Wie stehen eure Partner zum Stillen?
Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind
- awa
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2990
- Registriert: 26.05.2011, 13:42
Re: Wie stehen eure Partner zum Stillen?
Ich hoffe Frau und Mann können das Thema in aller Ruhe besprechen, einfach, damit er einen Einblick hat warum sie so (in meinen Augen) extrem darauf reagiert (ich bin von dem Zitat wirklich geschockt, wenn es wortwörtlich so gesagt wurde) und wenigstens seinen Standpunkt erläutern kann. Ein einfaches sich-austauschen hat noch niemandem geschadet. Zwingen kann er sie insofern nicht, als dass er dem Säugling ja nicht einfach ihre Brust in den Hals stecken kann. Aber miteinander reden, sich einen Überblick verschaffen, sich austauschen - das sollte m.E. in einer Partnerschaft unbedingt dazu gehören.
AFS-Stillberaterin
Ich hab keine Erfahrung im Muttersein. Keine Anleitung, keine Einarbeitungszeit, kein Failsafe. Ich weiß also *die ganze Zeit über nicht* ob ich es "richtig" mache.
Und: ich habe nur den einen Versuch.
Ich hab keine Erfahrung im Muttersein. Keine Anleitung, keine Einarbeitungszeit, kein Failsafe. Ich weiß also *die ganze Zeit über nicht* ob ich es "richtig" mache.
Und: ich habe nur den einen Versuch.
-
mattis11
- ist mit Leidenschaft dabei
- Beiträge: 606
- Registriert: 27.03.2011, 19:09
Re: Wie stehen eure Partner zum Stillen?
Mein Mann ist mit dem Stillen total zufrieden, da er nachts nie aufstehen muss. Da Zwergi bei uns im Bett schläft und ich ihn stille, wenn er anfängt zu zappeln, wird mein MAnn ja noch nicht mal wach...
Er findet Fläschchen und Schnuller auch befremdlich und will auch nicht, dass unsere Kinder sowas bekommen...
Er findet Fläschchen und Schnuller auch befremdlich und will auch nicht, dass unsere Kinder sowas bekommen...
Widdermama mit Zwergin (2007), Zwerg (2011) und Minizwergin (2016)
- greenie bird
- ist nicht mehr wegzudenken
- Beiträge: 1797
- Registriert: 18.04.2011, 17:08
- Wohnort: 夏洛滕堡
- Kontaktdaten:
Re: Wie stehen eure Partner zum Stillen?
na andersherum gefragt: was würdet ihr denn machen, wenn euer Partner aus irgendwelchen Gründen gleich nach der Geburt verlagen würde, dass ihr abstillt? Klar hat er Mitspracherecht und ich würde das sicher diskutieren, aber schlau machen ist wohl ganz wichtig.
Sprache ist ein mangelhaftes Instrument zum Ausdrücken von Gefühlen bzw. scheine ich schlecht darin zu sein, bitte fragt bei zweifelhaften Äußerungen von mir nach...
Gazelle (08/07)+Katerchen (07/10)
Gazelle (08/07)+Katerchen (07/10)
- minnibertl
- hat viel zu erzählen
- Beiträge: 198
- Registriert: 29.05.2011, 08:50
- Wohnort: Graz
Re: Wie stehen eure Partner zum Stillen?
Ehrliche Antwort: Ich würd ihn fragen, ob er irgendwo mit dem Kopf gegen gerannt ist.greenie bird hat geschrieben:na andersherum gefragt: was würdet ihr denn machen, wenn euer Partner aus irgendwelchen Gründen gleich nach der Geburt verlagen würde, dass ihr abstillt? Klar hat er Mitspracherecht und ich würde das sicher diskutieren, aber schlau machen ist wohl ganz wichtig.
Alles Liebe, Minnibertl
mit Milchjunkie Hanna 05/2011
mit Milchjunkie Hanna 05/2011
- awa
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2990
- Registriert: 26.05.2011, 13:42
Re: Wie stehen eure Partner zum Stillen?
Ich würd mir die Gründe schon anhören, aber zwingen könnte er mich ja auch nicht 
(obwohl Tabletten irgendwo reinmischen einfach ist)
(obwohl Tabletten irgendwo reinmischen einfach ist)
AFS-Stillberaterin
Ich hab keine Erfahrung im Muttersein. Keine Anleitung, keine Einarbeitungszeit, kein Failsafe. Ich weiß also *die ganze Zeit über nicht* ob ich es "richtig" mache.
Und: ich habe nur den einen Versuch.
Ich hab keine Erfahrung im Muttersein. Keine Anleitung, keine Einarbeitungszeit, kein Failsafe. Ich weiß also *die ganze Zeit über nicht* ob ich es "richtig" mache.
Und: ich habe nur den einen Versuch.
- Teazer
- Mod a.D.
- Beiträge: 18114
- Registriert: 14.09.2009, 10:15
Re: Wie stehen eure Partner zum Stillen?
Ich finde zwar schon, dass es in letzter Konsequenz die Entscheidung der Frau ist, aber im Idealfall sollten sich die Eltern schon einig sein, denn es birgt ja doch Konfliktpotential. Wenn der Mann contra stillen ist, wird er beim ersten Problem zum Abstillen drängen. Ist er pro und die Partnerin will nicht, dann wird er der Frau bei Erkrankungen o.a. vielleicht Vorwürfe machen, weil das mit Stillen evtl. nicht passiert wäre.
Ich finde es halt immer wieder interessant, dass es da wohl nur schwarz/weiß gibt. Ich kenne keine einzige bewusste "Flaschenmami", die ihrem Kind das Kolostrum gegeben hat. Das finde ich - bitte nicht angegriffen fühlen - sehr egoistisch.
Natürlich ist es völlig sinnfrei eine Frau zum Stillen zu zwingen, aber ich würde mir wünschen, dass mehr reflektiert würde.
Ich finde es halt immer wieder interessant, dass es da wohl nur schwarz/weiß gibt. Ich kenne keine einzige bewusste "Flaschenmami", die ihrem Kind das Kolostrum gegeben hat. Das finde ich - bitte nicht angegriffen fühlen - sehr egoistisch.
Natürlich ist es völlig sinnfrei eine Frau zum Stillen zu zwingen, aber ich würde mir wünschen, dass mehr reflektiert würde.
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)
"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
AP estab. 2009, 2011 & 2014
"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
AP estab. 2009, 2011 & 2014
- mothership
- schreibt ganz schön oft
- Beiträge: 132
- Registriert: 21.04.2011, 13:14
- Wohnort: Unterfranken
Re: Wie stehen eure Partner zum Stillen?
Da bin ich ganz deiner Meinung!Teazer hat geschrieben: Ich finde es halt immer wieder interessant, dass es da wohl nur schwarz/weiß gibt. Ich kenne keine einzige bewusste "Flaschenmami", die ihrem Kind das Kolostrum gegeben hat. Das finde ich - bitte nicht angegriffen fühlen - sehr egoistisch.
Natürlich ist es völlig sinnfrei eine Frau zum Stillen zu zwingen, aber ich würde mir wünschen, dass mehr reflektiert würde.
Als ich noch im KH lag und ich den sehr heftigen Milcheinschuss hatte und es mir wehtat, war da meine Zimmergenossin wohl eingeschüchtert und hat ihr Baby nicht mal versuchhalber Angelegt! Ich fragte dann so vorsichtig wie möglich warum sie nicht stillen möchte und sie sagte "Meine Mutter hat damals auch gestillt und trotzdem Brustkrebs bekommen, da will ichs gar nicht versuchen wenns eh nix bringt."
Das hat sich so eingebrannt bei mir, ich bin immer noch geschockt. Ich wollte ihr dann aber auch nichts erzählen, sie hätte es eh nicht hören wollen.
Mein Freund war immer für das Stillen und er hat mir auch desöfteren über die Schulter geschaut, wenn ich im Stillbuch geblättert hab. Auch als ich so Probleme hatte mit wunden BW und so weiter hat er mich immer ermuntert weiter zu machen und mich sehr unterstützt. Er sagte er wäre sogar auch traurig gewesen wenn ich abgestillt hätte aber es wäre wenns echt nicht mehr gegangen wäre ok gewesen.
-
Fleur
- ist mit Leidenschaft dabei
- Beiträge: 812
- Registriert: 09.07.2011, 21:52
- Wohnort: Im Westen
Re: Wie stehen eure Partner zum Stillen?
Mein Mann hat mir ein paar Wochen vor dem ET ein Stillbuch geschenkt, für uns war eigentlich von Anfang an klar, dass ich stillen werde. Er selbst hat auch viel in dem Buch gelesen. Nur als es dann zu unseren Stillproblemen mit zu geringer Gewichtszunahme etc. kam, hat er, wohl aus Angst um unser Baby (und auch um mich) schon mal gesagt, dass meine Milch vielleicht doch "zu dünn" wäre (so nach dem Motto: du kannst doch nichts dafür, vielleicht müssen wir das einfach hinnehmen).
Als das Zufüttern dann leider unabwendbar wurde, hatten wir einen richtigen Kampf mit dem Stillen und Zufüttern, anfangs haben wir das noch mit der Flasche gemacht, und die hat er dann gegeben. Ich konnte mich erst nicht überwinden, das zu tun und bin dann meist aus dem Zimmer gegangen. Er hatte kein Problem mit der Flasche und hätte glaube ich auch nichts dagegen gehabt, wenn ich in dieser Situation abstille. Es kamen dann auch schon mal solche Kommentare wie: "Ach, das ist aber auch schön, wenn sie einen nach der Flasche so satt und dankbar anschaut, ich kann ja sonst immer nur Windeln wechseln oder sie herumtragen". Das tat mir dann schon weh. Andererseits hat er aber alles getan, damit ich stillen konnte (Hühnersuppe und andere leckere Sachen gekocht, sich um Haushalt und Besuch gekümmert, Baby stundenlang herumgetragen, damit ich zwischendurch schlafen konnte usw.). Weil wir die Zufüttermenge und -häufigkeit mit meiner Hebi besprochen hatten, hat mein Mann dann eine Art Zeitplan aufgestellt, wann unsere Tochter die Zusatznahrung bekommen sollte. Das ging dann soweit, dass er mich mitten im Stillen mit der Flasche in der Hand "überfiel" und meinte, ich müsse aufhören, es sei jetzt Zeit für die Flasche
Als er nach ein paar Wochen wieder arbeiten war, hat er dann häufig angerufen und nebenher gefragt, ob und wann sie denn eine Flasche bekommen hat. Ich weiß, dass er einfach Angst hatte, und er konnte von der Arbeit aus ja nicht kontrollieren, ob ich mich an den Plan halte... Da hat es dann mehrfach richtig gekracht, ich hab ihm wieder und wieder erklärt, worauf es beim ZUfüttern ankommt, nicht meine Milch zu ersetzen, sondern nur das,was zu wenig ist, ergänzen. Zum Glück konnten meine Hebi und auch meine Schwiegermutter (!) ihn dann überzeugen, dass ich schon das Richtige machen werde und dass "Breast first" auf jeden Fall richtig ist. Auch ich wollte natürlich, dass es unserer Tochter gut geht, und leider sind wir halt zur Zeit auf zusätzliche Kunstmilch angewiesen, aber nur, weil ich gerne stille und will, dass mein Baby so viel Muttermilch wie möglich bekommt, würde ich ihr doch keine Nahrung vorenthalten. Auch hier erweist sich das BES wieder von unschätzbarem Wert für mich, seitdem ich damit stille, gibt es auch keine Diskussionen mehr, was wann wie zugefüttert werden muss.
Alles in allem findet er das Stillen klasse - wenn es denn funktioniert...
Liebe Grüße,
Fleur
Als das Zufüttern dann leider unabwendbar wurde, hatten wir einen richtigen Kampf mit dem Stillen und Zufüttern, anfangs haben wir das noch mit der Flasche gemacht, und die hat er dann gegeben. Ich konnte mich erst nicht überwinden, das zu tun und bin dann meist aus dem Zimmer gegangen. Er hatte kein Problem mit der Flasche und hätte glaube ich auch nichts dagegen gehabt, wenn ich in dieser Situation abstille. Es kamen dann auch schon mal solche Kommentare wie: "Ach, das ist aber auch schön, wenn sie einen nach der Flasche so satt und dankbar anschaut, ich kann ja sonst immer nur Windeln wechseln oder sie herumtragen". Das tat mir dann schon weh. Andererseits hat er aber alles getan, damit ich stillen konnte (Hühnersuppe und andere leckere Sachen gekocht, sich um Haushalt und Besuch gekümmert, Baby stundenlang herumgetragen, damit ich zwischendurch schlafen konnte usw.). Weil wir die Zufüttermenge und -häufigkeit mit meiner Hebi besprochen hatten, hat mein Mann dann eine Art Zeitplan aufgestellt, wann unsere Tochter die Zusatznahrung bekommen sollte. Das ging dann soweit, dass er mich mitten im Stillen mit der Flasche in der Hand "überfiel" und meinte, ich müsse aufhören, es sei jetzt Zeit für die Flasche
Als er nach ein paar Wochen wieder arbeiten war, hat er dann häufig angerufen und nebenher gefragt, ob und wann sie denn eine Flasche bekommen hat. Ich weiß, dass er einfach Angst hatte, und er konnte von der Arbeit aus ja nicht kontrollieren, ob ich mich an den Plan halte... Da hat es dann mehrfach richtig gekracht, ich hab ihm wieder und wieder erklärt, worauf es beim ZUfüttern ankommt, nicht meine Milch zu ersetzen, sondern nur das,was zu wenig ist, ergänzen. Zum Glück konnten meine Hebi und auch meine Schwiegermutter (!) ihn dann überzeugen, dass ich schon das Richtige machen werde und dass "Breast first" auf jeden Fall richtig ist. Auch ich wollte natürlich, dass es unserer Tochter gut geht, und leider sind wir halt zur Zeit auf zusätzliche Kunstmilch angewiesen, aber nur, weil ich gerne stille und will, dass mein Baby so viel Muttermilch wie möglich bekommt, würde ich ihr doch keine Nahrung vorenthalten. Auch hier erweist sich das BES wieder von unschätzbarem Wert für mich, seitdem ich damit stille, gibt es auch keine Diskussionen mehr, was wann wie zugefüttert werden muss.
Alles in allem findet er das Stillen klasse - wenn es denn funktioniert...
Liebe Grüße,
Fleur
- avoila
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2515
- Registriert: 04.07.2010, 17:35
Re: Wie stehen eure Partner zum Stillen?
Mein Mann stand von Anfang hinter dem Stillen. Im Gegenteil, hätte ich nicht stillen wollen, er hätte sich wohl selbst noch schlauer gemacht und mir die Vorteile des Stillens aufgezählt, um mich zu überzeugen.
Dennoch hätte er nach den Anfangsschwierigkeiten auch kein riesiges Problem gehabt die Flasche zu geben und doch war er in der Zeit meine große Stütze und hat mich unterstützt, wo es nur ging. War ermutigend, hat die Verzweiflung ausgehalten, mich gehalten, den Haushalt geschmissen und Essen in mundgerechte Stücke geschnitten, damit ich neben dem Dauerstillen essen konnte...
Mich trifft eher die Aussage der Frau, nicht weil sie nicht stillen will, sondern ihre Beweggründe dafür. Ich finde es sehr traurig, dass sie so eine ablehnende Haltung zu der Nähe ihre Kindes hat.
Mich trifft eher die Aussage der Frau, nicht weil sie nicht stillen will, sondern ihre Beweggründe dafür. Ich finde es sehr traurig, dass sie so eine ablehnende Haltung zu der Nähe ihre Kindes hat.
LG avoila mit der Elfe (10/10), dem Weihnachtsgeschenk (12/12), dem Wildfang (08/17) und der Lady on a Mission (05/21)
-
Ellismiller
- möchten wir nicht mehr missen
- Beiträge: 394
- Registriert: 01.07.2011, 00:52
- Wohnort: Neumarkt
Re: Wie stehen eure Partner zum Stillen?
Klar haben beide Elternteile ein Wort mit zu reden, wenn es um Erziehung und Ernährung des Kindes geht. Doch als Mann hat man da wohl weniger Hand.
Ich bin froh, dass wir uns einig sind zu stillen und mein Mann unterstützt mich voll. Doch auch wenn ich mich gegen das Stillen entschieden hätte, wäre er hinter mir gestanden. Er freut sic sogar, wenn unser Kleiner einmal Beikost bekommt, da er ja dann auch füttern darf
.
Die Meinung der Frau enttäuscht mich sehr. Gerade weil dieses Wesen 9 Monate in meinem Bauch war, will ich weiter diese Nähe und mein Kind auch.
Ich bin froh, dass wir uns einig sind zu stillen und mein Mann unterstützt mich voll. Doch auch wenn ich mich gegen das Stillen entschieden hätte, wäre er hinter mir gestanden. Er freut sic sogar, wenn unser Kleiner einmal Beikost bekommt, da er ja dann auch füttern darf
Die Meinung der Frau enttäuscht mich sehr. Gerade weil dieses Wesen 9 Monate in meinem Bauch war, will ich weiter diese Nähe und mein Kind auch.
L 04/2011
C 03/2014
S 04/2019
C 03/2014
S 04/2019

