Kinder, die sich nur von einer Sache ernähren wollen

Was kommt nach dem Vollstillen?

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Heidi555
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Re: Kinder, die sich nur von einer Sache ernähren wollen

Beitrag von Heidi555 »

Danke Jusl und co.

Ja wir stillen noch. Morgens, abends vor dem schlafen gehen und nachts zwischen 1-3 mal. Vor 2-3 Monaten haben wir tagsüber 2-3 gestillt und nachts zwischen 3-10 mal. Die Nachtschichten scheinen sich aber seit ca. einer Woche auf 1-3 einzupendeln. Also ich hoffe das bleibt so oder bessert sich noch mehr. Wenn es so bleibt oder sich bessert, scheint sich auch hier wieder etwas im Stoffwechsel getan zu haben.

@Katinka: Danke für deinen Beitrag. Auch wenn dein Sohn kein guter Esser sein sollte (nach deiner Defitinion), habe ich eine Vorstellung wie es ausschaut, wenn du ihm neue Dinge wie eine Kaki anbietest. Es gibt ja unterschiedliche Unterarten von schlechten Essern. Gibt die, die zum Bsp wenig essen, aber wenigstens erlauben sie überhaupt das neue zu probieren, es in den Mund zu legen etc ...und es gibt dann so welche schlechte Esser wie meinen, der u.a. die Vorgeschichte hatte und es dann auch nicht erlaubt die neuen Dinge in seine Nähe kommen zu lassen. Spielen oder ablenken bringt nix. Ich muss dann wenigstens versuchen den Geschmack des neuen Lebensmittel an seine Lippen zu bekommen, damit er WENIGSTENS schmeckt und dann nochmals entscheiden kann. Und wenn ich das mache flippt er auch (verständlich). Oft muss ich das auch mit dem Milchbrei so machen. Obwohl er ihn sieht und wiedererkennt, tut er trotzdem ab und zu erst den Kopf wegdrehen (obwohl er hunger hat) und erst nachdem ich ein bißchen Brei mit Zank an seine Lippen streichen konnte, schmeckt er dann dass es ja der Brei ist den er gerne ißt. Und dann ißt er auch sofort weiter ohne Zankerei. Mir wurde auch nahegelegt nochmal zu tricksen, damit er noch mehr tieriche Fette bekommt. Wachstum, Energie etc...daher versuche ich ihm zum bsp Ei mit unterzumischen oder halt Fisch etc. Leider sind das so geringe Mengen, die ich beimischen kann, weil er sonst den Milchbrei nicht anrührt. Das heißt ein halbes Ei wäre schon zu viel...das schmeckt er raus und fasst den Milchbrei nicht mehr an. Es müssen also a) Dinge sein die nicht so geschmacksstark sind und b) in angemessener Menge, so dass er es nicht merkt. So läuft das im Moment leider. Vor ein paar Wochen hat er sich in der Spielgruppe mit einer Erkältung angesteckt. Normalerweise kocht man ja schön Hühner-Gemüse-Süppchen, warmen Tee etc. Bei meinem Spezi brauch ich garnicht so zu kommen. Wisst ihr was ich neues probiert habe, damit er irgendwie Suppe reinbekommt? Ich habe eine Art Plastikspritze genommen und dort die Suppe eingefüllt. Die spritze hat 5ml Fassungsvermögen. Erstmal gab es gezanke, dass ich wieder was neues an seinen Mund bringe, aber letztenendes konnte ich ca. 40 ml in kleinen 5l Schritten füttern. Ich war wegen 40ml so erleichtert! Könnt ihr euch das vorstellen? Ich war froh, dass etwas warme Suppe seinen Rachen heruntergeflossen ist. Besser als garnichts (weil als er krank war wollte er logischerweise auch keinen Brei essen...und Muttermilch wollte er dann auch nur wenig)

@kiezkind: hm also eigentlich hat er sonst nicht wirklich die Probleme. Also Fingernägelschneiden kann ich nur wenn er schläft. Sonst geht das garnicht. Eincremen geht gut. Sich dreckig machen geht auch, allerdings dann manchmal die Ekelmimik im Gesicht...zum Bsp wenn er gedünstete Äpfel vorgelegt bekommt und sie sich für ihn einfach nur eklig anfühlen....Ein paar Aktionen sind so, dass man echt meinen könnte er hat ein psychologisches Problem. Wir haben einige Videoaufnahmen von ganz damals bis jetzt, wo er ißt und mal gut ißt und mal diesen Ekel hat oder einfach würgt etc etc und das wird u.a. auch mit der Neurologie bald angeschaut und besprochen.

Ein HNO Arzt hat auch schon geschaut, ob es evtl eine mechanische Einengung oder dergleichen im Rachen gibt.

@wirf: Werde mir das Buch die Tage in der Bücherrei anschauen. Wer weiß...
Hast Du die Möglichkeit, da nochmal Fachleute draufschauen zu lassen? Der Punkt ist, dass das Essverhalten Deines Sohnes nicht normal ist. Dazu ist nicht klar, inwiefern seine Anämie, andere Essstörungen bzw. Kau- und Schluckproblematiken, ungünstige Essgewohnheiten usw. da mit hineinspielen. Das ist für uns von außen nur schwer bis gar nicht zu beurteilen.

Was ich persönlich für eine gute Idee halte: Weg mit den Industrielebensmitteln. Egal ob mit oder ohne medizinische Rahmengeschichte: Es findet definitiv eine Prägung auf überaromatisierte und überzuckerte Breikost statt - diese hat nachweislich eine Vielzahl ungünstiger Auswirkungen, z.B. Probleme mit Nährstoffmangel, Zahngesundheit, Stoffwechsel, Sprachentwicklung...
Es mag Gesundheitsstörungen geben, die es dem Patienten nur erlauben, solche Lebensmittel zu sich zu nehmen. Aber wenn derartige Störungen bei Deinem Sohn bislang nicht diagnostiziert wurden, würde ich persönlich sofort alles Breihafte streichen und höchst konsequent auf unverarbeitete Lebensmittel - d.h. Obst und Gemüse, Fleisch und Fisch, Müsli und Eier - übergehen. Wenn Dein Kind gesunde, unverarbeitete Lebensmittel tatsächlich auf Dauer vollständig verweigert, halte ich professionelle Unterstützung für unbedingt notwendig.
Wir wurden gerade erst von der Hämatologie (da der Fall Eisen nun vorerst abgeschlossen ist) an die Neurlogie übergeben. Der erste Termin kommt aber erst noch (vermutlich im Januar). Da wird dann eben geschaut. Das ist die professionelle Hilfe, die wir bislang haben. Logopäden wollte ich auch mal kontaktieren. Meine Schwägerin Smibo hatte mir auch schon welche in Köln empfohlen. Ich denke ich kann nur nicht alles auf einmal und quer machen, weil mein Sohn echt ne doofe Zeit mit der alten Kinderärztin erlebt hat, vor allem was die Horrorartige Blutentnahme anging. Das hat ihn leider geprägt. Deswegen gehen wir Schritt für Schritt. Haben auch tolle Unterstützung durch Smibo und dem Opa meines Sohnes (Pränatologe...quasi der "vorgeburtliche Kinderarzt":-)). Also jetzt ißt er ja erstmal. Wir waren lange Zeit ungeduldig, dass er überhaupt endlich wieder essen soll nach der anfänglichen Gabe von den EIsentropfen. Nun ist er ja seit 2-3 Monaten und nun werden wir ungeduldig, dass er was anderes essen soll. Aber er hängt ja auch mit dem Essen und der Mundmotorik den anderen Kindern weit hinterher nach der Vorgeschichte. Da hoffen wir natürlich, dass er einfach nur noch ein wenig braucht und demnächst loslegt.

Und bis es endlich soweit ist, wollte ich eure Erfahrungen lesen auch um mich evtl auf andere Überrauschungen vorbereiten zu können oder um mich evtl zu beruhigen. Daher die Threaderöffnung.
Heidi555
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Re: Kinder, die sich nur von einer Sache ernähren wollen

Beitrag von Heidi555 »

@ sutnahpele: Eine Eisenmangelanämie führt unter anderem zur Appetitlosigkeit. Bei unserem Sohn war die Anämie so stark, dass er ja mit dem Hb bei 5,5 lag und alle Eisenvorräte futsch waren. Eisen ist sehr wichtig für einige Funktionen. Unter anderem auch für den Herzmuskel. Daher auch der panische Anruf meiner alten Kiä wir sollen sofort ins KH, da er uns sonst noch einen Herzkollaps kriegt. Wenn der Körper nur mit 50% Sauerstoff im Blut versorgt wird beeinträchtigt das auch die Aktivität in Hirn und Körper. Man wird einfach trägt...auch wenn Kinder noch vitaler drauf zu sein scheinen als Erwachsene, wenn sie eine Eisenmangelanämie haben. Alles in einem hat diese Eisenmangelanämie also dazugeführt, dass zum Bsp Dinge wie Prozesse der Mundmotorik sich verlangsamen oder sonstige Prozesse. Das heißt das jetztige Problem basiert auf dieser Vorgeschichte. Ich glaube die neue Kinderärztin ist kompetent. Ganz sicher bin ich noch nicht. Aber aus deiner Sicht, kannst du es eigentlich schlecht beurteilen, denkst du nicht? Gründe sucht sie ja gemeinsam mit der Kinderklinik und uns. Ich glaube die Ärzte schauen da auch von einem ganz anderen Winkel auf die Sache als du zum Bsp, die da relativ "einfach" gestrickt an die negativen Seiten von zuckerhaltigen Lebensmitteln denkt. Vielleicht guckt man ja auch nach dem kleineren Übel. Die perfekte Lösung scheint es ja bisher nicht gegeben zu haben. Dann nimmt man das kleinere Übel. Verstehst du was ich meine. Das erinnert mich an eine Dame, die felsenfest davon überzeugt war, dass das Kind was schon sitzen kann in einem nach vorne gerichteten Autositz sitzen kann/soll, vor allem dann wenn die Beine von dem Kind in der Babyschale schon angewickelt sind. Ich habe sie auf den ADAC verwiesen, dass unter anderen auch dieser empfiehlt das Kind so lange wie möglich in der Babyschalte zu transportieren (max. aber bis es das max Gewicht erreicht hat oder mit dem Kopf oben drüber ragt....ADAC sagte das kann auch über anderhalb Jahre alt hinausgehen) und in dem Falle ist das Kind mit den angewickelten Beinen evtl einem Beinbruch ausgesetzt, aber nicht einem Genickbruch in einem nachvornegerichteten Sitz, wo es den Kopf bei Aufprall nicht halten kann. Viele denken dann auch oh mein Kind kann schon seit ewig den Kopf halten, aber kapieren nicht, dass es nicht um dieses halten geht, sondern um das Halten bei Aufprall. Naja jedenfalls....was ich sagen wollte..das kleinere Übel in dem Falle wäre zum Bsp wenn es Hart auf Hart kommt der Beinbruch.
sutnahpele
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Re: Kinder, die sich nur von einer Sache ernähren wollen

Beitrag von sutnahpele »

Heidi555 hat geschrieben:Das heißt das jetztige Problem basiert auf dieser Vorgeschichte. Ich glaube die neue Kinderärztin ist kompetent. Ganz sicher bin ich noch nicht. Aber aus deiner Sicht, kannst du es eigentlich schlecht beurteilen, denkst du nicht? Gründe sucht sie ja gemeinsam mit der Kinderklinik und uns. Ich glaube die Ärzte schauen da auch von einem ganz anderen Winkel auf die Sache als du zum Bsp, die da relativ "einfach" gestrickt an die negativen Seiten von zuckerhaltigen Lebensmitteln denkt. Vielleicht guckt man ja auch nach dem kleineren Übel. Die perfekte Lösung scheint es ja bisher nicht gegeben zu haben. Dann nimmt man das kleinere Übel. Verstehst du was ich meine.
Ich habe nicht behauptet, die ultimative Lösung für euch gefunden zu haben, sondern habe dir nur meine Meinung/persönliche Erfahrung dargelegt, weil ich gehofft habe, sie würde dir unter Umständen nützlich sein. :roll: Ich habe selbst Erfahrungen mit der Diagnostik (auch zum Thema Fütterstörung) in der städtischen Kinderklinik gemacht und sie leider für zu einseitig befunden.
Und: Mein Blickwinkel mag einfach gestrickt sein, dennoch sind Süßigkeiten keine optimale Ernährungsform :wink: Gerade, wenn schon ein Nährstoffmangel vorliegt/vorlag. Demzufolge verstehe ich nicht, was du meinst!
Dezemberkind 2011, Novemberkind 2014, Oktoberkind 2018, Maikind 2023, Januarbaby 2026.
Heidi555
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Re: Kinder, die sich nur von einer Sache ernähren wollen

Beitrag von Heidi555 »

Als ich schrieb, habe ich nicht gemeint DU hättest die perfekte Lösung für mich haben noch sonst einer hier. Für solche Zickereien habe ich keine Zeit. Hier wird lediglich nach Erfahrungen gefragt. Sprich Mütter, die ähnliches mit Essverhalten erlebt haben und ich fragte, weil ich schon Texte las, wo Mütter ihren Kindern nur das eine anbieten konnten. SELBSTVERSTÄNDLICH ist es nicht die optimale Ernährungsform. Was gibst du in meinem Fall zu essen, wenn es nur die beiden Dinge zulässt? Es gibt nur noch einen begrenzten Rahmen an Möglichkeiten, nachdem man etliche Dinge versucht hat. Das heißt du hast die Wahl das Kind dann stattdessen hungern zu lassen bis es aus Hunger und Verzweiflung und dann evtl auch nur kurzzeitig in etwas gesundes beißt. Du hättest die Möglichkeit es zwangszuversteigern mit gesunden Dingen, allerdings könnte es sein, dass dein Kind erbricht. Falls deine Antwort aber lauten wird, dass man nach anderen Lösungen suchen muss, wie in deinem anderen Beitrag schon erwähnt, dann solltest du meine obigen Antworten bzgl Neurologie und Logopäden lesen. Oder glaubst du etwa wir sitzen hier, füttern unserem Kind Milchbrei und hin und wieder Milchschnitte und erfreuen uns und das war's? Denkst du etwa nicht einen Schrtt weiter, dass wir tagtäglich an einer Lösung arbeiten, ihm stets weiter gesunde Dinge anbieten und weiterhin mit unterschiedlichen Stationen arbeiten ? Natürlich muss das Kind bald möglichst was anderes essen, aber willst du es zwingen in Form wie oben? Sorry aber wenn du es jetzt immer noch nicht verstehst oder verstehen willst, dann kann ich auch nicht weiterhelfen. Demzufolge kannst du mir nicht weiterhelfen;)
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cebe
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Re: Kinder, die sich nur von einer Sache ernähren wollen

Beitrag von cebe »

Hallo,

Ich finde Du hast jetzt inzwischen doch noch einige gute Antworten bekommen. Ich finde das Thema auch schwierig so "online“ zu beurteilen, ich habe euren „alten Bericht“ jetzt auch nur mal angerissen (ich kann jetzt nicht insgesamt 154 Seiten mal „eben“ lesen, sorry) - aber eines möchte ich Dir noch ans Herz legen.

ERWEITER MAL DEINEN BLICKWINKEL!

Ich bin fast überzeugt, dass euer Problem "mit dem Essen" nicht nur am "essen" liegt. Ich weiß nicht ob es event. was mit Macht zu tun haben könnte, ich gebe Dir mal noch stichpunktartig ein paar Ideen, vielleicht ist ja was dabei:

-Wie ist Dein Verhältnis zu „essen“ (bzw. das des Vaters oder naher Bezugspersonen). Kann hier ein Zusammenhang liegen?

-Hat er Nahrungsunverträglichkeiten ggf. auch unerkannte und „schützt“ sich durch sein Verhalten?

-wenn er Schluck- und Kauprobleme hat, die nicht organisch bedingt sind, hat er dann mal psychisch schlechte Erfahrung gemacht z. B. ist er früh mal auf den Mund hart gefallen, hat er eine OP gehabt, einen besonderen Schmerz im Mund z. B. als das Essen eingeführt wurde...? (Dann hat er das event. negativ verknüpft)

-Er lässt sich auch neue Sachen nicht in den Mund legen? Will nicht probieren? Vielicht kann man das spielerisch „aufweichen“ in dem ihr z. B. Gemeinsam an einem Holzlöffel, einem plastikstück, … und dann an etwas essbarem „probiert“. Kannst Du irgendwie seine „Lst am Entdecken wecken“

- er isst ja hauptsächlich Sachen mit der Geschmacksrichtung "süß" - hat er mit "Herzhaftem" mal schlechte Erfahrung gemacht z. B. mal was Verdorbenes gegessen oder kurz nach einer herzhaftem Mahlzeit einen Magen-Darm-Infekt mit Erbrechen gehabt (dann wird das vom Körper teilweise als "negativ" abgespeichert)

VIEL ERFOLG!
Gruß CeBe
2x großes Glück und Herzensöffner

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Die TUF Band

meine KK-Bewertungen... bitte hier entlang...
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Jägerin
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Re: Kinder, die sich nur von einer Sache ernähren wollen

Beitrag von Jägerin »

ich finde es sehr überheblich von dir, die denkweise anderer User als "einfach" gestrickt zu bezeichnen. oder kennst du hier alle so gut, dass du weißt, welche hintergründe versch. leute hier haben?
wenn das die retourkutsche für die ersten antworten hier war, dann können wir es doch jetzt dabei belassen und mit den zickereien aufhören, bitte!
damit ist deinem kind nämlich auch nicht geholfen.

zum thema: da du noch stillst, würde ich persönlich diesen essenskampf erstmal nur noch auf den brei beschränken (aber ohne kampf), alles andere weglassen. als joghurt würde ich nur noch naturjoghurt mit obstmus anbieten.
ich würde evtl. auch erstmal eine weile zum vollstillen zurückkehren und nach ein paar wochen einen neuen versuch mit ausschließlich natürlichen lebensmitteln starten. interessant wäre, von was du dich so während schwangerschaft und stillzeit ernährt hast, denn da kriegen die minis schon einiges an "geschmack" mit, meines wissens.

ansonsten halte ich die empfehlungen von jusl für sinnvoll.
vielleicht wäre für die erste zeit ein multivitamin-/mineralpräparat sinnvoll? das würde ich aber mit den ärzten besprechen.

noch eine frage: wie verhält sich dein kind, wenn ihr ganz normal am tisch sitzt und esst? hat es da gar kein interesse?
LG
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zwieback
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Re: Kinder, die sich nur von einer Sache ernähren wollen

Beitrag von zwieback »

Am anfang steht nur dein Ausgangspost
und da steht nix von vor geschichte oder hinweise auf andere freds die voerher evtl besser zu lesen wäre.

Ich habe 2 kinder
eines davon frühchen und schon immer viel zu klein und zu leicht
erst fing sie an alles mögliche zu essen und dann plötzlich nur noch nudeln
sie ass tagelang wirklich nur microskopische mengen, ausser es gab nudeln.
also kochte ich 3x die woche nudeln davon aß sie echt viel und dann wieder tage wo gar nix gegessen wurde.
abgestillt war sie mit 11monaten also sowas hatten wir auch nicht mehr und flaschenmilch gab es nicht.
anfangs gab es mal solche fertigen breie, aber das fand ich so wiederlich das wollte ich ihr nicht länger anbieten.
Achso eisenmangel hatte sie auch, schon von Geburt an gab es Eisentropfen
und ganz ehrlich ich wäre niemals auf die idee gekommen ihr Milchschnitte oder Fruchtzwerge anzubieten damit sie estwas ißt.
Milchbrei hin oder her wenn er das ißt dann eben diesen und nix anderes.

Kind nr 2 wurde 17 monate fast voll gestillt gestillt
er aß einfach nix, gar nichts, egal was wir ihm angeboten haben es wurde wieder raus geschoben aus dem mund.
aber sorgen machte ichmir da keine er bekam seine MuMi und ich vertraute darauf das sie reicht den sonst würde er sicherlich was anderes essen. irgendwann mit 1,5 Jahren fand er plötzlich das essen doch lecker sein kann
bevorzugt kartoffeln und Bananen

Ja sicherlich ist es schlimm wenn ein Kind krank ist nix ißt, mängel bekommt und man froh ist wenn es dann etwas annimmt.
aber wieso gerade milchschnitte und fruchtzwerge? der kleine ist noch so jung?
meine große ist 8,5 und milchschnitte und fruchtzwerge kann sie an den findern abzählen die sie in ihrem leben gegessen hat.

Ich weiß nicht ob es wirklich nur das orginal ist was er essen wird
vielleicht magst du sie selbst machen und versuchen ob die auch schmeckt

Zutaten
Biskuitteig
3eier (gr M)
90g Zucker
70g Mehl
1/2 TL Backpulver
1päck Schokoladenpuddingpulver

Füllung
100ml schlagsahne
1EL sahnesteif
2EL Vanillezucker
200g Frischkäse
2EL Flüssiger Honig
1TL Zitrone

ist zwar auch eher was süßes aber vielleicht doch noch besser als gekauft?


ich würde denke ich erstmal nur stillen
wenn ihm das aussreicht ist es doch gut
und dann einfach essen anbieten und wenn er es nimmt ist gut wenn nicht ist es auch okay.
und dann versucht mal raus zu bekommen ob da was mit der wahrnehmung und dem schluckreflex nicht stimmt.
du schreibst irgendwo er hat mal gegessen und wurde dann krnk. was genau hatte er den da vielleicht liegt da der grund für das nicht essen?
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Bettina
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Re: Kinder, die sich nur von einer Sache ernähren wollen

Beitrag von Bettina »

...nur als nervösmachende Vision...
Ich habe so ein Kind, das auch mit 10 Jahren nur drei Sachen isst. *ichzähldasjetztnichtauf* Und ICH habe damit NIE angefangen! Das kam von der Großmutter. :roll:
Auch wenn alle meine "gesunde-Ernährungsexpertenfreunde" darüber nur den Kopf schütteln und mich mit riesigen Augen anschaun ala *WiekannstDunur!*, jeder ihrer Ratschläge war für die Katz. Lisa kann eine Woche NICHTS essen und schlingt dann bei den Großeltern (einmal die Woche darf sie da hin und ich brauche meine Schwiegereltern auch wegen Mara!) sich einmal quer durch alle ungesunden Dinge, die sie mag, um dann wieder eine Woche NICHTS zu essen. Sie kann das und sah irgendwann aus wie ne Kugel. Wir haben sie jetzt durch Schwarzbrot als "normale Grundlage" als Vesperbrot wenigstens eine vollwertigere Zwischenmahlzeit zu gewähren, geben ihr in der Schule auch wöchentlich nur einen Euro mit, damit sie sich nicht an der Imbissausgabe alle süßen Sachen anstatt dem Mittagessen holt, aber wirklich gut ist das alles nicht.
Ich hoffe, einfach, dass wir sie durch immer wiederkehrende Ansprachen und zanghaftem Probieren (was sie so gut verweigert, dass sie unter Krampf nanogroße Teilchen "abbeißt" und sich dabei so verkrampft, dass sie gar nicht "schmeckt", ob es wirklich schmeckt) irgendwann mal zu einer "Ernährung" i eigentlichen Sinn kommen.
Das zieht sich durch die gesamte Obst- und Gemüsepalette durch und schließt auch Kartoffeln mit ein.
Ein Freund von mir würde sie hypnotisieren wollen, aber da ist der Papa dagegen.
Liebe Grüße
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Und ich schaff's einfach nicht, einfach zuzusehen, wie alles den Berg runtergeht.
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Johana
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Re: AW: Kinder, die sich nur von einer Sache ernähren wollen

Beitrag von Johana »

Ich muss nun noch mal zum Verständnis fragen: warum braucht ein gestilltes Kind einen halben Liter Kuhmilch am Tag zum Wachsen?

Ich sehe dass du dir Sorgen machst ( würde ich bei dem Essverhalten auch), aber ich kann nicht glauben, dass es mit so viel Druck besser wird. Im Gegenteil.
Es liest sich sehr festgefahren.

Industrienahrung kann nicht die Lösung sein. Das ist kein Ausweg. Bei Angst vor Mangelernàhrung schon gar nicht.
Auch Suppe in den Mund spritzen klingt " gefährlich"...

Ich stimme ansonsten jusl zu.

Ausschließlich gesunde Nahrung anbieten, Stillen nach Bedarf, und zügig nach guten Fachleuten suchen.

LG
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Johana
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Re: AW: Kinder, die sich nur von einer Sache ernähren wollen

Beitrag von Johana »

Das zuletzt genannte wäre mein Weg.
Ich habe zu frueh abgeschickt ;) !

Viel Kraft und gute Nerven!
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