8 Monate altem Säugling das Stillen beibringen?

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Drillingsmama
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Re: 8 Monate altem Säugling das Stillen beibringen?

Beitrag von Drillingsmama »

ich würd sagen, du musst da noch etwas an deiner saugtechnik feilen, karina. anlegen, anlegen, anlegen.... aber vielleicht ist ja auch dein zungenbändchen zu kurz? :D
nee, im ernst, ich finde deinen test witzig. geht bei mir leider nicht, obwohl mein busen auch nicht klein ist und selbst durch das teilstillen auch etwas gelitten hat und sehr erdig geworden ist. :23:
dass die milch anfangs wässrig ist, ist doch normal, ist ja zum durst-stillen.
ich finds erstaunlich, dass du nach so langer zeit noch milch hast.
Lollipop
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Re: 8 Monate altem Säugling das Stillen beibringen?

Beitrag von Lollipop »

Hallo,
Wie geht es euch denn?
Hat dein kleiner nochmal kuschelgestillt?

Bin immernoch total beeindruckt von Drillingen :D
Das muss im Wagen toll aussehen.
Ich muss gestehen, dass ich noch nie eine mutter mit Drillingen gesehen habe.
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karina6886
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Re: 8 Monate altem Säugling das Stillen beibringen?

Beitrag von karina6886 »

Ich hab mal in München nen Drillings-Papi beim Wagenschieben sehen.....die waren sogar eineiig!!! :shock:
Die Mädels (ca. 18 Monate) waren soooo süß....saßen alle in der gleichen Position und hatten alle nen Finger im Mund.

Die waren natürlich DIE Sensation schlechthin, obwohl der Papa doch nuuuur einkaufen gehen wollte. :D
...die Worterkennung ist mein größter Feind!


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Marlio
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Re: 8 Monate altem Säugling das Stillen beibringen?

Beitrag von Marlio »

Meinen Respekt für das Pumpen und Stillen im Wochenbett und darüber raus! Wir hatten hier vor kurzer Zeit einen Stillstreik und ich hab abgepumpt und gefüttert. Nur 1 Kind. Aber ich fand es furchtbar anstrengend, allein schon die zeitliche Belastung, die Koordination... Ich find es eine große Leistung, die Du als frisch gebackene Drillingsmama gebracht hast. Und Deinen Ansatz mit der Bedürfnissbefriedigung Deiner drei find ich toll. Dass darüber das Stillen nicht so ganz geklappt hat ist schade, aber vorzuwerfen hast Du dir sicherlich nichts. Man muss den Weg gehen, der einem in dem Moment gangbar vorkommt und das hast Du gemacht und es ist in Ordnung.

Was das zurück zum Stillen kommen betrifft: kennst Du das BES? Wäre das vielleicht was für Dich, egal ob zur Relaktation oder einfach zum Kuschelfüttern? Ich weiß nicht ob das Sinn macht, aber mir kam das beim Lesen in den Sinn.

Bestimmt meldet sich noch eine Stillberaterin zu Deinen Fragen.

Liebe Grüße :-)
Unser Blubberchen kam am 26.11.12 zur Welt - "Wir lieben Dich weit inniger, als Licht und Luft und Freiheit!"

Wenn ein Kind...
-kritisiert wird, lernt es zu verurteilen. -angefeindet wird, lernt es zu kämpfen. -verspottet wird, lernt es schüchtern zu sein. -beschämt wird, lernt es sich schuldig zu fühlen.
-verstanden und toleriert wird, lernt es geduldig zu sein. -ermutigt wird, lernt es sich selbst zu vertrauen. -gelobt wird, lernt es sich selbst zu schätzen. -gerecht behandelt wird, lernt es gerecht zu sein. -geborgen lebt, lernt es zu vertrauen. -anerkannt wird, lernt es sich selbst zu mögen. -in Freundschaft angenommen wird, lernt es in der Welt Liebe zu finden.
(Text über dem Eingang einer tibetischen Schule)
jusl
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Re: 8 Monate altem Säugling das Stillen beibringen?

Beitrag von jusl »

Hallo Drillingsmama,

ich freue mich dass Du hergefunden hast und hier Austausch findest. Trauerarbeit ist ARBEIT - die will geleistet werden. Viele Mütter tragen "gescheiterte" Stillbeziehungen sehr lange mit sich, egal ob bei einem, zwei oder drei Kindern. Manche Müttern denken dann über Relaktation nach, also über die Wiederaufnahme des Stillens nach vorherigem, zumeist ungewolltem Abstillen. Auch Mehrlingsmütter dürfen das ;-) - aber es ist wichtig, dass man mit realistischen Erwartungen an die Sache heran geht (um die Arbeit leistbar und den Alltag freudvoll zu halten und nicht zusätzliche Trauer und Schmerz zu produzieren).
In unserer Linksammlung Stillwissen findest Du einige Links zum Thema Relaktation, vielleicht magst Du mal stöbern.

Fakt ist: Relaktation ist sehr viel Arbeit, ein FULLTIME-Job (bei EINEM Baby!..). Mehrlingsmütter überwinden zwar oft die Grenzen der Mathematik :lol: , aber aus meiner eigenen Erfahrung, sowohl als Zwillingsmutter als auch als Stillberaterin, die schon zahlreiche Relaktationen begleitet hat, sehe ich keine realistische Möglichkeit, gleichzeitig drei flaschegewöhnten 8 Monate alten Babys das Stillen beizubringen. In Deinem Ursprungsposting fragstest Du ja explizit nach EINEM Baby - das kann funktionieren, vorausgesetzt, jemand anderes kümmert sich im wesentlichen um die beiden Brüder und den Haushalt. Babys, die nach mehreren Monaten Flasche das Stillen (wieder oder erstmalig) lernen sollen, brauchen dabei HILFE, das ist sehr zeitintensiv. Sinnvoll ist in jedem Fall, die Voraussetzungen und Begleitumstände zu analysieren, ehe man mit dem Relaktationsversuch loslegt. Wichtigste Voraussetzung ist, dass das Baby noch ein stark ausgeprägtes Saugbedürfnis hat. Wenn es z.B. mit nur noch 4 oder 5 mal pro Tag saugen zufrieden ist (ein Entwicklungsreifezeichen!..), dann wird eine Relaktation wohl nicht klappen, weil schlichtweg die Übungsmöglichkeiten fehlen. Weiterhin wichtig ist die Bereitschaft der Eltern, (zunehmend) auf künstliche Sauger zu verzichten, denn das Baby sollte die Möglichkeit haben, die neue Stilltechnik OHNE weitere Störungen (= künstliche Sauger) lernen zu dürfen. Und wie gesagt: Die Mutter muss von weiteren Verpflichtungen wie Haushalt, Geschwister, Job usw. weitgehend entbunden sein.

Helfen Dir diese Hinweise bei der Klärung Deiner Wünsche weiter?
Rückfragen immer gerne und
LG
Julia
Drillingsmama
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Re: 8 Monate altem Säugling das Stillen beibringen?

Beitrag von Drillingsmama »

Hallo an alle,

danke für Eure Antworten - ich war im Urlaub und danach PC_abstinent, so dass ich Eure Antworten erst jetzt lesen kann.
Danke, dass Du Dich als Stillberaterin noch einmal gemeldet hast, Julia! Das hilft mir auf jeden Fall.

Es war leider ein bisher einmaliger magic moment - bisher hat der Kleine die Brust nicht wieder genommen. Allerdings hab ich es auch nicht in einer entspannten Situation versucht, sondern als er (wie beim ersten Mal) geschrieen hat. Hab aber jetzt in einer Broschüre von Marta Guoth-Gumberger gelesen, dass man eher einen entspannten Moment wählen sollte.

@Julia: Mit dem 4-5 Mal am Tag zufrieden-sein mit Saugen - meinst Du da generell das Saugen oder das Saugen an der Brust? Sie trinken noch sehr viel Milch, also sicher noch so 5-6 Mal innerhalb 24 Stunden (was ja aber als Saugbedürfnis nicht viel ist, wie ich Dich verstanden habe). Tatsächlich schnullern sie nihct mehr so viel, vielleicht meintest Du dann doch das als Entwicklungsreifezeichen? Einer der drei nimmt momentan sogar gar keinen Schnuller mehr. Was ja im Grunde eine gute Voraussetzung wäre, ihn wieder an die Brust zu gewöhnen, aber ich sehe momentan auch, dass es unrealistisch ist.

Ja, die Links zu Relaktation habe ich gelesen und mir daraufhin eine Broschüre von Gumberger bestellt - und da nochmal gesehen, wie unrealistisch das Ganze ist, auch mit einem Baby (in meiner Situation). Sicherlich geht es bei mir ganz stark um Trauer, wie Du richtig bemerkt hast.
Und Eines hat mich an der Broschüre von Gumberger direkt angesprungen: DIe erste Vorbedingung, die sie nennt ist die Motivation, eine liebevolle Beziehung zwischen Mutter und Baby zu fördern. Dabei stünden die Interessen des Babys im Vordergrund, das Stillen darf nicht mit Problemen/Interessen der Mutter vermischt sein, die damit z.B. was Anderesn aufarbeiten will.
Eine liebevolle Beziehung zu meinen Kindern habe ich bereits und wenn ich so drüber nachdenke, geht es beim dem Kuschelstillen-Wollen sicher mehr um mich und nicht um eines meiner Kinder. Ich will damit was nachholen, was nunmal leider vorbei und verpasst ist. Nämlich die ersten Monate, in denen - meinem Gefühl nach - zu wenig Körpernähe zwischen mir und den dick eingepackten Winterbabies da war. Allerdings waren da auch mein Mann, meine Mutter und die Kinderfrau für die 3 da - also sie hatten schon genug Körpernähe von mehreren Bezugspersonen und sicher nichts vermisst. Diejenige, die was vermisst hat, war ich.

Und auch jetzt denke ich nicht, dass meine Kinder ein Stillbedürfnis haben, auch Körpernnähe zu mir als Mutter ist nun viel mehr da, seitdem sich alles entspannt hat - und das ist für mich eigentlich der entscheidende Punkt.
Der Fokus sollte ja auf ihnen liegen, wie Gumberger zu Recht sagt. Und nicht darauf, was ich will und schön fände. Ich häng da was Vergangenem hinterher und meine Kinder sind schon ganz woanders. Sind mit Brei und Fingerfood beschäftigt, kriegen ihre ersten Zähne... Klar, Milch trinken sie wie gesagt noch gern und viel.
Ich werd sie ab und an mal anlegen und gucken, was passiert. Und zwar in einer entspannten Situation und nicht, wenn sie unruhig oder unzufrieden sind.
Selbst ein BES erscheint mir grad - zu spät.

@Karina: Habs übrigens doch geschafft, meine Brüste selber zu testen, ich komm knapp dran :D . Es kommt auch bei mir Milch, wenn ich kurz dran lecke. Verrückt.
Und irgendwie auch gemein. :roll:

@Julia: Letzte Frage: Was bedeutet das nun, wenn da noch Milch kommt, sobald die Brustwarzen irgendwie stimuliert werden? Dass noch was da ist? Dass da schnell was gebildet werden kann an Milch? Das würde mich noch interessieren.

Vielen Dank und liebe Grüße!

PS: Unsere sind zweieiig (also 2 der 3 sind Zwillinge) und auch wir sind mit einem Drillingswagen die Sensation. Ist schön und nervig zugleich. Wir werden bewundert und müssen uns aber auch manch doofe Sprüche und übergriffige Fragen anhören. Sehr zweischneidig das Ganze.
jusl
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Re: 8 Monate altem Säugling das Stillen beibringen?

Beitrag von jusl »

Schön, dass Du Deine Gedanken klären konntest.

Kannst Du Deine Frage noch etwas genauer erklären?
Letzte Frage: Was bedeutet das nun, wenn da noch Milch kommt, sobald die Brustwarzen irgendwie stimuliert werden? Dass noch was da ist? Dass da schnell was gebildet werden kann an Milch? Das würde mich noch interessiere
LG
Julia
Drillingsmama
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Re: 8 Monate altem Säugling das Stillen beibringen?

Beitrag von Drillingsmama »

Liebe Julia,

ich meinte damit: Ich wundere mich, dass noch tröpfchenweise Milch kommt, obwohl ich schon seit März/April nicht mehr stille
und auch das Pumpen dann spätestens im Mai aufgehört habe. Das ist ja wohl auch bei anderen Frauen so:
Dass sie auch nach längerem Abstillen, wenn sie auf die Brustwarzen drücken und sie durch Saugen stimuliert werden, direkt Milchtropfen sehen können.
Meine Frage wäre, was das zu bedeuten hat - wird dann direkt wieder Milch produziert, ist da noch etwas in der Brust oder was bedeutet es?
Irgendwo hier im Forum habe ich mal gelesen, dass tropfende Brustwarzen bedeuten, dass die Milchgänge nicht richtig geschlossen sind,
aber das bezog sich - glaube ich - auf Frauen, die noch stillen und es als Zeichen von "voller Brust" gesehen hatten, wenn die Brüste tropfen.
Also das war wohl wieder was Anderes (hatte ich damals aber auch -jetzt, wie gesagt, nur wenn ein Baby oder ich als Test kurz dran sauge).

Danke und liebe Grüße

Drillingsmama
jusl
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Re: 8 Monate altem Säugling das Stillen beibringen?

Beitrag von jusl »

Achso.
Also es ist ganz normal, dass viele Monate nach dem Abstillen beim Drücken auf die BW noch Milchtropfen kommen, das kann sogar Jahre nach dem Abstillen noch sein. Das hat keine medizinische oder sonstige Bedeutung (zum Arzt sollte man allerdings, wenn die Milchbildung ZUNIMMT, ohne weitere Stimulation).
Irgendwann wird die Milchbildung einfach von selbst aufhören, insb. wenn Du nicht mehr oft nachschaust (Häufiges Nachschauen o.ä. stellt ja eine Stimulation dar und kann die Milchbildung u.U aufrechterhalten ;-).)

LG
Julia
Drillingsmama
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Re: 8 Monate altem Säugling das Stillen beibringen?

Beitrag von Drillingsmama »

danke dir - dann heißt das also, dass schlichtweg doch noch milch gebildet wird.
sehr schön eigentlich und auch ein bisschen gemein, wenn man doch nicht mehr stillt und etwas traurig darüber ist.
man hat dann halt immer die illusion, dass man jederzeit damit wieder anfangen könnte.

liebe grüße
drillingsmama
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