Natürlich gehen bestimmte Nahrungsbestandteile in die Milch über. So kann etwa Spargel die Mumi im Geschmack verändern, Zwiebeln und Knoblauch auch. Aber idR kennt das Baby die übliche Nahrung der Mutter bereits aus der Schwangerschaft, so daß die Ursache für Blähungen beim Kind meist nicht in der Nahrung der Mutter zu suchen ist.
Manche Babys reagieren aber sehr empfindlich in den ersten Wochen, wenn die Mama einen Nahrungsexkurs, beispielsweise ins Chinalokal, unternimmt.
Recht häufig ist wohl, daß das Baby auf Milchprodukte reagiert, die die Mutter zu sich nimmt. Warum genau das so ist, weiß ich allerdings nicht, ich glaube, es hängt mit den artfremden Eiweißen zusammen, das wird aber Altraia sicherlich genauer wissen.
Soll heißen: eine "Stilldiät", wie sie viele Mütter von Bläkindern halten, führt selten zum gewünschten Resultat. Die Bauchweh liegen oft in einer allgemeinen Unreife des Darmes. Nachdem ich selbst mit meinem jüngsten Kind Windelfrei praktiziert habe, weiß ich außerdem, daß viele Babys es gar nicht mögen, ihr "Nest zu beschmutzen", also das Urinieren und käckern in die Windel nicht mögen. Sie halten ein, was zu Bauchschmerzen führt. Diese Tatsache allerdings ist in unserem Kulturkreis derart unbekannt, ja, die Möglichkeit, daß selbst neugeborene Babys bereits ein Ausscheidungsbedürfnis anzeigen, wird für derart unmöglich gehalten, daß ich meist nur ungläubige Blicke und Kopfschütteln ernte, wenn ich das ins Feld führe.
Aber zurück zum Thema. Natürlich können Speisen, die die Mutter zu sich nimmt, die Milch in geringem Ausmaß in Geruch, Geschmack und möglicherweise auch der Menge beeinflussen. Aber die Qualität an sich, also die Nährstoffzusammensetzung, bleibt immer gleich hoch und perfekt an das Baby angepasst, solange die Mutter sich normal und ausgewogen ernährt.
Eine kalorienreichere Ernährung (wobei nicht nur die Kalorien wichtig sind) kommt damit nicht in erster Linie dem Baby zugute, sondern der stillenden Mutter selbst. Ihr Körper bedient sich nämlich notfalls an den mütterlichen Reserven, um die Milch auf ihrem hohen Niveau zu halten - was dann bei der Mutter etwa zu Erschöpfung und Müdigkeit führen kann.
Da aber natürlich auch das Baby von einer gesunden und ausgeglichenen Mutter profitiert, ist es ganz im Sinne des Babys, wenn Mama sich gesund und abwechslungsreich ernährt
Liebe Grüße Alex

