Der Unterschied war damals bei unserer Art von "MITEINANDER" aber, dass auch schlichtweg die Gemeinschaft und das Interesse und der Respekt gefehlt hat. Hätte sie mehr das Gespräch mit mir gesucht, sich mehr mit mir beschäftigt, Dinge unternommen, mehr versucht heraus zu finden wer ICH eigentlich bin wäre das Gefühl sicher ein anderes gewesen. Ich hatte mich immer gefühlt wie "Interessiert sie doch eh nich wer ich bin und was ich mache, also darf ich machen was ich will". In unserem Fall waren die fehlenden Grenzen sicherlich auch ein Zeitfaktor. Meine Mutter musste sich somit einfach weniger mit mir "beschäftigen".
Ich kam auch auf doofe Ideen damals...wollte Aufmerksamkeit, NEGATIVE in dem Fall. Ja, ich hab das regelrecht gesucht in der späten Kindheit/frühen Jugend, deshalb verstehe ich deine Worte sehr gut.
Ich sehe das mit meinem Sohn momentan aber dennoch TOTAL anders. Einfach weil das Interesse an ihm als Mensch da ist, es eine Gemeinschaft ist und kein "mach doch was du willst". Gut, hier ist es auch kein "laissez-faire" sondern eben größtenteils "unerzogen" aber dennoch. Für meinen Sohn muss ich keine "Respektsperson" sein indem ich ihm Dinge vorgebe. Er respektiert mich, weil ich fair bin, weil ich ehrlich bin und vor allen Dingen ihm und anderen Menschen mit Respekt begegne (egal wie alt sie sind). Ich merke durchaus, dass er sich nach mir orientiert, ganz klar
Aber "antiauthoritär" kann halt leider auch einfach aus mangelndem Interesse oder fehlender Bemühungen entstehen. Das sollte nicht Sinn der Sache sein
