Verunsichert zwecks Stillen + Beikost / Leichtes Kind

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Yashira
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Verunsichert zwecks Stillen + Beikost / Leichtes Kind

Beitrag von Yashira »

Hallo

Ich würde mich freuen, wenn ihr einmal auf unsere Gewichtsdaten schauen könnt. Meine Mutter war jetzt eine Woche zu Besuch und sie hat mich in dieser Zeit wirklich sehr verunsichert, ob wir etwas verpasst haben oder ob ich die Beikost jetzt zwingend einführen muss.

Krümel kam 10 Tage vor dem ET spontan und ohne Probleme geplant zu Hause zur Welt. Das Anlegen hatte zu Hause noch gut geklappt.
Danach hatten wir KH Widrigkeiten durchzustehen (Verlegen durch Hebi wg. Daumenfehlbildung). Das KH behielt uns 12 Tage auf der ITS - nur wegen dem Gewicht. Die Hebis und die KiA konnten das nicht verstehen. Durch Krankenhausinterna durfte ich mit meinem Kleinem auch nicht auf die normale Station.
Das Stillen gestaltete sich dadurch sehr schwierig - es wurde durch die Schwestern zugefüttert, trotz Schnullerablehnung gab es wohl mind. einmal einen Schnuller, 4 Std Takt (sie ließen sich nicht überzeugen :evil: ), er sollte immer eine Mindestmenge trinken anhand von Tabellen usw., ich durfte nur Stillen mit Stillproben.
Wir hatten alles von "lassen Sie ja nicht Nuckeln, sonst gewöhnt er sich da dran", "naja - er wird wohl ein Etappentrinker", "es gibt Kinder mit Matratzenallergie"
Die Station war wundervoll von NUK dekoriert - eine Stillberaterin habe ich nicht bekommen (falsche Station).
Ich habe wunde BW bekommen (es gab nur eine Saugschalengröße für die Milchpumpe - die war wohl auch zu klein).
Meine Hebi, die uns besucht hat, zeigte mir noch im KH das asymmetrische Anlegen, da ich auf der rechten Seite sehr große Probleme hatte (kleines Kind + große Brust)
Irgendwann haben wir alles zugefüttert was die wollten, nur damit wir nach Hause konnten. Die Unsicherheit nahmen wir gleich mit.

Zu Hause habe ich weiter gestillt, abgepumpt, zugefüttert. Eigentlich war das Zufüttern nur durch die Unsicherheit begründet. Wir haben keine 50ml am Tag zugefüttert. Krümel wollte sie nicht. Mit der Hebi haben wir es zu Hause wieder gut in den Griff bekommen. Wir stillten ab dem 10. LT alle 2 Std.
Nach 4 Wochen (glaube ich) waren wir komplett am Stillen und die Pumpe wieder in der Apo.

25.9.13 2120 g Hängewaage Hebi - 46cm

niedrigstes Gewicht am 3. LT mit 2040g
am 8. LT hatte er sein Geburtsgewicht wieder

30.09.13 2090 g Krankenhaus (Rätselwaage mit Wippezeiger)
01.10.13 2070 g KH
02.10.13 2090 g KH
04.10.13 2150 g KH
05.10.13 2190 g KH
06.10.13 2300 g KH
07.10.13 2390 g KH Entlassung / 2400g Hebi (Hängewaage)
08.10.13 2360 g Hebi (Hängewaage)
09.10.13 2400 g Hebi (Hängewaage)
10.10.13 2460 g Hebi (Hängewaage)
11.10.13 2460 g Hebi (Hängewaage)
12.10.13 2420 g Hebi (Hängewaage)
13.10.13 2480 g Hebi (Hängewaage)
15.10.13 2520 g Hebi (Hängewaage)
17.10.13 2580 g Hebi (Hängewaage)
19.10.13 2700 g Hebi (Hängewaage)
20.10.13 2820 g Hebi (Hängewaage)
22.10.13 3000 g Hebi (Hängewaage)
24.10.13 2920 g (Kia - elektronische Waage)
29.10.13 3060 g Hebi (Hängewaage)
05.11.13 3380 g Hebi (Hängewaage)
12.11.13 3600 g Hebi (Hängewaage)
19.11.13 3820 g Hebi (Hängewaage)
07.01.14 4820 g KiA (Zeigerwaage)
12.03.14 5390 g KiA (elektronische Waage) - 65cm
19.04.14 6200 g Differenz Personenwaage (tja - leider keine Möglichkeit derzeit zum Stilltreff o. ä. zu kommen)

* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.

Nur die ersten 4 Wochen. Seitdem Stillen wir problemlos voll.
Es waren damals 50-70ml (die er nicht mal trank)

* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?

Alle 2-3 Std. Nachts meldet er sich zwischen dauerhaft und nur 2 Mal. Auf alle Fälle 8-10 Mal pro Tag.

* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?

Wir betreiben einen Mix aus Stoffis + Windelfrei. Stuhlgang 1x täglich. Viele Pipiwindeln

* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?

s. o. + Andockprobleme an der rechten Seite. Seit der 4. Woche klappt es völlig problemlos.

* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?

Schnuller mit 6 Wochen wieder abgeschafft, Flaschen seit der 4. Woche keine mehr. Hütchen mit 6 Wochen abgewöhnt. Derzeit nix dergleichen

* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?

Keine Blockaden. Wir gehen 2x die Woche zur Krankengymnastik wegen seinem Daumen - alles in Ordnung soweit

* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?

Er ist etwas gelb geworden, sonst keine Erkrankungen oder Medikamente
Bzgl. seines Technikfehlers mit der Oberlippe schrieb ich vor ein paar Monaten hier schon einmal. Es hat sich tatsächlich nach dem Tip etwas gebessert. Er macht es nun seltener und trinkt "korrekter"

***

Am 20. März wurde Krümel operiert. Dort konnte ich dann auch 160ml Abpumpen, da durch die OP eine Mahlzeit ausgefallen ist. Nach 4 Tagen war er aber wieder sehr fit und gut drauf.

***

Zur Beikost:
Er hat Interesse. Aber ich würde ihn nicht als beikostreif einstufen nach Allem, was ich bisher hier gelesen habe. Es ist ihm egal ob er Brot, Teller, Banane oder Handy anlutscht. Es ist auch nur ein lutschen. Er beißt nicht ab, er kaut nicht. Er hat nur allgemeines Interesse. Er darf mit am Tisch sitzen (Schoß oder Stokke).
Auf Grund seines geringen Gewichtes habe ich mich, wenn überhaupt, zur hochkalorischen Beikost entschieden. Seit dem 6. Monat versuchen wir es 1-2x die Woche, wenn wir am Essen sind und er sehr interessiert ist. Dann gibt es Hirsebrei mit ordentlich Mandelmus + einem Klacks Obst (Mango / Banane / Apfel).

Es wird besser - aber er nimmt es zu 80% in den Mund und dann lässt er es wieder rausfallen. Oder er fummelt mit den Fingern hinterher - es ist wohl mehr ein Spiel (und spannend?)

***

Meine Mutter ( :oops: ) sagt zwar immer "Sie mischt sich nie ein", aber sie gibt mir unterschwellig das Gefühl, als ob ich ihn leiden lasse.
Die ganze Woche durfte ich mir x Mal anhören, wie dünn er doch wäre. Kein Speck, nicht schön, armes Kind. :evil: Ich kann es echt nicht mehr hören.
Sie hätte bei mir mit Zwieback angefangen - ich hätte den auch gegessen. Das was ich als Beikostreife erkläre wäre Quatsch. Man müsse es halt lernen mit dem Löffel (nicht wortwörtlich, aber Sinngemäß)
Wir haben uns die letzten 2 Tagen nur noch angeschwiegen und ich bin froh, dass sie nun die nächste Zeit nicht vorbeikommt. Schade, oder?

Selbst bei Argumenten lenkt sie nicht ein. Denn - ich weiß ja wie immer alles besser, habe das letzte Wort, wäre ja mein Kind.

***

Ich fühle mich nun total verunsichert. Ich fühle mich schlecht, weil ich mir nun nicht mehr sicher bin alles richtig gemacht zu haben. Er ist immer zufrieden gewesen. Er hatte nur am Anfang geclustert. Ich habe genug Milch - wir stillen gerne.
Ich fühle mich unter Druck gesetzt von ihr (eigentlich sehr doof). Als ob ich ihr beim nächsten Besuch (Stippvisite) präsentieren müsste, wie toll er doch Brei ist :shock: :oops:
(Warum kann man niemanden präsentieren, wie toll man Stillen kann?)

Die KiA ist sehr zufrieden mit ihm. Sie meint, dass er wohl immer groß (bald 70cm) und schlank bleiben wird. Er ist recht kräftig - beginnt zu krabbeln. Er ist komplett normal entwickelt. Sie empfahl uns (da wir eine Kartoffelregion sind) mit Kartoffel + Möhre /Kohlrabi u. Co. anzufangen. Ich denke aber, dass wir mit hochkalorisch (wenn schon Beikost) besser fahren.

Nächste Woche Donnerstag hätte ich (wenn es mit den Terminen klappt), die Möglichkeit im Stilltreff zu wiegen (moderne elektronische Babywaage :D )

***

Wenn es keinen zwingenden Grund fürs Zufüttern gibt, kann er sich doch mit Beikost Zeit lassen wie er möchte, oder?
Das Stillen kann ihm doch ausreichen?
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Carraluma
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Re: Verunsichert zwecks Stillen + Beikost / Leichtes Kind

Beitrag von Carraluma »

Wenn der KiA zufrieden ist, lass dich von deiner Mutter nicht verunsichern, würde ich sagen! Ältere Leute schwärmen halt meist für extra pummelige Kinder. Außerdem kannst du außer oft Stillen und Essen anbieten ja eh nicht viel machen. Bei uns ist auch erst nach etwa zwei Wochen überhaupt ein Löffel ins Kind gekommen, nachdem wir mit einem halben Jahr angefangen haben. Kartoffel mit Möhre und extra Öl ist glaub ich auch gar nicht so schlecht, evtl mit Fleisch oder Hirse, wenn du es probieren magst.
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vivi
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Re: Verunsichert zwecks Stillen + Beikost / Leichtes Kind

Beitrag von vivi »

Das Gewicht ist doch super. Mit 6 Monaten sollten die Kleinen ihr Geburtsgewicht verdoppelt haben und das hat er ja locker. Klar kann er kein Moppelbaby werden bei dem Startgewicht.
DU bist die Mutter und du entscheidest. Deine Mutter ist die Oma und ich persönlich würde alle Ratschläge als das betrachten was sie sind- eben Ratschläge. Du musst es doch niemand anderem Recht machen.
Versuch dich da abzugrenzen. Das geht in den nächsten Jahren noch lange weiter so, dann zum Thema trocken werden, Durchschlafen, Trotz und Erziehung, ...
vivi mit der großen Zuckermaus Jan '07 und der kleinen Strahlemaus März ' 14
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Brianna
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Re: Verunsichert zwecks Stillen + Beikost / Leichtes Kind

Beitrag von Brianna »

Muttermilch hat ja mehr Kalorien als normale Beikost. Würde er mit Beikost wohl mehr wiegen? Höchstwahrscheinlich nicht.
J ist auch eher leicht. Ich stille ihn nach Bedarf und wenn wir essen, darf er so viel essen, wie er mag. Manchmal viel, manchmal eher nichts. Brei isst er garnicht. Seit er Interesse an Essen hat, will er nur das was wir auch essen. Zum Beikoststart hat er sich Linsensuppe ausgesucht.
Gruß Brianna
J 05/13 L 12/15
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Yashira
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Re: Verunsichert zwecks Stillen + Beikost / Leichtes Kind

Beitrag von Yashira »

Danke.
Ich bin froh das mein Mann da auch mitzieht. Es beruhigt mich auch hier zu lesen, dass selbst Mütter mit properen Babys vor solchen Ratschlägen nicht gefiert sind.

Es ist nur so - nervlich belastend.

"Wie alt ist er denn?"

"6 Monate"

"Na der ist aber klein"

Meistens sage ich, dass es doch super praktisch ist, wenn man nicht so viel schleppen muss.
Aber innerlich ist das sehr - aufwühlend.

Es wurmt mich auch das meine Mutter immer recht haben will O.o was soll so ein Mist -.-"
Dieses Gefühl etwas falsch gemacht haben zu können und er deshalb so zart ist ist echt verletzend. Die logische Seite sagt mir natürlich das er nicht so viel wiegen kann, wie ein Baby was mit 4kg in die Welt gestartet ist.


Unterwegs mit einem Apfelgerät
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vivi
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Re: Verunsichert zwecks Stillen + Beikost / Leichtes Kind

Beitrag von vivi »

Ich glaube das ist normal, dass man beim eigenen Kind empfindlich reagiert. Viele Leute sind sich auch gar nicht bewusst, dass sie Dinge sagen, die die Eltern verletzen. Versuch dir da ein dickes Fell wachsen zu lassen!
Meine große Tochter war auch ziemlich leicht und ich musste mir auch so Sachen anhören: kein Wunder, dass sie so leicht ist, gib ihr doch mal was Ordentliches ! oder Reicht denn die Milch noch? Mit 8 Monaten gab es einen richtigen Familienstreit, weil eine Verwandte beleidigt war, dass ich nicht erlaubte, dass meine Tochter ein Brötchen bekommt ( sie aß bis dahin fast keine Beikost). Jetzt bei der Zweiten bin ich deutlich entspannter und selbstsicherer.
vivi mit der großen Zuckermaus Jan '07 und der kleinen Strahlemaus März ' 14
jusl
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Re: Verunsichert zwecks Stillen + Beikost / Leichtes Kind

Beitrag von jusl »

Hallo Yashira,

Ich würde mich freuen, wenn ihr einmal auf unsere Gewichtsdaten schauen könnt.
Gern:
Dein Baby hat in den ersten beiden Monaten durchschnittlich rund 250 g/Woche zugenommen. In den Monaten 3 und 4 waren es durchschnittlich rund 140 g/Woche. Beides sind völlig normale Werte (Quelle).
Dann wird's datentechnisch leider unklar: Falls Januar- und März-Wert stimmen, dann hat Dein Baby in dieser Zeit nur rund 60 g/Woche zugenommen, das wäre eine klare Zufütterindikation ab Mitte März, was auch zum Alter mit 5 1/2 Monaten passt. Normal wäre in diesem Zeitraum über 80 g/Woche gewesen. Zum Beikoststart müsste der KiA bei der U Mitte März dann eigentlich auch geraten haben.
Der April-Messwert von der Personenwaage kann nicht berücksichtigt werden, da diese viel zu ungenau misst. Ein plötzlicher Sprung auf 150 g/Woche zwischen Mitte März und Mitte April ist auch sehr unwahrscheinlich. ;-)
Wenn Du wissen möchtest, wie viel Dein Baby aktuell wiegt, müsstest Du auf einer Babywaage wiegen.
Denkbar ist natürlich auch, dass der Mitte März-Wert ein Messfehler ist. Das lässt sich allerdings im Nachhinein nicht mehr feststellen.
Er hat Interesse. Aber ich würde ihn nicht als beikostreif einstufen nach Allem, was ich bisher hier gelesen habe. Es ist ihm egal ob er Brot, Teller, Banane oder Handy anlutscht. Es ist auch nur ein lutschen. Er beißt nicht ab, er kaut nicht. Er hat nur allgemeines Interesse. Er darf mit am Tisch sitzen (Schoß oder Stokke).
Auf Grund seines geringen Gewichtes habe ich mich, wenn überhaupt, zur hochkalorischen Beikost entschieden. Seit dem 6. Monat versuchen wir es 1-2x die Woche, wenn wir am Essen sind und er sehr interessiert ist. Dann gibt es Hirsebrei mit ordentlich Mandelmus + einem Klacks Obst (Mango / Banane / Apfel).
Also in Anbetracht seines Alters und der Gewichtsentwicklung ist es völlig richtig, jetzt ernsthaft mit Beikost zu starten. Hochkalorischer Brei ist sinnvoll, allerdings nicht 1-2 mal pro Woche - das ist so selten, dass man's dann auch lassen kann ;-) - sondern sinnvoll ist 2-3 mal pro Tag.
Meine Mutter ( :oops: ) sagt zwar immer "Sie mischt sich nie ein", aber sie gibt mir unterschwellig das Gefühl, als ob ich ihn leiden lasse.
Die ganze Woche durfte ich mir x Mal anhören, wie dünn er doch wäre. Kein Speck, nicht schön, armes Kind. :evil: Ich kann es echt nicht mehr hören.
Sie hätte bei mir mit Zwieback angefangen - ich hätte den auch gegessen. Das was ich als Beikostreife erkläre wäre Quatsch. Man müsse es halt lernen mit dem Löffel (nicht wortwörtlich, aber Sinngemäß)
Wir haben uns die letzten 2 Tagen nur noch angeschwiegen und ich bin froh, dass sie nun die nächste Zeit nicht vorbeikommt. Schade, oder?
In der Tat, das ist wirklich schade. Versuch am besten, das Verhalten Deiner Mutter im wohlwollendsten Sinne auszulegen: Sie macht sich Sorgen und will nur helfen (hoffe ich zumindest ;-)). Das wäre vermutlich auch so, wenn Dein Baby längst essen würde oder 3 kg mehr wiegen würde oder schon zur Schule ginge oder so...
Ich fühle mich nun total verunsichert. Ich fühle mich schlecht, weil ich mir nun nicht mehr sicher bin alles richtig gemacht zu haben. Er ist immer zufrieden gewesen. Er hatte nur am Anfang geclustert. Ich habe genug Milch - wir stillen gerne.
Keine Panik. Dein Baby ist gut entwickelt, Ihr stillt problemlos, alles bestens. Nächste Woche wiegst Du noch mal beim Stilltreff auf einer richtigen Waage, und es wäre super, wenn DIESER Messwert auch zeitnah noch mal bestätigt werden könnte (z.B. bei einem Stilltreff eine Woche später? Oder KiA oder so?).
Und wenn sich dann wirklich eine auffällig niedrige Zunahmerate in der letzten Zeit ergeben sollte, dann legt Ihr eben mit der Beikost los, ganz normal zusätzlich zum Stillen (also 2-3 mal täglich hochkalorischer Brei). Das Stillen bleibt weiterhin unverändert wertvoll.

Was meinst Du dazu?

LG
Julia

PS:
vivi hat geschrieben: Mit 6 Monaten sollten die Kleinen ihr Geburtsgewicht verdoppelt haben und das hat er ja locker.
Das ist sachlich falsch. Das "Soll-Gewicht" mit 6 Monaten ist nicht die Verdopplung des Geburtsgewichts (also multiplikativ), sondern es setzt sich additiv aus Geburtsgewicht und einer weiteren normalen wöchentlichen Durchschnitts-Gewichtszunahme zusammen.
Die normale durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme liegt für gesunde Stillkinder
in den Monaten 0-2 im Bereich 170-330 g,
in den Monaten 2-4 im Bereich 110-330 g,
in den Monaten 4-6 im Bereich 70-140 g,
in den Monaten 6-12 im Bereich 40-110 g.
Das bedeutet, es kommen zum Geburtsgewicht mindestens rund 8 x 170 g plus 9 x 110g plus 9 x 70 g dazu, wenn das Baby mit 6 Monaten normal zugenommen haben soll, also mindestens 3 kg dazu - EGAL, was es bei der Geburt gewogen hat.
Von praktischem Wert ist die "plus 3 kg"-Regel allerdings nicht - genauso wenig wie die "Geburtsgewicht verdoppelt"-Regel! Denn was nützt es, wenn ein Baby z.B. schon nach 4 Monaten dieses "Soll" erfüllt hat, und dann 2 Monate lang nix mehr zunimmt und hungert?.. Eben nix - da muss schon genauer hinschauen anstatt bloß aufs Geburtsgewicht und das Gewicht ein halbes Jahr später.
mattisma
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Re: Verunsichert zwecks Stillen + Beikost / Leichtes Kind

Beitrag von mattisma »

Hey Yashira! Ich drück dich mal! Ich weiß was du meinst: die eigene Mutter, die eigentlich als liebevoll und einfühlsam wahrgenommen wird ist auf einmal ganz umverständnislos bei totaler Inkompetenz :D ist bei meiner Ma genauso ("ab dem 3. Monat hast du Karotte ins Abendfläschchen bekommen und du hast sooooo schön durchgeschlafen"!) und man ist so empfindlich und bräuchte eigentlich eine liebe Mutti die einen bestätigt! Lass dich nicht irre machen! Die machen dass weil sie es nicht besser wussten und sich heute auch nicht eingestehen wollen, dass es falsch war! Wollten schließlich unser Bestes ;)


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CarpeDiem
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Re: Verunsichert zwecks Stillen + Beikost / Leichtes Kind

Beitrag von CarpeDiem »

((())) meine Mama versteht vieles auch nicht recht. Sie empfindet vieles als Kritik an ihrer Erziehung/Umgang mit mir. Weil wir es halt anders machen. Aber wir sind als Paar und Eltern eben unterschiedlich erzogen worden und machen nun unseren Mischmasch aus allen.

Und man ist als Mama eben auch empfindlich, will man ja nur das beste fürs eigene Kind.




Iphonitis, Autokorrektur kann für viel Gelächter sorgen.
am 14.02.2012 wurde Katharina H. I. mit 51cm und 3730g geliefert
am 11.12.2013 wurde Annika C. S. mit 52cm und 4270g geliefert
am 16.06.2015 wurde Friederike L. J. mit 52cm und 4105g geliefert


K: unendlich geliebt, stolze große Schwester, wird groß
A: unendlich geliebt, wird groß, stolze große Schwester
F: unendlich geliebt, gestillt, getragen, familiengebettet, macht uns komplett


unvergessen unser Dezembersternchen Pünktchen 2012
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Yashira
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Re: Verunsichert zwecks Stillen + Beikost / Leichtes Kind

Beitrag von Yashira »

Hallo Julia.
Danke für die Einschätzung.

Ich gehe am Donnerstag zum Stilltreff und werde ihn dort wiegen.

Ja - die Datenlage von Januar und März ist sehr undurchsichtig. Man wird es nun nicht mehr rausfinden ob die Werte korrekt sind.

Wir haben es bisher nur 1-2 mal die Woche mit der Beikost versucht, da er wirklich nicht begeistert war.

Er hatte den Brei zwar im Mund - aber dann lässt ihr ihn wieder rausfallen (schiebt mit der Zunge raus) oder er guckt sehr "angewiedert".

Das wollte ich nun nicht 3x am Tag testen :-(

Die KiA meinte ich sollte die "Mittagsmahlzeit" mit Kartoffel mit Möhre ersetzen.
"Ich stille nach Bedarf"
"Man beginnt trotzdem mit der Mittagsmahlzeit"

Ich melde mich mit dem Wert der Waage dann zurück.

Danke übrigens auch Mattisma und CarpeDiem.
Es könnte manchmal echt einfacher sein ;-)


Unterwegs mit einem Apfelgerät
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