meine Tochter ist momentan auf dem absoluten Bilderbücher-Trip. Sie hat 10-15 Stück, also 5 sind absolute Anfänger-Bilderbücher mit nur einem Bild pro Seite und inzwischen vollkommen uninteressant und die restlichen 10 werden ALLE JEDEN Tag mindestens einmal angeschaut, oft auch zweimal.
Und wenn ich also so mindestens 1h täglich mit meinem Kind dasitze und Bücher anschaue (danach ist der Papa dran mit anschauen und bei der Tagesmutter guckt sie zusätzlich auch noch gern und viel Bücher an), frage ich mich, warum das so irre spannend ist. Bücher sind ja ein relativ neues und künstliches Produkt in der Menschheitsgeschichte. Für die Entwicklung können sie daher nun m. E. nicht unverzichtbar sein, auch wenn sie zweifelsohne für bestimmte intellektuelle Entwicklungen von Vorteil sein können.
Als wir im Urlaub waren, hatten wir nur 2 Bücher mit und das war auch ok. Da war unser Kind den ganzen Tag draußen und hat nur in der Wohnung mal morgens oder abends ein Buch angeschleppt. Was mich immerzweifelnde Mutter natürlich zu der Frage treibt, ob mein armes Stadtkind zu wenig Bewegung, frische Luft und reale Abwechslung hat und diese über Bücheranschauen kompensiert.
Was meint Ihr - warum sind Kinder so wild auf Bücher?
