Masim hat geschrieben:
Beim Treppenhaus habe ich gesagt, dass er ein ganz schlimmes Aua bekommt und ins Krankenhaus muss. Das ist aber natürlich eine Untertreibung...
Ab wann habt ihr gesagt, dass es den Tod gibt und wie habt ihr das formuliert?
Ich habe es noch nie in Bezug auf mein Kind formuliert, das finde ich völlig absurd (entschuldige). Vielleicht, gerade weil wir schon eine Situation hatten, in denen sie ohne Intensivmedizin wohl nicht herausgekommen wäre.
Wir thematisieren den Tod in Bezug auf nicht mehr lebende Familienmitglieder - ihre eine Oma ist lange, lange vor ihrer Geburt gestorben. Und kürzlich haben wir ein Schloss angeschaut und da habe ich auch versucht zu erklären, dass die ehemaligen Bewohner nicht mehr leben, es sie nicht mehr gibt. Aber ich habe das Gefühl, das ist alles zu abstrakt. Genauso, wie mein Kind nicht versteht, dass es eine Zeit gab, bevor sie geboren wurde. Sie versteht, dass sie vor ihrer Geburt in meinem Bauch war. Dass es aber sogar noch eine Zeit davor gab, kann sie nicht nachvollziehen. Wir sind also momentan in der Phase, zu erklären, dass das Leben ein Beginn und ein Ende hat.
Aber nochmal: Nie, niemals würde ich sagen, wenn mein Kind XY macht, kann es sterben. Das ist mir einfach viel zu riskant: Erst versteht es das nicht und irgendwann doch und bekommt Panik. Wenn ich vor etwas warne, dann tatsächlich, dass man sich dabei schrecklich weh tun kann und dann im Krankenhaus landet. Blöd, wenn "Krankenhaus" keine allzu unangenehme Erinnerung ist… Mein Kind verdrängt irgendwie den Teil auf der ITS und erinnert sich nur an die tolle Kinderküche im Spielzimmer.
