Das sehe ich in den Staaten innerh. meiner Familie sehr stark welche Unterschiede es da gibt. Hier ist es ja genauso. Bei den Schwaben gibt's den Spruch "Ned gmotzt isch globt gnuag" - also "sich nicht zu beschweren ist schon genug lob"
Anerzogenes "Bitte" und "Danke"
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asujakin
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- Registriert: 25.03.2009, 13:43
Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"
Oh doch an regionale Unterschiede glaube ich TOTAL.
Das sehe ich in den Staaten innerh. meiner Familie sehr stark welche Unterschiede es da gibt. Hier ist es ja genauso. Bei den Schwaben gibt's den Spruch "Ned gmotzt isch globt gnuag" - also "sich nicht zu beschweren ist schon genug lob"
Das sehe ich in den Staaten innerh. meiner Familie sehr stark welche Unterschiede es da gibt. Hier ist es ja genauso. Bei den Schwaben gibt's den Spruch "Ned gmotzt isch globt gnuag" - also "sich nicht zu beschweren ist schon genug lob"
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Lösche Benutzer 1828
Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"
Aber was macht die regionale Zugehörigkeit denn heute aus?
Meine Mutter kam aus dem Norden, aufgewachsen bin ich in Niedersachen, wohnen tue ich jetzt in Berlin.
Da kommt ja ganz viel zusammen.
Meine Mutter kam aus dem Norden, aufgewachsen bin ich in Niedersachen, wohnen tue ich jetzt in Berlin.
Da kommt ja ganz viel zusammen.
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asujakin
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Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"
Ja aber es geht ja nicht allen so wie dir. Manche verlassen ihr Dorf, bzw ihr Bundesland nie
Und ja, es gibt da durchaus Unterschiede was Offenheit, Wortwahl/Sprache etc angeht,ganz klar.
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Lösche Benutzer 1828
Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"
Ja, stimmt. Ich kenne solche Leute nur kaum. Also, jemanden der sein Leben lang im gleichen Dorf lebt.
Ich kenne sogar fast keine echten Berliner.
Ich kenne sogar fast keine echten Berliner.
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Captainsparrow
Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"
Ich versuche es mal in Worte zu fassen, wobei es so eine Gefühlssache ist, also immer schwierig. Also ich bin mit bitte und Danke aufgewachsen, und gekünstelt oder aufgesetzt kam mir das nie vor. Mein Mann auch. Haben das nochmal durchgesprochen, da das Thema auch schon bei ihm und dem Chef auf den Tisch kam, wenn es um Personalentscheidungen geht. Wobei er und der Chef da komplett einer Meinung sind. Jemand der nicht ungezwungen und selbstverständlich Bitte und Danke sagt weil man merkt dass es zu seinen normalen Umgangsformen gehört, der hat deutlich schlechtere Chancen. Mein Mann legt da sogar so viel Wert darauf, dass er solche Menschen eher nicht einstellen würde, weil es im Kundenumgang einfach unmöglich ist, wenn man es entweder gar nicht sagt oder gestelzt rauspresst, weil es eben "nur für den Job" aufgesetzt wird. Ein "bitte" in einer Aufforderung ist der Unterschied zwischen : "Ich habe ein Anliegen an Dich und es wäre nett wenn Du dieses erfüllst, es steht Dir aber frei das zu tun" und " ich möchte dass Du XYZ für mich tust". Das sind Feinheiten in der Sprache über die man sich wenig Gedanken macht, aber tatsächlich ist es doch so, dass man einer Bitte lieber nachkommt als einer Aufforderung oder Frage, oder? Deshalb finde ich es schon bei Kindern unglaublich wichtig, dass das als eine Selbstverständlichkeit in den Satzbau aufgenommen wird. Eher wie ein wichtiger Satzbaustein , nicht um zu "betteln" oder so. Ein "Bitte" ist keine Unterordnung oder Demütigung des Kindes oder der Person die es ausspricht. Wer von Beginn an damit aufwächst dass diese beiden Wörter einfach dazugehören, der muss sich als Erwachsener darüber nicht mehr den Kopf zerbrechen, ob er es in einer wichtigen Situation auch benutzt hat. Wie gesagt, immer im angemessenen Tempo des Kindes , aber dennoch früh. Ein Kind das in die Schule geht, spätestens dort lernt dass man andere Menschen ausreden lässt , sich meldet und dass es unhöflch ist sich zu verspäten, das wird auch verstehen dass man ein "bitte" auch verwendet wenn man eine Bitte an jemanden hat, genauso wie man Danke sagt wenn man für etwas dankbar ist.
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Lösche Benutzer 1828
Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"
Hmmm- sehe ich absolut nicht so.
Und ich wurde im Job auch noch nie wg. meiner Unfreudlichkeit gerügt - eher im Gegenteil (so Kundenrückläufer
).
Muss also so nicht stimmen.
Und ich wurde im Job auch noch nie wg. meiner Unfreudlichkeit gerügt - eher im Gegenteil (so Kundenrückläufer
Muss also so nicht stimmen.
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Captainsparrow
Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"
Ich glaube es ist auch eine Art der Prägung. Ich glaube wer als Kind liebevoll von seinen Eltern die Bedeutung von Bitte und Danke mitbekommen hat, wird es verinnerlichen und als eine Selbstverständlichkeit weitergeben. In Familien in denen es zu den Kindern gar nicht gesagt wurde (weil man meint man müsse ein Kind um nichts bitten, das hat zu parieren) oder in denen Bitte und Danke einfach nicht für so wichtg gehalten wurden, eher nicht. Meine Eltern sagten zu mir auch immer "bitte" und ich fand das schön. Damit war ich quasi gleichberechtigt: meine Eltern die ja viel größer sind als ich , haben eine Bitte an mich und fragen mich genau so, wie sie einen anderen Erwachsenen fragen würden. Ich finde "Bitte" im Satz klingt toll.
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Captainsparrow
Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"
Vielleicht schaffst Du es auch gut Dein privates Wenig-Nutzen von einem beruflichen Viel-Nutzen zu trennen? Es heisst ja nicht dass Du als Person unhöflich bist, um Gottes Willen. Aber wenn die dort Leute einstellen die mit ihrem Umgangsformen über den Ausgang von Geschäften im Millionenbereich mitentscheiden, dann hängt man sich an solchen Kleinigkeiten auf, ja.
- bienenmeister
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Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"
Ich bin eine waschechte Berlinerin, spreche auch mit meinen Eltern Dialekt und verwende in der Tat äußerst selten bitte und danke. Kurz, knapp und schroff
Ich glaube da total an die regionalen Unterschiede!
Das mit dem höflichen Bedanken leuchtet mir einfach nicht ein. Wie Mille ganz am Anfang schrieb, finde ich es ebenfalls wichtig und angenehm, einen höflichen Umgangston mit Fremden zu pflegen, zum Beispiel im Geschäft. Dort muss ich mit Menschen sprechen, die ich nicht kenne, in ihre Privatsphäre eindringen und diese wird gewahrt, indem man mit dem anderen sprechen kann ohne ihn kennen zu lernen oder etwas von sich preisgeben zu müssen, indem man höflich ist.
In der Familie, nein. Ich habe meiner Schwiema schon mehrmals gesagt, dass ich weder Servietten, noch Kerzen verwende. Ich bekomme jedes mal welche geschenkt. Ich rede mir den Mund fusselig, dass ich keine weiteren Plüschtiere haben möchte, mein Sohn bekommt jedes Mal eins. Ich sage auf keinen Fall danke! Und die ungeliebten Dinge landen sogleich im Keller, da sammele ich mittlerweile ungeliebte Geschenke und dank SuT landen die im Sozialkaufhaus
Thari warst du das mit dem Sohn, der sich nicht mehr bedankt, wenn er seine Geschenke bekommt? Ganz ehrlich, sind es dann nicht einfach zu viele Geschenke? Wenn da kein DAANKE mehr von Herzen kommt, weil das Kind vielleicht schon im Spielzeug watet, dann würde ich ihm auch kein Dankeschön abringen wollen, weil ich denke, er hat offenbar genug?
Ich glaube da total an die regionalen Unterschiede!
Das mit dem höflichen Bedanken leuchtet mir einfach nicht ein. Wie Mille ganz am Anfang schrieb, finde ich es ebenfalls wichtig und angenehm, einen höflichen Umgangston mit Fremden zu pflegen, zum Beispiel im Geschäft. Dort muss ich mit Menschen sprechen, die ich nicht kenne, in ihre Privatsphäre eindringen und diese wird gewahrt, indem man mit dem anderen sprechen kann ohne ihn kennen zu lernen oder etwas von sich preisgeben zu müssen, indem man höflich ist.
In der Familie, nein. Ich habe meiner Schwiema schon mehrmals gesagt, dass ich weder Servietten, noch Kerzen verwende. Ich bekomme jedes mal welche geschenkt. Ich rede mir den Mund fusselig, dass ich keine weiteren Plüschtiere haben möchte, mein Sohn bekommt jedes Mal eins. Ich sage auf keinen Fall danke! Und die ungeliebten Dinge landen sogleich im Keller, da sammele ich mittlerweile ungeliebte Geschenke und dank SuT landen die im Sozialkaufhaus
Thari warst du das mit dem Sohn, der sich nicht mehr bedankt, wenn er seine Geschenke bekommt? Ganz ehrlich, sind es dann nicht einfach zu viele Geschenke? Wenn da kein DAANKE mehr von Herzen kommt, weil das Kind vielleicht schon im Spielzeug watet, dann würde ich ihm auch kein Dankeschön abringen wollen, weil ich denke, er hat offenbar genug?
mit Äffchen (02/2012) und Sommerhoffnung (07/2015)
Tragen für Fortgeschrittene: Heute mal ohne Tuch!
.... lost in translation ....
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asujakin
- Power-SuTler
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- Registriert: 25.03.2009, 13:43
Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"
Vor allem ist ein genervtes Danke in dieser Situation dann eine Lüge. Eine anerzogene Heuchelei sozusagen 