Literatur für Jungs-Mamas

Moderatoren: Toony, Momolina

Alja
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1910
Registriert: 30.05.2008, 20:24
Wohnort: im Herzen der Pfalz

Re: Literatur für Jungs-Mamas

Beitrag von Alja »

Ich glaube, dass es wichtiger wäre den Fokus auf das Zulassen von Aggression, Wut und Wildheit zu setzen- egal ob es da um Jungs oder Mädchen geht. Ob es Jungen und Mädchentypisches Verhalten tatsächlich gibt, kann unmöglich festegetsellt werden, da sich imemr auch die Erwartungen der Umgebung widerspiegeln. Fakt ist aber, dass heute die den Mädchen zugeschriebenen Eigenschaften erwünscht sind, während die der Jungs oft wegerzogen werden sollen. Ich würde Killing Monsters empfehlen- egal ob für Mädchen oder Jungs http://www.amazon.com/Killing-Monsters- ... 0465036953
Benutzeravatar
mayra
Homo sapiens SuTtensis
Beiträge: 10209
Registriert: 16.01.2008, 11:02

Re: Literatur für Jungs-Mamas

Beitrag von mayra »

Gibt es das auf deutsch oder was ähnliches? Würde mich sehr interessieren, aber ich fürchte, mein Englisch ist nicht mehr das, das es war. Mein Großer ist ja in der Fantasie total blutrünstig und ich würde das gern verstehen lernen. Er will Mädchen fangen und deren Arme grillen zb. Oder Einbrecher zerschlagen und in die Mülltonne kloppen oder ähnliches...
mayra mit Schlawiner 07/08 und Lockenkopf 07/10
BildBild
Alja
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1910
Registriert: 30.05.2008, 20:24
Wohnort: im Herzen der Pfalz

Re: Literatur für Jungs-Mamas

Beitrag von Alja »

Nein leider nicht, ich fand es aber leicht zu lesen.
Hey das find ich aber kreativ :D
honigtopf2010
Profi-SuTler
Beiträge: 3921
Registriert: 22.11.2010, 21:29

Re: AW: Literatur für Jungs-Mamas

Beitrag von honigtopf2010 »

Aber wo ist das Problem, wenn jemand in einem Buch liest, dass Mädchen und Jungs verschieden sind? Es ist so. Sie haben nicht den gleichen Chromosomensatz, nicht denselben Hormonhaushalt. Das Geschlecht bestimmt sich aus dem Erbgut und nicht aus der Erziehung. Soll heißen, du kannst nicht einen Jungen zum Mädchen und umgekehrt erziehen und auch nicht unabhängig vom Geschlecht. Dies ist wissenschaftlich seriös belegt. Und bspw. auch die Grundlage dafür das Babys mit nicht eindeutig ausgeprägten Geschlechtsmerkmalen heute eben kein Geschlecht mehr per Entscheidung zugeordnet und Tatsachen geschaffen werden, deren Auswirkungen man nicht absehen kann. Jeder moderne und fortschrittliche Erziehungswissenschaftler wird dir bestätigen, dass man auf diese Unterschiede eingehen muss, um gesunde Kinder zu entwickeln. Es ist lediglich nicht zwingend notwendig rückständige, chauvinistische Stereotype zu prägen. Natürlich können Jungs mal nen Kleid tragen oder in der Öffentlichkeit weinen.
Man sollte wissen: die weitestgehend von Frauen übernommene Erziehung und Bildung führt dazu, dass Jungs zu den Bildungsverlierern gehören. Noch profitieren sie zwar am Schluss der Kette, können also auch mit schlechteren Abschlüssen bessere Jobs erhalten, dies allerdings ist nur noch eine Frage der Zeit wenn kein Paradigmenwechsel erfolgt.
Also her mit den Buchempfehlungen - weg mit den Stereotypen!
die Große 03/10 und der Lütte 03/13 - Breast in Peace!
Benutzeravatar
mayra
Homo sapiens SuTtensis
Beiträge: 10209
Registriert: 16.01.2008, 11:02

Re: Literatur für Jungs-Mamas

Beitrag von mayra »

Alja hat geschrieben:Nein leider nicht, ich fand es aber leicht zu lesen.
Hey das find ich aber kreativ :D
Ja, kreativ genug für Horrorgeschichten. :shock: Wusstest du, dass Mädchenknochen prima Schwenker abgeben? ;-) Hast du das Buch noch? Würdest du das zum reinlesen evtl. verleihen? Keine Angst, wenn du nicht gern verleihst, ist das für mich auch i.O.. :D
mayra mit Schlawiner 07/08 und Lockenkopf 07/10
BildBild
Benutzeravatar
Seerose
Miss SuTiversum
Beiträge: 15021
Registriert: 26.07.2006, 13:59
Wohnort: Bayern

Re: AW: Literatur für Jungs-Mamas

Beitrag von Seerose »

honigtopf2010 hat geschrieben:Aber wo ist das Problem, wenn jemand in einem Buch liest, dass Mädchen und Jungs verschieden sind?
Nein, es ging ja nicht um EIN Buch in dem schlichtweg die Wahrheit steht (ist ja unstrittig, daß Mädchen und Jungs zwangsweise verschieden sind :lol: ), sondern es ging darum ob reine Mädchenliteratur (so à la "wie erziehe ich ein Mädchen?") oder reine Jungenliteratur notwendig ist.

Mein Ansatz ist da der gleiche wie sonst auch. Ich finde schon befremdlich, daß überhaupt so viel "Erziehungsliteratur" auf dem Markt ist. Ich "erziehe" mein Kind nicht in Bezug auf irgendeine Literatur, ob nun Juul oder Klöters (von beiden halte ich sehr viel:))) oder irgendeine durchgeknallte Schwedin oder Amerikanerin, ich "erziehe" mein Kind rein nach meinem Bauchgefühl. Ich find's auch irgendwie befremdlich, daß es Stillliteratur gibt oder Bücher wie "Wir stillen noch"... Obwohl ich mir letztgenanntes ausgeliehen hab (aber erst nachdem ich mein Kind bereits 4 Jahre nach Gutdünken gestillt hatte :wink: ).

Aber ich kritisiere generell nicht, daß es solche Bücher gibt, denn es gibt wohl viele Menschen, denen sie irgendwie "helfen" und dies ist ja wiederum schön (sofern sie jetzt nicht unbedingt den direkten Griff ins Klo gemacht haben mit JKKSL).
__________________________________________________

Liebe Grüße,
Seerose
Alja
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1910
Registriert: 30.05.2008, 20:24
Wohnort: im Herzen der Pfalz

Re: Literatur für Jungs-Mamas

Beitrag von Alja »

Ja klar verleihe ich es dir- L. will jetzt ins Bett schicke diur nachher ne pn
Benutzeravatar
mayra
Homo sapiens SuTtensis
Beiträge: 10209
Registriert: 16.01.2008, 11:02

Re: Literatur für Jungs-Mamas

Beitrag von mayra »

Also ICH würde mir von so einer "Jungs-Literatur" erhoffen, dass sie mir hilft, nicht den Kontakt zu meinen Söhnen zu verlieren. Ich kann nunmal nicht das bieten, was ein männliches Vorbild bieten kann. Aber vielleicht kann ich ja was lernen, wie ich es für uns zusammen leichter machen kann, wenn sie größer werden... eben, dass man in Kontakt bleibt, auch wenn Fussball & Co. interessanter werden. Ich kann jetzt schon manchmal nicht mehr "hinterher" rein vom Kopf her, weil mich manches eben einfach nicht interessiert, was beim Großen DER Hit ist...

Ich merk ja auch schon bei meinem 4jährigen, dass er auf Männer "steht" ;-) Er ist nach 1x Handballtraining total hin und weg vom Trainer gewesen und ist es immer noch. Wie schon jemand schrieb, überall sind nur Frauen um sie rum... das kann nicht gut sein! Und ich will nicht zwei "Bildungsverlierer" oder wie das jemand hier schrieb, heranziehen. Ich will ihnen helfen, ihrem Wesen gemäß groß zu werden.

Das alles hindert mich aber nicht daran, meinem Sohn heute 5 Haarklämmerchen ins Haar zu stecken und ihn so mit "raus" zu nehmen ;-) Oder ihm Kochen/Waschen etc. beizubringen. Ich denke, BEIDES muss sein. Das Wilde, Männliche als auch das Weibliche, Versorgende etc....
mayra mit Schlawiner 07/08 und Lockenkopf 07/10
BildBild
Benutzeravatar
Angee82
gehört zum Inventar
Beiträge: 589
Registriert: 28.04.2011, 10:49

Re: Literatur für Jungs-Mamas

Beitrag von Angee82 »

Mayra, da unterschreib ich!
Genau was du zuletzt geschrieben hast meine ich!Das war mein Anlass für den Thread.
Ich möchte meinen Sohn und bald eben meine beiden Söhnen verstehen können...in dem wie sie sind und was sie brauchen. Ich selbst bin eben eine Frau und denke einfach und eben anders...da kann ich und können meine Kinder nichts dafür. Nur sehe ich mich als Mutter und eben Hauptbezugsperson im Alltag selbstverständlich und natürlich in der Verantwortung es so gut wie möglich machen zu wollen! Und wenn es eben ein Buch gäbe dass mir hilft dann wäre ich sehr dankbar!
Und dabei geht es mir auch überhaupt nicht um Wild oder Zahm oder ruhig oder leise...

Ich habe leider die Erfahrung umgekehrt gemacht...mir wurde in der letzten zeit mehrfach gesagt dass ich mit meinem Sohn ein halbes Mädchen hätte bzw. er sich wie ein Mädchen verhalten würde, weil er geweint hat als sich ein Mädchen an der Rutsche vorgedrängelt hat oder als ihm was weggenommen wurde. Das fand ich echt schlimm und es hat mich belastet und dann hab ich nen Artikel auch über Geschlechterrollen gelesen und wie wir schon so in Kategorien denken und dann konnt ich das Ganze besser annehmen. Es gibt eben auch Jungs die sensibler sind oder nicht hauen oder schucken. Wobei sich mein Sohn mittlerweile schon mehr wehrt, weil ich ihn bestärkt habe sich Dinge nicht wegnehmen zu lassen. Er sagt dann zwar nicht "Nein" sondern schreit, aber ich freue mich dass er für sich einsteht!

LG
Liebe Grüße von Angee mit Boy 1 *11/10, Boy 2 *11/12 und Boy 3 *11/15
Potsdame
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1805
Registriert: 14.07.2011, 18:07

Re: AW: Literatur für Jungs-Mamas

Beitrag von Potsdame »

honigtopf2010 hat geschrieben: Man sollte wissen: die weitestgehend von Frauen übernommene Erziehung und Bildung führt dazu, dass Jungs zu den Bildungsverlierern gehören. Noch profitieren sie zwar am Schluss der Kette, können also auch mit schlechteren Abschlüssen bessere Jobs erhalten, dies allerdings ist nur noch eine Frage der Zeit wenn kein Paradigmenwechsel erfolgt.
so ein käse. ich hab das schon für ausgemachten quatsch gehalten, als ich davon in seriösen zeitungen gelesen habe. 1. das würde ja gleichzeitig bedeuten, dass frauen niemals ein gleichwertigen ingenieursabschluss erhalten könnten, da die relevanten fächer fast nur von männern unterrichtet werden. 2. gibt es nachwievor zu wenig frauen in führungsstarken positionen. das wird sich auch so schnell nicht ändern. 3. muss man eher das interesse von mädchen an den sogenannten MINT-fächern stärken, damit mädchen ihre bildung sinnvoll einsetzen können. 4. muss man mädchen fördern, nicht in typsiche frauenberufe mit schlechter bezahlung zu gehen.
so lange dass nicht erfüllt ist, mache ich mir keine sorgen, dass ein junge, mit technischen verständnis und gutem familiärem hintergrund ein bildungsverlierer sein könnte.
Mops kam im Juli 2010 und wurde lange getragen und gestillt. Jetzt fährt er lieber Laufrad und will sich seine Milch unbedingt selbst eingießen :-)

Wieviel Erdbeereis muss der Mensch noch essen, dass er endlich einmal sagt, ich bin dafür?
(Am Ende denk ich immer nur an dich, Element of Crime)
Antworten

Zurück zu „Unsere Kinder“