klapps auf den popo

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safira
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Re: AW: klapps auf den popo

Beitrag von safira »

Im übrigen ist es auch einfach verboten, Kinder zu schlagen. Hat egal, ob man es nun passend findet zu klapsen, oder nicht. Kinder haben von Rechts wegen ein Recht auf eine gewaltfreie Erziehung. Fertig.
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Latascha
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Re: klapps auf den popo

Beitrag von Latascha »

Ich glaube, wenn mein Kind für so lange Zeit verschwunden gewesen wäre, hätte ich auch ähnlich reagiert. Klar, total daneben, aber wer hat sich in solch extremen Situationen schon immer unter Kontrolle?! Ich kann es zumindest als Reaktion nachvollziehen. War eine absolut authentische Handlung.

Ich weiß nicht wie ich das machen würde, nach einem "Klapps" entschuldigen oder nicht?! Ich war noch nicht in der Situation. Ich denke dem Kind erklären, dass das eigene Handeln falsch war ist enorm wichtig. Aber ob ich das direkt machen würde und das Kind so ggf. weiter verunsichern würde, oder wie auch immer kann ich absolut nicht einschätzen.

Hier gibt es spielerisch einen Klapps auf den Popo, um die Klei mal anzutreiben, aber da ist es wirklich ein Klapps und sie lacht darüber. Ja, Klapps und "Klappe" ich denke das sind zwei gaaaaanz unterschiedliche Dinge und hey, ist doch super praktisch um sein Gewissen zu beruhigen, a la: "es war doch nur ein leichter Klapps" Ja, aber ein leichter Klapps tut meinem Kind nicht weh, ein leichter Klapps ist keine Bestrafung.

Traurig, dass es immer noch so viele negative Ansichten zu diesem Thema gibt.
Liebe Grüße
Latascha
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ClauWi Trageberaterin
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safira
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Re: AW: klapps auf den popo

Beitrag von safira »

Ich finde das auch total menschlich, dass es jemandem mal passieren kann. Ohne Klapps wäre aber definitiv besser und eine Diskussion, ob ein Klapps "verdient" ist oder nicht, kann man sich eigentlich sparen, weil es schlicht und ergreifend verboten ist.
Ist es doch mal passiert, hat man dem Kind Unrecht getan und sollte sich entschuldigen. Beim Beispiel mit dem weggerannten Kind finde ich es auch gut zu sagen, dass das Weglaufen absolut nicht okay war und sich die Mutter sehr gesorgt hat, aber dass das Hauen auch nicht okay war und ihr leid tut. Fertig.
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Kiara123
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Re: klapps auf den popo

Beitrag von Kiara123 »

Das lass ich so aber nicht stehen!
Ich finde, dass Kinder keine kleinen Erwachsenen sind und auch nicht so bahndelt werden sollen. Gewalt ist immer die Zuflucht der Hilflosen. Und manchmal ist man das. Und dann ist leider manchmal der Kopf und die eigenen Wertvorstellungen nicht so schnell wie die Hand, die die Finger tuppt oder den Popo.
Ich verspreche bewusst von tuppen, nicht schlagen oder gar prügeln. Ich spreche auch nicht von alltäglichen Situationen, die einen mal zur Verzweiflung treiben und zur Weißglut und auch in die Überlegung, wie bringe ich dem Kind das nur bei?!?!?!
Meine Situationen sind die, die gefährlich sind. Beispiele: Das Losreißen von der Hand auf dem Parkplatz oder an der Straße. Baden ohne Aufsicht. Greifen in die Steckdose oder Gegenstände reinstecken.
Die Situation, dass das Kind abhaut und die Angst,ihm was zugestoßen ist, führt NATÜRLICH zu einer Angst. Die zu Druck, der sich wiederum irgendwie entladen muss. Das bei Kindern so und auch bei Erwachsenen, denn es ist ein natürlicher, unbewusster mechanismus. Manchmal ist es lachen in unpasssenden Situationen (Beerdigung, auch wenn man eigentlich nur heulen will), manchmal ist es ein Heulkrampf, aus dem man nur schwer wieder herausfindet und manchmal ist auch LEIDER mal eine Ohrfeige, für die man sich schämt und die man zurücknehmen möchte. Wenn auch nicht gutzuheißen, was da geschieht oder geschehen ist, ist es verständlich. Meist passiert es und im nächsten Moment wird das Kind fest in die Arme genommen, weil der Druck weg und nur noch die Freude, dass nichts passiert ist. Und dann ist es wichtig, dass man erklärt, was geschehen ist... Und sich entschuldigen.
ICH ENTSCHULDIGE KEINESFALLS GEWALT UND BIN ABSOLUT GEGEN GEWALT!
Manchmal sind es aber Situationen, in denen man nicht denken kann, sondern nur reagiert. Und das meinte ich mit 'dem Kind einen Klapps auf den Po oder einem Tubber auf die Hand geben. Dann ist diese Reaktion besser als zu erstarren (was jedoch auch eine Panikreaktion ist). Ich find eine schwere Verletzung (Verbrennung, Autounfall, TIEFES Fallen oder Stürzen, Stromschlag o.ä.) viel schlimmer zu verarbeiten (FÜR ALLE BETEILIGTEN) als dass ich mein Kind in der Situation gröber behandele, als ich eigentlich will. ABER sollte ich danach erklaren, warum Mama Panik/Angst hatte, weshalb ich so reagiert hab, MICH ENTSCHULDIGEN.

ES IST KEIN ERZIEHUNGSSTIL ODER SOLLTE ES NICHT SEIN!

Ich rechtfertige keine mutwillige Gewalt oder Demütigung (auch Beleidungen, die im Scherzton oder einer Liebkosung verpackt sind), keine Herabwürdigung und kein Beschämen. Auch Sarkasmus gegenüber kleinen Kindern find ich daneben, den verstehen sie erst mit ca. 7 Jahren...
Ein Elternteil, dass ein Kind hinter sich herzerrt, geht nicht.
Eltern, die ihre Kinder einfach nur anschreien, ohne zuzuhören, geht nicht.
Eltern, die dem Kind eine liegen lassen, weil es sich mal wieder im Supermarkt auf den Boden wirft und eine Szene hinlegt, dass geht auch nicht.
Eltern, die die Kinder einfach nur mal machen lassen, die werden schon merken, dass der Ofen/die Steckdose o.ä. gefährlich ist, DA MUSS MAN EINGREIFEN!

Und ich hoff, dass es jetzt JEDER verstanden hat!

Sollte etwas unklar sein, dann fragt man und stellt einen nicht als den Kindesmisshandler schlechthin dar!
Eine Frage, die auch als solche gemeint ist beantworte ich gern, erkläre auch genauer was ich mein, denn mir ist klar, dass es im Geschriebenen keine Zwischetöne, keine Mimik gibt. Da sind Missverständnisse immer möglich... Und Icons helfen da auch nicht immer....

LG
Kiara123
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Re: klapps auf den popo

Beitrag von Kiara123 »

Ach so, noch eines:
Meine Tochter (22 Monate) findet die Strasse sehr anziehend, sie hat sich losgerissen. Ich hab sie mal grad so noch gekriegt. Die 20 Erklärungen vorne dran völlig aus dem Sinn, was ich auch verstehen kann, glitzert doch da grad ein Stein oder die Nachbarskatze liegt in der Sonne...
Ich hab sie herumgezerrt und ihr LEIDER einen auf den Po gegeben. Im Auto hab ich mich entschuldigt, ihr es erklärt.
Sie bleibt seither an der Hand.
UND LÄSST SICH NUR VON MIR TRÖSTEN, WENN SIE TROSTBEDÜRFTTIG IST! Sie vertraut mir, läßt sich auch beim Arzt untersuchen, wenn ich sie auf dem Arm hab...
Soviel dann zum Urvertrauen, dass dadurch erschüttert wird.

Wie gesagt, ich red nicht von alltäglicher Gewalt und Gewalt als Erziehungsstil. Mir tut jedes Kind leid, dass dauerhaft ignoriert (gemeint ist nicht das Ignorieren eines Wutanfalls), beschämt, gehänselt, missachtet, herabgesetzt, missbraucht (psychisch und physisch) und misshandelt (auch hier psychisch und auch physisch).
Diese Kinder verdienen Schutz und Engament und auch das Eingreifen durch Fremde.
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Giraeffchen
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Re: klapps auf den popo

Beitrag von Giraeffchen »

Du reagierst ganz schön heftig, ne?

Ich hab sonst nichts mehr dazu zu sagen, du hast das Faß aufgemacht, du hast Reaktionen bekommen, dir muss klar gewesen sein, dass da nicht Applaus kommt.

Niemand hat dich als Kindesmisshandler dargestellt und wenn du das herausgelesen hast, dann solltest du dich fragen, warum.

Vielleicht in Ruhe, in nicht in so geladener Stimmung wie gerade.
Liebe Grüße, GiraeffchenBild mit dem großen Knopf und dem Herbstwichtel


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"Es ist gefährlich,
zu lange zu schweigen.
Die Zunge verwelkt,
wenn man sie nicht gebraucht."

(Astrid Lindgren)
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safira
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Re: AW: klapps auf den popo

Beitrag von safira »

Mh also ich finde es halt auch ein Problem, dass das Kind ja dann lernt, dass zwar eigentlich Gewalt nicht okay ist, aber manchmal eben schon. Nämlich dann, wenn Mama nicht mehr weiter weiß. Also das geht für mich nicht. Ich finde man sollte da als Erwachsener ganz klar sein, dass Gewalt und damit auch ein Klapps nicht in Ordnung sind.

Mir ist es leider auch schon passiert, aber ich würde das nie nie rechtfertigen, denn es war nicht okay von mir und da beziehe ich ganz klar Stellung. Im Übrigen ist es ja auch gesetzlich verboten. Hier ist das nochmal nachzulesen:
http://de.m.wikipedia.org/wiki/Gesetz_z ... _Erziehung

Und hier den fand ich noch interessanthttp://www.tagesspiegel.de/berlin/pro-u ... 86634.html
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vetmedmama
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Re: klapps auf den popo

Beitrag von vetmedmama »

kiara du schreibst
Ich selbst bin nie geschlagen worden, mein Bruder hat sich schon in mehrere lebensgefährliche Situationen gebracht und hat dann auch VERDIENT eine Ohrfeige oder Klapps auf den Po gekriegt.
genau da ist doch der knackpunkt, ein kind verdient es nie nie nie!
und gerade ein kleinkind das eine gefährliche situation nicht einschätzen kann und deswegen "falsch" agiert.

ein kind ist kein kleiner erwachsene, aber ein einer mensch.
und die verdienen nunmal einen respektvollen umgang.
Bei reinen Erklärungen kommt nicht rüber, was in der Mutter vorgeht (vorallem bei Kindern, die es WITZIG fanden, so gesucht zu werden). UNd ein schlechtes Gewissen machen, find ich persönlich noch schlimmer.
das hängt ganz davon ab wie man es dem kind erklärt!
und ich finde das schlechte gewissen deutlich besser als körperliche handgreiflichkeiten.
aber vor allem würde ich meinem kind meine angst spüren lassen.

das man in so eine situation sauer ist, und überreagiert findich nicht gut, wenn auch gleich irgendwo nachvollziehbar. trotzdem sollte das ziel sein sichselber zu beherschen. ein klapps im affekt ist aber nochmal eine ganz andere hausnummer als ein .erzieherisch gezielten klapps".
und was das beschützen von kindern angeht, mein 2 jähricher will auch lieber ohne hand laufen, oder alleine über die strasse. trotzdem würd ich ihm deswegen nie "klapsen, hauen oder sonstwas"
ich erkläre das er an die hand MUSS jetzt. und wenn er dann trotzdem tobt und versucht loss zu reissen, dann trag ich ihm eben egal ob er protestiert. so hab ich schon mit säugling im tt mein 2j sohn trotzdem heimgetragen. das geht alles. und er findet das nicht witzig, und lernt auch daraus das er inzwischen lieber an der hand bleibt.

wir hatte hier mal ein sehr prägsames erlebnis. unser grosser war 2 und der mittlere war gerade 3 wochen alt. da besuchten uns gute freunde ( pärchen mit ein sohn 2j und einer 1j)
der 2 j alte sohn haute auf unser aquarium. und ich nahm ihm beiseite und erklärte das er das nicht darf. der vater drohte an ihm eine zu hauen wenn er es nochmal macht.
er machte es nochmal als der vater ausser sichtweite war. und ich nam das kind an der hand und sagte (leise) bitte lass das jetzt. das hatte der vater aber mitbekommen und dann kamm der und schlug das kind drei oder vier mal feste auf dem po.
das kind weinte sehr, es war sehr entwürdigend.

unser grosser hatte das ganze mitbekommen und war tage verstört davon, fragte immer wieder wieso der papa da gehauen hat, ud ob wir auch hauen wenn er was falsch macht. und das es dem kind weh getan hat weil der so geweint hatte etc.

wir haben das dann abgetan, das der papa das so nicht meinte, das der papa das falsch gemacht hatte, und das wir unsere kinder nie absichtlich weh tun, auch wenn sie fehler machen.
wir haben dann auch den kontakt zu dem pärchen komplett eingestellt, wir wollen nicht das unsere kinder so einen umgang kennenlernen bei andere, sofern es sich vermeiden lässt.

es gibt wesentlich andere methoden sein kind zu erziehen.
bei dem grossen zb haben wir ein punktkalender. wenn er sachen gut macht kriegt er einen punkt, wenn er fehler macht verloert er einen punkt. wenn er 10 punkte hat darf er tv schauen oder am ipad was spielen.
das funzt bei unserem 4 j sehr gut.

der 2j dagegen wird immer konsekwent gewarnt nd dann abgelenkt, zb wenn ich koch und er will an die herdplatte. dann greif ich immer seine hand, uns sag nein das ist heiss...
und dann geb ich ihm was "spannendes" zu tun wie eine banane mit einem kindermesser schneiden, oder ein kochtopf mit ein par tomaten drin zum quetsche. oder kornflakes oder so. lass ihm mitkochen.
wenn ich genug zeit hab schneid ich auch schierigere sachen wie gurke mit ihm zusammen.

kein mensch ist fehlerfrei, manchmal werd ich auch laut, zb wenn der grosse zum fünften mal in ner stunde fragt ob ich ihm vorlese obwohl das baby weint wegen bauchweh. aber ich werde immer mein unrechtes verhalten entschüldigen. die kinder wissen das mama auch nur ein mensch ist und auch fehler macht.
aber ich erwarte von meine kinder ein sorry wenn sie was falsch machen also warum sollte ich das nicht genau so machen?
wenn ich aus versehen ein kind weh tue zb beim toben, dann sag ich doch auch sorry. also wieso denn icht wenn ich unangemessen reagiere?
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Nautilus
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Re: klapps auf den popo

Beitrag von Nautilus »

Ich kann den Impuls, mein Kind zu schlagen, weil ich mich gerade um seine körperliche Unversehrtheit gesorgt habe überhaupt nicht nachvollziehen! Warum fühlt man einen solchen Impuls, um dir Äusserung der eigenen Gefühle zu unterstreichen?
Kiara, Du hattest unterschieden zwischen verdienten und unverdienten Schlägen, dementsprechend wurde hier reagiert, bitte mal die Kirche im Dorf lassen.
Wie schon mehrfach geschrieben: auch der Schreckimpuls ändert nichts an der Strafbarkeit, Dein Kind hat ein Recht darauf, dass Du solche Impulse beherrschst. Da gibt es aus rechtlicher Sicht überhaupt keine Diskussion!
Liebe Grüße, Nautilus mit Sommersohn (7/12) Frühlingstochter :smilie_und_kind: :slürp* (3/17) und den zwei Herbststernen (09/11+ 11/15)
Kiara123
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Re: klapps auf den popo

Beitrag von Kiara123 »

Weißt du wie oft mein Bruder diese gefährlichen Situationen hatte? Er war wirklich provokant.
Es war das DRITTE Mal, dass er einfach ins tiefe Ende des Beckens sprang. Ohne Schwimmflügel. Seine Aussage nach der Rettung war: Du kriegst mich ja doch nie!
Es war wirklich gefährlich! Überall Leute und NIEMAND hat den Kleinen angehalten, ihn im Wasser hochgehoben oder an den Beckenrand gezogen. Meine Mutter meinte, sie kommt nicht mehr rechtzeitig hin! Das WAR eine Panikreaktion! Ihn hätte man dürfen nciht mehr mitnehmen dürfen oder anleinen. Beides ist nicht aber auch nicht sinnvoll, denn entweder wird die ganze FAmilie bestraft oder es ist demütigend...

hatte der vater aber mitbekommen und dann kamm der und schlug das kind drei oder vier mal feste auf dem po.
das kind weinte sehr, es war sehr entwürdigend.

Das mein ich! DAs ist ein Erziehungsstil und keine unbewußte Reaktion!
Ich würd mein Kind nicht schlagen, damit es sich schön brav und ohne jeden Widerspruch meinen Wünschen fügt. In der Situation bekäm sie ne Mama-Auszeit und muss bei mir auf dem Schoss bleiben für eine gewisse Zeit.

Meine Kleine muss auch an der Hand laufen und macht das normalerweise auch. Aber wenn sie was sieht, was interessant ist, dann vergisst sie alles drumherum. Und dieses Losreißen ging so schnell und hat mich selbst aus dem Gleichgewicht gebracht... Es war keine Situation, die man einschätzen konnt. Wir hatten uns normal unterhalten. Sie hat sogar schon erzählt, wohin wir fahren und so. Also keinen Wutausbruch oder so. Einfach nur loslassen,losrennen und dass innerhalb von 2 Sekunden... Es war erschreckend, wie hilflos ich war, welche Angst ich hatte, sie nicht rechtzeitig zu kriegen.
Wir haben hinterher beide gezittert und geweint. Und ich erklärte es ihr und sie wurd wieder ruhiger und ich hab immer noch ein schlechtes Gewissen.
Ich sage es nochmal, es ist keine Rechtfertigung, dem Kind eine runterzuhauen. Es war ein Fehler und die machen wir Menschen nunmal.
MIr tuts von Herzen weh, dass ich nicht immer so reagiere wie ich es mir vornehme oder wünsche.
Das ist im gesamten Leben so, aber insbesondere bei meinem Kind.
Aber das alles so verallgemeinert wird stört mich.
Ich wollte aufzeigen, dass nicht alles beabsichigt ist, dass nicht jeder Klaps als Bestrafung gilt und als Erziehungsstil.
Manchmal ist es eine unbewusste und nicht vernunftgesteuerte Reaktion. Da ist der Unterschied. Das ändert leider auch kein Gesetz. Dieses Gesetz hat seine Berechtigung und ist unheimlich wichtig!
Man versucht doch bei allem sein Bestes und wir sind uns einig, dass wir unsere Kinder eine beschützte Umgebung ermöglichen wollen. Das wir aber auch nur Menschen sind, ist etwas, dass sie erfahren. Sie werden, wenn autentisch und nicht aufgesetzt, nicht unbedingt verunsichert. Kinder lernen im alltäglichen Miteinander (auch in der Kita, Krabbelgruppe, Beobachtung usw.), dass Gewalt nicht gut ist. Das man sich für Fehler entschuldigen muss. Und das gilt dann für uns als Vorbilder genauso und wenn wir zugeben Fehler gemacht zu haben, uns entschuldigen und erklaren, stellen wir das Kind und uns auf dieselbe Stufe. Nicht Befehlshaber und Ausführer. Sondern von gleich zu gleich. Wie Kinder auch untereinander. Sie Kinder müssen sich auch entschuldigen, wenn sie einem anderen Unrecht getan haben. Und zu sehen, dass Mama das auch muss, hilft auch zu verstehen.
Wie gesagt, gutzuheißen sind solche Reaktionen nicht, aber manchmal passieren solche Dinge nicht bewusst und gelenkt. Ich sag ja manchmal auch Sachen, die ich nicht so mein und verletze jemand damit... Das ist dasselbe in grün. Und die Worte sind mir länger in Erinnerung als ein Schubser oder einen Tubber...
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