauer was ganz anderes. Überleg mal - dein Baby ohne zähne muss was zerkleinern (eben niht nur Brei schlucken) - klar dauert das ewig! Und wir Erwachsenen haben meit eh total überzogene Vorsellungen von dem, was ein Baby mengenmäßig so isst, jedenfalls ist das meine eigene Erfahrung.

Entspannung ist super! Je mehr Anspannung, desto genervter, desto schwieriger das Essen und womöglich wird deine Tochter desto "schlechter" essen.

Kennst du "mein Kind will nicht Essen" von Gonzales? Danach war bei mir, also meiner Einstellung zu Kindern und Essen so ziemlich alles auf den Kopf gestellt und viiiiiiiieeeeeeeeeel entspannter
FrauMahlzahn
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Re: AW: Durch zu leckeren Familientisch für Brei "verdorben"

Beitrag von FrauMahlzahn »

Ach, komm... ist doch besser als die einjährige Tochter einer Bekannten. Die bekommt Erdbeeren püriert. *lach*

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Frau Mahlzahn und Herr Mahlzahn mit dem großen Fräulein Mahlzahn *Juni 2013 und dem kleinen Fräulein Mahlzahn *Dezember 2015
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