Warum zweite Brust anbieten bzw. einseitige Nächte

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kittykaye
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Re: Warum zweite Brust anbieten bzw. einseitige Nächte

Beitrag von kittykaye »

Ich bin keine Expertin und kann nur meine Erfahrung mit dir teilen ;)
Ich habe in solchen Fällen (bei mir kam sowas vor bei wachstumsschüben) die brust die zu arg spannte ausgestrichen... oder mini für drei Schluck angelegt :) am Anfang hab ich abgepumpt aber da wollte ich die Produktion noch weiter ankurbeln.

Freut mich zu lesen dass es im liegen mit dem stillen klappt.

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FrauWalfisch
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Re: Warum zweite Brust anbieten bzw. einseitige Nächte

Beitrag von FrauWalfisch »

Ausstreichen tu ich dann auch, oder ganz kurz anlegen, um den Druck zu verringern (Ausstreichen ist irgendwie ein irreführender Begriff, denn ich streich da nix, sondern, äh, pumpe eher? So von hinten nach vorn. Also schon mit etwas Druck, aber es tut nicht weh oder so).

Aber es kommt immer wieder vor, dass die eine Brust sich so voll anfühlt. Die scheint nicht zu merken, dass sie die Produktion ein bisschen runterfahren soll. Die andere Seite fühlt sich so gut wie nie voll an, die ist im Gegenzug immer recht weich. Seltsam.


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kittykaye
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Re: Warum zweite Brust anbieten bzw. einseitige Nächte

Beitrag von kittykaye »

Meine Hebamme hatte mir noch schüssler salze nr 8 und 4 gegeben aber ich weiß nicht mehr welches morgens und abends

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FrauWalfisch
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Re: Warum zweite Brust anbieten bzw. einseitige Nächte

Beitrag von FrauWalfisch »

In den letzten Tagen war das ganz krass ausgeprägt. Bin grad verreist für einige Tage, und Mini lässt sich nicht immer anlegen wenn meine Brüste das "brauchen". Ausstreichen nutzt kaum was, die eine Brust ist nur direkt nach dem Stillen weich. Bin grad etwas ratlos, wie ich da am besten abwechseln soll, wenn es sich einseitig so voll anfühlt - also wenn eigentlich Brust A dran wäre, aber Brust B schon wieder nah am Schmerzhaften ist...wie löst Ihr sowas?


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blueberry
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Re: Warum zweite Brust anbieten bzw. einseitige Nächte

Beitrag von blueberry »

Wie geht es Dir inzwischen?
FrauWalfisch hat geschrieben:Was ich in den letzten Tagen diesbezüglich beobachtet habe, war aber folgendes: Aus irgendwelchen Gründen scheint meine rechte Brust dauerhaft mehr zu "produzieren" als die Linke. Beginnende Milchstaus treten auch immer nur auf der rechten Seite auf, und sie fühlt sich viel schneller zu "voll" und warm an. Ich achte tagsüber sehr darauf, die Seiten gut abzuwechseln, kann mir also nicht so richtig erklären, wie das kommt. Kann es tatsächlich sein, dass das schon dadurch bedingt ist, dass ich nachts die rechte Seite etwas öfter "gebrauche"?
Gut möglich - gerade nächtliches Stillen regt ja die Milchbildung gut an. Vielleicht ist der "nachts nach dem Stillen das Baby nuckelnd auf die andere Seite rüberwechseln"-Trick für Dich auch nicht so gut geeignet, weil die "Babybalkonseite" so ja dann immer zusätzlich nochmal angeregt wird... .
FrauWalfisch hat geschrieben:In den letzten Tagen war das ganz krass ausgeprägt. Bin grad verreist für einige Tage, und Mini lässt sich nicht immer anlegen wenn meine Brüste das "brauchen". Ausstreichen nutzt kaum was, die eine Brust ist nur direkt nach dem Stillen weich. Bin grad etwas ratlos, wie ich da am besten abwechseln soll, wenn es sich einseitig so voll anfühlt - also wenn eigentlich Brust A dran wäre, aber Brust B schon wieder nah am Schmerzhaften ist...wie löst Ihr sowas?
Kommt ein bisschen auf Deine örtlichen Gegebenheiten auf Reisen an. Könntest Du kühlen mit weichen Kühlpacks aus dem Kühlschrank?
Unterwegs würde ich sagen: Akute Probleme zuerst angehen (spannende, schmerzende Brust) und eventuelle, längerfristige Probleme (z.B. eine optische Einseitigkeit bei dauerhaft seitenbevorzugtem Stillen) hintenan stellen. In diesem Fall also:

Immer zuerst mit der Brust stillen, die vor Beginn der Mahlzeit am meisten spannt. Wenn das die gleiche Brust ist wie bei der letzten Mahlzeit, dann ist das eben gerade so.

Zuhause kannst Du das dann wieder versuchen, in den Griff zu bekommen, indem Du auf der spannenden Seite zwischen den Mahlzeiten nur immer gerade so viel ausstreichst, dass es nicht mehr schmerzt, nach dem Stillen kühlst und beide Seiten abwechselnd anbietest (evtl. die weicheres Seite sogar etwas häufiger anlegen, um die Seiten einander wieder mehr anzugleichen). Unter Kühlen und durch die Übervölle sollte die vollere Seite dann ihre Produktion etwas zurückfahren... .
FrauWalfisch hat geschrieben: Nur das mit " obere Brust anbieten ohne Seitenwechsel", das wird irgendwie nix. Vielleicht, wenn das Wasserfräulein noch größer ist? Im Moment lagere ich sie halt um, hilft ja alles nix.
"die obere Brust anbieten ohne Seitenwechsel" ist durchaus das deutlich seltener praktizierte Modell. Die allermeisten Frauen betten das Baby nachts um - von rechts nach links oder mit vertauschtem Kopf- und Fußende. Nur damit Du nicht meinst, das gehöre zum normalen Stillen bei "allen anderen" dazu. :wink:

LG, blueberry
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kittykaye
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Re: Warum zweite Brust anbieten bzw. einseitige Nächte

Beitrag von kittykaye »

Ich habe in solchen Fällen abgepumpt und zwar nur gerade so viel dass die Spannung weggeht, sonst kurbelt man die Produktion ja noch weiter an. ..
Mit dem Ausstreichen hat bei mir auch erst nach dem ersten Milchstau geklappt :) da hab ich gestrichen wie ne irre und ich konnte den Stau sogar dadurch lösen.
Eine warme dusche hilft auch dabei dass sich die brust entleeren lässt und lass die Schwerkraft mithelfen (nach vorne beugen)... Bei mir fließt die Milch dann wie von selbst und hatte stellen streiche ich halt aus.

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FrauWalfisch
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Re: Warum zweite Brust anbieten bzw. einseitige Nächte

Beitrag von FrauWalfisch »

blueberry hat geschrieben: Vielleicht ist der "nachts nach dem Stillen das Baby nuckelnd auf die andere Seite rüberwechseln"-Trick für Dich auch nicht so gut geeignet, weil die "Babybalkonseite" so ja dann immer zusätzlich nochmal angeregt wird... .
Stimmt, so habe ich das noch nicht gesehen. In den letzten beiden Nächten habe ich deshalb wieder ganz konsequent zwischen rechts und links gewechselt (war besonders easy, weil ich ein großes Bett allein mit dem Wasserfräulein hatte und nichtmal umbetten musste). Ich werd das wohl auch zuhause so fortführen. Das feste Yogakissen hält den Mann etwas auf Abstand, wie ich feststellen konnte.

Kommt ein bisschen auf Deine örtlichen Gegebenheiten auf Reisen an. Könntest Du kühlen mit weichen Kühlpacks aus dem Kühlschrank?
Unterwegs würde ich sagen: Akute Probleme zuerst angehen (spannende, schmerzende Brust) und eventuelle, längerfristige Probleme (z.B. eine optische Einseitigkeit bei dauerhaft seitenbevorzugtem Stillen) hintenan stellen. In diesem Fall also:

Immer zuerst mit der Brust stillen, die vor Beginn der Mahlzeit am meisten spannt. Wenn das die gleiche Brust ist wie bei der letzten Mahlzeit, dann ist das eben gerade so.
Das ist bei mir im Moment fast immer so, das Verhältnis durfte 2:1 sein. Ich versuche trotzdem, möglichst gleichmäßig zu wechseln. Lustigerweise ist die rechte, mehr produzierende Brust immer etwas kleiner gewesen als die linke. Jetzt im Moment sind sie fast gleich, weil ich mit rechts ja etwas mehr stille. Optisch gesehen finde ich das eigentlich nicht schlecht :oops:
Zuhause kannst Du das dann wieder versuchen, in den Griff zu bekommen, indem Du auf der spannenden Seite zwischen den Mahlzeiten nur immer gerade so viel ausstreichst, dass es nicht mehr schmerzt, nach dem Stillen kühlst und beide Seiten abwechselnd anbietest (evtl. die weicheres Seite sogar etwas häufiger anlegen, um die Seiten einander wieder mehr anzugleichen). Unter Kühlen und durch die Übervölle sollte die vollere Seite dann ihre Produktion etwas zurückfahren... .
Das werde ich jetzt ebenfalls mal beherzigen. Bin jetzt auch wieder daheim. Unterwegs habe ich mir so helfen können: Zwar gab es keine Kühlpacks, aber sehr heiß/kalt einstellbares Leitungswasser. Habe dann jeweils kleine Handtücher benutzt, um zu wärmen und zu kühlen. Das ging ganz gut. Beide Brüste scheinen mir noch ein bisschen empfindlich, ich merke das beim Tragen der Kleinen. Wenn sie ihre Fäustchen oder Ellbogen da rein drückt, ist das besonders unangenehm.

"die obere Brust anbieten ohne Seitenwechsel" ist durchaus das deutlich seltener praktizierte Modell. Die allermeisten Frauen betten das Baby nachts um - von rechts nach links oder mit vertauschtem Kopf- und Fußende. Nur damit Du nicht meinst, das gehöre zum normalen Stillen bei "allen anderen" dazu. :wink:

LG, blueberry
Oh, gut zu wissen. Ich dachte irgendwie, jeder außer mir kriegt das irgendwann hin. (Naja, etwas übertrieben). Ich hab das vorerst drangegeben, ist mir einfach zu unbequem.
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Re: Warum zweite Brust anbieten bzw. einseitige Nächte

Beitrag von FrauWalfisch »

kittykaye hat geschrieben:Ich habe in solchen Fällen abgepumpt und zwar nur gerade so viel dass die Spannung weggeht, sonst kurbelt man die Produktion ja noch weiter an. ..
Mit dem Ausstreichen hat bei mir auch erst nach dem ersten Milchstau geklappt :) da hab ich gestrichen wie ne irre und ich konnte den Stau sogar dadurch lösen.
Eine warme dusche hilft auch dabei dass sich die brust entleeren lässt und lass die Schwerkraft mithelfen (nach vorne beugen)... Bei mir fließt die Milch dann wie von selbst und hatte stellen streiche ich halt aus.

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Die warme Dusche war ein guter Tipp. Danke. Das mit dem Ausstreichen ging viel leichter. Könnte man eigentlich auch auf die Pumpe verzichten und Milch von Hand gewinnen (so für die Tiefkühltruhe)? Oder ist das total uneffektiv? Dachte mir grad, dass man sich das ganze Abkochen und Hantieren mit der Pumpe so vielleicht sparen könnte. Ich benutze das Teil auch gar nicht so gern, brauche aber demnächst ein paar Portionen Mumi auf Vorrat (wegen Abwesenheit).
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Re: Warum zweite Brust anbieten bzw. einseitige Nächte

Beitrag von blueberry »

FrauWalfisch hat geschrieben:Das ist bei mir im Moment fast immer so, das Verhältnis durfte 2:1 sein. Ich versuche trotzdem, möglichst gleichmäßig zu wechseln. Lustigerweise ist die rechte, mehr produzierende Brust immer etwas kleiner gewesen als die linke. Jetzt im Moment sind sie fast gleich, weil ich mit rechts ja etwas mehr stille. Optisch gesehen finde ich das eigentlich nicht schlecht :oops:
Ah, okay, DAS wusste ich natürlich nicht :lol: . Wenn das so ist, spricht prinzipiell auch nichts dagegen, das Verhältnis von 2:1 beizubehalten, wenn Du gut damit zurecht kommst, Dein Baby damit zufrieden ist und es auch noch der Optik dient ;) :mrgreen:

Bei 2:1 stillst Du ja dennoch mit beiden Brüsten regelmäßig, hast keine festen Zeitfenster wie beim gezielten Blockstillen (was man wie gesagt zur Milchmengenreduktion machen würde) und vielleicht gleicht sich die Milchmenge so bei Dir am besten dem Bedarf Deines Babys an ohne Momente der Übervölle. (Und wenn Dein Baby die zweite Seite will, bietest Du die an, wenn es mit der ersten zufrieden ist - oder schläft, dann ist das auch gut.)

Was meinst Du?

LG, blueberry
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Re: Warum zweite Brust anbieten bzw. einseitige Nächte

Beitrag von FrauWalfisch »

blueberry hat geschrieben:
FrauWalfisch hat geschrieben:Das ist bei mir im Moment fast immer so, das Verhältnis durfte 2:1 sein. Ich versuche trotzdem, möglichst gleichmäßig zu wechseln. Lustigerweise ist die rechte, mehr produzierende Brust immer etwas kleiner gewesen als die linke. Jetzt im Moment sind sie fast gleich, weil ich mit rechts ja etwas mehr stille. Optisch gesehen finde ich das eigentlich nicht schlecht :oops:
Ah, okay, DAS wusste ich natürlich nicht :lol: . Wenn das so ist, spricht prinzipiell auch nichts dagegen, das Verhältnis von 2:1 beizubehalten, wenn Du gut damit zurecht kommst, Dein Baby damit zufrieden ist und es auch noch der Optik dient ;) :mrgreen:

Bei 2:1 stillst Du ja dennoch mit beiden Brüsten regelmäßig, hast keine festen Zeitfenster wie beim gezielten Blockstillen (was man wie gesagt zur Milchmengenreduktion machen würde) und vielleicht gleicht sich die Milchmenge so bei Dir am besten dem Bedarf Deines Babys an ohne Momente der Übervölle. (Und wenn Dein Baby die zweite Seite will, bietest Du die an, wenn es mit der ersten zufrieden ist - oder schläft, dann ist das auch gut.)

Was meinst Du?

LG, blueberry

Hi blueberry,
sorry für die verspätete Antwort, bei uns war grad ein paar Tage Superstreß, puh.

Gut zu wissen, dass ich meine optische Mogelpackung so beibehalten kann :mrgreen: Was passiert dann eigentlich nach dem Abstillen? Ist das Größenverhältnis dann wieder wie vorher?

Eigentlich komme ich auch gut klar mit meiner 2:1 Taktik – diese extreme Übervölle auf Reisen könnte vielleicht auch mit dem Stress zu tun haben, oder? Ich habe zwar versucht, mir gegenüber meiner Tochter nichts anmerken zu lassen, aber sie hat dennoch tagsüber sehr unruhig getrunken und ich war auch dauerhaft unter Spannung.

Jetzt zuhause geht es wieder gut – die eine Seite ist wie immer etwas "voller", aber es schmerzt nichts mehr, und Knoten fühle ich auch keine mehr.

Viele liebe Grüße
Frau Walfisch mit Wasserfräulein (02/2014).
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