Stillen und Flasche - Nachteile?

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canine
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Re: Stillen und Flasche - Nachteile?

Beitrag von canine »

Unser erster Versuch mit dem Softcup war nicht von Erfolg gepraegt. Ich habe mich aus dem Staub gemacht (also, nur ins andere Zimmer) und ueberliess Papa Canine und Klein-Canine ihrem Schicksal. Die beiden haben es nicht 5 Minuten ausgehalten. Klein-Canine hat geheult und Papa Canine ist mich verzweifelt holen gekommen, damit ich sie stille.

Wir versuchen's wieder, wenn alle weniger gestresst sind.
Katha hat geschrieben:Nur kurz, sooo müde: viele Frauen pumpen problrmlos ab. aber bei anderendas Pumpen an sich kann auch Stress machen. Eine Pumpmenge von 60 ml ist durchaus eine NORMALE Menge. Hättest Du das gedacht, oder kommt Dir das wenige vor?
Ich hab jetzt erstmal auf eine Pumpe verzichtet und habe quasi manuell 'abgeschoepft'. Und zwar morgens, nachdem ich die Bohne auf der linken Seite gefuettert habe. Ich habe nur die rechte Seite versucht und eine 100ml Glasflasche gefuellt. Waere es mit einer Pumpe weniger? Ich muss sagen, nachdem ich endlich einmal beide Seiten substantiell geleert habe, fuehlte ich mich wieder einmal recht normal... ich werd's natuerlich trotzdem nicht jeden Tag machen. Ich hab jetzt mal eine volle Flasche im Kuehlschrank und die beiden sollen jetzt erstmal herausfinden, wie sie ohne mich auskommen. ;)
Klein-Canine (01/02/2013) ihr Zwillingsgeschwisterchen und das Februarsternchen in unseren Herzen
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Katha
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Re: Stillen und Flasche - Nachteile?

Beitrag von Katha »

;) ich würde vermutlich auch keine 100 ml per Hand rauskriegen.
Das ist wirklich eine richtig gute Menge, freut mich für Dich, dass das so gut klappt.

ein Testlauf mit "das Zimmer verlassen" klappt bei vielen nicht.
Irgendwie kriegen die Mäuse mit, dass Mama doch noch irgendwo da ist.
[Bei uns hat absurderweise der Testlauf zwar so geklappt, aber als Papa später mal Milch füttern wollte, wenn ich da war, hat ihm kl. Hase immer den Vogel gezeigt und gebrüllt].
Vielleicht mal um den Block spazieren gehen oder einkaufen, also wirklich mit Jacke anziehen, Tschüß sagen, etc.
Katha mit dem Hasen *01/2012
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]

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blueberry
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Re: Stillen und Flasche - Nachteile?

Beitrag von blueberry »

Hallo Canine,

Dein erster Hand-Gewinn-Versuch klingt phänomenal :o :mrgreen: ! Wenn Du dazu nicht zu viel Mühe hast aufwenden müssen, kannst Du Dir die Anschaffung einer Pumpe (samt aufbauen und danach zerlegen, reinigen, sterilisieren bei jeder Benutzung) schlicht sparen. Wirklich cool 8) . Ob es mit einer Pumpe weniger Milch wäre, kann man nicht vorhersagen. Vielleicht ja. Du scheinst auf jeden Fall beim Ausstreichen mit der Hand sehr effektiv zu sein :wink: . (Ausstreichen hat gegenüber Pumpen übrigens auch den Vorteil, dass man damit gezielt bestimmte Areale der Brust entleeren kann z.B. bei einem Milchstau. Eine Pumpe kann das nicht. Es ist also auf jeden Fall nützlich, selbst wenn Du es noch mit einer Pumpe versuchen magst.)
canine hat geschrieben:Unser erster Versuch mit dem Softcup war nicht von Erfolg gepraegt. Ich habe mich aus dem Staub gemacht (also, nur ins andere Zimmer) und ueberliess Papa Canine und Klein-Canine ihrem Schicksal. Die beiden haben es nicht 5 Minuten ausgehalten. Klein-Canine hat geheult und Papa Canine ist mich verzweifelt holen gekommen, damit ich sie stille.

Wir versuchen's wieder, wenn alle weniger gestresst sind.
Ich denke, es ist eine gute Idee, es nochmal ganz in Ruhe zu versuchen. Ob es im zarten Alter Deines Babys für das Baby einen Unterschied machen würde, wenn Du nicht nur im Nebenraum wärest sondern mit Jacke aus dem Haus gehst, wage ich zu bezweifeln :wink: . Für den Papa könnte es evtl. (unbewusst) einen Unterschied machen. Ich vermute aber am ehesten einfach noch mangelnde Übung. Auch Bechern/Softcup-Trinken will gelernt sein. Vom Baby UND vom Papa.

Wichtig beim Bechern (die Technik beim Softcup ist die gleiche) ist, dass man ein paar Dinge beachtet:
1. Das Baby sollte relativ aufrecht und gut abgestützt auf dem Schoß des Erwachsenen sitzen. Keinesfalls darf es liegen.
2. Gerade bei kleinen Babys ist es ausgesprochen nützlich, den Oberkörper mit einer Mullwindel einzuwickeln, so dass die kleinen rudernden Ärmchen nicht gegen den Becher fuchteln können. Zudem hat man dann gleich einen "Kleckerschutz" und muss das Baby danach nicht umziehen (am Anfang geht immer mal was daneben).
3. Der Becher/Softcup wird so auf die Unterlippe des Babys gelegt, dass er in den Mundwinkeln zu liegen kommt.
4. nun wird das Gefäß so geneigt, dass das Baby die Milch mit der Zunge erreichen kann. Es wird die Milch dann (mit etwas Übung) wie ein kleines Kätzchen mit der Zunge aus dem Becher schlecken und schlürfen.

Wichtig: die Milch wird NICHT einfach in den Mund des Babys gekippt! Es soll Menge und Geschwindigkeit selbst regulieren können, so dass man auch deutlich merkt, wenn das Baby satt ist und die Gefahr des Verschluckens minimiert wird.

Hier ist noch ein Video zu sehen, wo ein Baby aus dem Becherchen trinkt:
http://www.youtube.com/watch?v=4ZCm_MhP39M

Ich wünsche Euch viel Erfolg bei den nächsten Versuchen - und vor allem dann für den "Ernstfall" bei Deinem ersten Kurs.

LG, blueberry
blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)
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Katha
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Re: Stillen und Flasche - Nachteile?

Beitrag von Katha »

blueberry hat geschrieben:Ob es im zarten Alter Deines Babys für das Baby einen Unterschied machen würde, wenn Du nicht nur im Nebenraum wärest sondern mit Jacke aus dem Haus gehst, wage ich zu bezweifeln :wink:
Sorry :oops: hatte das so oft gelesen
Katha mit dem Hasen *01/2012
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blueberry
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Re: Stillen und Flasche - Nachteile?

Beitrag von blueberry »

Off topic:
@ Katha: gar kein Problem :wink: - bei älteren Kindern ist der Gedanke ja durchaus berechtigt und naheliegend, dass sie ahnen, dass Mama sich nur im Nebenraum befindet. Ein Baby ohne Objektpermanenz (je nach Theorie frühestens mit dreieinhalb Monaten, traditionellerweise eher mit frühestens 8-12 Monaten angenommen), kann sich aber noch nicht vorstellen, dass irgendetwas oder irgendjemand überhaupt noch existiert, der den Raum verlassen hat und somit aus dem Sichtfeld verschwunden ist. Darum ja auch die wirklich heftige und ernstzunehmende Trauer (bis hin zu Panik) eines so jungen Kindes, wenn Mama mal für wenige Augenblicke nicht sichtbar oder hörbar ist (denn schließlich ist im "Bauplan" unserer Babys festgeschrieben, dass man ohne Mama nicht überleben kann, auch wenn wir heute natürlich die Möglichkeiten dazu haben - aber das weiß ja ein Baby nicht).

Ein älteres Baby hingegen (deutlich im zweiten Lebenshalbjahr oder zu Beginn des zweiten Lebensjahres), das schon oft mitbekommen hat, dass Mama "richtig" weg ist, wenn sie sich ihre Sachen schnappt, Jacke anzieht und die Haustür ins Schloss fällt, wird auf den "ich bin dann mal weg (gehe aber in Wirklichkeit nur rasch ohne Jacke etc. ins Nachbarzimmer)"-Trick vielleicht nicht mehr hereinfallen und je nach motorischen Möglichkeiten evtl. sogar einfach selbst suchen gehen :wink:

Wie gesagt macht es aber für den ein oder anderen Vater durchaus einen Unterschied, ob die Frau nebenan ist. Manche Väter sind wesentlich nervöser, wenn Mama (die meist ja der "Babyprofi" in der Familie ist) nebenan ist und jedes Wort hören könnte. Mancher Vater ist einfach (unbewusst) wesentlich entspannter, strahlt dem Baby gegenüber mehr Ruhe aus und schöpft auch sein Potential an Beruhigungsstrategien erfolgreicher und konsequenter aus, wenn die Mutter nicht direkt nebenan ist und er weiß, dass es nun wirklich auf ihn allein ankommt.

Ein Handy in der Jackentasche beim kurzen Spaziergang um den Block (der dann möglichst auch nicht kilometerweise vom Haus wegführen sollte) kann aber dennoch bei Probedurchläufen ganz sicher nicht schaden. Wenn es wirklich nicht gut klappt in (unvermeidbarer) Abwesenheit der Mutter bei ganz kleinen Babys, dann muss man diese Situation ja nicht noch unnötig oft "zum Üben" künstlich erzeugen, sondern wird im nicht zu umgehenden Ernstfall dann halt schauen müssen, wie man den Kummer fürs Baby so gering wie möglich hält, bis Mama wiederkommt...
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Re: Stillen und Flasche - Nachteile?

Beitrag von canine »

Ich wollte mal ein Zwischenupdate geben - inzwischen funktioniert das mit dem Loeffel tiptop, auch wenn wir's dann doch nicht gebraucht haben, letzte Woche, weil Papa Canine dann doch den ganzen Tag arbeiten musste. Also habe ich klein-Canine kurzerhand an mich gebunden und so den ganzen Kurs gegeben. Das ging problemlos, Klein-Canine hat alles verschlafen und sich nur kurz gemeldet, als sie Hunger hatte. Das hatte ich dann gleich als Mittagspause getarnt. Allerdings geht das dann nicht unbedingt fuer jeden Kurs.

Ich hatte gestern mal auf die Uhr geschaut, fuer die 100ml brauche ich etwa 15 Minuten - und ich mache das ja nicht taeglich. Geht also schon.
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Re: Stillen und Flasche - Nachteile?

Beitrag von blueberry »

Oh wie schön, das klingt doch erstmal alles sehr ermutigend :D Und cool, dass der Kurs sogar mit Baby geklappt hat :sling:

(Meinst Du mit "Löffel" den Softcup oder füttert Ihr jetzt per Löffel? Ist ja eigentlich auch egal, solange es für Euch gut funktioniert 8) , nur aus reiner Neugier meinerseits :wink: )

Alles Gute weiterhin!
LG, blueberry
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Re: Stillen und Flasche - Nachteile?

Beitrag von Katha »

oh, wenn Du im Tuch trägst: Probier doch mal, ob Du Deine Maus auch im TT stillen kannst. (gibt im Trageforum auch Tips dazu)
Dann musst Du evtl. nicht mal eine Pause machen - und durch das Tuch sieht man auch so gut wie nichts.

Kl. Hase schläft tw. jetzt noch so ein, wenn er etwas überdreht ist.
Irgendwann hat sich ein Knoten im Kopf gelöst und das Stillen ging so problemlos.
Ich finde auch total praktisch, dass ich dann unterwegs nicht komplett neu binden muss.
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Re: Stillen und Flasche - Nachteile?

Beitrag von Katha »

PS: geht übrigens auch in anderen Tragehilfen ;)
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Re: Stillen und Flasche - Nachteile?

Beitrag von canine »

Mit dem Softcup meine ich - sieht auch etwas wie ein Loeffel aus und irgendwie haben wir uns daran gewoehnt dem Teil 'Loeffel' zu sagen... :lol:

Ich uebe immer noch, Klein-Canine im Liegen zu stillen - im Tuch werd ich mich auch irgendwann mal dranwagen, aber ich mache da mal langsam. Auch das Tuch ist ja noch recht neu fuer mich und ich habe mich erst an eine Bindweise gewoehnt, die Wickelkreuztrage. Ich muss dann mal noch an andere Bindpositionen dran.
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