Projekt: 365 Tage ohne Zucker! Wer macht mit?
Moderator: britje
- Nuala
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Re: Projekt: 365 Tage ohne Zucker! Wer macht mit?
Ich würde mal abwarten ob sie überhaupt Bauchschmerzen bekommen.
Ich muss sagen, dass ich sehr dankbar bin dass mein Mann sowohl bei sich als auch bei den Kindern genau so dahinter ist, dass die Ernährung gesund ist. Und ich bin echt dankbar, dass zumindest hier Vollkorn und zuckerfrei (und vegetarisch/vegan) kein Thema ist, sondern unser gemeinsamer Ernährungsgrundsatz. Und dankbar bin ich nicht deshalb weils dann weniger Kontroversen gibt, sondern weil ich mir wünsche, dass die, die ich liebe lange gesund leben.
Ich muss sagen, dass ich sehr dankbar bin dass mein Mann sowohl bei sich als auch bei den Kindern genau so dahinter ist, dass die Ernährung gesund ist. Und ich bin echt dankbar, dass zumindest hier Vollkorn und zuckerfrei (und vegetarisch/vegan) kein Thema ist, sondern unser gemeinsamer Ernährungsgrundsatz. Und dankbar bin ich nicht deshalb weils dann weniger Kontroversen gibt, sondern weil ich mir wünsche, dass die, die ich liebe lange gesund leben.
Großes Mädel 10/08 & kleines Mädel 04/11
- Anneke
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Re: Projekt: 365 Tage ohne Zucker! Wer macht mit?
Nuala, da geb ich dir recht. Die Kontroversen sind das eine, aber es ist schon ein schönes Gefühl, wenn das direkte Umfeld mitzieht, eben wegen dem Gesundheitsaspekt.
Zum Thema Kontroversen: mein Mann und ich hatten gestern eine recht unbefriedigende Diskussion. Es fing damit an, dass ich Nüsse eingeweicht habe, da ich für meine Tochter eine Nuss"Milch" machen wollte. War der erster Versuch und ich hab auch ein paar Datteln mit reingemischt. Er: das ist gut, es soll ihr ja schließlich auch schmecken (
). Ich: "ja, aber täglich sollte sie das (mit den Datteln drin) nicht trinken, wegen dem Zucker. Da war er wieder recht verständnislos und meinte, ich würde es übertreiben. Hab dann versucht ihm zu erklären, dass es mir halt wichtig ist, dass ich für MICH diesen Entschluss gefasst habe und eben auch möchte, dass die Kinder möglichst wenig Zucker zu sich nehmen. Dann wieder das typische: was ist denn so schlimm dran, wenn es mal Zucker gibt? So richtig überzeugen konnte ich ihn nicht, da er nicht das Problem mit dem "Suchtfaktor" hat und auch gesundheitlich gar kein Problem darin sieht, wenn irgendwo "ein bißchen" Zucker mit drin ist. Ich meinte noch, dass ich mich nicht richtig ernst genommen fühle, wenn er z.B. im Supermarkt fragt, ob ich denn auch ein Malzbier möchte. Er sagte dann, es wäre ihm gar nicht bewusst gewesen, dass da Zucker drin ist. Hallo? Hat er das Zeug mal getrunken? Spinatstäbchen (wie Fischstäbchen aber eben mit Spinat gefüllt) wollte er mir auch andrehen und war erstaunt, dass ich abgelehnt habe, nachdem ich die Zutatenliste gelesen habe (das bißchen Zucker ist doch nun nicht so schlimm)...
Mein Problem ist oft, dass ich etwas lese und es logisch klingt, aber dann anderen gegenüber nicht so gut argumentieren kann. Vor allem bei meinem Mann, da kommen sofort Gegenfragen, die ich nicht oder nicht gleich beantworten kann und schon wird er skeptisch. Lesen will er zu dem Thema nichts, weil ja immer nur die eine Seite beleuchtet wird (der "böse" Zucker). War dann etwas provokant und meinte, wenn etwas nur schlecht ist kann man da eben auch nichts gutes drüber schreiben. Na ja, wie auch immer. Er meint, solange er auf sein Bauchgefühl hört ist alles gut, da braucht sich nicht extra informieren, und dass wir uns keine Sorgen machen brauchen, dass wir unsere Kinder schlecht ernähren, eben weil wir viel selber machen.
Zum Thema Kontroversen: mein Mann und ich hatten gestern eine recht unbefriedigende Diskussion. Es fing damit an, dass ich Nüsse eingeweicht habe, da ich für meine Tochter eine Nuss"Milch" machen wollte. War der erster Versuch und ich hab auch ein paar Datteln mit reingemischt. Er: das ist gut, es soll ihr ja schließlich auch schmecken (
Mein Problem ist oft, dass ich etwas lese und es logisch klingt, aber dann anderen gegenüber nicht so gut argumentieren kann. Vor allem bei meinem Mann, da kommen sofort Gegenfragen, die ich nicht oder nicht gleich beantworten kann und schon wird er skeptisch. Lesen will er zu dem Thema nichts, weil ja immer nur die eine Seite beleuchtet wird (der "böse" Zucker). War dann etwas provokant und meinte, wenn etwas nur schlecht ist kann man da eben auch nichts gutes drüber schreiben. Na ja, wie auch immer. Er meint, solange er auf sein Bauchgefühl hört ist alles gut, da braucht sich nicht extra informieren, und dass wir uns keine Sorgen machen brauchen, dass wir unsere Kinder schlecht ernähren, eben weil wir viel selber machen.
Mit der kleinen Milchnudel (16.05.11) an der Hand und Minizwerg im Bauch (vET 20.10.13)
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dowa
Re: Projekt: 365 Tage ohne Zucker! Wer macht mit?
Zum Thema Bauchgefühl: Er soll mal in die großen gescheiterten Kulturen gucken, wohin die Leute ihr Bauchgefühl gebracht hat. Genauso kann er ins Nazireich gucken. Bauchgefühl wird durch Erfahrung und Wissen geprägt. Es hängt also von meiner Umwelt und meinem Horizont ab. Damit kann es kein alleiniger Indikator dafür sein, ob eine Sache gut, schlecht oder neutral ist.
Zum Obst mit Vollkorn: Im getrockneten Obst ist die Konzentration an Zucker höher. Damit reagieren manche (wie ich) anfälliger darauf, als wenn frisches Obst mit verarbeitet wird. Ich denke, dass darin das Geheimnis liegt.
Zu meinem Mann: Er versteht mich auch nicht. Aber ich denke, dass die Zeit für mich spielt. Das war bisher oft so. Ich brauche nur(?!) Geduld.
Zum Obst mit Vollkorn: Im getrockneten Obst ist die Konzentration an Zucker höher. Damit reagieren manche (wie ich) anfälliger darauf, als wenn frisches Obst mit verarbeitet wird. Ich denke, dass darin das Geheimnis liegt.
Zu meinem Mann: Er versteht mich auch nicht. Aber ich denke, dass die Zeit für mich spielt. Das war bisher oft so. Ich brauche nur(?!) Geduld.
- beccarei
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Re: Projekt: 365 Tage ohne Zucker! Wer macht mit?
Meine Kleine scheint extrem auf Zucker anzuspringen. Sie dreht einfach auf und es gibt über Stunden keinen AUS-Knopf...
Ich merke den Zucker beim Reduzieren ja eher über andere Gerüche, die ich dann wahrnehme und einen veränderten Geschmackssimpnn. Das man dermaßen überdrehen kann, wie die Kleine, war mir bisher nicht klar...
Ich merke den Zucker beim Reduzieren ja eher über andere Gerüche, die ich dann wahrnehme und einen veränderten Geschmackssimpnn. Das man dermaßen überdrehen kann, wie die Kleine, war mir bisher nicht klar...
Liebe Grüße,
Becca
(Mit der Bari-Sax-Spielerin (2012), dem Posaunisten (2015) und dem Kämpfer im Herzen (2015)
Becca
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Minimeu
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Re: Projekt: 365 Tage ohne Zucker! Wer macht mit?
Mein Mann macht auch nicht mit. Aber nicht aus dem Grund, weil er es für Blödsinn hält, sondern (wie er nicht zu mir, sondern zu einem Freund von ihm gesagt hat), weil er es nicht schaffen würde. Von daher finde ich es gut, wenn ich mal anfange. wie du, dowa, schreibst, die Zeit spielt für uns. Es ist eben kein Zucker mehr im Haus, er backt jetzt mit dem, was da ist. Schonmal ein erster Schritt. Er merkt, wo alles Zucker drin ist und will es selber nicht mehr essen, weil er die Liste der Zutaten mal aufmerksam gelesen hat. Zweiter Schritt. Es ist kaum mehr schoko da, weil ich es eben nicht mehr kaufe. Dritter Schritt. Essen hat ja auch ganz viel mit Gewöhnung und Gewohnheit zu tun und steter Tropfen höhlt den Stein, bzw. hier den Mann
Zu dogmatisch daran zu gehen hätte zumindest bei meinem Mann den gegenteiligen Effekt. Und auch meine Tochter darf weiterhin ihre geschenkt bekommenen Gummibärchen essen und ich begleite meine Familie bereitwillig zur nächsten Eisdiele. Zucker und dessen Konsum ist in unserer Gesellschaft dermaßen normal und "natürlich", dass ich es nicht für machbar und auch nicht sinnvoll halte, meinem Kindergartenkind das zu verbieten. Machbar halte ich es aber, dass sie weiß, das Zucker nicht gesund ist, dass Süßigkeiten die Ausnahmen sind und ihren Geschmack zu schulen. So hat bei ihr schon immer ein Stück Kuchen das Nachsehen, wenn nebendran frisches Obst liegt. Das ist doch mal ein guter Anfang.
Zu dogmatisch daran zu gehen hätte zumindest bei meinem Mann den gegenteiligen Effekt. Und auch meine Tochter darf weiterhin ihre geschenkt bekommenen Gummibärchen essen und ich begleite meine Familie bereitwillig zur nächsten Eisdiele. Zucker und dessen Konsum ist in unserer Gesellschaft dermaßen normal und "natürlich", dass ich es nicht für machbar und auch nicht sinnvoll halte, meinem Kindergartenkind das zu verbieten. Machbar halte ich es aber, dass sie weiß, das Zucker nicht gesund ist, dass Süßigkeiten die Ausnahmen sind und ihren Geschmack zu schulen. So hat bei ihr schon immer ein Stück Kuchen das Nachsehen, wenn nebendran frisches Obst liegt. Das ist doch mal ein guter Anfang.
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Ohne Kinder wäre die Welt eine Wüste. (J.Gotthelf)
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- Nuala
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Re: Projekt: 365 Tage ohne Zucker! Wer macht mit?
Hahaha: Steter Tropfen höhlt den Mann.
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Re: Projekt: 365 Tage ohne Zucker! Wer macht mit?
Ist euch eigentlich schon aufgefallen, dass der erste Monat rum ist? Wie ist es euch ergangen, gibt es schon erste Zwischenbillanzen?
Mit der kleinen Milchnudel (16.05.11) an der Hand und Minizwerg im Bauch (vET 20.10.13)
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Re: Projekt: 365 Tage ohne Zucker! Wer macht mit?
Also, meine Bilanz ist eher vernichtend...
In der Woche fällt es mir echt leicht, zu verzichten, aber an den Wochenenden bin ich, glaube ich, IMMER eingebrochen
Es war aber auch immer irgendetwas, Einladungen, Gäste, Feiern, etc. und es fällt mir unendlich schwer, zu verzichten, wenn ale um mich rum sich die dicken Kuchenstücke reinschieben
Aber gegen vorher ist es trotzdem besser; immerhin lebe ich regelmäßig 5 Tage zuckerfrei
Positive Effekte merke ich allerdings keine dadurch.
Es war aber auch immer irgendetwas, Einladungen, Gäste, Feiern, etc. und es fällt mir unendlich schwer, zu verzichten, wenn ale um mich rum sich die dicken Kuchenstücke reinschieben
Aber gegen vorher ist es trotzdem besser; immerhin lebe ich regelmäßig 5 Tage zuckerfrei
Liebe Grüße von Anke mit dem kleinen Mann (11/11)
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Minimeu
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Re: Projekt: 365 Tage ohne Zucker! Wer macht mit?
Ich habe jetzt auch einige Tage immer mal wieder über deine Frage nachgedacht. Und mir ist aufgefallen:
-Es fällt mir so im Alltag nicht schwer. Aber ähnlich wie Prisemuth machen mir die WoE zu schaffen. Ich halte zwar durch, aber ich Frage mich dann schon, ob ich nicht auch Abstriche bei der Lebensqualität mache.
- v.a weil ich keine so großen positiven Effekte merke. Evt dass ich wacher am morgen bin, aber das kann auch am Frühling liegen.
- ich habe mich viel mit den Lebensmitteln, die ich einkaufe beschäftigt, obwohl wir schon immer sehr auf essen achten und von gnocchi bis spätzle alles selber machen, und Neues ausprobiert und kennengelernt. Und, wow, es schmeckt mir einfach besser!
- ich nehme endlich ein bisschen zu, was gut ist!
- ich esse an den Hauptmahlzeiten mit viel mehr Appettit und achtsamer. Einfach weil diese ständigen zwischensnacks wegfallen.
- ich habe an den meisten tagen keine Heißhunger Attacken mehr und plane meine Wegstrecken auch nicht mehr nach den Bäckereistandorten.
Wenn ich mir das so durchlesen sind es doch einige positiven Dinge und ich will auf jeden Fall weitermachen.
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-Es fällt mir so im Alltag nicht schwer. Aber ähnlich wie Prisemuth machen mir die WoE zu schaffen. Ich halte zwar durch, aber ich Frage mich dann schon, ob ich nicht auch Abstriche bei der Lebensqualität mache.
- v.a weil ich keine so großen positiven Effekte merke. Evt dass ich wacher am morgen bin, aber das kann auch am Frühling liegen.
- ich habe mich viel mit den Lebensmitteln, die ich einkaufe beschäftigt, obwohl wir schon immer sehr auf essen achten und von gnocchi bis spätzle alles selber machen, und Neues ausprobiert und kennengelernt. Und, wow, es schmeckt mir einfach besser!
- ich nehme endlich ein bisschen zu, was gut ist!
- ich esse an den Hauptmahlzeiten mit viel mehr Appettit und achtsamer. Einfach weil diese ständigen zwischensnacks wegfallen.
- ich habe an den meisten tagen keine Heißhunger Attacken mehr und plane meine Wegstrecken auch nicht mehr nach den Bäckereistandorten.
Wenn ich mir das so durchlesen sind es doch einige positiven Dinge und ich will auf jeden Fall weitermachen.
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- lucca77
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Re: Projekt: 365 Tage ohne Zucker! Wer macht mit?
Meine Zwischenbilanz ist auch eher vernichtend...und auch hier sinds am ehesten die Wochenenden, an denen ich einknicke... Deswegen auch nicht unbedingt bemerkbare positive Effekte aber egal - weiter gehts und sicher wird es noch besser!
Liebe Grüße A. mit den zwei Pubertieren (12/06 und 05/08) - schon lange nicht mehr stillend und tragend und doch immer noch gern hier