thari, bei Dir kann ich voll und ganz unterschreiben,
so empfinde ich das auch
Ich selber merke auch, wie dringend manche Mensche solche Floskeln brauchen,
letztens sagte mein Sohn nicht "guten Morgen" im Kindergarten zu einer Erzieherin,
die wollte es aber unbedingt hören und meinte, er könne erst in die Gruppe,
wenn er es gesagt hat.
Er fing dann an zu weinen, weil es erzwungen wurde und er nicht damit klar kam.
Dann hat sie es auch sein lassen und es auf den nächsten Tag verschoben.
Ich sprach daheim mit Marc und argumentierte mit Nächstenliebe und Akzeptanz,
aber auch mit Verständnis meinerseits, dann hat er es
auch "geschafft" und sowohl er als auch die Erzieherin waren wieder gut miteinander. Puh.
Hier bei uns (im Ort) wird wirklich sehr viel Wert auf Begrüßungs- und Verabschiedungsfloskeln und
Bedanken und Bitten gelegt,
ich wurde auch schon von einer Mutter angemacht, weil ich morgens im Tran einfach vergaß zu grüßen,
seitdem werde ich auch nicht mehr gegrüßt usw. ...
Dieser Zwang gefällt mir nicht.
Ich weiß, dass es vieles leichter macht, es nicht immer von Herzen kommen muss,
aber zu einer angenehmen Grundstimmung beiträgt und
ich selber reagiere auch nicht auf Angepampe und möchte nett gefragt werden,
ob mit oder ohne Zauberwort ist mir egal

Trotzdem fühle ich mich bei solchen Zwang-Situationen in der Kita unwohl und wünsche mir
mehr Verständnis für die Gefühle anderer (ob jung oder alt

)