Unsere Große Tochter hat mit knapp 6 Monaten angefangen, extrem zu fremdeln. Das hat sich soweit gesteigert, dass sie in verzweifeltes Weinen ausgebrochen ist, sobald jemand sie angesehen hat. Wir haben sie ausschließlich getragen, sobald wir unter Leuten waren in der aufgefächerten WXT, wo sie sich dann unter den Tuchbahnen verstecken konnte. Was sie auch gemacht hat.
Jegliches Angesprochenwerden von Fremden hatte eine Schockstarre zur Folge, sie ist nie von meiner oder Papas Seite gewichen, hat mit niemandem geredet und hat eindeutig selbst entschieden, welche (wenigen) Menschen sie an sich ranlässt. Manche Freundinnen von mir hat sie oft gesehen aber ist ihnen gegenüber nie aufgetaut. Bis sie einer Person einigermaßen vertraut hat, konnte gut ein halbes Jahr regelmäßiger Treffen verstreichen.
Im Urlaub bei ihren Großeltern hat sie (mit eineinhalb Jahren) quasi unter meinen weiten (extra dafür genähten
Wir haben entgegen dem, was uns von beinahe jeder Seite geraten wurde, einen möglichst großen Schutzraum um unser Töchterchen errichtet. Sie immer versteckt, wenn ihr danach war, sie nie in den Wind gestellt. Ich war sehr viel alleine
Jetzt ist sie gut vier und hat im letzten halben Jahr eine erstaunliche Wandlung vollzogen: Redet mit (beinahe) allen Leuten, kauft allein Brezeln beim Bäcker, streunt Nachmittagelang mit ihrer 5jährigen Freundin durch Garten und Wald und "braucht" mich überhaupt nicht. Klingelt bei den Nachbarn, wenn bei uns das Mehl ausgegangen ist und öffnet die Türe, wenn jemand bei uns klingelt ... Und geht in den Kindergarten. Gern und ohne Tränen und nach lediglich zwei Wochen Eingewöhnungszeit. Wir sind so froh und dankbar.