Menschenkind hat geschrieben:Wie schön, dass du hier schreibst, Julia. Immerhin warst du ja meine Inspiration für den Thread.

Ist doch klar, du hast ihn ja sogar extra verlinkt (womöglich hätte ich ihn sonst gar nicht gefunden

). Aber der Schuss ging ja ganz schön nach hinten los - anstatt Tipps zu bekommen, wie wir das Warten aushalten, bekommen wir noch mehr Argumente für ein Baby geliefert
Menschenkind hat geschrieben:Interessanterweise hat der Druck ein bisschen abgenommen, als ich mich dazu entschloss, mich hier anzumelden. Eigentlich hätte ich das Gegenteil vermutet. Anscheinend wirkt das Ganze wie eine Droge: Dosis bekommen und es ist eine Zeit lang etwas besser. ^^
Stimmt, aber wenn die "Droge" dann nachlässt, will man mehr, und mehr, und mehr - und "mehr" ist nun mal auf kurz oder lang ein Baby
Menschenkind hat geschrieben:Und, hey, immerhin, sieh es mal so: Im Gegenteil zu mir scheinst du es immerhin größtenteils selber in der Hand zu haben, ob ihr nun Kinder kriegt oder nicht. Das ist doch immerhin etwas.
Es ist aber auch irgendwie ein ganz schöner Druck: Es liegt nur an mir, dass ich nicht schon längst schwanger bin. Manchmal wäre es mir lieber, mein Freund würde auch noch ein bisschen warten wollen, dann läge die Entscheidung nicht allein bei mir

Es hat irgendwie beides seine Vor- und Nachteile
Menschenkind hat geschrieben:
Luja hat geschrieben:Meine beruflichen Wünsche haben sich geändert - ich werde in dem Beruf, in dem ich jetzt eine Ausbildung mache, definitiv nicht arbeiten - und ich will noch studieren.
Dass ein Studium mit Kind ganz gut zu schaffen ist, habt ihr ja geschrieben. Allerdings ist mein Freund Landwirt und ich bin mir unsicher, ob Studium und Kind und Landwirtschaft unter einen Hut gehen.
Ah, dann hast du ja ein ganzes Studium noch vor dir. Darf ich fragen, welches? Die dauern ja unterschiedlich lange. Und was für eine Ausbildung machst du? Kannst du damit vllt. auf 5Wochenstunden-Basis (oder so) neben dem Studium arbeiten? HiWi Jobs sind zwar auch nicht schlecht bezahlt (8-10€/St im Mittel) aber ein "echter" Beruf wäre da wahrscheinlich lukrativer.
Ich mache gerade eine Ausbildung als Bauzeichnerin. Ich liebe zwar Menschen, v. a. kleine Kinder, aber ich habe mir das irgendwie nicht zugetraut und gedacht, ein technischer Beruf wäre "sicherer". Meine Mama hat das gelernt und ich bin ihr in so vielen anderen Dingen sehr ähnlich, deshalb war ich mir sicher, das macht mir auch Spaß. Hat es ja am Anfang auch, aber jetzt nicht mehr. Es ist mir zu theoretisch, zu technisch und unterfordert mich auch irgendwie. In diesem Job ein paar Stunden die Woche zu arbeiten ist leider unrealistisch, weil man da an einem Projekt arbeitet und die Pläne dazu zeichnet, die auch innerhalb einer bestimmten Frist fertig werden müssen.
Ich will etwas machen, was mich erfüllt. Und das ist Arbeit mit Menschen. Ich weiß jetzt, dass ich diese Herausforderung meistern werde, weil ich es wirklich will.
Ich möchte "Erziehung und Bildung im Kindesalter" studieren. Dazu werde ich ab September ein einjähriges Sozialpädagogisches Seminar in einer Kindertageseinrichtung machen. (Ich hoffe ja, mich um Kinder zu kümmern, verzögert meine Wunsch etwas, aber ich fürchte, ich werde dann nur noch mehr "Ein Eigenes" wollen

)
Ich ärgere mich nur, dass ich nicht gleich darauf gekommen bin, das zu studieren, denn jetzt habe ich Zeit verloren (okay, auch Geld gewonnen ... aber das ist mir eh nicht soo wichtig). Und es sagen mir schon so lange viele Menschen, dass ich gut mit Kindern kann, und ich merke wie unbeschwert und intuitiv ich im Umgang mit Kindern bin.
Als ich z. B. auf einem Feuerwehrfest im Sommer den kleinen Nachbarsjungen (1,5 Jahre) getröstet hab, weil er hingefallen war, und er danach gar nicht mehr runter wollte von meinem Schoß, haben viele Leute gefragt, wann es denn bei uns so weit wäre, so ein Kleines würde sooo gut zu uns passen

[/quote]
Menschenkind hat geschrieben:
Wie sieht der Arbeitstag deines Freundes aus? Hilfst du in der Landwirtschaft mit?
Mein Freund steht mit mir auf, das ist ca. 5.45, dann geht er in den Stall (Milchkühe), füttert seine Biogasanlage und macht dann die anfallenden Arbeiten (Misten, Säen, Düngen, Mähen, Reparaturen, Abrechnungen, Baustelle, usw.). Alle Mahlzeiten werden gemeinsam eingenommen. Abends, gegen 17 Uhr, geht's dann wieder ab in den Stall, Biogasanlage füttern, und im Sommer, wenn's noch länger hell ist, wird danach einfach mit den Arbeiten draußen weiter gemacht, oft bis 20 Uhr und später. Manchmal frage ich mich, wie da ein Baby mit rein passen soll
Wenn ich bei ihm bin (und das ist ziemlich häufig) geh' immer mit in den Stall und helfe im Haushalt, beim Brot- und Kuchenbacken (für den Hofladen), beim Mittagessen kochen, im Garten ... Es wird einfach erwartet, dass ich mithelfe, auch von seinen Eltern.
Klar könnte mich etwas zurückziehen, wenn ich für's Studium lernen oder Kinder versorgen muss, aber z. B. beim Silieren
muss einfach jeder mit anpacken, da braucht man wirklich jeden. Da würde ich mir ehrlich gesagt auch doof vorkommen, wenn ich nicht helfen würde.
(Mit dem Thema Studium werde ich bei seinen Eltern sowieso auf Unverständnis stoßen, die halten vom Studieren wenig bis nichts

Und wenn eine Frau ein Kind bekommt, hat sie ab da gefälligst daheim zu bleiben.)
Menschenkind hat geschrieben:
Luja hat geschrieben:Wohnt ihr schon zusammen?
Ja, seit letztem Oktober. Ergibt trotzdem nur ein halbes Jahr, weil ich von April bis nächste Woche für meine Doktorarbeit in der Schweiz forsche. ^^ Also noch nicht wahnsinnig lange zusammen, aber der einzige wirkliche Unterschied zu vorher ist das gemeinsame Eigentum. Vorher haben wir auch ständig beieinander übernachtet. Und das mit dem gemeinsamen Eigentum und den gemeinsamen Entscheidungen geht schon in Ordnung -- wir sind beide Sternzeichen Waage, da wird sich nicht viel gekloppt.
Siehst du, diesen wichtigen Schritt hast du mir voraus. Wie lange seid ihr eigentlich schon zusammen? Hattet ihr vorher schon jeder seine eigene Wohnung?
Das mit dem Zusamenziehen wird auch ein mehr oder weniger kleines Problem werden, weil er wegen den Tieren und der Biogasanlage auch Nachts auf dem Hof bleiben muss. Klar übernachtet er ab und zu bei mir (wesentlich seltener als ich bei ihm) aber v. a. die Biogasanlage fällt eigentlich in seinen Aufgabenbereich.
Also müsste ich entweder in das Haus mit einziehen, in dem schon seine Oma, seine Eltern, sein Onkel und seine beiden Brüder wohnen oder wir müssten (an)bauen. Ersteres wäre für mich denke ich nicht auf Dauer aushaltbar (die Privatsphäre kommt seehr zu kurz) und für Zweiteres fehlt uns zur Zeit das Gelt

Wir wollen das im Winter mal anpacken, aber ich bezweifle, dass daraus was wird. Ich will meine eigene Küche (wahrscheinlich kein Problem) und mein eigene Waschmaschine (da stoße ich auf
großen Widerstand - "Es ist doch schon eine Waschmaschine im Haus" - Ja, aber die trieft nur so vor Weichspüler

) und vor allem
Privatsphäre.
Uiiii, das ist ja jetzt echt lang geworden ... Ich will mich eigentlich nicht so in deinen Thread drängen

Ich verstehe deine Beweggründe, noch zu warten, echt gut, und angenommen, du würdest sie jetzt über den Haufen werden, wäre ich glatt ein bisschen eifersüchtig

Ich würde mich freuen, noch ein bisschen mehr von dir zu erfahren, so als "Leidensgenossin"
