Zwei Herzen schlagen in meiner Brust

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind

pinefloat
Profi-SuTler
Beiträge: 3454
Registriert: 14.05.2008, 16:18
Wohnort: Ba-Wü

Re: Zwei Herzen schlagen in meiner Brust

Beitrag von pinefloat »

Savonlinna hat geschrieben:nein eine stillverträgliche pille würde das ganze nur noch schlimmer machen, denn die enthält ja gerade kein östrogen! mir sind die nicht ernährungstechnischen vorteile des stillens natürlich bewusst! deswegen fällt es mir ja so schwer überhaupt abzustillen bzw. nur daran zu denken. schade, dass einem hier nicht geglaubt wird selbst wenn man von einem arzt die erklärung bekommen hat. nur weil es hier sonst keiner hat, muss es ja nicht bei jedem das nonplusultra sein oder?
Warum fühlst du dich denn gleich so angegeriffen?

Und was willst du denn bitte hören?

Sollen wir dir sagen: du fühlst dich nicht wohl, los still ab! Na dafür brauchst du doch keinen Thread eröffnen, da du ja eh schon weißt was du willst.

Und wenn das Problem mit deinem Testosteronspiegel zusammenhängt ist mir nicht bewusst gewesen, dass Gestagen das Problem verstärkt. Gibt bei Hormonen ja nun nicht nur plus und minus. Entschulidge, dass ich ne Idee hatte... :roll:

Und nur weil ein Arzt das gesagt hat, heißt das nun auch nicht, dass das in Stein gemeißelt ist. Da gibt's nämlich auch gerade zum Stillen teilweise deutliche Wissenslücken!
Liebe Grüße,
A. und der Schnuff 07/09 und Märzmaus 03/12
Benutzeravatar
Amber
Power-SuTler
Beiträge: 6457
Registriert: 30.01.2010, 16:44

Re: Zwei Herzen schlagen in meiner Brust

Beitrag von Amber »

Vielleicht solltest Du auch mal Deine Schilddrüsenwerte überprüfen lassen, die Symptome können auch von einer Schilddrüsenunterfunktion kommen. Die Aussage Deines Arztes finde ich grob fahrlässig. Ohne weitere Untersuchung beim Endokrinologen darf man nicht behaupten, dass die Symptome alleine vom Stillen kommen! Wie meine Vorschreiberinnen schon sagten, wird beim Stillen das Glückshormon Oxytocin ausgeschüttet, so dass Deine aktuelle Hormonlage nicht vergleichbar ist mit der Zeit der Nuvaring-Verwendung.

Zu Eurer Situation als Paar: So ein Neugeborenes wirbelt alles durcheinander, da muss man sich mit seinem Partner erst wieder zusammenfinden. So geht/ging es doch uns allen (nur so am Rande, beim zweiten Kind wirds nochmal schlimmer :? ), dass braucht einfach Zeit. Toll, dass Dein Mann Dich so unterstützt!

Heutzutage musst Du nicht stillen, wenn Du nicht möchtest. Besser wäre es aber für das Kind!
"On ne connaît son chemin que quand on arrive au bout." (Le Destin - Bénabar) 🎶
Amber mit dem Elftklässler (Mai 2009) und der Neuntklässlerin (Januar 2011)
Doro31
alter SuT-Hase
Beiträge: 2569
Registriert: 08.02.2010, 12:15

Re: Zwei Herzen schlagen in meiner Brust

Beitrag von Doro31 »

Ich kann Dir nur sagen, was ich an Deiner Stelle täte:
- nochmal von einem anderen Arzt abklären lassen, ob der Zustand wirklich mit dem Stillen zusammenhängt
- falls ja: solange stillen, bis der Kleine beikostreif ist und dann einige Mahlzeiten mit Pre ersetzen (natürlich so nach und nach, sonst riskierst Du einen Milchstau). Ich würde aber noch versuchen, so 1-2 mal am Tag zu stillen - Du schreibst ja selbst, dass Du es eigentlich genießt. Und dann würde ich hoffen, dass das wenige Stillen meinen Zustand bessert. Schließlich bestimmt ja auch die Stillhäufigkeit die Hormone, es könnte also durchaus sein, dass mit Nicht-Mehr-Vollstillen alles in Ordnung kommt. Und ja, es gibt dabei ein gewissen Risiko der Saugverwirrung und dass Dein Kleiner gar nicht mehr stillen mag, aber es gibt auch sehr viele, bei denen es problemlos klappt mit dem Wechseln.

Ich wünsche Dir alles Gute!
Doro mit den drei Blondschöpfen (11/09, 07/12 und 02/15)
Benutzeravatar
Urania
Profi-SuTler
Beiträge: 3000
Registriert: 24.07.2010, 10:27
Wohnort: BW
Kontaktdaten:

Re: Zwei Herzen schlagen in meiner Brust

Beitrag von Urania »

Doro31 hat geschrieben:Ich kann Dir nur sagen, was ich an Deiner Stelle täte:
- nochmal von einem anderen Arzt abklären lassen, ob der Zustand wirklich mit dem Stillen zusammenhängt
- falls ja: solange stillen, bis der Kleine beikostreif ist und dann einige Mahlzeiten mit Pre ersetzen (natürlich so nach und nach, sonst riskierst Du einen Milchstau). Ich würde aber noch versuchen, so 1-2 mal am Tag zu stillen - Du schreibst ja selbst, dass Du es eigentlich genießt. Und dann würde ich hoffen, dass das wenige Stillen meinen Zustand bessert. Schließlich bestimmt ja auch die Stillhäufigkeit die Hormone, es könnte also durchaus sein, dass mit Nicht-Mehr-Vollstillen alles in Ordnung kommt. Und ja, es gibt dabei ein gewissen Risiko der Saugverwirrung und dass Dein Kleiner gar nicht mehr stillen mag, aber es gibt auch sehr viele, bei denen es problemlos klappt mit dem Wechseln.

Ich wünsche Dir alles Gute!
Unterschreib.
Ich habe auch Hormonprobleme,meine Frauenärztin hat gemeint ich kann so nicht stillen,aber es ging,mit schwangerwerden gabs auch Probleme.Einfach noch ein Arzt aufsuchen,bei LaLeche Liega nachfragen.Und was sexualleben anbelangt..... hm,muss doch nicht alles vorzeige sein oder?MeinBaby ist gerade auch viel wichtiger als mein Mann und das ist verständlich.
Alles gute.
^SternenSohn 24ssw
Sohn mit 9 Jahren
Sternchen 10ssw
Maikäfer 2010
BLOG
Benutzeravatar
Imkerin
ist mit Leidenschaft dabei
Beiträge: 670
Registriert: 29.03.2010, 10:05
Wohnort: OWL

Re: Zwei Herzen schlagen in meiner Brust

Beitrag von Imkerin »

Savonlinna hat geschrieben: ich wäre wirklich dankbar über infos zu dieser zeit! aber bitte hört auf mir einreden zu wollen, dass meine probleme nicht vom stillen kommen. ist mir schon klar, dass es schwerfällt sowas zu glauben wenn man selbst vier jahre ohne probleme gestillt hat, aber es ist wirklich so.

wie dem auch sei, ich werde auf keinen fall noch 6monate stillen-es geht mir damit wirklich nicht gut!
Ich frage mich, weshalb Du Dir so unglaublich sicher bist, daß Deine Beschwerden ausschließlich vom stillen kommen können?
Das hat auch nichts mit einreden zu wollen zu tun, sondern damit, daß es mir nach der Geburt meiner Tochter in vielen Punkten ähnlich ging.
Aber ich habe nie gestillt! (9 Wochen gepumpt, sonst nichts)
Die Beschwerden hatten also andere Gründe.
Nun stell Dir doch nur für einen Moment vor, Deine Beschwerden kämen auch von was anderem... dann hättest Du ganz unnötiger Weise abgestillt und schlimmstenfalls wird die Situation dadurch sogar schlimmer.
Ich würde das zumindest mal in Erwägung ziehen.


Ansonsten schließe ich mich Doro31 an.
LG von der Imkerin
mit Svanhild (*01. 2001), Arfst (* 12. 2002), Asgrim (*09. 2009) und Isebrand (*07.2012)
Benutzeravatar
Holly
gehört zum Inventar
Beiträge: 528
Registriert: 26.01.2010, 21:11
Wohnort: Kleve

Zwei Herzen schlagen in meiner Brust

Beitrag von Holly »

Hast Du schon mal über naturheilkundliche Therapien nachgedacht.
Evtl. können homöopathische Mittel oder Bachblüten helfen?
Ich selbst habe da sehr gute Erfahrungen gemacht.
Lieben Gruß,

Sandra mit Tochter *13.08.09 und zwei erwachsenen Söhnen


Bild
Benutzeravatar
nwsurgeon
ist mit Leidenschaft dabei
Beiträge: 772
Registriert: 24.09.2008, 09:05
Wohnort: NRW

Re: Zwei Herzen schlagen in meiner Brust

Beitrag von nwsurgeon »

Hallo nochmal
Savonlinna hat geschrieben: außerdem war ich ja beim arzt und der hat mir gesagt, dass es auf jeden fall daher kommt und man eben nichts machen kann. selbst wenn ich zu einem endokrinologen gehe nützt mir das nichts, weil ich sowieso nichts einnehmen kann in der stillzeit.
....
ich wäre wirklich dankbar über infos zu dieser zeit! aber bitte hört auf mir einreden zu wollen, dass meine probleme nicht vom stillen kommen. ist mir schon klar, dass es schwerfällt sowas zu glauben wenn man selbst vier jahre ohne probleme gestillt hat, aber es ist wirklich so.

wie dem auch sei, ich werde auf keinen fall noch 6monate stillen-es geht mir damit wirklich nicht gut!
ich denke nicht, dass Dir hier irgendjemand etwas einreden möchte. Aber hier im Forum gibt es einige Dutzend Geschichten von Frauen denen von "klugen" Ärzten erzählt wurde, ihre gesundheitlichen Probleme würden sich nur durch Abstillen lösen lassen. Nur leider war dem dann nicht so, und sie hatten dann gesundheitliche Probleme und "Flaschenstreß".
Und weil eben so oft, solche Geschichten hier vorkommen, haben sich ganz viele ihre Köpfe für Dich zerbrochen, um Ursachenforschung zu betreiben. Dass da der eine oder andere Tip in die falsche Richtung geht, liegt in der Natur der Ferndiagnose.
Hier tummeln sich, glaube ich noch andere mit PCO, vielleicht könntest Du da nochmal geziehlt anfragen zu Tips und Hormonbehandlung in der Stillzeit, denn dass das ganz unmöglich ist kann ich mir kaum vorstellen, denn es gibt ja auch Stillverträgliche Ovulationshemmer (wie bereits oben erwähnt).
Und die Hormonlage ändert sich ja auch noch mal, sobald das Stillen reduziert wird, denn da setzt bei den Meisten der Zyklus wieder ein.

Und die Aussage von Deinem Doc mit "auf jeden Fall" kommt mir doch sehr verdächtig vor, denn bei den Staatsexamensfragen, sind die MC-Fragen mit: auf jeden Fall / immer/ nie ... immer falsch (weil solch absolute Gewissheiten in der Medizin eben selten sind). (An die Mods, falls der Satz nicht gewünscht ist, bitte löschen.) :?:

Ich wünsch Dir alles Gute
nwsurgeon mit zwei großen Mädels (10/2006 und 09/2009), Hündin *2019 und Stute *2017
Nur noch selten hier unterwegs.
Benutzeravatar
Altraia
Prof. Dr. SuT
Beiträge: 8383
Registriert: 25.01.2006, 12:22
Wohnort: Limburg

Re: Zwei Herzen schlagen in meiner Brust

Beitrag von Altraia »

Ich glaube, dass es das gibt, denn ich habe schon mehrere Male davon gehört, dass es Frauen während der Stillzeit emotional sehr ähnlich ging wie Dir. Unter anderem litt eine Freundin von mir daran, und ihr ging es bei beiden Kindern nach dem Abstillen deutlich besser.

Nun wäre also abzuwägen, wie lange die Vorteile für Dein Kind Deine persönlichen Nachteile überwiegen. Das ist schwer zu sagen. Wissenschaftliche Nachweise hierzu wird es kaum geben, und deshalb halte ich das für eine sehr persönliche Entscheidung. Bis zur erfolgreichen Beikosteinführung zu warten, wäre sicherlich sinnvoll, wenn Du damit zurechtkommst, denn die neueren Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Nahrungsmittel, die während Beibehaltung des Stillens kennengelernt werden, besser vertragen werden und weniger Allergien auslösen.

Selbstverständlich haben auch wenige Stillmahlzeiten in höherem Alter des Kindes immer noch einen gesundheitlichen Nutzen, aber hier muss wirklich zwischen der (psychischen) Gesundheit und auch der daraus resultierenden Familiensituation und dem gesundheitlichen Nutzen für Dein Kind abgewogen werden.
Liebe Grüße,
Christine mit Sohn (2/05), Tochter (6/07) und Tochter (2/14)
Antworten

Zurück zu „Stillforum“