Wechsel der Säuglingsmilchnahrung

Was kommt nach dem Vollstillen?

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jusl
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Re: Wechsel der Säuglingsmilchnahrung

Beitrag von jusl »

Kannst Du genauer erklären, WESWEGEN Du dann ein schlechtes Gewissen hättest?
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Mondkristall
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Re: Wechsel der Säuglingsmilchnahrung

Beitrag von Mondkristall »

jusl, da sagtest, dass sie die milch nachts schleichend in wasser wandeln kann. bis wieviel monaten braucht ein baby denn nachts milch? meine, mal irgendwo was gelesen zu haben, dass es bis zu einer bestimmten zeit nachts nahrung fürs wachstum braucht...
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Fliegenpilz
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Wechsel der Säuglingsmilchnahrung

Beitrag von Fliegenpilz »

Wegen dem drohenden Übergewicht bei Flaschenkindern. Durch meine eigene Vorbelastung bin ich da ziemlich ängstlich.
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jusl
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Re: Wechsel der Säuglingsmilchnahrung

Beitrag von jusl »

bis wieviel monaten braucht ein baby denn nachts milch? meine, mal irgendwo was gelesen zu haben, dass es bis zu einer bestimmten zeit nachts nahrung fürs wachstum braucht...
Das hängt von verschiedenen Faktoren ab und kann nicht pauschal beantwortet werden. Ein Baby, das tagsüber 600 ml Milch trinkt plus Beikost isst, braucht nachts hinsichtlich der Kalorien sicherlich GAR KEINE Milch mehr (ob das Ein- oder Weiterschlafen damit besser klappt o.ä., steht natürlich auf einem anderen Blatt, klaro - mir geht's hier jetzt nur um Energie, also um "Milch brauchen hinsichtlich Überleben und Gesundheit" sozusagen).

Ein Baby mit kleinem Magen schafft es nicht gut, tagsüber genug Milch aufzunehmen, so dass diese auf 24 Stunden verteilt reicht. Das ist oft bei jungen Säuglingen der Fall, die schlecht zunehmen. Das nächtliche Nicht-Trinken bzw. Durchschlafen hat dann definitiv Anteil an der Gedeihstörung und sollte mit nächtliche Mahlzeiten behandelt werden.
Und wie gesagt: der Wohlfühlfaktor ist hier noch gar nicht eingerechnet.
Manchen Babys geht es auch mehr ums Saugen / Durstlöschen, weniger um Kalorien. Bei flaschegefütterten Babys ist es dann jedenfalls definitiv günstig, insb. auch wegen der Zahngesundheit, möglichst bald die nächtlichen Milchflaschen auszuschleichen - das schrittweise Verdünnen mit Wasser ist da eine empfehlenswerte, risikofreie Methode. Nächtliche Wasserflaschen (zügig getrunken anstatt lange genuckelt) sind auf jeden Fall besser für die Zähne als Milch.

LG
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jusl
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Re: Wechsel der Säuglingsmilchnahrung

Beitrag von jusl »

Fliegenpilz hat geschrieben:Wegen dem drohenden Übergewicht bei Flaschenkindern. Durch meine eigene Vorbelastung bin ich da ziemlich ängstlich.
Verstehe. Was hältst Du dann davon, einfach nur die Wassermenge zu erhöhen, anstatt auch mehr Pulver mit in die Flaschen zu tun? "Milch mit weniger Pulver angerührt" ist ja im Magen nun definitiv das selbe wie "eine herkömmliche Milchflasche plus ein Glas Wasser". ;-)
Auf diese Weise könnte Dein Baby nachwievor viel Flasche trinken, aber es nähme nicht mehr Kalorien auf als wie gewohnt, eben weil gar kein zusätzliches Pulver drin ist.
Du könntest also die Pulvermenge in den nächsten Monaten einfach konstant halten (eben die Pulvermenge, die Du z.B. für die derzeit 900 ml Säuglingsmilch nimmst), aber die Wassermenge anpassen, dazu passend, wie viele Flaschen Dein Baby mag. Und individuell variierenden Hunger kann Dein Baby jeden Tag ganz einfach über seine Beikostmengen steuern, eben ganz normal.
Beikost sind ja auch bei Flaschenbabys üblicherweise erstmal kleine Mengen, die dem Kennenlernen dienen, nicht dem Sattwerden. In diesem Sinne ergänzt die feste Nahrung auch bei Flaschenkindern erstmal nur die Milch. Und wenn die Essensmengen größer werden, kannst Du einfach weniger Milch anbieten, oder entsprechend weniger Pulver in die Flasche geben.
Was meinst Du dazu?

LG
Julia
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Re: Wechsel der Säuglingsmilchnahrung

Beitrag von Sternenfaengerin »

ich weiss nicht, ob meine idee "gut" ist, wäre schön, wenn du was dazu schreibst julia.
wir haben, als er anfing "richtig" zu essen, also wirklich große mengen - so mit 15 monaten - angefangen auf reismilch umzustellen für die nacht... und die dann nach und nach weiterverdünnt... allerdings erst komplett auf wasser umgestellt nach dem 3. geburtstag. und durch die ganzen reismilch-diskussionen (aspartam?) haben wir auch dann auf hafermilch umgestellt...
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Re: Wechsel der Säuglingsmilchnahrung

Beitrag von Sternenfaengerin »

edit: weils für uns dann der gedanke war eben nachts nichts "sättigendes" mehr zuzuführen, eben weil die normale ernährung dann irgendwann da war.
Fliegenpilz
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Wechsel der Säuglingsmilchnahrung

Beitrag von Fliegenpilz »

Das ist eine Idee! Aber dann ist halt auch die Frage ob sie dann genug Nährstoffe bekommt - nicht nur Kalorien. Ach ich finde das alles so unnatürlich, dass es mir jetzt schon auf den Keks geht..
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jusl
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Re: Wechsel der Säuglingsmilchnahrung

Beitrag von jusl »

Hm, also ich persönlich hätte nachts ohne Not sicherlich keine kohlenhydrathaltigen Flüssigkeiten angeboten. Entweder ein Baby braucht nachts noch Nahrung - dann sollte das PRE sein, wenn nicht mehr gestillt wird. Oder es braucht keine mehr - dann würde ich definitiv ausschließlich Wasser zum Durstlöschen/Wiedereinschlafen anbieten.
Die Umstellung von PRE auf Getreidemus-Wassermischungen ergibt meines Wissens nach weder bzgl. der Ernährung noch bzgl. der Zahngesundheit Sinn. (Und Reismilch hat immernoch 70 % des Kaloriengehalt von Säuglingsmilch, also zur "Sättigung" trägt diese ebenso bei.)

LG
Julia
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Re: Wechsel der Säuglingsmilchnahrung

Beitrag von Sternenfaengerin »

:shock: :shock: echt? soviel...???? ich müsste mal gegenkucken, aber mir kam das so wenig vor, im gegensatz zu unserer damaligen ziegenmilch-pre :shock:
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