bei uns herrscht im Moment eine "Schlafsituation", die mir wirklich zu schaffen macht. Dabei geht es zwar auch darum, dass ich selbst fix und alle bin und mich manchmal frage, wieviel Schlafmangel nötig ist, um komplett den Verstand zu verlieren
Die Situation ist folgendermaßen:
Sie hat nachts noch nie besonders gut geschlafen, wacht immer mehrmals auf und schläft meist nur durch Stillen wieder ein. Dabei ist auffällig, dass sie nach dem abendlichen Einschlafen (auch durch Stillen, meist zwischen 20.30 und 21 Uhr) meist nur eine Stunde, maximal zwei Stunden schläft, bevor sie das erste Mal wach wird. Wenn ich sie dann wieder in den Schlaf gestillt habe, ist sie meist nach einigen Minuten (maximal einer halben Stunde) das nächste Mal wach, und dann etwas später nochmal. D.h., wenn z. B. mein Mann gegen elf oder zwölf ins Bett (Familienbett) kommt, war sie meist schon dreimal wach. Oft kommt dann eine etwas längere ruhige Phase (ich gucke nicht auf die Uhr, vielleicht sind es zwei Stunden, manchmal auch mehr), bevor sie dann wieder wach wird. Spätestens in den frühen Morgenstunden wird sie dann wieder öfter wach und will "Milch trinken" (sagt sie selbst).
Seit etwa einer Woche kommt nun dazu, dass sie sich mit dem Einschlafen unheimlich schwer tut. Sie ist furchtbar unruhig und scheint, im Gegensatz zu früher, auch nicht durchs Stillen zur Ruhe zu kommen. Sie wälzt sich und fummelt die ganze Zeit mit ihren Händen an mir rum. Meist lässt sie nach kurzer Zeit die Brust wieder los, setzt sich hin, schaut sich um... (bevor die Frage kommt: ja, sie IST müde!) Oft legt sie sich auch wieder hin, und ich habe den Eindruck, sie würde gerne einschlafen, aber sie schafft es einfach nicht. Dann will sie irgendwann wieder an die Brust, lässt nach kurzer Zeit wieder los, und so weiter... Vielleicht beim vierten oder fünften Mal (und nach ein bis anderthalb Stunden) wird sie dann an der Brust ruhiger und schläft schließlich ein (um dann, wie oben beschrieben, nach einer Stunde wieder aufzuwachen).
Das gleiche Einschlafproblem besteht mittags: Auch da kommt sie einfach nicht zur Ruhe, wir versuchen es eine ganze Weile, manchmal auch nach einer Pause, in der wir wieder aufstehen, noch ein zweites Mal, aber es klappt einfach nicht, und irgendwann will sie nur noch aufstehen.
So kommt es also, dass der Mittagsschlaf oft ausfällt, obwohl sie deutliche Müdigkeitszeichen zeigt. Abends klappt es dann aber wider erwarten auch nicht besser mit dem Einschlafen! Sie hat auch früher schon manchmal (vor allem wenn ich nicht zu Hause war) den Mittagsschlaf weggelassen, aber dann ist sie abends ruck-zuck eingeschlafen.
So ist sie also im Moment häufig sehr müde, es tut mir richtig weh zu sehen, wie sie sich teilweise quält, weil sie so müde ist, aber einfach nicht zur Ruhe kommt.
Einschlafrituale, Ruhe vor dem Schlafengehen etc. machen wir alles.
Wieso kommt sie so schlecht in den Schlaf, obwohl doch eigentlich alle wichtigen Voraussetzungen (Müdigkeit, Ruhe, Mama ist da, Brust ist da...) erfüllt sind?
Habt ihr eine Idee, was da los sein könnte? Kennt ihr diese Situation?
Viele ratlose Grüße