Kinder, die sich nur von einer Sache ernähren wollen

Was kommt nach dem Vollstillen?

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novi
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Re: Kinder, die sich nur von einer Sache ernähren wollen

Beitrag von novi »

Ich war auch so ein Kind, dass sich phasenweise nur von Bananenbrot (und Milch) ernährt hat, 6 Monate lang. Dennoch ist die Situation nicht mit Euch zu vergleichen. Meine Ma hat damals darauf geschaut, dass ich keine Mängel entwickele und mich eben gelassen.
So würde ich es jetzt wohl auch machen, wenn eines unserer Kinder andere Nahrungsmittel verweigert.

Allerdings habe ich beim Lesen schon das Gefühl, dass bei Euch mehr dahinter steckt und finde daher den eingeschlagenen Weg und die Zusammenarbeit mit den Ärzten und der Klinik gut und wichtig. Essen scheint ihm ja nicht im geringsten Spass zu machen oder Genuss zu bereiten und das sollte es ja schon im Optimalfall.
Mich würde auch das Verhalten Deines Kindes am Tisch interessieren.

Habt Ihr schonmal an homöophathische Unterstützung oder so gedacht oder es sogar getestet?
Sonnige Grüsse, novi
mit Maxi (10/2007), Midi (10/2009) und Mini (04/2011)
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Totoro
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Re: AW: Kinder, die sich nur von einer Sache ernähren wollen

Beitrag von Totoro »

Ich möchte mal bei Johana unterschreiben. Und noch hinzufügen, daß wenn schon viel Milch (weil ihr inzwischen nicht mehr stillt?! weiß nicht ob du dazu was geschrieben hast) dann Pre vermutlich die bessere Alternative zur Kuhmilch wäre, da besser verdaulich.
Ich verstehe total, das du dir Sorgen machst, sehe aber dem Druck bei der Ausgangslage Stillkind nicht recht, zumal er ja auch noch nicht mal zwei ist. Eisenmangel muss supplementiert werden, keine Frage. Aber Milchschnitte als Muttermilch Ersatz anzubieten finde ich schräg. Dann lieber vollstillen. Oder halt Pre.
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bayleaf
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Re: Kinder, die sich nur von einer Sache ernähren wollen

Beitrag von bayleaf »

Ich habe mitgelesen und komme wohl recht spät zur Party hätte aber noch ein paar Fragen bzw Anregungen. Für mich klingt das bei Euch nicht wie eine relativ normale Kleinkindphase wo zB nichts rotes/nasses/suppiges etc. gegessen wird, sondern das der Beikostprozess noch gar nicht richtig stattgefunden hat. Dein Kleiner ist also noch auf dem Stand eines Babys im beikostfähigem Alter, wo zu erst noch gelernt werden muss wie man mit den verschieden Texturen und Konsistensen im Mund umzugehen hat. Bei Babies erfolgt das ziemlich spielerisch und Dein Kleiner scheint aus irgendwelchen Gründen kein Interesse am Probieren zu haben.
Meine Fragen daher:

Hat er sich als Baby viele Sachen in den Mund gesteckt?

Isst er für den Papa/Oma/Tamu/etc bzw wirst Du beim Essenskampf auch mal entlastet?

Isst er während ihr unterwegs seid?

Ich würde wie schon erwähnt mir weiterhin professionelle Unterstützung suchen und zu Hause versuchen ein wenig spielerischer ans Thema Essen heranzugehen.
Ein Picnic auf dem Boden, 'Restaurant' spielen, Essen auf einem kleinen Tisch servieren nicht am Küchentisch, zusammen kochen und matschen, Kekse ausstechen so was in der Art.
Ich wünsche Dir viel Kraft und Erfolg.
Mein Mann aß bis er 12 war nur Butterbrot, Rührei und Joghurt und isst jetzt wirklich ALLES.
Mit meinen 09/12/16 Jungs
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Nuala
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Re: Kinder, die sich nur von einer Sache ernähren wollen

Beitrag von Nuala »

Laut Aussagen meiner Mutter habe ich selbst bis 2 Jahre nur ausgewählte Hippgläser gegessen und noch dazu viiiiel zu wenig, ich war dünn, ich hatte Eisenmangel (allerdings Flaschenkind) und überhaupt Essen war ein Kampf.
Blieb es auch. Lange.
Ich habe ein relativ gestörtes Verhältnis zum essen und esse viel zu süß.
Als Kind bekam ich im weitesten Sinn das, was ich halt aß (damit ich überhaupt was esse): erst jahrelang Hipp-Gläser, süßen Grießbrei, Kakao, Striezel, Fruchtzwerge, Obstgarten, Butterbrot, Apfel. Meine Mutter war stolz drauf dass ich keine Süßigkeiten bekam ( :shock: ???????).
In den Kindergarten bekam ich winzig geschnittene Birnenstückchen mit Zahnstocher zum Aufspießen mit - damit auch etwas Obst im Magen landet.
Später aß ich eine kleine Auswahl an normalen Gerichten (Spaghetti, weißen Reis mit Huhn usw.).
Mein Taschengeld wurde fein säuberlich in Süßigkeiten angelegt und zu Hause klaute ich alles Süße das ich nur finden konnte.
Meine Mutter bereut dass sie das jemals so angefangen hat mit mir, jedoch stützt sie sich darauf dass ich so dünn war und Eisenmangel hatte und die Ärztin das Vorgehen angeleitet hat.

Als ich schwanger war, war mein Entschluss dass ich das für mein Kind nicht so will. Dieses gestörte Verhältnis zum Essen, die ungesunde Ernährungsweise (ich kämpfe über 30jährig noch immer damit!).
Ich hatte das Glück dass ich ohne Probleme stillen konnte (hab mich da von Beginn an um kompetente Unterstützung gekümmert). Meine Tochter war erst spät beikostreif (schätze wie ich), erst mit über einem Jahr nahm sie so RICHTIG an was ich ihr anbot. Vorher wars zwar spannend, aber im Magen landete nix. Hätte ich wie meine Mutter begonnen sie panisch zuzufüttern als sie erst 4 Monate alt war, hätte das sicher zu demselben Machtkampf geführt wie bei meiner Mutter und mir. So blieb ich einfach ruhig.
Angestiftet von meiner Mutter gab ich ihr trotzdem hin und wieder "ungesundes" - das mögen einfach alle Kinder. Und noch heute ist es so: je mehr ungesundes umso weniger Bock auf gesundes hat sie.
Stell ihr Reis mit Gemüse hin, dann isst sie Reis und ignoriert das Gemüse. Stell ihr Gemüse hin - und sie isst es! Zumindest manchmal.

Was also MEINE Beobachtung ist (und damit will ich betonen dass ich hier jetzt keine Verbindung oder gar Unterstellung bezüglich der TE herstellen möchte!) - nicht nur an mir/meinen Kindern beobachtet sondern auch bei Bekannten oder Kindern aus dem Kindergarten meiner Tochter: komplizierte Esser werden immer komplizierter weil die Eltern das unbewusst schüren. Alleine die Aussage: Mein Kind ist ein schwieriger Esser pfercht das Kind in diese Ecke und da steht es dann und kann nicht raus. :(

Mir hat González "Mein Kind will nicht essen" echt sehr geholfen diesen neutral-begleitenden Stil einzunehmen. Hier gibt es überwiegend Gesundes und wer's nicht isst hat halt keinen Hunger. Alternativ gibt es immer Apfel oder Naturjoghurt.
Das klingt jetzt so Super, ich will mich aber nicht als perfekt hinstellen. Es gibt hier auch mal Süßes. Mir fällt es immer wieder schwer in meiner neutralen Haltung zu bleiben. Und Heulerei und Extrawünsche zum essen gibt's hier auch (dreimal Raten wer hier am meisten reinfunkt: genau, die Oma. Die kocht den Kindern am liebsten weißes gezuckertes Grießkoch und füttert sie mit Striezel... *seufz*).

Ich würde in dem Fall HIER jetzt ganz dringend vorschlagen etwaige körperliche Gründe auszuschließen oder detailliert diagnostizieren zu lassen (inkl. Therapieplan). Wichtig ist an erster Stelle dass das Kind gesund ist. Keine "Experimente" ohne medizinische Abklärung!
Und dann würde ich tatsächlich beinhart nur Gesundes zu Hause haben.
Das Schwierigste ist die Loslösung des Gedankens dass man ein schwieriges Ess-Kind hat. Vor allem bei so einer Vorgeschichte. Da musstest du ja schon allerhand mitmachen *dichtröstenddrück*.
Aber diese Schiene weiterzufahren macht es mMn nur noch schlimmer. Und das mein ich nicht gemein oder von oben herab sondern aus der Rolle des ähnlich betroffenen Kindes!

Ich wünsch dir alles Liebe und Gute! Du bist eine reflektierte bewusste Mutter, das finde ich toll! Und deshalb wirst du es gut machen!
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cebe
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Re: Kinder, die sich nur von einer Sache ernähren wollen

Beitrag von cebe »

@nuala: guter Beitrag
Gruß CeBe
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Bettina
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Re: Kinder, die sich nur von einer Sache ernähren wollen

Beitrag von Bettina »

NEIN!
Es gibt Kinder, die schwierige Esser sind, egal ob man da entspannt ran geht oder nicht. ;)
Ich kriege immer Panik, wenn es so viele Menschen gibt, die ihre Kinder industriezuckerfrei, weißmehlfrei etc. pp ernähren, dann krieg ich einen zu viel. Hat z.B. bewirkt, dass ich aufgrund der Diskussion hier wieder mal eine Nacht nicht geschlafen habe und alle möglichen Bücher gewälzt habe.
Endergebnis: Kidner bekommen jetzt wieder mal unterschiedliche Gerichte angeboten, essen NICHTS und stopfen sich heimlich mit allen Süßigkeitenvorräten voll, die sie angelegt haben. Ich wünschte mir mehr Coolheit, ist aber nicht so einfach, bei der Abhängigkeit der Kinder von Geschmacksverstärkern, die heutzutage eigentlich ganz normal im Handel erhältlich sind.
Liebe Grüße
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Nuala
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Re: Kinder, die sich nur von einer Sache ernähren wollen

Beitrag von Nuala »

Bettina, ja, das glaub ich dir!
Ich habe von meinen Beobachtungen gesprochen und natürlich sind die begrenzt. ;)
Meine Beobachtungen sind auf keinen Fall allgemein gültig, deswegen schrieb ich ja, dass es meine Beobachtungen sind. Ich meinte damit nicht dass es IMMER genau SO ist.
Ich glaube aber dass es durchaus oft AUCH daran liegen KANN.
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Nuala
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Re: Kinder, die sich nur von einer Sache ernähren wollen

Beitrag von Nuala »

PS: Meine Kinder sind nicht weißmehl- und zuckerfrei. Ich bemühe mich im Alltag um eine Eindämmung. Aber gerade in den letzten Tagen habe ich das Gefühl sie ernähren sich hauptsächlich von Weihnachtskeksen. :roll:
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Re: Kinder, die sich nur von einer Sache ernähren wollen

Beitrag von jusl »

Kidner bekommen jetzt wieder mal unterschiedliche Gerichte angeboten, essen NICHTS und stopfen sich heimlich mit allen Süßigkeitenvorräten voll, die sie angelegt haben.
Naja, das wäre aber schon ein Ansatzpunkt. ;-) Ich bin wirklich sehr sehr sehr weit entfernt von Kontrollwahn, wenn es um meine Kinder geht, wirklich. Aber Süßigkeitenvorräte gibt's hier nicht. Mangels Anlass, mangels Interesse, mangels Anlege-Möglichkeiten, mangels Süßigkeiten. (Und um Weihnachten rum gibt's hier durchaus sehr viel Süßkram.)

Selbstverständlich gibt es Kinder, die eine gewisse Kompliziertheit mitbringen. Meiner Beobachtung nach reagieren Kinder z.B. sehr unterschiedlich darauf, wenn es ihnen mal nicht 100%ig schmeckt. Für die einen Kinder ist das praktisch eine Katastrophe; die essen echt nur, wenn es ihnen KOMPLETT GUT schmeckt, und anderen Kindern ist das völlig egal; die zucken nur mit den Achseln und stellen fest: "Letzten Samstag war es irgendwie leckerer.", und essen trotzdem, ohne sich gleich persönlich damit total schlecht zu fühlen. Ist wohl irgendwie auch Charaktersache, und ich kenne das auch von Erwachsenen. Manche sind aufgeschlossen, andere weniger.

Ansonsten kann ich aber durchaus bei nuala unterschreiben.

LG
Julia
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antje143
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Re: Kinder, die sich nur von einer Sache ernähren wollen

Beitrag von antje143 »

Nuala hat geschrieben:PS: Meine Kinder sind nicht weißmehl- und zuckerfrei. Ich bemühe mich im Alltag um eine Eindämmung. Aber gerade in den letzten Tagen habe ich das Gefühl sie ernähren sich hauptsächlich von Weihnachtskeksen. :roll:
:D und meine von schoko-weihnachtsmännern... ;)

hier habe ich nur die ersten 2 jahre zuckerfrei gemacht bei beiden...was aber auch daran lag,das ich ess-gestört war/bin ...ich kam wohl mit 11 monaten als baby ins KH,weil ich weder essen noch trinken wollte...habe alles verweigert und als "krönung" gab es dann gleich noch 2 wochen ohne elternbesuch KH...und so "begann" wohl meine "karriere" als essgestörter mensch...und erst mit 26 begann ich eine therapie,wo ich viel über mich selbst lernte...
da liegt auch der ursprung wieso ich vieles anders machen wollte und da ich ein süßigkeiten-junkie bin (schokoholiker),wollte ich meinen kindern andere weichen stellen helfen... meine kleine hat lieber herzhaft gegessen und süßes sogar noch mit 2,5 verweigert...und meine große sagt selbst,das sie kopfschmerzen bekommt von süßem...

meins ist auch nur meine persönliche sicht aufgrund meiner erfahrungen und beobachtung bei uns...ich würde das anderen weder "über-stülpen" noch aufdrängen...für uns war es ein guter weg...udn meien kinder essen mit freude auch mal süßes...udn die weihnachtskekse besonders...sind mit zucker gemacht...denn die vollwert-kekse mußte ich am ende immer alleine essen... ;)
ein lieber Gruß von Bild mit
großer Prinzessin Jan.06 - kleiner Prinzessin Mai.08 und
Sternensohn Juni.03 - Sternentochter Sep.04
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