*grins*chrissi hat geschrieben:Pfälzer wachsen per se 3 Sprachig auf.... Mer redden deitsch, pälzisch unn iwwer annere!
Kennt jemand von den Exilsaarländern eigentlich "nemmeh dehemm", die Zeitschrift für Saarländer im Exil?
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*grins*chrissi hat geschrieben:Pfälzer wachsen per se 3 Sprachig auf.... Mer redden deitsch, pälzisch unn iwwer annere!
Das kann ich so bestätigen. Unser großer Sohn lernt im Kindergarten pfälzisch von seinen Freunden und beherrscht das mittlerweile ziemlich gut. Zuhause spricht er dann mehr oder weniger hochdeutsch, gespickt mit Pfälzer Wörtern. Ich mache mir da keine Sorgen, dass er später Schwierigkeiten deshalb haben wird. Er kommt ja auch mit Hochdeutsch in Kontakt.Sakura hat geschrieben:Whity,
habe die Antworten nicht gelesen, aber aus sprachwissenschaftlicher Sicht übernehmen die Kinder den Dialekt nicht von den Eltern, sondern von der Umgebung, in der sie leben und aufwachsen. Daher lernen die Kinder von Einwanderern die Landessprache akzentfrei, obwohl ihre Eltern ihren Akzent oft nie loswerden. Natürlich vorausgesetzt, die Kinder dieser Einwanderer haben überwiegend Kontakt mit Menschen dieses Landes!!! Z.b. Einwandererkinder in die USA dann eben Kontakt mit dort geborenen Amerikanern, und sind nicht den ganzen Tag nur mit anderen Einwandererkindern unterwegs. So kam es, dass die meisten Einwandererkinder in die USA eben schnell Englisch als Zweitsprache mehr oder weniger perfekt lernten, und deren Kinder dann nur noch Englisch sprachen, weil die Einwanderer sich unter die bereits ansässige Bevölkerung mischten, während bestimmte Einwanderergruppen, wie z.b. die Amish, die sich nie wirklich mischten und auch keinen Wert drauf legten, bis heute Englisch manchmal nur als Zweitsprache sprechen - nach mehreren Hundert Jahren leben in den USA.
Und ich kenne mehrere Pärchen, die aus den verschiedensten Gebieten Westdeutschlands nach Sachsen gekommen sind, und jetzt mehr oder weniger drunter leiden, dass ihre Kinder sächseln, obwohl es die Eltern offensichtlich und definitiv NICHT tun.
Will heißen: wenn ihr in einem Dialektgebiet wohnt, dann kannst Du Deine Kinder auf die hochdeutsche Aussprache hinweisen, den Rest müssen sie selbst hinkriegen. Du hast es laut eigener Aussage ja auch hingekriegt, auch Hochdeutsch zu können
Ei nää, Ei wo gebbds die dann?Kirschquark hat geschrieben:
Kennt jemand von den Exilsaarländern eigentlich "nemmeh dehemm", die Zeitschrift für Saarländer im Exil?
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