Dialekt oder hochdeutsch?
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Uinonah
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Re: Dialekt oder hochdeutsch?
Also BErlinerisch find ich ja toll!
If you try to trade essential liberty for security, you will loose both in the end and live in a gilded cage.
(adaptiert nach B. Franklin)
Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf. (Autorenschaft nicht eindeutig zuzuordnen)
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- Kirschquark
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Re: Dialekt oder hochdeutsch?
ich spreche hochdeutsch mit meinem Kind. Und mit meinem Mann. Und eigentlich mit allen. Was unter anderem daran liegt, dass ich eigentlich keinen eigenen Dialekt habe. Als kleines Kind habe ich im Kindergarten "berlinert", nach dem Umzug das Mainzer Gruseldeutsch (Rheinhessisch) aber verweigert
und auch der Weg durchs Leben hat wenig Dialektanhaftungen mit sich gebracht. Das hiesige, eher rheinisch gefärbte Eifler Platt ist etwas äh... unverständlich. Aber irgendwie schon auch schön. Ich kanns nur nicht. Mein Kind allerdings sagt Dinge wie "St. Machtin, Spocht, Gachten etc. und "singt" bisweilen auch. Außerdem arbeiten wir am sch-ch-Unterschied
Isch ist kein Wort.... auch wenn ich es in letzter Zeit in den "Freunde-Büchern" mehrfach gelesen habe ("Isch wüschne Dir...")
Aber das ist nur ein kleiner Einschlag, den ich mit etwas Mühe inzwischen auch hinbekomme, um mich nicht mehr ganz so fremd in der Eifel zu fühlen. Der Gatte als "Ahrweiler Jung" spricht...öhm ja... jedenfalls kein Hochdeutsch, aber einen eher milden Dialekt. Kind und Gatte sind Holer, ich bin Nehmer.
Der einzige Dialekt, den ich spreche, ist saarländisch. Sozusagen meine Muttersprache, obwohl meine Mutter als Germanistin hochdeutsch spricht. Aber da ein großer Teil der Familie dort lebt(e), war ich eben auch oft dort....
meine andere Hälfte ist schwäbisch, das kann ich aber nur leidlich verstehen - mein Vater spricht, bis auf die Zeitangaben, ebenfalls hochdeutsch. Meine Großeltern haben auch immer "der Butter" und auch "der Radio" gesagt.... aber nach etlichen Jahren in der Nähe von Hamburg war das schwäbisch weniger "urig" geworden, auch wenn sie dann wieder auf der Zollernalb lebten.

Was man mir defintiv nie anhört ist mein Geburtstort Trier. Aber ich wurde von "Eingeborenen" schon mal Westfälischer oder Niedersächsischer Herkunft verdächtigt.
Aber das ist nur ein kleiner Einschlag, den ich mit etwas Mühe inzwischen auch hinbekomme, um mich nicht mehr ganz so fremd in der Eifel zu fühlen. Der Gatte als "Ahrweiler Jung" spricht...öhm ja... jedenfalls kein Hochdeutsch, aber einen eher milden Dialekt. Kind und Gatte sind Holer, ich bin Nehmer.
Der einzige Dialekt, den ich spreche, ist saarländisch. Sozusagen meine Muttersprache, obwohl meine Mutter als Germanistin hochdeutsch spricht. Aber da ein großer Teil der Familie dort lebt(e), war ich eben auch oft dort....
meine andere Hälfte ist schwäbisch, das kann ich aber nur leidlich verstehen - mein Vater spricht, bis auf die Zeitangaben, ebenfalls hochdeutsch. Meine Großeltern haben auch immer "der Butter" und auch "der Radio" gesagt.... aber nach etlichen Jahren in der Nähe von Hamburg war das schwäbisch weniger "urig" geworden, auch wenn sie dann wieder auf der Zollernalb lebten.
ich liebe ja hier im Forum den Nick sTanjaAngora hat geschrieben: (übrigens ist das doch toll, dass alle saarländischen Mädchennamen mit s anfangen. Sangora.... Usw)
Was man mir defintiv nie anhört ist mein Geburtstort Trier. Aber ich wurde von "Eingeborenen" schon mal Westfälischer oder Niedersächsischer Herkunft verdächtigt.
LG
Hannah
mit Mukolinchen *31.08.06 und Schlüpfling *03.01.13 und Sterngucker *03.09.16
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- Darla
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Re: Dialekt oder hochdeutsch?
Das ist der, wie mein Mann immer so schön sagt: "Eifeler-ch-Defekt"Kirschquark hat geschrieben:Außerdem arbeiten wir am sch-ch-Unterschied
Bei uns ist es die "Milsch". Sagt von uns keiner, kommt wahrscheinlich aus dem Kindergarten.
Mein Mann ist Hesse, das hört man auch nach Jahren der "Ausgewandertseins" noch. Meine moselfränkische Einfärbung ist zwar vorhanden, richtigen Dialekt beherrsche ich aber keinen.
Ich war eigentich immer der Meinung gutes Hochdeutsch zu sprechen, bis wir von hier weggezogen sind...Da sagte dann auf der Arbeit jemand zu mir (mit hochgezogener Augenbraue): "Wo kommen SIE denn her??!"
Ich hab dann aufgehört ein Holer zu sein...
Viele Grüße von Darla mit
Wintermädchen (12/07),
Sommermädchen (06/11) und
dem Frühlingsmädchen (04/14)
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- kleineRaupeN
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Re: Dialekt oder hochdeutsch?
Geht mir genauso. Sprachlich bin ich also irgendwie heimatlosKirschquark hat geschrieben: Was man mir defintiv nie anhört ist mein Geburtstort Trier. Aber ich wurde von "Eingeborenen" schon mal Westfälischer oder Niedersächsischer Herkunft verdächtigt.
Dezembermaus (12/11), Maikäfer (05/14) und Novemberbär (11/16)
- Kirschquark
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Re: Dialekt oder hochdeutsch?
ja, wobei die Saarländer das auch nicht unbedingt können. Der Nachname meiner Großeltern endete auf sch und sie wurden immer und ständig mit ch geschrieben, ich hatte sogar mal eine Diskussion mit einem Krankenhausmitarbeiter, der mir klarmachen wollte, dass mein Opa weder in diesem KRankenhaus liegt noch jemals gelegen hätte, nur weil er automatisch aus dem sch ein ch gemacht hatte.Darla hat geschrieben:Das ist der, wie mein Mann immer so schön sagt: "Eifeler-ch-Defekt"Kirschquark hat geschrieben:Außerdem arbeiten wir am sch-ch-Unterschied![]()
Bei uns ist es die "Milsch".
Die arme Milch hieß eine Zeit lang Mülsch. Kam auch aus der KiTa, die direkt neben der Kürsche liegt.
LG
Hannah
mit Mukolinchen *31.08.06 und Schlüpfling *03.01.13 und Sterngucker *03.09.16
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- Maryam+Leo
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Re: Dialekt oder hochdeutsch?
Uinonah hat geschrieben:Also BErlinerisch find ich ja toll!
och nööööö. Mir hängt das arg zu den Ohren raus muss ich zugeben, es klingt auch gleich immer irgendwie so nach Gosse hab ich das Gefühl.


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Angora
Re: Dialekt oder hochdeutsch?
Kirschquark hat geschrieben:ja, wobei die Saarländer das auch nicht unbedingt können. Der Nachname meiner Großeltern endete auf sch und sie wurden immer und ständig mit ch geschrieben, ich hatte sogar mal eine Diskussion mit einem Krankenhausmitarbeiter, der mir klarmachen wollte, dass mein Opa weder in diesem KRankenhaus liegt noch jemals gelegen hätte, nur weil er automatisch aus dem sch ein ch gemacht hatte.Darla hat geschrieben:Das ist der, wie mein Mann immer so schön sagt: "Eifeler-ch-Defekt"Kirschquark hat geschrieben:Außerdem arbeiten wir am sch-ch-Unterschied![]()
Bei uns ist es die "Milsch".
Die arme Milch hieß eine Zeit lang Mülsch. Kam auch aus der KiTa, die direkt neben der Kürsche liegt.
Hahaaa, unser Lieblingswort hier ist Frichmilsch
Och, ich mag sächsisch auch total, kanns dank vieler Freunde damals im Studium sogar passabel mitreden und kann damit stets meine Freunde hier erheitern, was mir nur gar nicht gefällt, ist urbayrisch, liegt allerdings einfach auch nur daran, dass ich mir dann jedesmal nen Untertitel wünsch, weil ich die Herrschaften nicht verstehe! Die haben ja jedes zweite Wort so umgemodelt, dass man es nicht versteht....
Oh, was ich übrigens auch gar nicht leiden mag, ist wenn der Kindspapa (der ja e waschechter Wackes ist
- Giraeffchen
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Re: Dialekt oder hochdeutsch?
Darla hat geschrieben: Ich war eigentich immer der Meinung gutes Hochdeutsch zu sprechen, bis wir von hier weggezogen sind...Da sagte dann auf der Arbeit jemand zu mir (mit hochgezogener Augenbraue): "Wo kommen SIE denn her??!"![]()
![]()
Ich (auch mit moselfränkischen Sprachwurzeln
Aber so für sich gesehen hat jeder Dialekt irgendetwas, in meinen Ohren, etwas heimatliches, gemütliches.
Wir sprechen hochdeutsch mit Streifen
- Mohnblume
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Re: Dialekt oder hochdeutsch?
das ist total interessant, hab neulich erst wieder mal den Wikipedia-Artikel über Berlinerisch gelesen und da wird auch ausgeführt, dass das Berlinern mittlerweile vom Dialekt zum Soziolekt mutiert ist. Will heißen, breit berlinern ist ein Zeichen "niedriger Bildung" bzw. "niedriger sozialer Schicht" (jetzt mal ganz wertfrei). Früher war es das gar nicht, sondern einfach die normale Sprache der BerlinerMaryam+Leo hat geschrieben:Uinonah hat geschrieben:Also BErlinerisch find ich ja toll!
och nööööö. Mir hängt das arg zu den Ohren raus muss ich zugeben, es klingt auch gleich immer irgendwie so nach Gosse hab ich das Gefühl.
Ich muss auch sagen, seit ich in Berlin wohne... richtig breit berlinern hör ich hier nur Handwerker, Busfahrer, Krankenschwestern etc.
✿ mit dem Großen (01/10) und dem Kleinen (07/13)
ClauWi-Trageberaterin GK 03/11
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- Mohnblume
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Re: Dialekt oder hochdeutsch?
Nachtrag: das soll jetzt bitte nicht die Busfahrer, Handwerker und Krankenschwestern diskreditieren, reine Alltagsbeobachtung meinerseits 
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