Ich möchte Euch hier kurz berichten, wie es uns im Krankenhaus ergangen ist. Vorweg: unser Keks hat die OP gut überstanden, wir sind seit Montag wieder zu Hause.
Wir haben im Vorfeld nichts an unserer Schlafsituation geändert, d.h., er schlief weiterhin bei mir und wurde einschlafbegleitet. Die Nacht vor der OP habe ich ihn im Krankenhaus auch in meine Liege geholt, weil es einfach nicht geklappt hat, dass er alleine in dem Gitterbettchen schlief (obwohl ich sagen muss, dass ich es versucht habe, weil die Elternliege extrem schmal war und ich diese nicht an eine Wand schieben konnte). Er schlief im Arm ein und sobald ich ihn ablegen wollte, wachte er wieder auf. Nach 5 Versuchen und 2 1/2 Stunden gab ich auf, schob meine Liege gegen einen Schrank und polsterte den Boden mit Decken. Da der Keks aber eh richtig in meiner Armbeuge gekuschelt einschlief, hatten wir doch mehr Platz als erwartet (natürlich konnte sich die Nachtschwester nicht verkneifen mich darauf hinzuweisen, dass ich dann ja ab der OP ein großes Problem hätte, wenn er nicht allein schlafen kann und ich es doch im Vorfeld mit ihm hätte üben sollen

).
Die Nacht nach der OP verbrachte er auf der Intensivstation und schlief ohnehin die meiste Zeit. Ich hatte mich mit einem Stuhl so an sein Bett gesetzt, dass ich wenigstens seine Hände halten und das Bäuchlein streicheln konnte. Am Tag darauf konnte er zum Glück schon wieder auf die normale Station. Aber das war auch die schlimmste Nacht. Er weinte und weinte, hatte wohl Schmerzen, das Schlafen wollte aber auch einfach nicht klappen (nicht nur, dass er allein schlafen musste, nein, er muss ja nun auch auf dem Hinterkopf schlafen und mit Handtüchern und Sandsäckchen fixiert werden). Ich hatte ihn viel auf dem Arm, aber wegen der starken Schwellung und der frischen Wunde, durfte ich ihn maximal eine halbe Stunde am Stück aus dem Bettchen nehmen und musste ihn dann wieder hinlegen. Um halb sechs morgens schlief er dann ein, ab um sieben war dann der Sohn unserer Zimmernachbarin wach. Als dann in den nächsten Tagen die Schwellung nachließ und er auch von den ganzen Kabeln und Schläuchen befreit wurde, klappte das Schalfen etwas besser, weil er in meinem Arm einschlief und ich ihn auch länger halten konnte, bis er richtig tief geschlafen hat. Meist klappte das Ablegen dann und er hat die nächste Stunde geschlafen (ich demnach auch). So haben wir uns durch die Krankenhauszeit geboxt.
Jetzt zu Hause klappt das Schlafen gleich soooo viel besser. Er liegt mit mir in einem Bett (haben im Vorfeld extra ein 1mx2m "Beistellbett" besorgt), zwar fixiert und auf dem Hinterkopf, aber es hilft ihm so ungemein, dass ich neben ihm liege und meine Nase an seine Wange lege, seine Hand halte, er mich einfach spürt.
Wir haben nun als größtes Problem, dass er oft panisch schreiend aufwacht und sich überhaupt nicht beruhigt (ich glaube, vor kurzer Zeit gab es hier schon so einen Thread). Ich hoffe, auch dass geht bald vorbei, wenn er weiterhin spürt, dass wir da sind und ihn nicht allein lassen.
OT: im Übrigen war ich in der Klinik absoluter Exot. Keine andere Mama hatte ihr Baby im TT, ich war auf Station die Einzige, die stillt und alle anderen Babys schliefen (zumindest zu Hause) allein in ihren eigenen Bettchen (auch ein). Das bescherrte mir den ein oder anderen bissigen Kommentar, eben weil mein Kleiner auch sehr gelitten hat, wegen der fehlenden Nähe nachts und viel weinte. Habe entsprechend auch viele, viele Tränen vergossen und gezweifelt, ob alles richtig ist, wie ich mit meinem Kleinen umgehe. Jetzt zu Hause mit etwas Abstand und der Gewissheit, dass es jetzt wieder bergauf geht, weiß ich natürlich, dass alles okay ist, wie wir es machen. Aber im Krankenhaus taten die Kommentare schon weh...
Also, danke nochmal allen, die mir mit lieben Ratschlägen geholfen und an uns gedacht haben.