Ja wir stillen noch. Morgens, abends vor dem schlafen gehen und nachts zwischen 1-3 mal. Vor 2-3 Monaten haben wir tagsüber 2-3 gestillt und nachts zwischen 3-10 mal. Die Nachtschichten scheinen sich aber seit ca. einer Woche auf 1-3 einzupendeln. Also ich hoffe das bleibt so oder bessert sich noch mehr. Wenn es so bleibt oder sich bessert, scheint sich auch hier wieder etwas im Stoffwechsel getan zu haben.
@Katinka: Danke für deinen Beitrag. Auch wenn dein Sohn kein guter Esser sein sollte (nach deiner Defitinion), habe ich eine Vorstellung wie es ausschaut, wenn du ihm neue Dinge wie eine Kaki anbietest. Es gibt ja unterschiedliche Unterarten von schlechten Essern. Gibt die, die zum Bsp wenig essen, aber wenigstens erlauben sie überhaupt das neue zu probieren, es in den Mund zu legen etc ...und es gibt dann so welche schlechte Esser wie meinen, der u.a. die Vorgeschichte hatte und es dann auch nicht erlaubt die neuen Dinge in seine Nähe kommen zu lassen. Spielen oder ablenken bringt nix. Ich muss dann wenigstens versuchen den Geschmack des neuen Lebensmittel an seine Lippen zu bekommen, damit er WENIGSTENS schmeckt und dann nochmals entscheiden kann. Und wenn ich das mache flippt er auch (verständlich). Oft muss ich das auch mit dem Milchbrei so machen. Obwohl er ihn sieht und wiedererkennt, tut er trotzdem ab und zu erst den Kopf wegdrehen (obwohl er hunger hat) und erst nachdem ich ein bißchen Brei mit Zank an seine Lippen streichen konnte, schmeckt er dann dass es ja der Brei ist den er gerne ißt. Und dann ißt er auch sofort weiter ohne Zankerei. Mir wurde auch nahegelegt nochmal zu tricksen, damit er noch mehr tieriche Fette bekommt. Wachstum, Energie etc...daher versuche ich ihm zum bsp Ei mit unterzumischen oder halt Fisch etc. Leider sind das so geringe Mengen, die ich beimischen kann, weil er sonst den Milchbrei nicht anrührt. Das heißt ein halbes Ei wäre schon zu viel...das schmeckt er raus und fasst den Milchbrei nicht mehr an. Es müssen also a) Dinge sein die nicht so geschmacksstark sind und b) in angemessener Menge, so dass er es nicht merkt. So läuft das im Moment leider. Vor ein paar Wochen hat er sich in der Spielgruppe mit einer Erkältung angesteckt. Normalerweise kocht man ja schön Hühner-Gemüse-Süppchen, warmen Tee etc. Bei meinem Spezi brauch ich garnicht so zu kommen. Wisst ihr was ich neues probiert habe, damit er irgendwie Suppe reinbekommt? Ich habe eine Art Plastikspritze genommen und dort die Suppe eingefüllt. Die spritze hat 5ml Fassungsvermögen. Erstmal gab es gezanke, dass ich wieder was neues an seinen Mund bringe, aber letztenendes konnte ich ca. 40 ml in kleinen 5l Schritten füttern. Ich war wegen 40ml so erleichtert! Könnt ihr euch das vorstellen? Ich war froh, dass etwas warme Suppe seinen Rachen heruntergeflossen ist. Besser als garnichts (weil als er krank war wollte er logischerweise auch keinen Brei essen...und Muttermilch wollte er dann auch nur wenig)
@kiezkind: hm also eigentlich hat er sonst nicht wirklich die Probleme. Also Fingernägelschneiden kann ich nur wenn er schläft. Sonst geht das garnicht. Eincremen geht gut. Sich dreckig machen geht auch, allerdings dann manchmal die Ekelmimik im Gesicht...zum Bsp wenn er gedünstete Äpfel vorgelegt bekommt und sie sich für ihn einfach nur eklig anfühlen....Ein paar Aktionen sind so, dass man echt meinen könnte er hat ein psychologisches Problem. Wir haben einige Videoaufnahmen von ganz damals bis jetzt, wo er ißt und mal gut ißt und mal diesen Ekel hat oder einfach würgt etc etc und das wird u.a. auch mit der Neurologie bald angeschaut und besprochen.
Ein HNO Arzt hat auch schon geschaut, ob es evtl eine mechanische Einengung oder dergleichen im Rachen gibt.
@wirf: Werde mir das Buch die Tage in der Bücherrei anschauen. Wer weiß...
Wir wurden gerade erst von der Hämatologie (da der Fall Eisen nun vorerst abgeschlossen ist) an die Neurlogie übergeben. Der erste Termin kommt aber erst noch (vermutlich im Januar). Da wird dann eben geschaut. Das ist die professionelle Hilfe, die wir bislang haben. Logopäden wollte ich auch mal kontaktieren. Meine Schwägerin Smibo hatte mir auch schon welche in Köln empfohlen. Ich denke ich kann nur nicht alles auf einmal und quer machen, weil mein Sohn echt ne doofe Zeit mit der alten Kinderärztin erlebt hat, vor allem was die Horrorartige Blutentnahme anging. Das hat ihn leider geprägt. Deswegen gehen wir Schritt für Schritt. Haben auch tolle Unterstützung durch Smibo und dem Opa meines Sohnes (Pränatologe...quasi der "vorgeburtliche Kinderarzt":-)). Also jetzt ißt er ja erstmal. Wir waren lange Zeit ungeduldig, dass er überhaupt endlich wieder essen soll nach der anfänglichen Gabe von den EIsentropfen. Nun ist er ja seit 2-3 Monaten und nun werden wir ungeduldig, dass er was anderes essen soll. Aber er hängt ja auch mit dem Essen und der Mundmotorik den anderen Kindern weit hinterher nach der Vorgeschichte. Da hoffen wir natürlich, dass er einfach nur noch ein wenig braucht und demnächst loslegt.Hast Du die Möglichkeit, da nochmal Fachleute draufschauen zu lassen? Der Punkt ist, dass das Essverhalten Deines Sohnes nicht normal ist. Dazu ist nicht klar, inwiefern seine Anämie, andere Essstörungen bzw. Kau- und Schluckproblematiken, ungünstige Essgewohnheiten usw. da mit hineinspielen. Das ist für uns von außen nur schwer bis gar nicht zu beurteilen.
Was ich persönlich für eine gute Idee halte: Weg mit den Industrielebensmitteln. Egal ob mit oder ohne medizinische Rahmengeschichte: Es findet definitiv eine Prägung auf überaromatisierte und überzuckerte Breikost statt - diese hat nachweislich eine Vielzahl ungünstiger Auswirkungen, z.B. Probleme mit Nährstoffmangel, Zahngesundheit, Stoffwechsel, Sprachentwicklung...
Es mag Gesundheitsstörungen geben, die es dem Patienten nur erlauben, solche Lebensmittel zu sich zu nehmen. Aber wenn derartige Störungen bei Deinem Sohn bislang nicht diagnostiziert wurden, würde ich persönlich sofort alles Breihafte streichen und höchst konsequent auf unverarbeitete Lebensmittel - d.h. Obst und Gemüse, Fleisch und Fisch, Müsli und Eier - übergehen. Wenn Dein Kind gesunde, unverarbeitete Lebensmittel tatsächlich auf Dauer vollständig verweigert, halte ich professionelle Unterstützung für unbedingt notwendig.
Und bis es endlich soweit ist, wollte ich eure Erfahrungen lesen auch um mich evtl auf andere Überrauschungen vorbereiten zu können oder um mich evtl zu beruhigen. Daher die Threaderöffnung.
