Was kann ich mit vier Jahren erwarten?

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Teazer
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Re: Was kann ich mit vier Jahren erwarten?

Beitrag von Teazer »

Danke, Ihr Lieben! <3
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)

"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
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kjoi
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Re: Was kann ich mit vier Jahren erwarten?

Beitrag von kjoi »

Teazer, Du bist bestimmt keine schlechte Mama! Du kannst einfach nur gerade nicht so sein wie Du es gerne möchtest.

Ich sehe Deine Tochter eher als Spiegel Deiner selbst. Sie spiegelt Dich, in dem sie Dinge nicht tut, die sie eigentlich könnte. Du kannst bestimmt auch gerade Dinge nicht tun, die Du normalerweise machst. Beispielsweise sie die Treppe runter tragen. Sie kann nicht richtig verstehen und nachvollziehen, wie schlecht es Dir momentan geht. Schließlich fehlt Dir kein Arm oder etwas, was man deutlich erkennen und sehen kann. Deshalb merkt sie nur, dass Du ungeduldig und dünnheutig bist und das zeigt sich dann bei ihr, in dem sie mehr Nähe und Fürsorge einfordert.
Was kann man machen? Vielleicht hilft es,Verständnis für ihre Situation aufzubringen. Verbal, in dem Du ihr sagst, dass Du verstehen kannst wie schön es jetzt wäre, wenn Du sie die Treppe runter tragen könntest. Du würdest das auch so gerne für sie machen (jedenfalls manchmal) aber Du schaffst es gerade einfach nicht. Dir geht es nicht gut, Du kannst es nicht. Aber es wird sich wieder verändern und dann kannst Du sie gerne mal wieder runter tragen. Und ansonsten helfen vielleicht kleinen Anregungen zum selber laufen. Indem Du beispielsweise kleine Bilder auf die Treppenabsätze legst, die sich finden kann. Oder mal einen kleinen Schatz, eine Perle oder etwas, was sie gerne mag. Das hat eine Mutter mit ihren Zwillingen gemacht, die nicht gerne die Treppe hoch laufen wollten in die Wohnung. Ich fand das eine schöne Idee.

Auch solltest Du wirklich gut auf Dich achten. Ich möchte mir überhaupt nicht vorstellen, wie mies es Dir gehen muss. Du Arme, es tut mir so leid, dass Deine Schwangerschaft so beschwerlich ist! Ich hoffe es geht Dir bald besser! Und ich hoffe, Du hast so viel Unterstützung wie nur möglich.
Ich bin Mama eines Mädchens (03/09) und zwei Jungen (06/11 und 08/15).
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Muschelsucherin
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Re: Was kann ich mit vier Jahren erwarten?

Beitrag von Muschelsucherin »

Uiuiui, zieh dir den Schuh bitte nicht an!

Dir geht es grade nicht gut. Das darf so sein und da darf dein Kind mitbekommen.
Es reagiert aber halt darauf.

Es kommen bessere Zeiten.

Ich wünsche dir, dass die Übelkeit bald weggeht und ihr eine schöne Schwangerschaft erlebt.
Liebe Grüße von B. mit Bär (März 2008), Maus (März 2010) und

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Teazer
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Re: Was kann ich mit vier Jahren erwarten?

Beitrag von Teazer »

Gestern habe ich versucht, mich wie die Erwachsene zu benehmen ;) Es lief recht gut. Wir sind wenig aneinander gerumpelt. Die Toilettengeschichte war zwar nicht erledigt, aber sie ist wenigstens nicht alle viertel Stunde.

Ich denke schon, dass ihr meine Aufmerksamkeit fehlt. Die wurde gestern richtig sauer als ich nach zwei Büchern eine Pause brauchte. Interessanter Weise waren das aber die Kinderbücher über Sws und Geburt. :)
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)

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Re: Was kann ich mit vier Jahren erwarten?

Beitrag von kjoi »

Bei uns war das gleiche Thema übrigens präsent als der kleine Bruder gerade auf der Welt war. Ich konnte da auch nicht mehr so eng betreuen wie davor. Und war öfter genervt davon, dass sie viele Dinge nicht getan hat, die sie schon alleine konnte. Klar, sie war kleiner, es waren aber auch andere Dinge.
Und irgendwann sagte mir eine Freundin einfach mal, dass sie das Gefühl hat, dass meine Tochter mich einfach nur spiegelt, meine Gefühle (Überforderung, Stress) mir deutlich zeigt und sich deshalb so verhält. Mir hat das total geholfen. Deswegen hatte ich trotzdem noch die gleichen Situationen, deshalb fühlte ich trotzdem noch den gleichen Stress. Aber ich konnte sie in einem anderen Licht sehen, irgendwie nicht mehr so "gegen mich, sondern für sich". Mir hat das total geholfen.
Deshalb dürfen Kinder natürlich Stress, Unsicherheit und Angst, Sorge fühlen. Kann man eh nicht wegdrücken. Aber fürs gegenseitige Verständnis hilft es vielleicht, seine eigene Gefühlswelt zu reflektieren. Mir zumindest.

Im Übrigen finde ich sowieso nicht, dass man in Kategorien "gute und schlechte Mutter" einteilen sollte. Was macht denn eine schlechte Mutter aus? Es gibt vielleicht (zeitweise) überforderte Mütter, traurige Mütter, kraftlose Mütter, glückliche Mütter, starke Mütter, geduldige Mütter usw.
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