weggehen/abschied

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mrbutton
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weggehen/abschied

Beitrag von mrbutton »

hallo,
wie macht ihr das, wenn ihr weggeht und euer kind anderweitig betreut wird?
ich geh seit mein sohn 6 monate alt ist wieder an ca 3 tagen die woche wieder alleine (davor kam er mit) zur uni, immer f+r ein paar stunden, weil bei mir noch die fahrtzeit von 3 std insgesamt anfällt. also meistens 5 bis 7 std abwesenheit.
zuerst wollte ich mich immer vom kleinen verabschieden, aber mein mann meinte dann jeweils ich sollte mich doch besser rausschleichen, wenn er abgelenkt ist. das hab ich dann auch meistens so gemacht, oft hat der kleine aber eh geschlafen, als ich weg bin, das fand ich ganz gut, weil ich sorge hatte, dass er mit papa alleine und ohne stillen nicht gut einschlafen konnte und dann evtl. mit weinen einschlafen muss, was ich ganz schlimm finde. jetzt ist er 14 monate alt und ich hatte mir eh schon vorgenommen, mich ordentlich zu verabschieden und dann zu gehen. damit er weiß, dass ich nur ganz weg bin, wenn ich auch tschüss gesagt habe. außerdem kann man ja ruhig ehrlich zu ihm sein. gestern war er zufällig wieder am schlafen als ich gehen musste und nach dem aufwachen hat er 45 min. am stück gebrüllt und mam mam gesagt. heute konnte ich auch nicht schwänzen und habe ihm gesagt, dass ich gehe. da hat er gebrüllt als täte ihm körperlich richtig was weh :( :( und ich hatte ein sehr schlechtes gewissen. er hat noch 5 min. weitergemacht und sich dann durch seifenblasen ablenken lassen....

wie macht ihr das???????
lg sarah
Ich mit L. (03.10) und A. (08.11) und M. (06.14)
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Erdbeerbaby
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Re: weggehen/abschied

Beitrag von Erdbeerbaby »

:( leider keine Tipps,hab die Situation nicht.wollte dich nich wegklicken. Hoffe es wird besser.
Liebe Grüsse Nadine mit Erdbeerbaby 01/09 und Milchknilch 07/11
sandrilea
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Re: weggehen/abschied

Beitrag von sandrilea »

Ich finde es auf jeden Fall sehr viel besser, sich zu verabschieden. Das tue ich auch immer. Meine Tochter hat sich dann auch häufig beschwert, wenn ich gegangen bin, auch wenn sie bei Papa auf dem Arm war. Sie wollte eben lieber, daß ich auch da bin und hat natürlich das Recht zu zeigen, daß ihr das nicht gefällt.

Sich wegzuschleichen finde ich nicht gut, weil das Kind dann nicht weiß, was los ist, es die Person dann sucht und nicht verstehen kann, warum die nicht da ist. Häufig führt das dazu, daß die Kinder noch anhänglicher werden, weil es ja jederzeit sein kann, daß Mama plötzlich verschwindet ...
Viele Grüße
sandrilea
mattis11
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Re: weggehen/abschied

Beitrag von mattis11 »

Meine Tochter haben wir mit 14 MOnaten zur Tagesmutter gegeben, a ich auch wieder angefangen hatte zu arbeiten.
Wir haben uns immer verabschiedet,mit Kuss und Umarmung, sind dann aber ganz schnell gegangen. Auch wenn sie manchmal geweint hat. Laut TAgesmutti hat sie nie länger als 5 MInuten danach geweint. Nach einiger Zeit konnte ich auch mal zum Schnacken länger bleiben...Einen Schaden hat sie danach nicht bekommen...hoffen wir natürlich :o
Ach so, ich hab ihr immer gesagt, dass ich ganz bestimmt wieder komme....das hat sie auch jedem erzählt... Emmas Mama immer wieder kommt...das war ihr wichtig! :D
Widdermama mit Zwergin (2007), Zwerg (2011) und Minizwergin (2016)
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Amber
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Re: weggehen/abschied

Beitrag von Amber »

Da fällt mir doch gleich das "Berliner Modell" zur Krippeneingewöhnung ein. Wichtigster Punkt: Sich IMMER bewusst verabschieden. Klare Ansage, Verabschieden und Gehen. Das Kind wird das akzeptieren, auch wenn direkt beim Abschied ein paar Tränchen fallen. Ohne Verabschiedung baut das Kind stärkere Verlustängst auf (es kann ja nie wissen, ob die Mama noch da ist wenn es aufwacht/sich umdreht). Bei uns funktionierts!

Und denke immer dran: die Kleinen verstehen mehr von dem was wir sagen als uns bewußt ist.
"On ne connaît son chemin que quand on arrive au bout." (Le Destin - Bénabar) 🎶
Amber mit dem Elftklässler (Mai 2009) und der Neuntklässlerin (Januar 2011)
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MelCel
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Re: weggehen/abschied

Beitrag von MelCel »

Mein Kleiner geht ja auch zur Tagesmutter seit er 9 Monate ist. Die Phase kurz nach dem ersten Geburtstag war abschiedsmäßig ziemlich hart. Er hat sich an mich geklammert, konnte nicht loslassen. Ich glaub zu der Zeit hat er einfach einen Entwicklungssprung gemacht und erst richtig verstanden, was "Abschied" ist (also dass ich danach dann weggehe). Da hab ich es auch manchmal so gemacht, dass ich mit ins Zimmer bin und gewartet hab, bis er ins Spiel vertieft war. Das war überhaupt nicht so wie ich es mir vorgestellt hatte! Ich wollte (gefühlsmäßig) eine richtige Verabschiedung. Für ihn war das aber hart. Allerdings immer nur die Verabschiedung selber. Ein paarmal bin ich gegangen, obwohl er geweint hat, das fühlt sich sooo blöd an. Aber sobald er im Kinderzimmer war (also die Tagesmutter ist mit ihm auf dem Arm ins Kinderzimmer gegangen) war alles in Ordnung. Er hat auch dann tagsüber nicht nach mir geweint. Es war wirklich in erster Linie der Abschied selber. Inzwischen ist es viel besser. Ich küsse ihn und verabschiede mich und gehe dann direkt. Und er marschiert zu den anderen. Es war wirklich eine Phase.
Tendenziell würd ich aber auch sagen: Verabschieden ist wichtig, vor allem wenn er zu Hause bleibt. Bei der Tagesmutter war ja immer klar, dass ich irgendwann gehe. Zu Hause ist ja aber mal so und mal so, da weiß er ja sonst nicht, was er zu erwarten hat.
Mel mit Schnupsi (12/09)
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Re: weggehen/abschied

Beitrag von halunkehexe »

ich mag wegschleichen nicht, bin auch der meinung, dass man ruhig ehrlich zu den kindern sein sollte und sagen sollte, dass man geht, hier gibt es dann auch mal tränen, auch wenn der papa da ist, aber das ist ok, warum darf mein kind nicht traurig sein, wenn ich weg gehe, ich bin ja auch ein bischen traurig, wenn ich mein kind verlasse.
mir war es immer wichtig, dass sie nur bei vertrauten personen blieben, bei denen ich wußte, dass sie gut aufgefangen werden.
gruß
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linomama
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Re: weggehen/abschied

Beitrag von linomama »

mein kleiner ist seit märz bei der tagesmutter und er hat auch noch manches mal bitterlich geweint und wollte auf meinen arm, aber hat sich dann schnell beruhigt als ich wegwar. jetzt geht er mittlerweile ganz gut rein und welche erfahrung ich jetzt für mich gemacht habe beim verabschieden: ich sage immer "mach es gut, spiel schön, bis heut nachmittag". damit kommt er gut zurecht. wenn ich das gesagt habe, lässt er meist auch von mir und kann halbwegs entspannt reingehen, hab ich das gefühl. mit diesen drei aussagen ist für ihn das wichtigste abgedeckt, um was es jetzt geht: ich gehe jetzt weg, er ist bei h. und kann schön spielen und ich komme HEUTE NACHMITTAG wieder. ich finde das ein wenig präziser als nur 'tschüss'. das ist so unbestimmt. ich denke auch, dass er das ganz vage einschätzen kann, wann heute nachmittag ist. vielleicht ist das ja hilfreich, zu artikulieren, um welche zeitspanne es sich handelt.
liebe grüße von linomama mit kleinem sausemann (06/09) und der milchraupe (05/13)
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Re: weggehen/abschied

Beitrag von VI-77 »

Die Situation kenne ich auch noch sehr gut. Mein Kleiner war 16 Monate als ich aus finanziellen Gründen wieder arbeiten ging. Er ging zu einer Tagesmutter und die Verabschiedung war einige Male echt schwer. Verabschieden war mir immer sehr wichtig, damit er nicht immer angst haben musste ich sei schon wieder weg, wenn ich nur kurz aus dem Zimmer bin. Er hat sich jedoch immer schnell wieder beruhigt.
LG Victoria

mit Motte (05/06) und Mino (11/07)
Uta
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Re: weggehen/abschied

Beitrag von Uta »

Ich habe mich immer verabschiedet, ich mag es nicht, mich wegzuschleichen. Allerdings habe ich zum Glück Kinder, bei denen das immer recht gut ging ohne große Trauer.
Uta (mit R., 06/02, J., 09/05, D., 07/08 und M, 07/11)
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