Hallo,
also, selbst wenn ich in eurer Haut stecken würde, kann ich mir niemals vorstellen so zu antworten wie ihr es getan habt (bis auf paar Ausnahmen, die etwas vorsichtiger geantwortet haben). Ich wollte euch nicht erst meinen Thread von damals lesen müssen, der über 11 Seiten geht.
http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 2&t=154566
Dort wird ausführlich über unser Problem mit dem Eisenmangel gesprochen. Also hole ich nochmal aus damit ihr überhaupt verstehen könnt wie es zu dieser Nahrung kommt. Ansonsten könnt ihr euch nämlich nicht im geringsten vorstellen, dass eine Mutter (ihr seid nicht die einzigen die Mütter auf dieser Welt, die ihren Kindern gesundes geben wollen) ihr Kind lieber so etwas zu essen gibt, bevor es garnix zu essen nimmt.
Also mit 5 1/2 Monaten begann ich ihm Breizugeben. Natürlich habe ich bis dahin auch schon bis aufs Detail vorbereitet und für mich kam auch nur gesundes in Frage. Gemüse, Obst etc habe ich gedünstet, um die Vitamine zu erhalten, Fleisch und Fisch gab es auch dazu gemischt etc etc und einen Schuss Öl und einen Schuss O-Saft dazu...so wie man es halt kennt. Das ganze Programm durchgezogen und er aß es auch einigermaßen..hatte allerdings immer einen starken Würgereflex gehabt (dazu später, wenn ich es bis dahin nicht vergessen habe). Als die ersten Zähnchen kamen, aß er auch noch normal weiter. Mit ca. 7 Monaten (nach seiner ersten Erkältung) begann es, dass er immer weniger essen wollte (bis dahin hatte er auch wenn überhaupt nur eine Muttermilchmahlzeit ersetzt..mehr wollte er nie an Brei oder Fingerfood haben). Er aß immer weniger, bis er dann wieder vollgestillt war mit 8 Monaten....Das zog sich bis ca. Juni. Da war er 13 Monate alt. Bis dahin habe ich ihm JEDEN TAG immer und immer WIEDER Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch etc etc aufs Neue angeboten, sei es in Breiform, Fingerfood oder von unseren Teller (wir essen übrigens hauptsächlich auch Obst,Gemüse, Fleisch, Fisch, Nudeln, Reis...das meiste gedünstet....ja nicht nur ihr ernährt euch so...wahnsinn oder?).
Zwischen 8 und 13 Monaten habe ich die Ärztin einige Male aufgesucht und ihr gesagt, dass mein Sohn nur noch Muttermilch will. Sie hat mir dann verschiedene Ratschläge gegebenen, die ich versucht habe....zum Bsp ihm den gekochten Brei aus der Flasche zu geben. Er hat aber trotzdem immer alles weggeschlagen und geweint irgendwann. Ich habe auch das Buch von Gonzales gelesen. Aber irgendwann hat mein inneres Gefühl gesagt ich muss jetzt Blut bei ihm abnehmen lassen, da stimmt was nicht. Dann waren wir zum Impftermin bei der Ärztin und ich bat sie auch Blutabzunehmen....erst an dem Tag sagte sie dann plötzlich "jaja man sieht ihm doch an, dass er Blutarmut hat"....auf einmal! Naja jedenfalls bekam ich nach Blutentnahme noch am selben Nachtmittag einen Anruf der Kinderärztin, wir müssen sofort in die Kinderklinik, sein Hämoglobin war schon runter auf 5,5 und die Eisenspeichervorräte aufgebraucht. Ich kürze die Story nun etwas ab. Nachdem ich die Kinderärztin, als auch die Klinik gewechselt hatte, hat er aufgrund eine Eisentropfentherapie verschrieben bekommen. Da mir bekannt war, das Milchprodukte die Eisentherapie hemmen, wenn man sie in zeitnahmen Rahmen zur Eisenaufnahme nimmt, habe ich mich vorsichthalber auch noch informiert wie es mit Muttermilch ist....da er ja sehr viel gestillt hat folglich, da ja keine Beikostaufnahme mehr stattfand. Aber Muttermilch war also kein Problem. Also gings los mit der Eisentherapie und die Eisenwerte stiegen Gott sei Dank schnell und nach ca. 2 Monaten began er endlich wieder Interesse für anderes Essen als Muttermilch zu zeigen. Zwar hat er immer noch nicht essen wollen, aber er hat mal hier oder dort an etwas geleckt (er hatte übrigens nie eine orale Phase...Sachen in den Mund stecken war generell nie was). Eigentlich wollten die Ärzte nicht, dass ich solange warte und wollten, dass ich ihn zwangsernähre..siehe Thread oben. Ich habe das 1 oder 2 Tage, wenn überhaupt für ein paar Stunden versucht, ihm keine Muttermilch gegeben....bis zum Abend wollte er trotzdem nix essen und mir war es selbst unangenehm diese vorgeschlagene Weise der Ärzte zu praktizieren. Im Thread steht auch einiges drin...natürlich spielen sie auch psychologisch mit dir (zu einem Zeitpunkt wo man eh schon mit den Nerven vor Sorge am Ende ist, weil das Kind einfach nix mehr ißt ausser Muttermilch mit über einem Jahr und Gewichtszunahme auch kritisch wurde.
In Absprache mit den Ärzten und Beratern, war das Ziel zu dem Zeitpunkt, dass er ÜBERHAUPT was ist oder trinkt (den getrunken hat er auch kein Wasser oder Tee...wollte er einfach nicht...ja wir trinken selbst Wasser und Tee ...wahnsinn oder? ). Ich weiß nicht, ob ihr in der Lage seid, dass medizinisch nachvollziehen zu können. Also die Dringlichkeit, dass der Kleine egal was zu sich nimmt. Übrigens...den Milchbrei habe ich bevor der Hipp Abendbrei kam,selbst gemacht mit Haferflocken etc....er hat den aber verschmäht.
Das Eisen ist nun auch nicht mehr das Problem. Das haben wir inzwischen reduzieren können. Er muss aber noch weiterhin nehmen, da er nichts anderes will ausser den Milchbrei und der Milchschnitte. Und diese werden selbstverständlich in einem zeitlichen Abstand gegeben, so dass sie die Eisenaufnahme nicht hemmen. Sonst wäre der Eisenspeicher jetzt auch nicht wieder voll, logissssch oder?

Übrigens MUSS er mehr Milch zu sich nehmen, egal ober nebenher eine Eisentherapie bekommt. Um euch jetzt auch noch zu erklären, wie wichtig die Milch für sein Wachstum ist, reicht die Zeit nicht. Einen halben Liter soll er jedenfalls zu sich nehmen mindestens! Die Ärzte und wir sind froh, dass er überhaupt etwas ißt, denn wenn er das nicht getan hätte, dann hätten wir andere Maßnahmen ergreifen müssen...erstmal die harte zwangsernährung..(er hätte irgendwann erbrochen und er würde nix bringen) und dann die Sonde wahrscheinlich. Und wenn ihr euren Kindern lieber die Sonde legen lasst anstatt, dass es diesen Milchbrei und die Milchschnitte ißt, dann graust es MIR ! Unser Ziel ist es doch nicht unser Kind von diesen Dingen zu ernähren. Wie eingeschränkt seid ihr eigentlich? Solche Voruruteile direkt an den Tag zu legen. Selbst wenn ich die Vorgeschichte nicht kennen würde, gehe ich nicht davon aus, dass die MUTTER aus DOOFheit ihr Kind so ernährt. Mein erster Gedanke wäre vllt " das ist eine MUTTER...da wird schon was dahinter stecken...ich erzähle mal von meiner Erfahrung"...oder sowas ähnliches. Eure Kinder tun mir Leid, wenn sie in einer Welt voller Vorurteile aufwachsen.
Naja jedenfalls, werden wir als nächstes mit der Neurologie in Behandlung gehen müssen. Er hat einen sehr starken Würgereiz (geerbt von den Großeltern) und evtl psychisch ein Problem, aber da will ich noch nicht viel zu schreiben und schon garnicht euch (wenn überhaupt den verständnisvollen Müttern, aus dem anderen Thread, wo ich schon mal schrieb).
An den Admin dieser Gruppe: Sorry...aber das musste ich mir jetzt von der Seele schreiben....da schreibt man in Hoffnung Erfahrungen auszutauschen, wie auch super in dem anderen Thread gelaufen und bekommt solche dummen eingeschränkten Antworten. Ich kenne diese Art Mütter. Sie stellen sich gerne empor....wie toll sie selbst alles selbst kochen und etc etc und alle anderen sind so schlechte Mütter. Gott sei Dank bin ich nicht so, dass ich damit rumpralen muss, wenn ich selbst koche oder verurteile nicht andere Menschen dafür was sie kaufen, kochen, anziehen oder religiös praktizieren.