Kinderlose: Wie haltet ihr das Warten aus?

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Menschenkind
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Re: Kinderlose: Wie haltet ihr das Warten aus?

Beitrag von Menschenkind »

MaareMum hat geschrieben:
Matilda'sMama hat geschrieben:
Leztens war ein klasse Artikel im SPIEGEL über das Thema erst Ausbildung beenden oder früh Kinder bekommen. Und das Fazit war eindeutig: Frau kann Karriere machen UND Kinder bekommen, "sie muss sich nur FRÜH genug für BEIDES entscheiden".
Weißt du vielleicht noch, wie der Artikel hieß oder wo ich den online nachlesen könnte?
Hab den Artikel gefunden:
http://www.spiegel.de/spiegel/emanzipat ... 51069.html
Manmanman, MaareMum, der Artikel hat es in sich. :( Da mag ich gleich mit meinem Freund reden, aber das geht mindestens die nächste Woche erstmal nicht...


Aaarrrrgh...

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EUfqtw

Re: Kinderlose: Wie haltet ihr das Warten aus?

Beitrag von EUfqtw »

wir haben auch zwei Kinder während des Studiums bekommen. und das war die schönste Zeit unseres Lebens bisher!

das Dritte nun ganz klassisch ordentlich NACH dem Studium. mit dem Ergebnis, dass der Kleine seinen Papa fast nur am Wochenende sieht. mit den ersten Kinder hatten wir sooooo viel gemeinsame Zeit, das war herrlich. ich wuerde es immer wieder tun.
Luja
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Re: Kinderlose: Wie haltet ihr das Warten aus?

Beitrag von Luja »

Menschenkind hat geschrieben:Wie schön, dass du hier schreibst, Julia. Immerhin warst du ja meine Inspiration für den Thread. 8)
Ist doch klar, du hast ihn ja sogar extra verlinkt (womöglich hätte ich ihn sonst gar nicht gefunden :oops:). Aber der Schuss ging ja ganz schön nach hinten los - anstatt Tipps zu bekommen, wie wir das Warten aushalten, bekommen wir noch mehr Argumente für ein Baby geliefert 8)
Menschenkind hat geschrieben:Interessanterweise hat der Druck ein bisschen abgenommen, als ich mich dazu entschloss, mich hier anzumelden. Eigentlich hätte ich das Gegenteil vermutet. Anscheinend wirkt das Ganze wie eine Droge: Dosis bekommen und es ist eine Zeit lang etwas besser. ^^
Stimmt, aber wenn die "Droge" dann nachlässt, will man mehr, und mehr, und mehr - und "mehr" ist nun mal auf kurz oder lang ein Baby :lol:
Menschenkind hat geschrieben:Und, hey, immerhin, sieh es mal so: Im Gegenteil zu mir scheinst du es immerhin größtenteils selber in der Hand zu haben, ob ihr nun Kinder kriegt oder nicht. Das ist doch immerhin etwas. :-)
Es ist aber auch irgendwie ein ganz schöner Druck: Es liegt nur an mir, dass ich nicht schon längst schwanger bin. Manchmal wäre es mir lieber, mein Freund würde auch noch ein bisschen warten wollen, dann läge die Entscheidung nicht allein bei mir ;)
Es hat irgendwie beides seine Vor- und Nachteile :)
Menschenkind hat geschrieben:
Luja hat geschrieben:Meine beruflichen Wünsche haben sich geändert - ich werde in dem Beruf, in dem ich jetzt eine Ausbildung mache, definitiv nicht arbeiten - und ich will noch studieren.
Dass ein Studium mit Kind ganz gut zu schaffen ist, habt ihr ja geschrieben. Allerdings ist mein Freund Landwirt und ich bin mir unsicher, ob Studium und Kind und Landwirtschaft unter einen Hut gehen.
Ah, dann hast du ja ein ganzes Studium noch vor dir. Darf ich fragen, welches? Die dauern ja unterschiedlich lange. Und was für eine Ausbildung machst du? Kannst du damit vllt. auf 5Wochenstunden-Basis (oder so) neben dem Studium arbeiten? HiWi Jobs sind zwar auch nicht schlecht bezahlt (8-10€/St im Mittel) aber ein "echter" Beruf wäre da wahrscheinlich lukrativer.
Ich mache gerade eine Ausbildung als Bauzeichnerin. Ich liebe zwar Menschen, v. a. kleine Kinder, aber ich habe mir das irgendwie nicht zugetraut und gedacht, ein technischer Beruf wäre "sicherer". Meine Mama hat das gelernt und ich bin ihr in so vielen anderen Dingen sehr ähnlich, deshalb war ich mir sicher, das macht mir auch Spaß. Hat es ja am Anfang auch, aber jetzt nicht mehr. Es ist mir zu theoretisch, zu technisch und unterfordert mich auch irgendwie. In diesem Job ein paar Stunden die Woche zu arbeiten ist leider unrealistisch, weil man da an einem Projekt arbeitet und die Pläne dazu zeichnet, die auch innerhalb einer bestimmten Frist fertig werden müssen.

Ich will etwas machen, was mich erfüllt. Und das ist Arbeit mit Menschen. Ich weiß jetzt, dass ich diese Herausforderung meistern werde, weil ich es wirklich will.
Ich möchte "Erziehung und Bildung im Kindesalter" studieren. Dazu werde ich ab September ein einjähriges Sozialpädagogisches Seminar in einer Kindertageseinrichtung machen. (Ich hoffe ja, mich um Kinder zu kümmern, verzögert meine Wunsch etwas, aber ich fürchte, ich werde dann nur noch mehr "Ein Eigenes" wollen 8))
Ich ärgere mich nur, dass ich nicht gleich darauf gekommen bin, das zu studieren, denn jetzt habe ich Zeit verloren (okay, auch Geld gewonnen ... aber das ist mir eh nicht soo wichtig). Und es sagen mir schon so lange viele Menschen, dass ich gut mit Kindern kann, und ich merke wie unbeschwert und intuitiv ich im Umgang mit Kindern bin.
Als ich z. B. auf einem Feuerwehrfest im Sommer den kleinen Nachbarsjungen (1,5 Jahre) getröstet hab, weil er hingefallen war, und er danach gar nicht mehr runter wollte von meinem Schoß, haben viele Leute gefragt, wann es denn bei uns so weit wäre, so ein Kleines würde sooo gut zu uns passen :lol:
[/quote]
Menschenkind hat geschrieben: Wie sieht der Arbeitstag deines Freundes aus? Hilfst du in der Landwirtschaft mit?
Mein Freund steht mit mir auf, das ist ca. 5.45, dann geht er in den Stall (Milchkühe), füttert seine Biogasanlage und macht dann die anfallenden Arbeiten (Misten, Säen, Düngen, Mähen, Reparaturen, Abrechnungen, Baustelle, usw.). Alle Mahlzeiten werden gemeinsam eingenommen. Abends, gegen 17 Uhr, geht's dann wieder ab in den Stall, Biogasanlage füttern, und im Sommer, wenn's noch länger hell ist, wird danach einfach mit den Arbeiten draußen weiter gemacht, oft bis 20 Uhr und später. Manchmal frage ich mich, wie da ein Baby mit rein passen soll :?
Wenn ich bei ihm bin (und das ist ziemlich häufig) geh' immer mit in den Stall und helfe im Haushalt, beim Brot- und Kuchenbacken (für den Hofladen), beim Mittagessen kochen, im Garten ... Es wird einfach erwartet, dass ich mithelfe, auch von seinen Eltern.
Klar könnte mich etwas zurückziehen, wenn ich für's Studium lernen oder Kinder versorgen muss, aber z. B. beim Silieren muss einfach jeder mit anpacken, da braucht man wirklich jeden. Da würde ich mir ehrlich gesagt auch doof vorkommen, wenn ich nicht helfen würde.
(Mit dem Thema Studium werde ich bei seinen Eltern sowieso auf Unverständnis stoßen, die halten vom Studieren wenig bis nichts :( Und wenn eine Frau ein Kind bekommt, hat sie ab da gefälligst daheim zu bleiben.)
Menschenkind hat geschrieben:
Luja hat geschrieben:Wohnt ihr schon zusammen?
Ja, seit letztem Oktober. Ergibt trotzdem nur ein halbes Jahr, weil ich von April bis nächste Woche für meine Doktorarbeit in der Schweiz forsche. ^^ Also noch nicht wahnsinnig lange zusammen, aber der einzige wirkliche Unterschied zu vorher ist das gemeinsame Eigentum. Vorher haben wir auch ständig beieinander übernachtet. Und das mit dem gemeinsamen Eigentum und den gemeinsamen Entscheidungen geht schon in Ordnung -- wir sind beide Sternzeichen Waage, da wird sich nicht viel gekloppt. :D
Siehst du, diesen wichtigen Schritt hast du mir voraus. Wie lange seid ihr eigentlich schon zusammen? Hattet ihr vorher schon jeder seine eigene Wohnung?
Das mit dem Zusamenziehen wird auch ein mehr oder weniger kleines Problem werden, weil er wegen den Tieren und der Biogasanlage auch Nachts auf dem Hof bleiben muss. Klar übernachtet er ab und zu bei mir (wesentlich seltener als ich bei ihm) aber v. a. die Biogasanlage fällt eigentlich in seinen Aufgabenbereich.
Also müsste ich entweder in das Haus mit einziehen, in dem schon seine Oma, seine Eltern, sein Onkel und seine beiden Brüder wohnen oder wir müssten (an)bauen. Ersteres wäre für mich denke ich nicht auf Dauer aushaltbar (die Privatsphäre kommt seehr zu kurz) und für Zweiteres fehlt uns zur Zeit das Gelt :?
Wir wollen das im Winter mal anpacken, aber ich bezweifle, dass daraus was wird. Ich will meine eigene Küche (wahrscheinlich kein Problem) und mein eigene Waschmaschine (da stoße ich auf großen Widerstand - "Es ist doch schon eine Waschmaschine im Haus" - Ja, aber die trieft nur so vor Weichspüler :roll:) und vor allem Privatsphäre.

Uiiii, das ist ja jetzt echt lang geworden ... Ich will mich eigentlich nicht so in deinen Thread drängen :oops:
Ich verstehe deine Beweggründe, noch zu warten, echt gut, und angenommen, du würdest sie jetzt über den Haufen werden, wäre ich glatt ein bisschen eifersüchtig 8) Ich würde mich freuen, noch ein bisschen mehr von dir zu erfahren, so als "Leidensgenossin" ;)
Liebe Grüße
Julia


(die noch unbestimmte Zeit auf ihr Baby warten muss ;))
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Re: Kinderlose: Wie haltet ihr das Warten aus?

Beitrag von Menschenkind »

Luja hat geschrieben:Uiiii, das ist ja jetzt echt lang geworden ... Ich will mich eigentlich nicht so in deinen Thread drängen :oops:
MEIN Thread? Die Geschichte hier ist bittesehr zum Austausch gedacht! :D
Luja hat geschrieben:Ich möchte "Erziehung und Bildung im Kindesalter" studieren. Dazu werde ich ab September ein einjähriges Sozialpädagogisches Seminar in einer Kindertageseinrichtung machen. (Ich hoffe ja, mich um Kinder zu kümmern, verzögert meine Wunsch etwas, aber ich fürchte, ich werde dann nur noch mehr "Ein Eigenes" wollen 8))
Ich ärgere mich nur, dass ich nicht gleich darauf gekommen bin, das zu studieren, denn jetzt habe ich Zeit verloren (okay, auch Geld gewonnen ... aber das ist mir eh nicht soo wichtig). Und es sagen mir schon so lange viele Menschen, dass ich gut mit Kindern kann, und ich merke wie unbeschwert und intuitiv ich im Umgang mit Kindern bin.
Also mal ganz ehrlich, wenn das nicht das perfekte Studium/Praktikum zum Kinderkriegen ist weiß ich auch nicht mehr weiter! Diese ganzen geisteswissenschaftlichen Studiengänge bestehen doch quasi nur aus Hausarbeiten und zumindest teilweise nicht-anwesenheitspflichtigen Vorlesungen. Da kann ich die nächsten sechs Monate in meinem Blockpraktikum nur von träumen. Und eine KiTa wird ja wohl mit dem Thema Schwangerschaft und Kinder was anzufangen wissen. ^^
Luja hat geschrieben:Mein Freund steht mit mir auf, das ist ca. 5.45, dann geht er in den Stall (Milchkühe), füttert seine Biogasanlage und macht dann die anfallenden Arbeiten (Misten, Säen, Düngen, Mähen, Reparaturen, Abrechnungen, Baustelle, usw.). Alle Mahlzeiten werden gemeinsam eingenommen. Abends, gegen 17 Uhr, geht's dann wieder ab in den Stall, Biogasanlage füttern, und im Sommer, wenn's noch länger hell ist, wird danach einfach mit den Arbeiten draußen weiter gemacht, oft bis 20 Uhr und später. Manchmal frage ich mich, wie da ein Baby mit rein passen soll :?
Wenn ich bei ihm bin (und das ist ziemlich häufig) geh' immer mit in den Stall und helfe im Haushalt, beim Brot- und Kuchenbacken (für den Hofladen), beim Mittagessen kochen, im Garten ... Es wird einfach erwartet, dass ich mithelfe, auch von seinen Eltern.
Klar könnte mich etwas zurückziehen, wenn ich für's Studium lernen oder Kinder versorgen muss, aber z. B. beim Silieren muss einfach jeder mit anpacken, da braucht man wirklich jeden. Da würde ich mir ehrlich gesagt auch doof vorkommen, wenn ich nicht helfen würde.
Hmm, ohne da eigene Erfahrungen zu haben, aber schreit das nicht grade nach einer Rückentrage? Wenn ich mir meine Ur- und Großmutter mütterlicherseits so anschaue (die hatten zu Hause auch ein paar Tiere, damit es auch mal Milch und Eier gab, und ein Feld für die Kartoffeln), die haben das ja mit drei Kindern auch geschafft. Gut, ohne Studium dabei, aber meine Großmutter war/ist Lehrerin. Und der Alltag damals war mühsamer als heute.
Luja hat geschrieben:Also müsste ich entweder in das Haus mit einziehen, in dem schon seine Oma, seine Eltern, sein Onkel und seine beiden Brüder wohnen oder wir müssten (an)bauen. Ersteres wäre für mich denke ich nicht auf Dauer aushaltbar (die Privatsphäre kommt seehr zu kurz) und für Zweiteres fehlt uns zur Zeit das Gelt :?
Wir wollen das im Winter mal anpacken, aber ich bezweifle, dass daraus was wird. Ich will meine eigene Küche (wahrscheinlich kein Problem) und mein eigene Waschmaschine (da stoße ich auf großen Widerstand - "Es ist doch schon eine Waschmaschine im Haus" - Ja, aber die trieft nur so vor Weichspüler :roll:) und vor allem Privatsphäre.
Die Bedenken kann ich verstehen! Eine einfache Lösung scheint es da ja nicht zu geben. Ich schätze mal, da das auf dem Land ist wird auch nicht viel draus, um die Ecke eine Wohnung zu suchen und dein Freund pilgert dann jeden Morgen wie der Rest von uns zur Arbeit. Oder?
Andererseits... soooooo viel kostenlose Kinderbetreuung auf einem Fleck... auch nicht zu verachten...
Achja, wir beide sind jetzt seit 6,5 Jahren ein Paar, seit ich 16 war... erster Freund und so 8)
Luja hat geschrieben:
Menschenkind hat geschrieben:Interessanterweise hat der Druck ein bisschen abgenommen, als ich mich dazu entschloss, mich hier anzumelden. Eigentlich hätte ich das Gegenteil vermutet. Anscheinend wirkt das Ganze wie eine Droge: Dosis bekommen und es ist eine Zeit lang etwas besser. ^^
Stimmt, aber wenn die "Droge" dann nachlässt, will man mehr, und mehr, und mehr - und "mehr" ist nun mal auf kurz oder lang ein Baby :lol:
Und - zack - bin ich wieder auf Entzug. Mist.

Verdammt, ich merke, jetzt animiere ich dich ja auch noch zum Kinderkriegen. :shock: Vielleicht liegt es daran, dass MaareMums Artikel mich wirklich mitgenommen hat, zumal ich Karriere machen möchte, mindestens zur Oberärztin mit eigenem Team.

Vielleicht haben dieses Forum und alle Vorposter in diesem Thread ja auch schon ihre Wirkung getan und mir sind auch langfristig die Zweifel verdampft? Ich würde jetzt so gerne mit meinem Freund darüber reden, aber über Skype mag ich das nicht machen... :-/
Zumal -- und vielleicht kennt ihr das auch aus euren Beziehungen -- wir viele komplementäre Aufgaben in der Beziehung übernommen haben. Unter anderem bin ich die impulsive, gefühlsbestimte und er ist derjenige, der eine Entscheidung nochmal rational und vorsichtig durchleuchtet. Und je impulsiver ich werde umso vorsichtiger wird er. Normalerweise klappt das auch sehr gut. Nur wenn ich ihm jetzt so impulsiv meine Gefühle schildere... ich muss das wohl vorsichtiger angehen. :?

Verzeihe mir meinen (momentanen?) Stimmungswandel

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Mamacita
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Re: Kinderlose: Wie haltet ihr das Warten aus?

Beitrag von Mamacita »

hallo menschenkind!
ich habe hier auch so einen verkopften mann sitzen :roll: ... :lol:
ich stehe für bauch-und er für kopfentscheidungen in unsrer partnerschaft.
und als uns vor drei jahren das kondom kaputt ging und ich danach nicht schwanger war, hätte ich heulen können.
plötzlich war mein kinderwunsch super intensiv. :)
aber ich war nicht schwanger.
der zeitpunkt auch nicht der beste, da mein freund grad seine ausbildung begonnen hatte und kein geld verdiente!
dann stellte sich uns die frage ob kinder bekommen eine bauch- oder eine kopfentscheidung ist/sein sollte.
da waren wir uns sehr einig.
und unsre bäuche haben beide "ja" zum kind gesagt.
irgendwie schafft man es ja immer, alles andre, drumherum :D
wir haben trotzdem noch ein jahr lang auf unsre tochter gewartet.
es lässt sich nichts so wirklich planen. kinder kriegen am allerwenigsten!
und ich habe mir lange die frage gestellt ob ich überhaupt schwanger werde.....das weiß man ja letzten endes auch nicht. :(

also- nur mut!!es ist das letzte große abenteuer unsrer gesellschaft <3
liebste grüße von mamacita :D

* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *


<3 unsre schneuzelige 06/11
mit kleiner schwester 05/14
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Re: Kinderlose: Wie haltet ihr das Warten aus?

Beitrag von Menschenkind »

Mamacita hat geschrieben:also- nur mut!!es ist das letzte große abenteuer unsrer gesellschaft <3
Das find ich schön gesagt!

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Feuerkind
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Re: Kinderlose: Wie haltet ihr das Warten aus?

Beitrag von Feuerkind »

ch schreibe diesen Thread weil ich jetzt gehört habe, dass ich nicht die einzige hier mit vernunftunterbundenem Kinderwunsch bin. Vielleicht können wir uns gegenseitig den Rücken stärken. :-)
Nein bist du nicht, ich gehöre auch dazu. :lol:

Allerdings habe ich mein Studium gerade beendet und bin vor einem Monat ins Arbeitsleben eingestiegen.
Mein Freund ebenfalls.
Unser "Plan": 1-2 Jahre arbeiten und dann ans "üben" gehen...

Ich habe vor allem in letzter Zeit schon einen großen kinderwunsch, mal gibt es intensivere Zeiten, mal weniger intensivere, aber es ist schon immer da.
Mein Freund möchte grundsätzlich auch Kinder, aber ist eben auch derjenige der immer sagte "erst Studium beenden, dann erst mal etwas arbeiten gehen"

Ich denke auch, dass das nen ganz guter Plan ist. Wir ziehen jetzt wieder um, haben schon die Wohnung so ausgesucht, dass man dort anfangs erst mal mit Baby leben könnte :lol:

Während des Studiums haben wir aber auch immer gesagt, dass ein "Unfall" kein Weltuntergang wäre (für mich eher das genaue Gegenteil).

Mh ja was genau wollte ich eigentlich noch sagen? ich weiß es nicht, nur dich wissen lassen, dass du nicht allein bist

Achso, da ihr es gerade davon hattet: ich habe übrigens Kindheitspädagogik studiert und arbeite in einer Krippe

Ich werde jetzt eventuell bald ein 3 monate altes Kind eingewöhnen. Puh das könnte hart für meinen Kinderwunsch werden :oops:

Allerdings muss ich sagen, wenn ich jetzt darüber nachdenke wäre mir ein "Unfall" während des Studiums glatt lieber gewesen als jetzt. Mein Job macht mir super viel Spaß, ich liebe die Arbeit mit den Kindern und eine Schwangerschaft würde bei mir ein sofortiges Beschäftigungsverbot bedeuten :(

Da ich aber erst mal befristet auf ein Jahr angestellt bin werden wir das nun erst mal abwarten und dann danach entscheiden....

und nun erst mal unser Leben nach dem Umzug neu strukturieren, da wir ja jetzt dann beide arbeiten....

Mein Chef meinte übrigens: die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden steigt rapide an, sobald man in einer Krippe arbeitet :lol: Ich bin gespannt 8)
...Bist so wunderschön und ich kann kaum ertragen wenn du weinst. Und es kann niemals eine Macht auf dieser Welt so stark wie diese Liebe sein... [ASP- Duett]

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MaareMum
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Re: Kinderlose: Wie haltet ihr das Warten aus?

Beitrag von MaareMum »

Menschenkind hat geschrieben:zumal ich Karriere machen möchte, mindestens zur Oberärztin mit eigenem Team.
Ah, du bist also auch in der Medizin.
Also ich kann aus eigener Erfahrung sagen, ein Kind in der Klinik ist auf jeden Fall erstmal ne Karrierebremse. Denn Vollzeit in der Klinik mit Kleinkind geht einfach nicht. Die Arbeitszeiten mit Vollzeit sind so schon besch*** und man ist praktisch nur noch zum Schlafen zuhause. Das kann und will man mit Kind ja nicht mehr. Und wenn der Partner dann möglicherweise auch in Schichten arbeitet, geht es erst recht nimmer. Das heisst, zum Facharzt wird die Zeit länger (denn erstmal den Facharzt machen, und dann erst Kinder bekommen, dann bist du aber wirklich alt, das würde ich nicht machen, v.a. weil man aktuell auch an ne Assistentenstelle leichter ran kommt als an ne FA-Stelle). Ohne Facharzt aber auch keine OA-Stelle oder keine eigene Praxis. Bei uns gibts KEINE Mama, die Vollzeit arbeitet (doch, eine, aber deren Mann ist Hausmann). Die Väter arbeiten 80-100% aber die sehen dann ihre Kinder auch nur entsprechend.

Im Studium ein Kind ist natürlich auch nicht so einfach, gerade eben wegen dem verschulten System (oder bist du sogar im Modellstudiengang, dann wird es ja noch schlimmer mit der Anwesenheitspflicht). Aber wenn du das gut organisierst - und du musst ja vor allem nicht alles in Regelstudienzeit durchziehen - dann kann das gut klappen. Ich kenn wie gesagt auch einige. Und bei der aktuellen Jobsituation fragt dich später kein Mensch, warum du für das Studium mehr als 12 Semester gebraucht hast. Die nehmen dich trotzdem mit Kusshand, wenn das so weitergeht.
Das PJ kannst du sogar in Teilzeit machen, dann dauert es halt 2 Jahre, aber das würde theoretisch gehen. Ich hab allerdings aktuell ne befreundete Mama, die im PJ ihr Kind bekommen hat. Sie hat einfach das PJ für etwa 8 Monate unterbrochen und macht jetzt das letzte Tertial in Vollzeit fertig. Papa hat noch Elternzeit und dann geht das Kind in die Kita. Den Kita-Platz haben sie bevorzugt bekommen, weil sie noch Studentin ist, und die Klinik ist super zuvorkommend und sie darf pünktlich am Nachmittag raus (sowas geht im PJ gut, im echten Job leider nimmer so einfach). Die Lernzeit fürs Examen wird natürlich hart, weil sie nur lernen kann, wenn das Kind in der Kita ist. Aber das sind dann auch 6-8 Stunden und mal ehrlich, ich hab auf mein Examen auch nicht mehr als 8 Stunden pro Tag an 5-6 Tagen in der Woche gelernt. Sonst geht man ja kaputt.

Also was will ich damit sagen: rückblickend wäre ein Kind im Medizinstudium durchaus möglich gewesen und hätte auch seine Vorteile gehabt.
Wenn du aber natürlich Auslandssemester und Auslandsfamulaturen/PJ planst, dann ist das mit Kind noch schwerer als es ohnehin schon ist.
Ich hab während meinem Studium die Freiheit genossen und genieße jetzt vor allem um so mehr meine Elternzeit (das weiss man wirklich zu schätzen, wenn man aus 100% Schichtdienst kommt :mrgreen: ). Über Karriere denk ich halt grad nicht nach.
Gruß, MaareMum
mit dem Großkind (2011) an der Hand und dem Kleinkind (2014) im Tuch
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Re: Kinderlose: Wie haltet ihr das Warten aus?

Beitrag von Menschenkind »

Hallo Feuerkind! Schön, deine Geschichte zu lesen, danke fürs Teilen!
Feuerkind hat geschrieben:Achso, da ihr es gerade davon hattet: ich habe übrigens Kindheitspädagogik studiert und arbeite in einer Krippe

Ich werde jetzt eventuell bald ein 3 monate altes Kind eingewöhnen. Puh das könnte hart für meinen Kinderwunsch werden :oops:

Allerdings muss ich sagen, wenn ich jetzt darüber nachdenke wäre mir ein "Unfall" während des Studiums glatt lieber gewesen als jetzt. Mein Job macht mir super viel Spaß, ich liebe die Arbeit mit den Kindern und eine Schwangerschaft würde bei mir ein sofortiges Beschäftigungsverbot bedeuten :(

Da ich aber erst mal befristet auf ein Jahr angestellt bin werden wir das nun erst mal abwarten und dann danach entscheiden....

und nun erst mal unser Leben nach dem Umzug neu strukturieren, da wir ja jetzt dann beide arbeiten....
Ach, das verdammte Beschäftigungsverbot! Das hatte ich glatt vergessen. Und das gilt die gesamte Schwangerschaft, nicht wahr?
Das ist richtig bitter, mit dem befristeten Vertrag und dem Beschäftigungsverbot. :-( Da muss man ja quasi doppelte Kinderzeit einplanen. :-/ Wie sieht es bei euch finanziell aus, könntet ihr euch das leisten? Gibt es da überhaupt Kompensation? Ich kenne mich damit gar nicht aus...

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Re: Kinderlose: Wie haltet ihr das Warten aus?

Beitrag von Menschenkind »

Aaach, MaareMum, noch eine Medizinerin. Wusste ich nicht. *winke*

Ja, Modellstudiengang lässt grüßen. Ja, Blockpraktikum nächste Woche auch. Nein, ich habe nicht den geringsten Ansatz der Lust da drauf. Famulatur grade sehr gerne, aber dieses Gehetze von einem Ort zum anderen... Ich hatte mich so sehr gefreut, jede Woche wieder meine Babysitterkinder zu sehen, aber das wird jetzt wohl eher seltener werden. :cry:
Immerhin das Auslandssemester hat sich erledigt -- da verlebe ich gerade die letzte Woche von.

In was für einem FB arbeitest du denn wenn du sagen magst? Ich höre von allen Seiten den berühmten Spruch "Nee, Chirurgie lass als Frau schön sein! Radiologie oder Derma, das sind gute Fächer, da kann man auch gut Kinder erziehen." Ehrlich gesagt, ich kann es nicht mehr hören! (Übrigens, das ist jetzt alles nicht auf dich gemünzt, ich hab mich über deinen Post sehr gefreut!) Das kann und will ich nicht einsehen. Ich bin der Meinung, falls wir es nicht einfach machen, werden sich diese Fächer nie ändern. Gut, ich möchte keine reine Chirurgie, aber bei den Sprüchen die selbst die Urologen jedes Jahr auf dem Zytokurs meines Chefs lassen fällt es mir schwer die Fassung nicht zu verlieren. Meine Mutter ist zwar Ingenieurin, hat aber von meiner Geburt an voll gearbeitet und war oft auf Dienstreise weg. Und ich war die erste meiner Freunde, die bei anderen übernachten wollte, ich sollte also ein stabiles Bindungsverhältnis haben 8) ;-)
Gut, zugegebenermaßen habe ich mit einem lehrämtelnden Freund nicht das schlechteste Los gezogen. Der kann zwar nicht Urlaub nehmen, wann er will, er hat aber sehr voraussehbare Anwesenheitszeiten auf der Arbeit. Zwei Ärzte können wahrscheinlich wirklich nur schwerst zusammen Kinder haben.

Ich muss nicht die jüngste OÄ Deutschlands werden, und ich habe erst recht ein Polster, weil ich den meisten meines Semesters ein Jahr voraus bin. Ich plane sowieso seit langem, vor der Arbeitstätigkeit ein Jahr frei zu nehmen um mich noch mal zu orientieren und ganz zu mir zu kommen. Mein Studium geht mir momentan ein wenig schnell... :shock: Und da sagt mir lange schon eine Stimme im Hinterkopf, eigentlich nur unterbunden durch meinen Freund, dass daaaaa doch ein Kind perfekt rein passen würde, wo wenn nicht dort?

Und was die Karriere angeht: Wie schon oben gesagt, ich will nicht ganz oben stehen. Ich will kein Shootingstar sein. Ich will keine Forschungskoryphäe sein. Für diese Dinge, da kenne ich mich gut genug, habe ich schon ohne Kinder keine Energie. Aber ich möchte irgendwo Spezialist sein, mit einer kleinen Gruppe ein bestimmtes Gebiet gut versorgen. Hier in der Nähe gibts eine Gyn mit einem Endometriose-OA. Der macht dir Laparoskopien, da denkst du Spielberg selber hat die Kamera geführt. Sowas könnte ich mir vorstellen. Und, vielleicht ist das jugendlicher Leichtsinn, aber das kann ich mir vorstellen. Und jugendlicher Leichtsinn soll schon so manchem zu beachtlichen Erfolgen verholfen haben.

Ich habe mich neuerdings für ein Mentoringprogramm beworben. Ich hoffe inständigst, dass ich angenommen werde. Bisher habe ich von guten Vorbildern noch am besten gelernt und es wird dort sicherlich die richtige Person für mich geben. Ich brauche vor allem einen starken Rücken und einen guten Fokus.

Beim nochmaligen Überfliegen muss ich mich wiederholen: Das ist alles keine direkte Antwort auf deinen Post! Das ist angestaute Wut auf die Welt und der Wille, sie besser zu machen. Und das musste grad alles raus und jetzt geht's mir auch schon wieder besser. :-)

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