Belohnung /Bestechung

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Lösche Benutzer 1828

Re: Belohnung /Bestechung

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

und was, wenn das Kind sich so sehr angestrengt hat, so viel Zeit und MÜhe und Tränen gelassen hat - und es hat "nur" für eine vier gereicht??????
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Johana
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Re: Belohnung /Bestechung

Beitrag von Johana »

Ich hätte mir für eine eins oder ein bestandenes Abi eher jemanden gewünscht, der sich mit mir freut. Geld hätte ich dafür nicht haben wollen.
Aber dennoch verstehe ich deine Gedanken irgdnwie.
Mir geht es halt eher um Kleinkinder, die für ein trockenes Bett belohnt werden. Wenn es dann doch nass wird, sind sie Versager... :( !
Oder eben die Pfütze im Töpfchen. Keine Pfütze, kein Gummibärchen... :(

Seufz, mich macht das ganz traurig!
Das Muli
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Re: Belohnung /Bestechung

Beitrag von Das Muli »

Hallo,
also ich weiß nicht recht, wie ich es finden soll:
- einerseits leuchten mir Eure Begründungen dagegen total ein: Kind soll lernen, dass es nicht nur für materielle Dinge Leistung bringen soll, soll sich an den eigenen Erfolgen freuen können etc etc
- andererseits habe ich mich als Kind schon irgendwie gefreut, wenn ich die Möglichkeit hatte, mir irgendeinen Wunsch selbst zu erfüllen, durch eigene Anstrengungen mir "etwas zu erarbeiten", einen Wunsch, der eben außer der Reihe war und den mir meine Eltern nicht einfach so erfüllt hätten (meine Eltern haben kein festes Belohnungssystem gehabt - also bei Note 1 gibts dies oder bei einer 2 das - aber wenn sie gesehen haben, dass ich mich angestrengt habe und wenn das dann erfolgreich war, dann war ein guter Zeitpunkt, um eine besondere Gefälligkeit zu erfragen ;-) ) - und so ganz schlimm kann ich das eigentlich nicht finden, das gilt aber eigentlich erst für die Belohnungen bei Größeren Kindern, meine sind noch klein, ich habe daher keine Erfahrungen aus erster Hand.

Aber mein Hauptproblem liegt vorrangig im Alltag:
Es ist recht schwierig, meinen Großen zu irgendetwas zu motivieren, was er von grundauf ablehnt. In vielen Dingen ist das nicht so schlimm - er macht Sachen dann eben in seinem Tempo (Fahrradfahren lernen, schwimmen lernen etc). Oder ich schaffe es, ihn zu überzeugen, dass manche Dinge eben notwendig sind, auch wenn man den Erfolg nicht sofort sieht (Zähneputzen).
Aber es gibt ja auch Dinge, die sind notwendig und er kann aber keinen Sinn darin erkennen bzw der Erfolg liegt in so weiter Ferne, dass er es nicht einsehen kann:
- ZB bei Arztbesuchen, insbesondere Impfen (bitte keine Diskussion darüber, ob impfen notwendig ist oder nicht!)
- Das mehrmalige Wiederholen von Logopädieübungen zur Mundmuskulaturstärkung - bei der Logopädin macht er es, zuhause weigert er sich konsequent. Eigentlich bringt die Logopädie wenig, wenn er sich verweigert...
- Das Einnehmen von Medizin, die nicht schmeckt
und ähnliches.

In solchen Fällen fällt mir eigentlich keine andere Lösung ein, als zu versuchen, ihn zu bestechen - bzw ihm als "Anerkennung" dafür, dass er die unangenehmen Sachen auf sich nimmt, eine Belohnung in Aussicht zu stellen.
Aber wenn hier irgendjemand eine Alternatividee hat, wie man Kinder dazu bringt, mitzumachen ohne sie mit Gewalt zu zwingen oder zu bestechen, dann bin ich für Vorschläge offen...

´Mein Mann hat keine Probleme mit Belohnungen und versucht öfter, durch Bestechung zu motivieren - und ich muss leider sagen, der erfolg scheint ihm Recht zu geben :oops: . Beispiel "schwimmen": gelernt hat es der Große, weil er es toll findet. Das Seepferdchen hat er stolz gemacht. Im Kurs ist er zuverlässig geschwommen. Und mit mir im Bad hat er sich nicht überreden lassen, nur einen Schwimmzug zu machen :roll: Der Papa ist dann einmal pro Woche mit ihm ins Bad, damit das Erlernte nicht gleich wieder verlernt wird, aber es sah einge Wochen so aus, als könne er wirklich nicht mehr schwimmen. Dann stellte der Papa in Aussicht, dass der Große, wenn er beim Üben etwas mitmacht, und es dadurch schafft, 50 m zu schwimmen etwas zu tauchen und zu springen, mit ihm in ein ganz tolles Bad fährt (Hintergedanke: das dauert sicher ein paar Wochen). Das Kind stieg ins Wasser und schwamm 50 m, sprang vom 1m Brett und tauchte. Der Große war offensichtlich selbst von sich überrascht, dass es geklappt hat und er war superstolz. Und der Papa ist am nächsten Tag mit ihm ins Bad gefahren :mrgreen: Ich war auch begeistert, aber hin- und hergerissen: Ja, es gibt gute Gründe gegen Belohnungen. Ich will nicht, dass er in Zukunft nur dann schwimmt, wenn er dafür belohnt wird. Aber ich habe auch gesehen, wie stolz der Große auf seine eigene Leistung war, er hat plötzlich gemerkt, dass mehr in ihm steckt als er dachte. Ohne den Anreiz hätte er vermutlich eher aufgegeben und garnicht bemerkt, dass er das Zeug dazu hat so weit zu schwimmen.
Manchmal habe ich das Gefühl, man muss ihm einen kleinen Schubs geben, damit er zeigt, was er kann...

Wie machen das die Belohnungsgegner bei ihren Kindern?

LG Muli
Das Muli mit großem Fohlen (11/04) und kleinem Fohlen (12/07)
...und jaaaa ich weiß dass sich Mulis eigentlich nicht vermehren...aber ich bin nunmal das Tragtier der Familie

GEGEN Rechts!
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Sinchen1985
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Re: Belohnung /Bestechung

Beitrag von Sinchen1985 »

Hallo,

also ab einem gewissen Alter finde ich sowas absolut ok, da ja auch in unserer Gesellschaft eine Art "Belohnungssystem" Gang und Gebe ist und wir uns alle daran gewöhnen müssen, irgendwann. Bsp: Gute Noten = Gute Ausbildungsstelle, guter Abschluss = Guter Job...

Ich bekam ab einem Alter von ca. 15 Geld für gute Noten. Nach einem festen Schlüssel, der vor dem Schuljahr festgelegt wurde. Und was soll ich sagen, ich lernte dadurch wirklich mehr und war total stolz, wenn ich mir was kaufen konnte, was ich unbedingt wollte, meine Eltern aber nicht (Bsp: Schlumpfblaue Haarfarbe...)

Bei ganz kleinen Kindern, die sowas nicht verstehen, finde ich es auch nicht so gut. Aber wenn nix anderes mehr hilft und es zur Entspannung der Situation beiträgt, why not?

GlG,

Sina
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Wer hätte gedacht, das so ein Kind so viel Glück mit sich bringt?
Lösche Benutzer 1828

Re: Belohnung /Bestechung

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Sinchen1985 hat geschrieben:Hallo,

also ab einem gewissen Alter finde ich sowas absolut ok, da ja auch in unserer Gesellschaft eine Art "Belohnungssystem" Gang und Gebe ist und wir uns alle daran gewöhnen müssen, irgendwann. Bsp: Gute Noten = Gute Ausbildungsstelle, guter Abschluss = Guter Job...

I
ich finde es trotzdem nicht gut - und nur "weil das eben woanders auch so ist" muss ich es ja nciht auch noch machen.... 8)
Ich muss meine Kinder ja nicht an irgendwelche in meinen Augen dumme Dinge gewöhnen, nur damit sie sich im Leben zurechtfinden. Wenn man so argumentiert, müßten wir vieles lassen, was hier oft getan wird.....damit wir die Kinder halt an das echte Leben gewöhnen.
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Johana
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Re: Belohnung /Bestechung

Beitrag von Johana »

Sinchen1985 hat geschrieben:Hallo,

also ab einem gewissen Alter finde ich sowas absolut ok, da ja auch in unserer Gesellschaft eine Art "Belohnungssystem" Gang und Gebe ist und wir uns alle daran gewöhnen müssen, irgendwann. Bsp: Gute Noten = Gute Ausbildungsstelle, guter Abschluss = Guter Job...

Ich bekam ab einem Alter von ca. 15 Geld für gute Noten. Nach einem festen Schlüssel, der vor dem Schuljahr festgelegt wurde. Und was soll ich sagen, ich lernte dadurch wirklich mehr und war total stolz, wenn ich mir was kaufen konnte, was ich unbedingt wollte, meine Eltern aber nicht (Bsp: Schlumpfblaue Haarfarbe...)

Bei ganz kleinen Kindern, die sowas nicht verstehen, finde ich es auch nicht so gut. Aber wenn nix anderes mehr hilft und es zur Entspannung der Situation beiträgt, why not?

GlG,

Sina

why not? Weil es einem Kind was es nicht schafft auf´s Töpfchen zu gehen vermutlich das Gefühl gibt schlecht zu sein :( !
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Re: Belohnung /Bestechung

Beitrag von monelein »

Jetzt weiß ich woran mich das System erinnert hat....Super Nanny....
Nee sorry ich finds daneben, wie Johanna schon sagt das kann auch echt nach hinten losgehen.
Wenn ein Kind z.b. für eine Mathe Klausur ganz viel gelernt hat und dann vielleicht vor Aufregung doch ein paar Fehler macht und keine eins, zwei oder sonstwas schreibt ist die Leistung und das was das Kind geleistet hat ja ungleich. Es hat sich angstrengt aber trotzdem verhauen, aber das wichtigste ist doch das das Kind versucht hat SEIN bestes zu geben!!! Und ich denke das sollte man dem kind auch vremitteln-ergal was du tust du DEIN bestes auch wenn das vielleicht nicht genauso gut ist wie ne Eins von einem anderen Kind, oder das spätere aufs Töpfchen gehen etc.... :wink:
Unterwegs mit Großkind (10/07) , Mittelkind (3/14) und bald Minikind (8/17)
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Sinchen1985
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Re: Belohnung /Bestechung

Beitrag von Sinchen1985 »

Naja, natürlich muss ich mein Kind nicht an alles Dumme, was so kreucht in unserer Gesellschaft gewöhnen. Aber irgendwie ernähren und durchkommen muss es schon später...Ich sprach ja auch nicht vom Kleinkindalter...

Man muss dem Kind eben trotzdem, egal was es auch mal verbockt, das Gefühl geben, immer geliebt zu sein!

Ich spreche nur von meiner persönlichen Erfahrung und Meinung!
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Wer hätte gedacht, das so ein Kind so viel Glück mit sich bringt?
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BEcKa
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Re: Belohnung /Bestechung

Beitrag von BEcKa »

Belohnungen zerstören die innere Motivation. Ohne eigene Motivation hat man es später im Leben, wenn einen keiner mehr belohnt wirklich schwer.
Liebe Grüße
Becka
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und ein Bild- Dich trag ich bei mir, bis der Vorhang fällt...



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Re: Belohnung /Bestechung

Beitrag von Nimue1212 »

BEcKa hat geschrieben:Belohnungen zerstören die innere Motivation. Ohne eigene Motivation hat man es später im Leben, wenn einen keiner mehr belohnt wirklich schwer.
Das drückt ziemlich gut aus, was ich dabei fühle! Ich finde so ein Belohnungssystem auch ziemlich daneben. Bestechungen in Ausnahmefällen dagegen hab ich auch schon angewendet :oops: (Beispiel Stillhalten beim Frisör).
Liebe Grüße
Anika mit Lisa (03/95), Livie (07/06), Nottie (03/08 ) und

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