Gerade jetzt an Weihnachten fiel es mir wieder auf, mein Neffe (8 Jahre) kann einfach nicht alleine spielen. Wir waren am 2. Weihnachtsfeiertag bei meinen Schwiegereltern (seine Oma und Opa) und er hat den ganzen Tag nur rumgehangen und gemault. Konnte sich auf kein Spiel länger einlassen als ein paar Minuten. Sein Bruder (6 Jahre) hat den ganzen Tag richtig schön gespielt. Mit seinem neuen Auto, hat gemalt und gebastelt, Türme gebaut, mit unserem Hasen gespielt und und und. Der Große hat immer nur kurz mitgemacht. Selbst mit seinen eigenen Geschenken (Playmobil) hat er nicht gespielt. Hat alles aufgebaut und es dann wieder in den Karton geräumt.
Schon als Kleinkind musste immer jemand mitspielen, ein Spiel vorgeben. Er spielt gerne Gesellschaftsspiele oder Fußball. Alles Dinge, wo er sich nicht alleine beschäftigen muss. Fragt auch im Garten ständig. "Und was machen wir jetzt? Was kann ich denn jetzt machen?" Finde ich echt anstrengend. Bin doch kein Animateur.
Manchmal denke ich schon, dem Großen fehlt einfach ein bisschen Phantasie zum Spielen. Es fällt ihm auch sehr schwer sich in der Schule selbst eine Geschichte auszudenken oder ähnliches. Mmh?
Macht mich immer ganz ratlos, weil ich manchmal schon glaube, dass er glücklicher, zufriedener sein könnte, wenn er sich auch mal ganz alleine beschäftigen könnte. (Nicht nur mit Papas iPhone.
Hoffe, dass unser Hase nicht so wird. Liegt es vielleicht auch mit an der Erziehung? Oder ist es vielleicht einfach eine Charaktereigensachft.
Wie auch immer, ich empfinde das Verhalten nicht als normal für ein 8jähriges Kind. Kenne das so gar nicht und bin deshalb sehr gespannt auf eure Meinungen.
LG, Jessi


