Anerzogenes "Bitte" und "Danke"

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asujakin
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Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"

Beitrag von asujakin »

Sandküste hat geschrieben:
thari. hat geschrieben:Klar muss man nicht immer übertrieben Bitten und Danken, aber ein höflicher Umgangston finde ich, ist schon nicht verkehrt.
Aber da ist doch der Ton viel wichtiger als ein reines Wort?

Und wieso muss man sich überhaupt entscheiden? Weshalb nicht einfach beides? ^^ Aber das is dann auch schon wieder komisch/übertrieben usw ?!
Ehut

Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"

Beitrag von Ehut »

Schon, aber wenn der Ton motzig ist, finde ich, kann man dennoch Danke sagen wenigstens. Keine Ahnung ob ich da unkonventionell bin, aber auch wenn der Kurze das nicht so meint, ich mags wenn er wenigstens Bitte und Danke sagt wenn er schon motzig vor mir steht und was möchte.
Lösche Benutzer 1828

Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Warum muss man denn alles hier neuerdings ausdiskutieren? 8)
MIR ist der Ton wichtiger als das Wort - das brauche ich nicht. Da müssten meine Kinder ja 100mal bitte am Tag sagen, so oft wie sie mich nach etwas fragen. Ist MIR eben nicht wichtig.
Ebenso wie es mir nicht wichtig ist, dass meine Kinder als höflich gelobt werden - ist den Leuten im KiGa glaube ich auch egal. Die sehen das eher so wie wir.

Hmm - vielleicht auch, weil bitte und danke oft so inflationiär von Leuten benutzt wird, die es gar nicht höflich meinen. Daher ist mir das Wort eben nicht so wichtig. Ich selber nutze es schon, klar. Und die Kinder bedanken sich z.B: auch im Laden (Junior
ist sehr schüchtern bei so was - lief aber letztens extra noch zurück und hauchte ein "Danke" für die Gummibären raus, ganz von sich allein).

Ich weiß einfach, dass meine Kinder mir grundsätzlich freundlich gesinnt sind :wink:
asujakin
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Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"

Beitrag von asujakin »

Weil ich (für meinen Teil zumindest) da bei dir halt doch öfter raus lese, dass etwas "unheimlich" oder "komisch" oder "seltsam" - oder sonst noch irgendwelche (ver)urteilenden Worte - ist, wenn es nicht so gemacht wird wie du es handhabst. Oft schreibst du das auch genau so wörtlich.

Ich find's auch überhaupt nicht schlimm, wenn es in Familien seltener genutzt wird unter einander. Wir für unseren Teil haben's halt einfach "drin", wie schon gesagt geht das automatisch. Und zum Rest stimme ich dir ja voll und ganz zu ;)
Lösche Benutzer 1828

Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Vielleicht liest Du meine Beiträge auch irgendwie voreingenommen 8) :?:
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Chris-Cross
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Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"

Beitrag von Chris-Cross »

thari, bei Dir kann ich voll und ganz unterschreiben,
so empfinde ich das auch :)

Ich selber merke auch, wie dringend manche Mensche solche Floskeln brauchen,
letztens sagte mein Sohn nicht "guten Morgen" im Kindergarten zu einer Erzieherin,
die wollte es aber unbedingt hören und meinte, er könne erst in die Gruppe,
wenn er es gesagt hat. :?
Er fing dann an zu weinen, weil es erzwungen wurde und er nicht damit klar kam.
Dann hat sie es auch sein lassen und es auf den nächsten Tag verschoben.
Ich sprach daheim mit Marc und argumentierte mit Nächstenliebe und Akzeptanz,
aber auch mit Verständnis meinerseits, dann hat er es
auch "geschafft" und sowohl er als auch die Erzieherin waren wieder gut miteinander. Puh. :|

Hier bei uns (im Ort) wird wirklich sehr viel Wert auf Begrüßungs- und Verabschiedungsfloskeln und
Bedanken und Bitten gelegt,
ich wurde auch schon von einer Mutter angemacht, weil ich morgens im Tran einfach vergaß zu grüßen,
seitdem werde ich auch nicht mehr gegrüßt usw. ...

Dieser Zwang gefällt mir nicht.
Ich weiß, dass es vieles leichter macht, es nicht immer von Herzen kommen muss,
aber zu einer angenehmen Grundstimmung beiträgt und
ich selber reagiere auch nicht auf Angepampe und möchte nett gefragt werden,
ob mit oder ohne Zauberwort ist mir egal ;)
Trotzdem fühle ich mich bei solchen Zwang-Situationen in der Kita unwohl und wünsche mir
mehr Verständnis für die Gefühle anderer (ob jung oder alt ;) )
Liebe Grüße von Christine mit Winterkind ( 01/08 )Bild und Winterkleinkind ( 02/14 ) Bild

Niemand weiß, wie weit seine Kräfte gehen, bis er sie versucht hat.
Johann Wolfgang von Goethe
Lösche Benutzer 1828

Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

thari. hat geschrieben:Schon, aber wenn der Ton motzig ist, finde ich, kann man dennoch Danke sagen wenigstens. Keine Ahnung ob ich da unkonventionell bin, aber auch wenn der Kurze das nicht so meint, ich mags wenn er wenigstens Bitte und Danke sagt wenn er schon motzig vor mir steht und was möchte.
Hmmm, wenn meine Kinder total motzig drauf sind, sage ich, dass ich das blöd finde, nicht angemotzt werden mag - es gibt aber auch Tage, da motze ich auch. Normal.
Ich mag dann lieber normal gefragt werden als ein gemotztes Bitte zu bekommen.
Ehut

Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"

Beitrag von Ehut »

Ja schon, hm, ich glaube ich kann gerade nicht so formulieren was ich denke. Tut mir Leid.

Aber wir sind uns ja alle wohl einig das erzwungene Höflichkeit Mist ist und man es vorleben kann, es aber manchmal auch nicht fruchtet. Vielleicht seh ich das auch gerade irgendwie kompliziert weil wir eben gerade das Thema mit der Dankbarkeit und Selbstverständlichkeit hier haben und mich das nervt.
Captainsparrow

Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"

Beitrag von Captainsparrow »

Eh ja, ich sag "gib mir mal bitte die Butter". Zu meinem Mann, zu den Kindern, zu allen. Ausser ich bin sauer. Dann sag ich: "Gib mir mal die Butter rüber". Vielleicht ist das regional tatsächlich unterschiedlich????
Lösche Benutzer 1828

Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Das glaube ich nicht - warum sollte es?
Ich komme ja auch nicht mal aus Berlin 8)
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