Wie geht es Dir inzwischen?
FrauWalfisch hat geschrieben:Was ich in den letzten Tagen diesbezüglich beobachtet habe, war aber folgendes: Aus irgendwelchen Gründen scheint meine rechte Brust dauerhaft mehr zu "produzieren" als die Linke. Beginnende Milchstaus treten auch immer nur auf der rechten Seite auf, und sie fühlt sich viel schneller zu "voll" und warm an. Ich achte tagsüber sehr darauf, die Seiten gut abzuwechseln, kann mir also nicht so richtig erklären, wie das kommt. Kann es tatsächlich sein, dass das schon dadurch bedingt ist, dass ich nachts die rechte Seite etwas öfter "gebrauche"?
Gut möglich - gerade nächtliches Stillen regt ja die Milchbildung gut an. Vielleicht ist der "nachts nach dem Stillen das Baby nuckelnd auf die andere Seite rüberwechseln"-Trick für Dich auch nicht so gut geeignet, weil die "Babybalkonseite" so ja dann immer zusätzlich nochmal angeregt wird... .
FrauWalfisch hat geschrieben:In den letzten Tagen war das ganz krass ausgeprägt. Bin grad verreist für einige Tage, und Mini lässt sich nicht immer anlegen wenn meine Brüste das "brauchen". Ausstreichen nutzt kaum was, die eine Brust ist nur direkt nach dem Stillen weich. Bin grad etwas ratlos, wie ich da am besten abwechseln soll, wenn es sich einseitig so voll anfühlt - also wenn eigentlich Brust A dran wäre, aber Brust B schon wieder nah am Schmerzhaften ist...wie löst Ihr sowas?
Kommt ein bisschen auf Deine örtlichen Gegebenheiten auf Reisen an. Könntest Du kühlen mit weichen Kühlpacks aus dem Kühlschrank?
Unterwegs würde ich sagen: Akute Probleme zuerst angehen (spannende, schmerzende Brust) und eventuelle, längerfristige Probleme (z.B. eine optische Einseitigkeit bei dauerhaft seitenbevorzugtem Stillen) hintenan stellen. In diesem Fall also:
Immer zuerst mit der Brust stillen, die vor Beginn der Mahlzeit am meisten spannt. Wenn das die gleiche Brust ist wie bei der letzten Mahlzeit, dann ist das eben gerade so.
Zuhause kannst Du das dann wieder versuchen, in den Griff zu bekommen, indem Du auf der spannenden Seite zwischen den Mahlzeiten nur immer gerade so viel ausstreichst, dass es nicht mehr schmerzt, nach dem Stillen kühlst und beide Seiten abwechselnd anbietest (evtl. die weicheres Seite sogar etwas häufiger anlegen, um die Seiten einander wieder mehr anzugleichen). Unter Kühlen und durch die Übervölle sollte die vollere Seite dann ihre Produktion etwas zurückfahren... .
FrauWalfisch hat geschrieben:
Nur das mit " obere Brust anbieten ohne Seitenwechsel", das wird irgendwie nix. Vielleicht, wenn das Wasserfräulein noch größer ist? Im Moment lagere ich sie halt um, hilft ja alles nix.
"die obere Brust anbieten ohne Seitenwechsel" ist durchaus das deutlich seltener praktizierte Modell. Die allermeisten Frauen betten das Baby nachts um - von rechts nach links oder mit vertauschtem Kopf- und Fußende. Nur damit Du nicht meinst, das gehöre zum normalen Stillen bei "allen anderen" dazu.
LG, blueberry