Seitdem ich ein Kind habe, bin ich...

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danat
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Re: Seitdem ich ein Kind habe, bin ich...

Beitrag von danat »

Kopfsalat hat geschrieben:Es tut mir wirklich gut zu wissen, dass ich nicht die einzig "Irre" bin - Danke. :-)
Hier möchte ich mich noch ausdrücklich anschließen! Hier in meinem Umfeld fühle ich mich schon manchmal als kleiner Marsmensch mit meinen "sutigen" Ansichten und Empfindungen.
DANKE Mädels!
Liebe Grüße von danat
mit dem großen Frühlingskind (03/2011) und dem kleinen Frühlingskind (04/2014).
MarzipanHerz
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Re: Seitdem ich ein Kind habe, bin ich...

Beitrag von MarzipanHerz »

das kann ich nur unterschreiben...!!
wenn ich z.b. im supermarkt ein kind weinen höre... dann lasse ich alles stehen und liegen um zu gucken ob wirklich alles ok ist...
letztens waren wir im indoorspielpaltz.. und da weinte eine 2jährige ohne Ende.... nach der Mama.. und wo war die mama? Nirgendwo! Ich hab mir dann die Kleine gekrallt und hab ihr gesagt sie soll mir mal zeigen wo die Mama ist... die sass natürlich mit der freundin beim kaffee trinken.. da hab ich eine giftige bemerkung losgelassen und hab ihr das kind übergeben...
na ja die bemerkung scheint egwirkt zu haben.. hab sie dann die ganze zeit mit dem kind spielen und beschäftigen sehen... klar man steckt nicht dahinter und weiss nicht warum wieso.. aber eine 2-jährige lasse ich nicht alleien auf diese riesenhüpfburgen bei den tobenden kids kann da alles passieren....
LG
MarzipanHerz


Mit my eifon on the Road :) daher so sorry für alle Rechtschreibfehler etc....


mein Rockstar Oktober 2010
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cosima83
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Re: Seitdem ich ein Kind habe, bin ich...

Beitrag von cosima83 »

danat hat geschrieben:Ich bin auch viel aufmerksamer, was andere Eltern und den Umgang mit ihren Kindern angeht. So im Sinne von "ah, ... so machen das also andere Eltern".

Da bin ich jetzt auch viel achtsamer im Umgang mit anderen Eltern geworden und sage dann gern sehr nett gemeinte, wohlwollende Sachen, die die Eltern bestärken in dem was sie tun. Einfach weil ich sowas auch gern höre. Ich hoffe, es kommt auch so an. :oops:
Das finde ich toll und möchte es mir auch angewöhnen. Oft denke ich es und traue mich dann nicht, was zu sagen. Ich denke Eltern ist nicht nur mit bösen Blicken und Kritik geholfen, sondern v.a. mit netten Worten, gerade, wenn sie völlig unerwartet von vielleicht wildfremden Menschen kommen. Bestätigung und Lob für das eigene Handeln als Eltern bekommt man im Alltag ja leider selten, Kritik (vom KiA, der SchwieMu, Passanten etc) hingegen schonmal öfter.
Ich genieße jedenfalls jedes wohlwollende Kommentar, was ich für das Tragen, das Stillen oder den Umgang mit meiner Tochter (oder Kindern, die ich betreue) bekomme, sei es von Fremden, den Erzieherinnen in der KiTa, meinem Partner oder wem auch immer.
Mein Freund und ich, wir haben uns einmal ein Herz gefasst und haben seinem Bruder und seiner Frau gesagt, das wir es ganz großartig finden, wie einfühlsam und geduldig sie mit ihrem Sohn (einem wahren Wirbelwind!) umgehen. Das war noch vor der Geburt unserer Kleinen und war mir in dem Moment ein echtes Bedürfnis.

Zum Thema: Ja, ich bin auch sehr empfindlich geworden. Mir kocht das Blut hoch, wenn ich in der Stadt Mütter sehe, die einen KiWa vor sich herschieben, in dem ein junger Säugling aus Leibeskräften brüllt o.Ä. Meinem Freund ist agehts nicht anders: Er sagte letztens nach dem Einkaufen zu mir, dass da vor den Umkleiden auf einem Sofa eine Mutter gewesen war, die ihr Kleines erst eine Weile meckern, dann schreien ließ, bis sie es stillte, und lobte, dass ich schon früher auf die Signale unsrer Maus reagiere.
Manchmal spür ich regelrecht das Bedürfnis dieses kleine Wesen hochzunehmen und an mich zu drücken und ärger mich, dass die Eltern das aus welchem Grund auch immer gerad nicht tun......

Aber es kam mir auch schon der Gedanke, dass es ja immer Momentaufnahmen sind, die man sieht und man nie weiß, was dahinter steckt. Vielleicht hat die Mutter, die das schreiende Baby durch den Park schiebt, gerade schon eine harte Zeit zuhause mit dem Kleinen hinter sich, stundenlanges Rummtragen, schaukeln, trösten, und wollte frische Luft schnappen, um aufzutanken bzw. dachte, dass ein Szenenwechsel die Situation beruhigen könnte.
Vielleicht wollen die Eltern auch anders handeln und denken, sie dürften es nicht, weil der KiA, die Hebi oder sonst jemand es anders empfohlen hat oder die Leute sich sonstwas denken könnten....viele lassen sich doch immernoch von dem "Verwöhnen"-Märchen verunsichern, haben in der Fülle der Informationen den eigenen Weg noch nicht gefunden - auch deshalb ist es meiner Meinung nach sehr wichtig, auch die positiven Momente zu beachten und, wie oben schon gesagt, zu loben.
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Carlotta
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Re: Seitdem ich ein Kind habe, bin ich...

Beitrag von Carlotta »

mir geht es genauso, ich denke auch oft: nimm es doch heraus, trage es, stille etc. Aber, es sind wirklich nur Momentaufnahmen.
Ich hätte einmal am liebesten eine ältere Frau erschlagen, die meinte sie müsste mir gute Ratschläge geben.
Ich war mit der Maus im Kiwa unterwegs, hatte aber auch TH dabei. Maus schläft seelig im Kiwa, wacht auf, weint. Ich setze mich in den Park stille. Wieder in den Kiwa, Maus weint. Also TH. Kind brüllt. Nochmal stillen versucht, nee wollte nicht. Wieder TH. Brüllt. Kiwa. weint. Arm - ok. Laufe also mit Kiwa und Kind auf dem Arm - das konnte ich aber nicht den ganzen Weg, also immer wieder Etappen im Kiwa und dann wieder auf den Arm. Dann kommt so ne blöde alte Frau und meint nur: Oh, die hat Hunger, die würde ich jetzt soooo gerne an meinen Busen nehmen. Hallo??? Bleib mir weg mit deinem faltigen Dekollte!!
Ich war eh schon gestresst und das hat mich weiter so gestresst.
Aber vermutlich hat sie auch nur gedacht, nimm es doch aus dem Wagen, stille es etc. Sie hat uns halt in der Schiebeetappe gesehn und nicht davor. Aber obwohl Monate her, nervt mich diese frau immer noch Kolossal.
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Nusserl
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Re: Seitdem ich ein Kind habe, bin ich...

Beitrag von Nusserl »

... Ich heule beim Fernsehen viel mehr mit.
.... bin ich schon vor 9 Uhr morgens ansprechbar.
... Werde ich nachts tatsächlich wach ( wenn eines der Kinder was braucht)
... Finde ich es wahnsinnig toll dass gg weniger Schlaf als ich braucht.

Ja blöde Kommentare fremder Leute sind echt zum abgewöhnen, weil sie mein Kind und mich nur grad im Moment sehen. Ich steh mittlerweile einfach drüber, aber bin selber sensibler bei anderen. Ich versuche es mit positiver Verrtärkung
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Maryam+Leo
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Re: Seitdem ich ein Kind habe, bin ich...

Beitrag von Maryam+Leo »

... bin ich notorisch unausgeschlafen und müde
... freue ich mich über Sabberküsse *örgs* *gg*
... schätze ich mal eine freie Minute für mich viel mehr ein !
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mirabelle
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Re: Seitdem ich ein Kind habe, bin ich...

Beitrag von mirabelle »

...verstehe ich vieles was ich vorher nicht verstanden habe.
Mal ehrlich: wer kein Kind hat, hat von sovieles KEINE AHNUNG, va. nicht von der Liebe zu der eine Mutter fähig ist, und die sie aber auch total verletzlich macht. Das Kind ist jetzt der wunde Punkt, die Achillesferse. Vorher war einiges egaler, weil man musste nur für sich selbst denken, jetzt ist da noch dieses total von mir abhängige schutzlose wesen, dass ich vor der weiten bösen Welt beschützen will, aber doch irgendwann loslassen muss.
Von diesem Zwiespalt wusste ich vorher nix.
kleines Koalabärchen 07/12

"Ehe man eigene Kinder hat, hat man nicht die leiseste Vorstellung davon, welches Ausmaß die eigene Stärke, Liebe oder Erschöpfung annehmen kann."
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SlingingMama
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Re: Seitdem ich ein Kind habe, bin ich...

Beitrag von SlingingMama »

...müde aber glücklich :D
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palme56
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Re: Seitdem ich ein Kind habe, bin ich...

Beitrag von palme56 »

... viel organisierter im Alltag, die wenige "freie" Zeit nutze ich effektiver, egal ob es um den Haushalt geht oder ich mich einfach mal hinlege und schlafe.
... verständnisvoller anderen Müttern gegenüber. Früher fand ich es furchtbar wenn Mütter auf ihre weinenden Babys nicht reagiert haben. Heute denke ich: wer weiß wie ihr Tag bisher war?
... morgens um 6 Uhr wach .
Liebe Grüße von A. mit Sohn 6/12 und Sohn 3/15
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Punilein
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Re: Seitdem ich ein Kind habe, bin ich...

Beitrag von Punilein »

mirabelle hat geschrieben:...verstehe ich vieles was ich vorher nicht verstanden habe.
Mal ehrlich: wer kein Kind hat, hat von sovieles KEINE AHNUNG, va. nicht von der Liebe zu der eine Mutter fähig ist, und die sie aber auch total verletzlich macht. Das Kind ist jetzt der wunde Punkt, die Achillesferse. Vorher war einiges egaler, weil man musste nur für sich selbst denken, jetzt ist da noch dieses total von mir abhängige schutzlose wesen, dass ich vor der weiten bösen Welt beschützen will, aber doch irgendwann loslassen muss.
Von diesem Zwiespalt wusste ich vorher nix.
Das hast Du sehr wundervoll ausgedrückt.
Punilein mit Juli (07/2010)
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