Glaubwürdigkeit von Kinderärzten

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Lösche Benutzer 2152

Re: Glaubwürdigkeit von Kinderärzten

Beitrag von Lösche Benutzer 2152 »

Millefiori hat geschrieben:tut mir leid, aber was gesunde ernährung angeht sollte ein kia doch schon etwas kompetenter sein :roll:

dass ein arzt nutella oder kaba empfiehlt ist ein unding - da gehts noch nicht mal so ums stillen...
Richtig: Sollte!

Wenn ich dann aber daran denke, dass bei jedem Arztbesuch die Kinder entweder mit Naschereien (Gummibärchen bis kleine Salzbrezeln) oder mit kleinem Plastikspielzeug "bestochen" werden, wundert mich eben überhaupt nichts mehr...
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miachan
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Re: Glaubwürdigkeit von Kinderärzten

Beitrag von miachan »

Pauline2010 hat geschrieben:Sie stillen noch? Das bringt ihrem kind nichts
Das hab ich von meinem Kinderarzt auch schon zu hören bekommen. :roll: Da war Raphael 1 Jahr alt. Ich denk mir halt meinen Teil und mach es so, wie ich es für richtig halte.
Viele Grüße
miachan mit
dem Herbstsohn 11/09, der Frühlingstochter 03/12 und
dem Sommerbaby 08/14
MadameMim
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Re: Glaubwürdigkeit von Kinderärzten

Beitrag von MadameMim »

Klar spinnt er, wenn er das ernst gemeint hat. Das ist fahrlässig! Als ob es nicht ohnehin ein Problem gäbe mit zu vielen zu dicken Kindern. Toast mit Butter und Nutella... also Weizen, Weißmehl, ungesunde Fette und massig Zucker auf einem Haufen für ein so kleines Kind, damit es möglichst früh an eine möglichst ungesunde Ernährung gewöhnt wird? Holla.

Leider scheint es nicht gerade unüblich zu sein bei Ärzten. Unserer ist auch... naja... nicht der kompetenteste und kann ganz sicher mit Langzeitstillen nicht viel anfangen. Allgemein sind wir mit unserer Einstellung in vielerlei Hinsicht bei ihm an der falschen Adresse, U-Termine sind meist ein ziemlicher Spießrutenlauf bzw. ein Umschiffen gewisser Themen. ;)

Unser Arzt meinte, dass wir unserem Sohn (damals 6 Monate alt) gar nichts extra kochen bräuchten, der könnte bei uns mitessen. Angenommen, wir wären nicht gebildet und Fleischesser: Es gibt bestimmt Leute, die ihren Kindern dann Salamibrot oder sowas zu essen geben, wie kann man so eine Empfehlung aussprechen?! Und wieso ich denn noch so viel stillen würde, man könnte Kindern durchaus quasi einen festen Essensrhythmus "aufzwingen", mit vielen festen Mahlzeiten und Fläschchen (ist ja auch viel besser als Muttermilch, haha). Und wieso wir das Kind nicht endlich aus dem Elternschlafzimmer ausquartieren, dann würde er auch endlich durchschlafen, das wäre in seinem Alter nämlich durchaus normal und es würde ihm auch guttun, nicht mehr so eng mit den Eltern zusammen zu sein. Ähh... ja. Danach haben wir beschlossen, solche Themen nie wieder in seiner Gegenwart anzusprechen. ;)

Von befreundeten Ärzten weiß ich, dass das Medizinstudium wirklich nur rudimentär in Sachen Ernährung ausbildet. Da wissen oftmals Ottonormalverbraucher, die sich mit dem Thema etwas eingehender beschäftigen, mehr als Ärzte! Darum sollte man NIE auf die Kompetenz eines Arztes in Ernährungsfragen vertrauen, wenn sie sich auch noch so allwissend ausgeben. Wenn es danach ginge, müsste ich laut unseres Hausarztes total mangelernährt, abgemagert und anämisch sein. Der wundert sich immer wieder, wieso es mir so gut geht, obwohl ich mich rein pflanzlich ernähre. :D
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Nachtfrau
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Re: Glaubwürdigkeit von Kinderärzten

Beitrag von Nachtfrau »

mich wundert immer wieder, wieviel toleranz inkompetenten kinderärzten entgegengebracht wird. selbst wenn sie wirklich gefährlichen schwachsinn verbreiten, wird mit den schultern gezuckt und entschuldigt. sind auch nur menschen, ist halt so, seufz, was soll man machen.
ich finde es eine sauerei, wie inkompetent viele, wenn nicht die meisten kiä sind. was ich schon erlebt und gehört hab, geht auf keine kuhhaut. es ist ja nicht nur so, dass sie keine ahnung von ernährung, stillen und vielem anderen haben, sie verbreiten den größten mist mit inbrunst und nachdruck und berufen sich dabei auf ihre angebliche kompetenz als arzt. als beispiel diene hier der nette herr, der beim anblick des schönsten mumistuhls meiner 3 wochen alten tochter durchfall diagnostizierte und mich anwies, zwei tage nicht zu stillen und stattdessen oralpädon zu füttern. auf meinen irritierten einwand hin, dass es sich doch um ganz normalen muttermilchstuhl handle, herrschte er mich an: "wer ist hier der arzt? ich oder sie? das kind hat durchfall!

vielleicht ist es langsam mal an der zeit, das entschuldigen und seufzen einzustellen und zu überlegen, ob nicht möglichkeiten bestehen, irgendwie irgendwo eine änderung anzustoßen.
LG Nachtfrau

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Haennchen
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Re: Glaubwürdigkeit von Kinderärzten

Beitrag von Haennchen »

Nachtfrau, da bist du ja auch an tolles Exemplar geraten! :shock: Was sich manche Menschen so einbilden...
Aber was willst du denn machen beim Arzt? Außer ansprechen, dass das Mist ist, was er erzählt zum Essen, kannst du doch nicht viel?
Ich bin meistens per Smartphone unterwegs und da hauts mit der Rechtschreibung leider nicht so hin... Langes Schreiben macht so auch keinen Spass...

Mama von Max (02.11) und Moritz (09.09)
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Re: Glaubwürdigkeit von Kinderärzten

Beitrag von nwsurgeon »

Hallo,
mich nervt es auch oft, was ich hier von meinen Kollegen so lesen muß. Leider ist Dummheit und Inkompetenz, solange sie nach "bestem Wissen" verbreitet wird, nicht so recht beizukommen.
Und durch die Zulassungsbeschränkung im ärztlichen Bereich, wird die Ressource Kinderarzt (wie auch alle anderen Fachgebiete) ja politisch gewollt verknappt, so dass leider auch die inkompetenten Ärzte immer noch genug zu tun haben, da die kompetenten (ja die gibt es auch :wink: ) total überlaufen sind.
Bei Fehltritten des Arztes (egal ob jetzt fachlich oder menschlich) kann man sich an den Beschwerdeausschuss der regional zuständigen Ärztekammer wenden. Die verlangen dann eine Stellungnahme zum Sachverhalt von dem Arzt über den sich beschwert wurde. Wenigstens muß der Arzt sich dann nochmal mit dem Thema auseinander setzten und unbeliebte Schreibarbeit leisten.
LG
nwsurgeon mit zwei großen Mädels (10/2006 und 09/2009), Hündin *2019 und Stute *2017
Nur noch selten hier unterwegs.
Lösche Benutzer 2152

Re: Glaubwürdigkeit von Kinderärzten

Beitrag von Lösche Benutzer 2152 »

Die meisten, die so einen Mist erzählen, sind aber doch beratungsresistent. Egal, ob KiA, Gyn oder auch verschiedene GE...
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Nachtfrau
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Re: Glaubwürdigkeit von Kinderärzten

Beitrag von Nachtfrau »

nwsurgeon hat geschrieben:Hallo,
mich nervt es auch oft, was ich hier von meinen Kollegen so lesen muß.
du bist ärztin? bist mir trotzdem sehr sympathissch. :mrgreen: ne, im ernst, ich lese deine beiträge immer sehr gern. wollt ich dir schon längst mal sagen.
die kompetenten (ja die gibt es auch :wink: )
ja, na klar! ich kenne ganz, ganz tolle ärzte. ich trauere heute noch der kiä hinterher, bei der wir vor unserem umzug vor 8 jahren waren. die war zauberhaft. fachlich und sozial kompetent, freundlich, ging toll auf jedes einzelne kind ein, akzeptierte individuelle impfentscheidungen, klassische homöopathische zusatzausbildung, tcm uvm. ein traum... ich hab zu ihr nen weg von 1 1/2 h auf mich genommen.

vielleicht hab ich nen verzerrten blick oder schlicht pech, aber ich hab immer wieder den eindruck, dass die doofen ärzte in der überzahl sind. :roll:
Bei Fehltritten des Arztes (egal ob jetzt fachlich oder menschlich) kann man sich an den Beschwerdeausschuss der regional zuständigen Ärztekammer wenden. Die verlangen dann eine Stellungnahme zum Sachverhalt von dem Arzt über den sich beschwert wurde. Wenigstens muß der Arzt sich dann nochmal mit dem Thema auseinander setzten und unbeliebte Schreibarbeit leisten.
genau das war noch mein gedanke dazu. aber wer hat schon lust dazu und/&oder traut sich?

vielleicht leg ich mir ein pseudonym zu, sammle solche geschichten und bring ein skandalbuch raus... 8)
LG Nachtfrau

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Leila
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Re: Glaubwürdigkeit von Kinderärzten

Beitrag von Leila »

ICh finde es auch ziemlich schwierig, dass Ärzte "ungestraft solchen Unsinn verbreiten dürfen, denn schließlich geht es hier um die Gesundheit von Säuglingen und Kindern. Mal ehrlich, wenn ein Arzt in seiner Rolle als Berater empfiehlt, einem Kleinkind Brot mit Nutella anstatt weiter nach Bedarf auch zu stillen, stimmt doch irgendwas nicht. Ich meine, auch ein Arzt ist ein Mensch mit Menschenverstand, da müssen doch sämtliche Alarmglocken läuten, wenn man sowas erzählt.

Ich persönlich diskutiere Ernährungsfragen nicht mit meiner Ärztin, das geht sie schlicht nix an. Sie hat zu schauen, ob meine Kinder gut gedeihen, ggf. Krankheiten zu diagnostizieren und zu behandeln, und wenn sie selbst nicht weiter weiß, mich an einen Facharzt zu verweisen. Fertig, mehr nicht. Das habe ich ihr klar gemacht, und so kommen wir gut miteinander klar. Leider sehen viele Eltern die Kinderärzte als universell gebildete Götter in Weiß, die niemals fehler machen. Leider sehen sich viele Ärzte selbst auch so, ich hab mir schon einiges anhören dürfen bei anderen Ärzten, weil ich mal kritisch nachgefragt habe... :roll:

Lieben Gruß

Anja
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Re: Glaubwürdigkeit von Kinderärzten

Beitrag von Vicodiin »

immer wieder erstaunlich. ich hab ehrlich gesagt noch keinen KiA erlebt bei dem ich das gefühl hatte er hätte ahnung von stillen oder tragen.
fuuuurchtbar -.-

was einem da empfohlen wird!!! mir kanns ja getrost einmal am hintern vorbei gehn aber es gibt ja durchaus verunsicherte mamas die den ärzten vertrauen, und SOWAS haben sie dann davon
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