immer noch Fragen zur Beikost

Was kommt nach dem Vollstillen?

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Wölkchen123
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immer noch Fragen zur Beikost

Beitrag von Wölkchen123 »

Hallo,
ich hab mal 2, 3 Fragen, die ich mir trotz langer intensiver Beschäftigung mit dem Thema und Forensuche nicht beantworten kann.

1. Weiß jemand genau, wieso Vitamin B1 den Getreideerzeugnissen für Babys zugesetzt ist?

2. Und schadet es, wenn mein Kleiner (7 Monate) mal von meiner "Erwachsenen-Reiswaffel" (ohne Vit.B1) abbeist, weil seine Mini-Babyreiswaffeln grad alle oder nicht so interessant wie meine sind?

3. Hatte schonmal jemand dieses eigenartige Phänomen, dass das Kind zwar den Mund aufsperrt und den Brei isst, den man ihm gibt, aber irgendwann nach ein paar Löffeln anfängt bitterlich zu schimpfen, weinen, schreien, aber trotzdem weiter den Mund aufsperrt und offensichtlich mehr möchte? Wir haben das ganz oft bei Brei (sowohl GOB als auch Gemüsebrei).... Dass es ihm gar nicht schmeckt, glaube ich nicht denn z.B. Pastinake hat er komplett abgelehnt und richtig angeekelt den Mund verzogen und ihn auch nicht mehr aufgemacht. Ich denke also das Problem ist ein anderes. Ich glaube eher nicht (aber wissen kann man ja nicht), dass es die Konsistenz ist (liest man ja immer wieder).... vorhin habe ich ihm Kürbis- und Kartoffelstücke gedünstet und nicht zermatscht wie sonst, sondern nur in etwas Butter geschwenkt und gefüttert und da gab es das gleiche Geschrei nach ein paar Stückchen, die er noch zufrieden verspeist hatte. :? Das macht echt keinen Spaß! Ich will ihn ja nicht quälen...
Die einzigen Nahrungsmittel, bei denen das nicht passiert, sind Reiswaffeln (o.a. Getreidewaffeln), Brot mit Butter, weiches Obst... davon verdrückt er aber Riesenmengen und damit komme ich zur letzten Frage:

4. Ich lese immer wieder, dass solange noch gestillt wird, es "egal" ist, was das Baby isst (natürlich nur geeignete Sachen, klar) Aber da er so große Mengen verdrückt und ich nicht weiß, wieviel er beimStillen wirklich trinkt, mache ich mir schon Gedanken über die Ausgewogenheit. Wir hatten leider auch ein Stillproblem mit zu geringer Milchmenge und zeitweiligem Zufüttern, daher vertraue ich meiner Milchmenge nach wie vor nicht....
Naja, ich würde nun gern wissen, ob es o.k. ist, wenn er mal nur Butterbrot essen mag oder an einem Tag nur Obst oder 3 Tage hintereinander Banane, auch wenn nicht gesichert ist, wieviel Mumi er tatsächlich zu sich nimmt? Bzw. denke ich dass nach 1 ganzen Banane nicht mehr viel Milch rein passen kann (vorher stillen versuche ich, aber will er nicht immer; Banane dagegen schon :roll:

Danke schonmal!
Liebe Grüße vom Wölkchen mit Sohn *04/12 und Tochter *10/14
jusl
Jusl Almighty
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Re: immer noch Fragen zur Beikost

Beitrag von jusl »

Ich versuch's mal:
1. Weiß jemand genau, wieso Vitamin B1 den Getreideerzeugnissen für Babys zugesetzt ist?
Das geht auf ein EU-Gesetz zurück, dass Mindestmengen für bestimmte Nährstoffe in Babynahrung festlegt. Für B1 waren die so hoch, dass das auf natürlichem Wege nicht erreicht werden kann. Hier steht was dazu.
2. Und schadet es, wenn mein Kleiner (7 Monate) mal von meiner "Erwachsenen-Reiswaffel" (ohne Vit.B1) abbeist, weil seine Mini-Babyreiswaffeln grad alle oder nicht so interessant wie meine sind?
Nein, bestimmt nicht.

Zu 3. kann ich nichts sinnvolles beisteuern.
4. [...]Naja, ich würde nun gern wissen, ob es o.k. ist, wenn er mal nur Butterbrot essen mag oder an einem Tag nur Obst oder 3 Tage hintereinander Banane, auch wenn nicht gesichert ist, wieviel Mumi er tatsächlich zu sich nimmt? Bzw. denke ich dass nach 1 ganzen Banane nicht mehr viel Milch rein passen kann (vorher stillen versuche ich, aber will er nicht immer; Banane dagegen schon :roll:
Du sprichst ja hier zwei Dinge an, wenn ich Dich richtig verstehe - zum einen die "Ausgewogenheit" der Beikost und zum anderen den Milchanteil an der Gesamternährung. Zur Ausgewogenheit eine klare Antwort: Völlig OK. Lebensmittel werden über einen längeren Zeitraum verstoffwechselt als nur 1 Tag. Ein Tag lang Banane, am nächsten Butterbrot, am nächsten Tag anderes Obst, am nächsten Tag etwas ganz anderes... total OK. Über die Woche gerechnet ist das sehr schön ausgewogen. ;-) Zum Milchanteil: für Babys, die bereits nennenswerte Mengen Beikost essen und gut vertragen, ist die gesunde Spannbreite groß: 90% Muttermilch und 10% Festes ist genauso in Ordnung wie halb-halb. Gegen Ende des ersten Lebensjahres darf es auch 90% Festes und 10% Muttermilch sein. (Und umgekehrt ist auch immernoch OK ;-)). Heißt unterm Strich: Keine Sorge. Einfach nach Bedarf weiterstillen und mit Freude Festes essen; damit kann man nichts falsch machen.

Kannst Du mit diesen Zeilen etwas anfangen?
LG
Julia
Wölkchen123
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Re: immer noch Fragen zur Beikost

Beitrag von Wölkchen123 »

So, nachdem ich meinen Entwurf nun mehrmals unfertig abspeichern musste, hoffe ich,dass ich ihn jetzt endlich auch mal abschicken kann!

Hallo Julia,
hab vielen Dank für Deine aufschlussreiche Antwort! Hast mir wieder einmal sehr geholfen :-)

Der link ist sehr interessant, jetzt weiß ich endlich wieso die das zusetzen müssen, es gab hier schon wilde Spekulationen, dass im Reis etwas drin ist, was in hohen Mengen für Babys schädlich ist und nur durch Vit. B1-Anreicherung ausgeglichen werden kann :lol:
Vor allem interessant, dass das Ganze nur ein bürokratischer Fehler war :roll:

Der Rest hilft mir auch, obwohl ich es nach wie vor schwierig finde, mich/uns den anderen "Morgen-Mittags-Abend-Brei-Muttis" zu erklären, aber das ist nur mein persönliches Problem :oops:

Vielleicht hat ja noch jemand eine Idee, was das mit dem Schimpfen beim Essen bedeuten könnte. Er ist dann eindeutig von jetzt auf gleich unzufrieden aber ich bekomme seltenst heraus, warum...
Liebe Grüße vom Wölkchen mit Sohn *04/12 und Tochter *10/14
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Leela
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Re: immer noch Fragen zur Beikost

Beitrag von Leela »

Du schreibst, dass er das bei Brei macht und bei Brot, Reiswaffel usw. nicht. Vielleicht möchte er selbst das Essen in die Hand nehmen oder matschen? Oder auch einen Löffel halten und schwingen? Oder ist der Hochstuhl unbequehm? Oder das Essen zu heiß?

Alles aus Deiner Aufzählung, wo er nicht weint, ist kalt, Fingerfood und wird meist auf dem Schoß gegessen. Vielleicht liegt das Problem da irgendwo.
Grüße von Leela mit '11, '14, '20 und '21.
Wölkchen123
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Re: immer noch Fragen zur Beikost

Beitrag von Wölkchen123 »

Hmm, danke für den Vorschlag, aber z.B. das Brot bekommt er meist auch direkt in den Mund geschoben. Er fängt jetzt erst an, die Sachen auch mal selbst in die Hand zu nehmen, zuvor wollte er an Fingerfood noch nicht so ran ( vermute, das ging ihm zu langsam...) Reiswaffel war das einzige, was er in die Hand nahm, aber es wird z.Zt. immer mehr :-)
Ich bin jetzt dazu übergegangen, dass ich erstmal eine Pause mache mit Füttern und ihn ablenke und dann schaue, ob er Durst hat, mehr essen will oder müde ist. Manchmal bringt das was :wink: Ich freu mich schon so darauf wenn er dann endlich sprechen kann und mir sagen kann, was ihn stört!
Liebe Grüße vom Wölkchen mit Sohn *04/12 und Tochter *10/14
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Leela
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Re: immer noch Fragen zur Beikost

Beitrag von Leela »

Ja, da warte ich auch sehnsüchtig drauf :wink:
Grüße von Leela mit '11, '14, '20 und '21.
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Jägerin
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Re: immer noch Fragen zur Beikost

Beitrag von Jägerin »

Bei uns gibt es auch manchmal so ein Geschrei nach ein paar Löffeln Brei. Er will dann aber an die Brust. Ich vermute, dass es ihm mit der Beikost dann nicht schnell genug geht.
Am Brötchen mümmelt er hier auch länger rum.
LG
Jägerin mit (06), (08) und (2012)
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