stundenweise Krippe - was meint ihr?

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Latascha
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Re: stundenweise Krippe - was meint ihr?

Beitrag von Latascha »

Blümchen84 hat geschrieben: Auf der anderen Seite hätte ich bei 3 Morgenden a 6 Stunden schon Bauchschmerzen.
Allerdings hätte es auch Vorteile. Da mein Kleiner dann länger in der Krippe ist, wie ich in der Schule bin, könnte ich die Zeit nutzen und Haushalt machen, kochen, vorbereiten, so dass ich danach ganz für mein Kind da bin. :roll: *nachdenk*
Oh ich kann mich noch soooo gut erinnern!! Allerdings waren es bei uns eben 5 Tage a 7-8 Stunden Betreuung. Ich hab mich soooo schlecht gefühlt, mir Gedanken gemacht, etc. Das hat sich schlagartig geändert, als meine Zweijährige beim Abholen regelmäßig zu weinen begonnen hat, ich solle später kommen, sie will noch mit ihren Freunden spielen. :wink:
Und ja, es hat Vorteile, wenn man ein paar Minuten zwischendrin für sich hat. :D



Ich bin gespannt was du nächste Woche nach der Besichtigung berichtest. Betreuungsschlüssel, pädagogisches Konzept - gerade bei der Eingewöhnung, Essen und vor allem Bauchgefühl Bauchgefühl Bauchgefühl.


Ach da fällt mir noch ein: Jemand hatte doch was geschrieben zwecks Tragen…Hier ist die Große nur immer stillend oder im Tuch eingeschlafen. Dort gab es beides nicht und sie hat vom ersten Tag an bereits super mitgemacht und war regelmäßig das erste Kind, das geschlafen hat. :wink:
Liebe Grüße
Latascha
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EmiliasGini
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Re: stundenweise Krippe - was meint ihr?

Beitrag von EmiliasGini »

Ich würde, sofern dein Bauchgefühl gut ist, die Kita immer vorziehen.

Eine tolle Oma ist Goldwert aber birgt auch viele Probleme.

- du bist ständig zur Dankbarkeit verpflichtet
- wenn sie andere Ansichten hat und sich einmischt bist du in einer ganz blöden Situation. Zum einen ist es als Tochter immer schwer da klar Stellung zu beziehen. Zum anderen ist da immer das Druckmittel (auch wenn nie ausgesprochen), dass sie das Kind nicht mehr nimmt, wenn ihr euch streitet.
- die Ansichten sind einfach oft veraltet
- es gibt keine anderen Kinder
- Omas können krank werden

Wenn du eine gute Kita findest, dann ist das deutlich unkomplizierter. Du kannst dich drauf verlassen, dass du dein Kind dort abgeben kannst. Die Kita fällt (fast) nie unerwartet aus und hat auch keine schlechte Laune, weil sie eigentlich zum Kaffeeklatsch wollte. Du zahlst dafür und hast somit einen Anspruch und bist nicht in der zu Dank verpflichteten Bittsteller Position. Die Erzieher kennen sich mit Kindern aus und wissen in der Regel gut, was sie tun. Ich bekomme auch immer sehr gutes Feedback. Von der Oma kommt eher ein "Sie ist ganz süüüüß" oder ein "heute war sie aber bockig". Nichts, womit ich irgendwas anfangen könnte. :mrgreen:

Für die Nachmittage an denen du Konferenzen hast ist doch dann die Oma eine perfekte Lösung. Das ist nicht ständig und Oma freut sich dann sicher.
G. mit Sohnemann P. (03/2006), Töchterchen E. (07/2007) und Minimaus L. (05/2009)
Blümchen84
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Re: stundenweise Krippe - was meint ihr?

Beitrag von Blümchen84 »

Hallo ihr Lieben,

so jetzt muss ich von meinem Gespräch in der Krippe erzählen. Es war wirklich positiv und die Krippe macht einen guten Eindruck.
Es gibt kein hochtrabendes pädagogisches Konzept, sondern das Kind und seine Bedürfnisse stehen im Mittelpunkt. Das Kind soll sich wohlfühlen, entfalten und wird ernst genommen.
Der Tagesablauf ist strukturiert und es gibt Rituale. Außerdem gehen sie viel nach draußen. Kinder die müde sind werden nicht allein gelassen beim Einschlafen und man passt sich dem Familienritual an.
Da es eine Halbtageskrippe ist, gibt es kein Mittagessen aber ein kleines Frühstück mit verschiedenen Angeboten: Brot, Käse, Wurst, Früchte...
Das Einzige was ich kritisch sehe ist die Zahl der Erzieher: Es sind bis zu 10 Kinder, aber immer nur 2 Erzieherinnen. Ich dachte eigentlich immer 3/4 Kinder pro Erzieherin. Aber gut, an manchen Tagen sind auch nur 8 Kinder da. Insgesamt gibt es 3 Erzieherinnen. Eine ist immer da, und die anderen beiden an 2 bzw. 3 Tagen die Woche.

Ach und was mir so wichtig war: Tatsächlich sind die Zeiten recht flexibel. Morgens und mittags gibt es eine Art Gleitzeit.

Mein Bauchgefühl ist aber insgesamt gut.

Nun aber ein anderes Problem: Wenn ich meinen Sohn durch die Omas betreuen lasse, bekomme ich 150€ Betreuungsgeld pro Monat. Wenn ich ihn in die Krippe gebe muss ich 180€ für die Betreuung zahlen. Da überlegt man es sich schon ob man 150€ mehr auf dem Konto haben will oder 180€ weniger (- selbst wenn ich den Omas die Anfahrtskosten zahle.)
Ich muss mal meine Steuerberaterin fragen ob sich das absetzen lässt.

Liebe Grüße
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Katha
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Re: stundenweise Krippe - was meint ihr?

Beitrag von Katha »

Kannst Du bis 2/3 absetzen, siehe u.a. hier
http://www.finanztip.de/recht/steuerrec ... kosten.htm

Aber natürlich mindert das die Differenz von 330 Euro zum Betrerungsgeld nur. Absetzen minimiert ja nur das zu versteuernde Einkommen um 120 Euro im Monat, und bringt dann je nach Steuersatz einen Teil davon wieder.
(Die Betreeung sollte der Partner m. höherem Einkommen absetzen).
Katha mit dem Hasen *01/2012
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]

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Katha
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Re: stundenweise Krippe - was meint ihr?

Beitrag von Katha »

PS: wenn Du einen Vertrag m. Eltern und Schwiegis hättest, könntest Du evtl. auch deren Fahrtkosten ansetzten.
Da mal Steuerberater fragen (auch, ob die das versteuern müssten; Düfte aber, wenn steuerfreie Kilometerpauschale genommen wird nicht der Fall sein; aber reine Vermutung)

Wenn Oma und Schwiegeroma selber noch gut eingebunden sind, ist Krippe deutlich sicherer.
Das finanzielle Argument (macht ja immer noch mind. 200 Euro Unterschied aus), ist halt ein komplett anderes
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Blümchen84
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Re: stundenweise Krippe - was meint ihr?

Beitrag von Blümchen84 »

Ah, super danke für den Link! :)

Ja, es sind 2 Probleme: Auf der einen Seite bin ich mir nicht sicher ob das mit den Omas so hinhaut und könnte mir die Krippe gut vorstellen, auf der anderen Seite sind 150€ im Monat viel Geld für eine junge Familie.

Allerdings wird es zumindest anfangs auf die Oma-Lösung rauslaufen, weil die Warteliste der Krippe recht lang ist. Ich fange zwar wieder im September an zu arbeiten, aber es kann gut sein, dass erst im November/Dezember ein Platz frei wird. Also habe ich noch wirklich Zeit das zu entscheiden: Wenn die Oma-Lösung gut funktioniert, kann ich es dabei belassen. Wenn es nicht klappt, dann kann ich den Kleinen immer noch in die Krippe schicken. (Auf dem Rathaus meinten sie auch, dass es kein Problem ist, wenn man kurzfristig abspringt, weil die Warteliste eh immer so lang ist.)

Liebe Grüße
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Katha
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Re: stundenweise Krippe - was meint ihr?

Beitrag von Katha »

Es sind definitiv MEHR als 150 Euro Unterschied ;) weil es ja um die Differenz geht.
(Ich fände das mit der dauernden Dankbarkeit halt schwierig. Kommt aber auf die Omas an…)
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Re: stundenweise Krippe - was meint ihr?

Beitrag von Blümchen84 »

Ja klar, mehr wie 150€ - hab mich blöd ausgedrückt.

Das Dankbarkeitsthema steht bei uns schon im Raum... Aber jetzt wollen wir es mal so die erste Zeit versuchen. Und wenn ein Krippenplatz frei wird, können wir immer noch entscheiden.
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