Hallo lisi,
ich kann verstehen, dass Du in Phasen, in denen es mal nicht so rund läuft, zweifelst ob und wie Du weitermachen solltest. Rückschläge sind ganz normal, das ist unvermeidlich. "Zwei Schritte vor, einen zurück, dann wieder zwei Schritte vor..." - ja, es ist mühsam, aber auch so kommt man ans Ziel.
Ich mag mal kurz die Fakten zusammenfassen - vielleicht hilft Dir das bei Deiner Entscheidung:
Es ist genau 3 Wochen her, da hast Du täglich 540 ml zugefüttert. Nur 3 Wochen! Jetzt bis Du bei weniger als der Hälfte, das ist ein
wirklich hohes Tempo, was Ihr da vorlegt. Von 6x90ml auf 4x60ml zu kommen in so kurzer Zeit ist schon ein ganz toller Erfolg, insb. wenn man sich die ungünstigen Startbedingungen vor Augen führt.
110 g Gewichtszunahme in der letzten Woche ist völlig OK.
was soll ich bez. bockshornklee machen? mir war mal einen tag lang wahnsinnig schwindlig.
Bist Du sicher, dass das am Bocks lag/liegt? Wenn Deine Beschwerden nur vorübergehend waren, sind ja eine Vielzahl weiterer Ursachen denkbar, z.B. zu wenig getrunken oder gegessen, Müdigkeit, ein kleiner Infekt, die Wetterlage,... Am besten besprichst Du eventuelle Nebenwirkungen mit Deinem Arzt/Apotheker.
bin mir aber dennoch immer so unsicher. jetzt nach den letzten tagen habe ich das gefühl dass ich nun garnicht mehr weiss was er will.
wenn er einschläft aber dann immer gleich wieder wach wird,könnte es doch hunger sein,oder? glaube habe ihn lange überfüttert. und die letzten tage versucht dies zu vermeiden. es ist aber wahnsinnig schwierig.
Das kann ich gut verstehen. Viele Mütter haben immer wieder Schwierigkeiten, "ihre Babys zu verstehen" (auch die, die ganz problemlos vollstillen

), damit bist Du absolut nicht alleine. Bei manchen Mutter-Kind-Paaren ist es einfach, "den Draht zueinander" zu finden. Bei anderen eben nicht - gib Euch Zeit, herauszufinden, wir Ihr erfolgreich miteinander kommunizieren könnt. Das muss gar nicht mal zwingend mit Euren Stillproblem zusammenhängen, ich glaube, oft ist das einfach Zufall. Eure schwierige Still- und Ernährungssituation kommt da noch dazu, mit weiteren Gelegenheiten für Missverständnisse sozusagen - ganz wichtig finde ich, in solchen Situationen eher kleinschrittig zu denken anstatt das große Ganze anzuzweifeln à la "Oh Gott, wie soll ich so bloß die nächsten Monate durchhalten?" Lieber schauen: "wie mache ich uns den heutigen Tag möglichst schön?" oder noch kleiner: "was würde meinem Baby JETZT helfen, nicht zu weinen? Herumtragen, Schaukeln, noch etwas Milch?" oder auch "was hilft MIR jetzt, genug Kraft für diesen Abend zu sammeln?"
Jedenfalls: sehr viele Babys wachen kurz nach dem Eindösen auf, obwohl sie gut satt sind. Der Grund liegt meist darin, dass Babys nicht gerne alleine liegen, bzw. doch viel Bewegung und Körperkontakt brauchen, um in dem Entspannungszustand bleiben zu können (oder so überhaupt erst in ihn hineinfinden), der für Schlaf notwendig ist.
Hast Du schon mal ausprobiert, Dein Baby direkt nach dem Stillen in eine Tragehilfe zu packen und dann irgendwas bewegungsreiches zu tun (aufräumen, staubsaugen, in die Waschküche laufen usw.)?
LG;
Julia