Baby kann nicht allein schlafen - Krankenhausaufenthalt

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

08u11
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Re: Baby kann nicht allein schlafen - Krankenhausaufenthalt

Beitrag von 08u11 »

PinkLady123 hat geschrieben: Aber die kleinen sind nach der OP schon so verstört, dass ich mich sorge, dass er von dem ungewohnten allein schlafen ganz verängstigt ist.
Das würde (vielleicht) stimmen, wenn Du ihn jetzt schon daran gewöhnen würdest, allein in einem Krankenhausbett auf einer Krankenstation zu schlafen. Machst Du aber ja nicht. Du gewöhnst ihn höchstens daran, allein in seinem Bett/im Familienbett zu Hause zu schlafen und dann - das Bett von zu Hause nehmt ihr doch nicht mit oder? :D

Ne ernsthaft, ich schließe mich allen Vorschreiberrinnen an: ich würde es nicht machen. Ich habe bei meinen Zwergen sogar eher das Gefühl gehabt, dass sowas sogar kontraproduktiv sein könnte: unser Großer schlief auch lange Zeit nur auf mir (mit Einschlafstillen) oder höchstens im KiWa, hat die bekannten Nachteile, aber einen großen Vorteil: der konnte überall schlafen - solange ich da war. Abends unterwegs sein, auswärts übernachten, alles kein Problem. Der Kleine schlief schon recht bald abends im Bett in (auch mit Händchenhalten, aber immerhin). Der hatte aber eine Phase, da hat er sich abends weggebrüllt, wenn er nicht in SEIN Bett kam :( .

Klar, Eure Situation ist besonders und ich kann verstehen, dass Du Dir sorgen machst. Trotzdem: Selbst wenn er zu Hause allein schlafen kann, heißt das noch lange nicht, dass er das auch im KH schafft.

Würde KiWa gehen? Da könnte er ja auch flach liegen und bei meinen zumindest ging das besser als Bett. Oder, was Du auf jeden Fall machen kannst, ist noch andere Beruhigungsrituale zusätzlich einzuführen - irgend etwas, dass Ihr mitnehmen könnt (Tuch, das nach Mama riecht, Spieluhr, kleines Kuscheltier, Hand auf den Bauch legen, beruhigend reden). Dann hat er im KH auch etwas, dass er schon kennt. Ob's wirklich nützt werdet Ihr sehen, aber schaden wird's auf jeden Fall nicht.
Nina mit A. (11/2008), J. (03/2011), Minimaus (28/01/15), Babyzwerg (15/02/2019) und Weihnachtsengel im Herzen (Januar 2018, 10. Woche)
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PinkLady123
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Re: Baby kann nicht allein schlafen - Krankenhausaufenthalt

Beitrag von PinkLady123 »

Danke euch!

Vom Gefühl her wollte ich es eh nicht machen, aber die Aussagen der Mamas auf dem Synostose-Forum haben mich zweifeln lassen. Ihr habt mich bestärkt, es weiter zu machen wie bisher. Die Idee mit dem KiWa finde ich auch sehr gut, dass werd ich mal nachfragen.

Ich halte euch auf dem laufenden, wenn wir alles überstanden haben.
Liebe Grüße PinkLady
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anni1110
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Re: Baby kann nicht allein schlafen - Krankenhausaufenthalt

Beitrag von anni1110 »

Dann alles Gute euch!

Und das mit dem Fixieren hatte ich dann einfach völlig falsch verstanden.

Wir gehen ja Sonntag in die Klinik und der eine Jungarzt (grad selbst Papa eines 4Monatbaby`s) meinte doch echt zu mir, wenn sie keinen Platz für mich haben, soll ich auf die Entbindungsstation, während Baby da bleibt. :shock:
Nee, habe ich gleich klargestellt. Und wenn ich im Stuhl nächtigen muss.

Es wird sich alles fügen - wirst du sehen. man macht sich immer einen Kopf und Gedanken vorher und am Ende, sind die Kinder eh so geschafft von den untersuchungen/OP`s, dass es besser läuft als man denkt.

Mach es so, wie du es für dich/euch am Besten findest.

Alles Liebe!

Ach, und schau mal nach einem Babydorm kissen. das wird auch für Frühchen zur Lagerung genutzt. Aber wahrscheinlich kennst du das schon. :wink: :mrgreen:
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Re: Baby kann nicht allein schlafen - Krankenhausaufenthalt

Beitrag von PinkLady123 »

Danke Nicole, euch auch! Und hoffentlich haut das hin, dass du mit auf dem Zimmer sein kannst - ich würde sonst auch auf einem Stuhl schlafen, ist ja unglaublich, was das Arzt auch denkt...

Das Babysdorm kennen wir. Mal sehen, was die Ärzte nach der OP dazu sagen.
Liebe Grüße PinkLady
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Re: Baby kann nicht allein schlafen - Krankenhausaufenthalt

Beitrag von PinkLady123 »

Ich möchte Euch hier kurz berichten, wie es uns im Krankenhaus ergangen ist. Vorweg: unser Keks hat die OP gut überstanden, wir sind seit Montag wieder zu Hause.

Wir haben im Vorfeld nichts an unserer Schlafsituation geändert, d.h., er schlief weiterhin bei mir und wurde einschlafbegleitet. Die Nacht vor der OP habe ich ihn im Krankenhaus auch in meine Liege geholt, weil es einfach nicht geklappt hat, dass er alleine in dem Gitterbettchen schlief (obwohl ich sagen muss, dass ich es versucht habe, weil die Elternliege extrem schmal war und ich diese nicht an eine Wand schieben konnte). Er schlief im Arm ein und sobald ich ihn ablegen wollte, wachte er wieder auf. Nach 5 Versuchen und 2 1/2 Stunden gab ich auf, schob meine Liege gegen einen Schrank und polsterte den Boden mit Decken. Da der Keks aber eh richtig in meiner Armbeuge gekuschelt einschlief, hatten wir doch mehr Platz als erwartet (natürlich konnte sich die Nachtschwester nicht verkneifen mich darauf hinzuweisen, dass ich dann ja ab der OP ein großes Problem hätte, wenn er nicht allein schlafen kann und ich es doch im Vorfeld mit ihm hätte üben sollen :? ).

Die Nacht nach der OP verbrachte er auf der Intensivstation und schlief ohnehin die meiste Zeit. Ich hatte mich mit einem Stuhl so an sein Bett gesetzt, dass ich wenigstens seine Hände halten und das Bäuchlein streicheln konnte. Am Tag darauf konnte er zum Glück schon wieder auf die normale Station. Aber das war auch die schlimmste Nacht. Er weinte und weinte, hatte wohl Schmerzen, das Schlafen wollte aber auch einfach nicht klappen (nicht nur, dass er allein schlafen musste, nein, er muss ja nun auch auf dem Hinterkopf schlafen und mit Handtüchern und Sandsäckchen fixiert werden). Ich hatte ihn viel auf dem Arm, aber wegen der starken Schwellung und der frischen Wunde, durfte ich ihn maximal eine halbe Stunde am Stück aus dem Bettchen nehmen und musste ihn dann wieder hinlegen. Um halb sechs morgens schlief er dann ein, ab um sieben war dann der Sohn unserer Zimmernachbarin wach. Als dann in den nächsten Tagen die Schwellung nachließ und er auch von den ganzen Kabeln und Schläuchen befreit wurde, klappte das Schalfen etwas besser, weil er in meinem Arm einschlief und ich ihn auch länger halten konnte, bis er richtig tief geschlafen hat. Meist klappte das Ablegen dann und er hat die nächste Stunde geschlafen (ich demnach auch). So haben wir uns durch die Krankenhauszeit geboxt.

Jetzt zu Hause klappt das Schlafen gleich soooo viel besser. Er liegt mit mir in einem Bett (haben im Vorfeld extra ein 1mx2m "Beistellbett" besorgt), zwar fixiert und auf dem Hinterkopf, aber es hilft ihm so ungemein, dass ich neben ihm liege und meine Nase an seine Wange lege, seine Hand halte, er mich einfach spürt.

Wir haben nun als größtes Problem, dass er oft panisch schreiend aufwacht und sich überhaupt nicht beruhigt (ich glaube, vor kurzer Zeit gab es hier schon so einen Thread). Ich hoffe, auch dass geht bald vorbei, wenn er weiterhin spürt, dass wir da sind und ihn nicht allein lassen.

OT: im Übrigen war ich in der Klinik absoluter Exot. Keine andere Mama hatte ihr Baby im TT, ich war auf Station die Einzige, die stillt und alle anderen Babys schliefen (zumindest zu Hause) allein in ihren eigenen Bettchen (auch ein). Das bescherrte mir den ein oder anderen bissigen Kommentar, eben weil mein Kleiner auch sehr gelitten hat, wegen der fehlenden Nähe nachts und viel weinte. Habe entsprechend auch viele, viele Tränen vergossen und gezweifelt, ob alles richtig ist, wie ich mit meinem Kleinen umgehe. Jetzt zu Hause mit etwas Abstand und der Gewissheit, dass es jetzt wieder bergauf geht, weiß ich natürlich, dass alles okay ist, wie wir es machen. Aber im Krankenhaus taten die Kommentare schon weh...

Also, danke nochmal allen, die mir mit lieben Ratschlägen geholfen und an uns gedacht haben.
Liebe Grüße PinkLady
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Giraeffchen
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Re: Baby kann nicht allein schlafen - Krankenhausaufenthalt

Beitrag von Giraeffchen »

So gut, dass die OP erfolgreich überstanden ist! :D


Was du drumherum erleben musstet, ist traurig. Es war doch ganz richtig, dass du ihm vor der OP alle mögliche Nähe gegeben hast- selbst, wenn er ansonsten bereits in seinem Bett alleine schlafen würde, wäre das doch immer noch eine Ausnahmesituation, in der Nähe und geborgenheit helfen können, die Ungewissheit ein bisschen besser zu ertragen. Für dein Baby war ja auch alles unbekannt und ängstigend und so konntet ihr euch gegenseitig ein wenig trösten.
Schade, dass da so wenig Verständnis ist- und dass das auch noch so knallhart ausgesprochen wird.

Dein Sohn hat jetzt auch ganz einfach sehr viele Eindrücke zu verarbeiten, das Schreien kann auch da seine Ursache haben. Deine Nähe hat ihm sicher sehr geholfen!

Weiterhin gute Besserung und alles Gute!
Liebe Grüße, GiraeffchenBild mit dem großen Knopf und dem Herbstwichtel


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zu lange zu schweigen.
Die Zunge verwelkt,
wenn man sie nicht gebraucht."

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Re: Baby kann nicht allein schlafen - Krankenhausaufenthalt

Beitrag von anni1110 »

oh, wie ich das kenne.
und elternliegen sind wirklich schmal. ich hatte baby auch immer im arm beim schlafen.

exot? jaaaa, denn allein, dass ich bei meinem baby geblieben bin, war schon exotisch, dann noch stillen, tragen uuund in einem bett schlafen. :lol: wir haben eindruck hinterlassen. :lol:

ich freu mich für euch, dass die zeit nun hinter euch liegt und wünsche euch, dass ihr zur ruhe kommen könnt. baby klebt eigentlich auch nur an mir. sie holen sich die nähe und wir geben sie ihnen, weil wir ihre mamas sind.

alles liebe euch!
Liebe Grüße
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Re: Baby kann nicht allein schlafen - Krankenhausaufenthalt

Beitrag von Maren »

Es ist schön zu lesen, dass er die OP gut überstanden hat.
Ich finde Du hast alles richtig gemacht, dass es sehr schwer für Dich war, kann ich mir vorstellen. Ich hoffe ihr schafft es jetzt euch mit ganz viel Nähe gut zu erholen.
Alles Gute <3
Liebe Grüße von Maren (7/85) mit der Zaubermaus (2/12) und dem Minimann (7/13)

2014 Teile entrümpeln 130 sind schon weg, 1884 müssen noch raus
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Re: Baby kann nicht allein schlafen - Krankenhausaufenthalt

Beitrag von Maria2012 »

Hallo!
Ich hab gerade erst alles gelesen, also sowohl deine Beiträge vor der OP und jetzt deinen Beitrag nach der OP.

Ich freue ich total für euch dass ihr es nun hinter euch habt! Und alles gut verlaufen ist.
So wie du schreibst denke ich dass du alles GOLDRICHTIG gemacht hast.

Ich kenne das auch dass andere alles anders machen und man selbst der Exot ist. (Stillen, Tragen, Schlafen im Beistellbett/bei den Eltern)
Und ich kenne auch die Situationen in denen man zweifelt ob man es selbst richtig macht oder ob es nicht doch vielleicht die anderen richtig machen.....

Aber was kann daran falsch sein seinem Kind Nähe, Geborgenheit und Sicherheit schenken zu wollen?
Gerade in einer solchen Situation wie OP/Krankenhaus, da ist es doch nochmal wichtiger dass ich meinem Kind das gebe!
Manchmal denke ich (wenn ich die, die alles anders machen z.B. Kind alleine schlafen lassen obwohl es schreit) dass manche Eltern sehr egoistisch gegenüber ihrem Kind sind und manchmal die eigenen Bedürfnisse über die ihres Kindes stellen....
Lösche Benutzer 14500

Re: Baby kann nicht allein schlafen - Krankenhausaufenthalt

Beitrag von Lösche Benutzer 14500 »

Hallo PinkLady,

wie geht es euch jetzt? Ich hoffe, deinem Sohn geht es besser und auch das Schreien hat sich wieder gebessert? Ich habe hier schon ein paarmal von ähnlichen Reaktionen nach OPs gehört und meist hat es sich mit viel Geduld, Zuwendung und Liebe recht bald wieder gegeben - es ist ja einfach eine ganze Menge zu verarbeiten für die Kleinen!

Was das Exotendasein betrifft, so ging es mir genauso,als ich vor einem Jahr mit meiner Tochter eine Woche auf Station lag, weil sie eine Lungenentzündung hatte. Ich konnte damit leben, ein Exot zu sein und bis auf eine Schwester war das Personal echt freundlich und nett und hat mir sogar (heimlich und inoffiziell :-)) geholfen, abends alle Betten so zu verschieben, dass ich mich mit Rausfallschutz mitsamt Kletterkind auf die Liege quetschen konnte. Bequem war es aber nicht. Wder für mich noch für das Kletterkind noch für die Schwestern, die sich für die nächtlichen AB-Gaben, Sauerstoffmessungsableitungsgedönswiederranfummel und Sauerstoffmaskenwiederranfummeln (na gut - das habe ich recht schnell dann einfach selbst gemacht) jedes Mal bücken mussten. Es kam mir alles so unendlich kompliziert vor... Warum kann es denn nicht auch auf der Kinderstation ein paar Zimmer mit Erwachsenenbetten plus Babybalkon dran geben, so wie auf der Entbindungsstation? Wäre doch für alle viel einfacher - und auch, wenn ich Exotin war, weil das Kletterkind mit einem Jahr noch bei mir schlief: Es waren viele jüngere Kinder auf Station und von denen haben doch einige bei ihren Eltern auf den Pritschen geschlafen. Bedarf ist also da.

Wie auch immer: Ich hoffe, es geht euch gut?
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