Trotz Gonzales *seufz*

Was kommt nach dem Vollstillen?

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sTanja
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Trotz Gonzales *seufz*

Beitrag von sTanja »

Hallo,

mein Sohn ist 19 Monate alt, und ich brauche wohl etwas Zuspruch, was seine Essgewohnheiten angeht - "Mein Kind will nicht essen" kenne ich, aber die Zweifel packen mich trotzdem :roll:
Er wurde 5 1/2 Monate voll gestillt, und war immer schon ein Viel- und Lange-Stiller.
Dann fingen wir wegen vermutetem Interesse seinerseits mit Beikost an, parallel Fingerfood und Gemüsebrei, später GOB. Wirklich begeistert große Mengen hat er kaum gegessen, aber am Mahlzeiten ersetzen hatte ich mich auch nie festgehalten.
Irgendwann gaben wir die Breikocherei mehr und mehr auf und verlegten uns mehr auf Fingerfood und Familientisch.
Viel verschiedene Sachen hat er nie probiert, unabhängig vom Zeitpunkt des anbietens lehnt er das meiste ab.
Morgens ißt er meistens eine Scheibe Vollkornbrot, nackt oder mit Margarine, Obstmus oder Frischkäse, manchmal auch Nutell*.
Danach irgendwann noch ein Stück Obst, derzeit nur Äpfel, davor mal nur Bananen. Alle paar Tage eine kleine Portion Butternudeln, und etwa einmal die Woche auch mal was vom Familientisch. Zwischendurch Maiswaffeln, Hirsekringel, Kekse, und seit neustem Salzstangen. Gelegentlich abends nochmal Brot.
Gehen wir einkaufen, kriegt er ein Rosinenbrötchen oder eine Brezel.
Und er stillt mindestens 3mal täglich plus nachts.
Mein Problem ist nicht die Menge- Gewicht ist ordentlich.
Ich verzweifle nur so langsam, weil er außer Brot/Nudeln und Äpfeln/Bananen sowie Knabberkram kaum was probiert. Fast nie Gemüse, weder Fleisch noch Wurst. Egal mit wie viel Hunger, in welchem Rahmen, kein Interesse.
Sitzt er zu den Mahlzeiten mit uns am Tisch und darf selber essen, stochert er kurz drin rum und will dann uns füttern, oder schiebt es weg. Füttern läßt er sich auch selten. Er scheint einfach, egal was es gibt, keinen rechten Spaß am Essen zu haben.
Und eigentlich finde ich es total blöd und anstrengend, wenn man Kinder hat, die nur Schnitzel und Pommes essen, und hatte immer gehofft, wir geraten an ein normal essendes :wink:
Gibt sich das irgendwann? Oder wird er sich immer nur von Brot und Obst ernähren?
Liebe Grüße
sTanja mit Nomadenkind (03/11) und Osterhasen (03/14) im Familienbett und zwei Sternchen im Herzen
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huschiwuschi123
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Re: Trotz Gonzales *seufz*

Beitrag von huschiwuschi123 »

Es wird sich auf jeden Fall wieder ändern, sowohl in die eine als auch in die andere Richtung ;)

Unsere Kleine mag im Augenblick auch sehr gerne Bananen, manchmal hat sie Tage da könnte sie sich nur davon ernähren. Oder aber nur Belag (Wurst/Käse) und kein Brot :roll:

Das ist nervig, gibt sich aber wieder. Ich würde ihn einfach gewähren lassen, immer wieder anbieten und vielleicht kommt er auf den Geschmack.

Ich habe letzte Woche mit einer Erzieherin gesprochen und sie sagte mir (ich schätze sie um die fünfzig) das sie erst seit gut zehn Jahren Gemüse ist - und das auch nur roh. Es ist also gar nicht so unüblich, nur denken wir immer sie "müssen" das und das jetzt essen.

Wenn Du sagst er ist sonst fit und alles andere ist auch ok, dann finde ich es in Ordnung. Und wir stillen auch noch mind. 3x - eher mehr wenn ich die Nächte dazu zähle.
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dievier
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Re: Trotz Gonzales *seufz*

Beitrag von dievier »

Das gibt sich ganz bestimmt von alleine. :wink:
Unser Jüngster hat sich bis zum zweiten Geburtstag ausschließlich von Muttermilch, trocken Brot (und Brezen) und Obst ernährt. Im letzten halben Jahr kam dann so ganz langsam Pfannkuchen, Reiberdatschi, Wiener und Gelbwurst dazu. Seit ungefähr vier Wochen isst er Nudeln und vorgestern die ersten Kartoffeln, andere Wurstsorten gehen jetzt auch.

Ich bin sicher irgendwann probiert er auch Reis, Gemüse oder Käse....
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klimaforscherin
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Re: Trotz Gonzales *seufz*

Beitrag von klimaforscherin »

Vielleicht noch zusätzlich eine andere Lektüre: "Born to be wild".
Sinngemäß (seeehr kurz zusammengefasst) steht da drin:

Kleinkinder essen vor Allem Bekanntes, als Schutz vor Vergiftung. Und Gemüse enthalten ja auch Bitterstoffe, die oft einen Hinweis auf Giftiges geben.
Aber: Kinder haben neben diesem "Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht"- Mentalität noch einen zweiten Drang: Neues Ausprobieren.
Es wird empfohlen, als freundliches, unaufdringliches, authentisches gutes Beispiel vorzuhalten, auch vermehrt und öfters hintereinander eben dieses Unbekannte, Ungegessene anzubieten.

Hast du mal Paprika roh probiert? Vielleicht geht das?
Er scheint einfach, egal was es gibt, keinen rechten Spaß am Essen zu haben.
Hm, was meinst du damit? Keinen Appetit? Interpretierst du da vielleicht etwas hinein?
Grüße
klimaforscherin
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sTanja
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Re: Trotz Gonzales *seufz*

Beitrag von sTanja »

Ja, ich meine dieses neues ausprobieren, neugierig sein, das kann ich gar nicht feststellen. Ich geb ihm auch beim Kochen rohes Gemüse zum "spielen", das landet meistens schon mit dem Kommentar "bäh" auf dem Boden bevor es mit dem Mund in Kontakt kam.
Aber danke Euch, immerhin scheint es nicht so ungewöhnlich zu sein. Vielleicht endet diese Phase wenn die Backenzähne mal komplett sind.
Liebe Grüße
sTanja mit Nomadenkind (03/11) und Osterhasen (03/14) im Familienbett und zwei Sternchen im Herzen
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Re: Trotz Gonzales *seufz*

Beitrag von nilsholgersson »

Mein Mittlerer isst mit 3,5 Jahren auch kaum anders. Ich lass ihn jetzt einfach und vertrau` darauf, dass es besser wird. Ich gebe immer ein ganz kleines Stück Obst oder Gemüse zum probieren in seine Kindergartenbrotbox, aber es kommt immer wieder zurück. Einfach gedult haben, auch wenn es schwer fällt :)
Liebe Grüße von Helena mit E. 12/05 , A. 4/09 und L. 8/11

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Re: Trotz Gonzales *seufz*

Beitrag von Heidi555 »

Hallo Tanja.

ähnlich wie du frage ich mich das auch alles. Meiner ist aber 16 1/2 Monate. Ich frage mich wann er überhaupt mal eine Scheibe Brot essen kann. Er kann noch nicht gut schlucken und übt sich da noch. Würgen tut er und übergibt sich hin und wieder wenn er etwas wie ne Nudel oder selbst gedünstetes Gemüse kaut und versucht zu schlucken. Ich glaube auch, dass er ein Wenigesser bleiben wird. Hauptsache er bekommt alles an Nährstoffen was er braucht. Das ist das Wichtigste! Wenn nicht ist die Zeit so voller Ungewissheit, in der man sich immer fragt, ob es dem Kind gut geht oder ob man nicht mal ein Blutbild machen soll.

LG
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