Ich antworte mal, auch wenn ich nicht angesprochen waraniliy hat geschrieben:Ja.. das fürchte ich auch. Ich will nicht die Welt verbessern.SevenOf9 hat geschrieben:Je länger ich hier mitlese, um so mehr fühle ich mich aussätzig.
Meine Kindheit und Jugend habe ich ganz normal verlebt ohne einen Schaden davon zu tragen. Meine Linkshändigkeit war nie ein besonderes Thema, es wurde zwar Rücksicht in der Sitzordnung im Klassenzimmer genommen, aber abgesehen von einem Linkshänder Schreiber, Collegeblöcken mit Heftung oben und einem Beidhänderschäler gab es keine Linksorientierten Gegenstände.
Ich bin der festen Überzeugung, dass mir dadurch keine Nachteile entstanden sind. Ich kann Menschen ordentlich begrüßen und mit ihnen Speisen, stricken, Schleifen binden und verschiedene Instrumente spielen. mein Orchesterinstrument,eines bei dem jeder Rechtshänder sich diskriminiert vor kommen muss, war das Doppelhorn. Dieses hatte ich allerdings des Klanges wegen gewählt.
Die Akzeptanz setzt doch schon zuhause ein.Ich glaube wenn man aus der Händigkeit so einen Aufriss macht, kann man seinem Kind viel mehr Schaden zufügen, als wenn man ihm das Gefühl gibt es ist was es ist, ganz normal.
Mein Sohn ist offenbar doch rechtsorientiert, obwohl ich und mein Vater beide Linkshänder sind. Daher zweifele ich die Gentheorie an.
Kannst du mir einen Tipp geben? bzw helfen?
Meine Tochter wird nun im Sommer eingeschult, und ich möchte ihr eigentlich KEINE Schreibunterlage in die Schule und so mitgeben. Ich würde lieber erst mal schauen wie sie es alleine am bequemsten findet. Eben um sie nicht auszugrenzen. (Das dumme Linkshänderkind braucht ne Matte.. lalala)
Was denkst du darüber? Und kannst du mir ein Foto zeigen, aus deiner Sicht, wie das Blatt und die Stifthaltung sein muss?
Bisher hält sie sie ganz normal nur eben mit der andern Hand.
Mein Sohn hat zur Einschulung für seine Bastelsachen eine Linkshänderschere bekommen, sonst erst einmal nichts. Einen Füller brauchen die Kinder hier erst ab der 2. Klasse. Ich hab dann gesehen, wenn er HA gemacht hat, dass er das Heft beim Schreiben gerade hält und mit dem Handballen durch das Geschriebene wischt. War auch erst einmal nicht schlimm, weil anfangs ja nur mit dem Bleistift geschrieben wurde. Ich hab trotzdem so eine Schreibtischunterlage besorgt, allerdings nur für zu Hause. Leider war diese bislang sinnlos, weil er sie nicht benutzen mag. Er schreibt immer noch so wie am Anfang, auch jetzt mittlerweile mit dem Füller (er hat einen Füller, der universal für beide Hände benutzbar ist, hätte er sich aber ein anderes Modell ausgesucht, hätte ich auch einen Linkshänderfüller genommen) zieht er mit dem Handballen durchs Geschriebene, aber das ist scheinbar ok, zumindest verwischt nichts.
In die Schule würde ich so eine Unterlage jetzt nicht mitgeben, ich meine ja, dass die Schulen darauf heutzutage eingestellt sind und die Lehrer gerade in den ersten Klassen auf die Schreibhaltung und Hefthaltung usw. achten. Das würde ich komplett der Lehrerin überlassen. Beim ersten Elternabend bei meinem Sohn hatte die Klassenlehrerin kurz etwas über Linkshändigkeit gesagt (u.a. wegen Sitzordnung und so), und davon gesprochen, dass in der Klasse vier oder fünf (weiß ich nicht mehr genau) Linkshänder sind (von insgesamt 14 Kindern), so dass ich davon ausgehe, dass die Schule damit umgehen kann, und ich hab bislang auch nichts anderes gehört.

