Ich versuche nicht allzu weit auszuholen...
N. ist seit 09.Juni im Kindergarten, wurde langsam eingewöhnt. Fand es auch eigentlich immer schön da, hatte nur immer morgens mehr oder weniger Probleme sich zu lösen. War aber insofern "ok", dass ich jeden Morgen kurz mit in die Gruppe bin, bis er blieb. Nach den Ferien brauchte er immer eine kleine neue "Eingewöhnung" und brauchte so 2-3 Wochen bis er wieder "drin" war. OFT - sehr oft vielen Sätze wie "Ich will nicht in den Kindergarten" oder "Ich muss nicht" oder "Ich will lieber Zuhause bleiben" usw. Aber er blieb dann dennoch. Wir haben es jeden Morgen wieder probiert und vielleicht insg. 5-10x kam es nur vor, dass er ganz allein morgens rein ist. Etwa 5x habe ich ihn in der gesamten Zeit wieder mit nach Hause genommen.
Nach den Weihnachtsferien ging es los. Plötzlich durfte ich nicht mit rein, wurde rausgeschickt. Es fielen Sätze wie "N. das ist doch ein Kindergarten, kein Mamagarten" und wir wurden zum Kuscheln auf den Flur geschickt (was N. erschwerte in die Gruppe zu finden). Einmal hat die Erzieherin mir das Kind vom Arm genommen, auf ihren Arm und ist weggelaufen, er am weinen und hat die Hand nach mir ausgestreckt...und ich bin gegangen. Mein Kind war Zuhause mehrere Tage sehr anhänglich und durcheinander. Hat auch deutlich GESAGT, dass ihm das weh getan hat.
Kurz darauf gab's ein Elterngespräch. Vieles lief falsch, das Elterngespräch lief gut und wir einigten uns darauf, dass wir im Flur kuscheln, ich in die Gruppe darf und man versucht ihn zu "übernehmen" (also persönlich statt einfach frei in die Gruppe). Aber von da ab ging es bergab.
Es wurde immer schwerer ihn zum da lassen zu bewegen, er macht immer mehr dicht. Sobald man hier Zuhause nur "Kindergarten" in den Mund nimmt ruft er sofort durch die Ganze Wohnung "NEIN ICH WILL NICHT!" und jeden Morgen gibt es Tränen. Sei es hier Zuhause oder auf dem Weg oder direkt im Kindergarten. Oder wie heute: überall
Mittlerweile ist mein Sohn auch im privaten Alltag total anders geworden. Sehr anhänglich, fremdelt EXTREM, macht überall dicht, spricht nicht mal mehr mit Menschen die er total lieb hat (wie Patenonkel/Oma usw).
Heute morgen dann bringe ich ihn wieder hin...er wie gesagt nur am Weinen und will nicht. Ich...*durchschnauf* ... ich ärgere mich SO über mich selbst das könnt ihr euch nicht vorstellen. Mir ist heute morgen das Herz gebrochen ehrlich. Ich war mit in der Gruppe, wir haben es 15-20min versucht. Nichts ging. Er sprach mit keinem (auch nicht den Kindern), er spielte nicht, drehte seinen Kopf immer in meinen Arm usw. Die Erzieherin schlug dann mehrmals vor, ich soll ihn ihr einfach auf den Schoß setzen und gehen, das findet er im ersten Moment doof, aber er lernt ja, dass Mama immer wieder kommt und lässt sich von den Erzieherinnen dann trösten, was gut für die Bindung sei usw.
Und ich hab das auch noch getan!
Mein Sohn hat SO fürchterlich geschrien und geweint und nach mir die Hände ausgestreckt. Ich bin raus und hatte kurz mit den Tränen zu kämpfen, er hat so geweint als würde ihm jede Faser seines Körpers weh tun.
Die Erzieherinnen und auch die Heilpädagogin sagen, dass er sich in der Gruppe voll toll verhält, integriert ist, ein Teil der Gruppe und wirklich toll spielt usw. Sofern er eben morgens den Absprung schafft. ICH sehe das etwas anders. Nämlich, dass mein Kind da mitzieht weil er weiß er hat dann keine Wahl
Wir haben am Montag nochmal ein Gespräch mit der Heilpädagogin der Frühförderstelle. Ich möchte ihm doch einfach nur helfen...dass er besser klar kommt und überhaupt. Nicht nur im Kindergarten sondern auch im Alltag. Und am Mittwoch haben wir ein Elterngespräch.
Mein Mann und ich sind uns (GsD) einig, dass wir nur noch einen Versuch starten werden (wir stellen uns eine neue Eingewöhnung - also von Grund auf- vor zB) und wenn es nicht klappt nehmen wir ihn raus. Am liebsten würde ich ihn sofort raus nehmen...Wir schauen bereits nach Alternativen, damit wir einfach informiert sind was wir für Möglichkeiten haben.
So - das musste raus, denn ich fühl mich gerade wirklich miserabel.
Wie ist das in euren Einrichtungen? Werden die Kinder heulend abgegeben bis sie gelernt haben es hinzunehmen? Dürft ihr mit rein? Wie wird der Übergang für Kinder mit solchen Schwierigkeiten gelöst?
Mag mich vielleicht einfach mal jmd knuddeln?
