Meine Tochter ist jetzt gute 4 Monate alt und bisher war stillen, bis auf ein paar Anfangsschwierigkeiten, total problemlos möglich. Sie hat gerne und gut getrunken und wenn ich ihr die Brust mal angeboten habe, und sie wollte nicht, hat sie halt einfach nicht getrunken, alles total easy.
Seit ein paar Tagen kann sie, wenn wir unterwegs sind, kaum trinken. Heute das zweite mal tagsüber ganze 5 Stunden nicht, das ist echt unüblich für sie. Wenn ich sie probiere anzulegen, dann weint sie herzerreissend und biegt sich durch, aber manchmal trinkt sie dann trotzdem und dann mit Appetit. Also kann ich an dem Weinen nicht zweifelsfrei festmachen, dass sie wirklich nicht will. Auch ansonsten weint sie die letzten Tage für ihre Verhältnisse recht viel, Fieber hat sie nicht und auch sonst kann ich keine Krankheit feststellen, vielleicht bekommt sie ja auch einfach nur mehr mit und kann sich den Eindrücken schlechter erwehren als sonst?
Dafür trinkt sie seit neuestem nachts viel öfter als sonst, so im Schnitt alle 2-3 Stunden, sie hatte auch schon Phasen, da konnte sie 4-8 Stunden durchhalten ohne Trinken. Lang ists her
Und wie gehe ich mit der Trinkverweigerung um? Auf der einen Seite möchte ich sie auf keinen Fall stressen, denn das wurde ich als dünnes Kind schon beim Essen und sie ist wirklich propper. Auf der anderen Seite trinkt sie ja wohl manchmal, wenn ich "sie zu ihrem Glück zwinge", indem ich ihr einfach ein paar Minuten trotz Weinen die Brust anbiete und sie irgendwann ganz hektisch saugt. Aber will ich das? Ist es das wert oder würde sie nicht einfach dann trinken, wenns wieder passt daheim auf dem Sofa? Oder braucht sie es zwischendrin? Mein Gefühl sagt halt, sie hat Hunger und dann würde es ihr insgesamt besser gehen, sie würde ein paar Schlucke nehmen, auf der anderen Seite hasse ich Essens"zwang", das möchte ich auf keinen Fall.
Und es lässt mich nicht kalt, wenn sie meine Brust so verweigert
