"Euer Kind isst nicht genug, gebt ihr doch mal Nährbier!"

Was kommt nach dem Vollstillen?

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stjaerna
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Re: "Euer Kind isst nicht genug, gebt ihr doch mal Nährbier!

Beitrag von stjaerna »

Sheena hat geschrieben:Ich kann dich gut verstehen, das dich das verletzt. Wahrscheinlich hilft es nur sich ein "dickes Fell" anzuschaffen. Um so damit gelassener umzugehen. Wobei das bei nahestehenden Personen schwerfehlt. Man fühlt sich nicht ernst genommen und man hat das Gefühl das einem nichts zugetraut wird.
Liebe Grüße
Simone
genau das trifft es auf den Punkt.
Zieht sich ja durch alle Bereiche durch, grade ist halt das Essen dran. Wie gesagt, ich warte nur drauf, dass ich abstillen soll...
Ach. Dickes Fell. Ja... brauch wohl wiedermal ein Mantra oder so.
Kinder müssen mit Erwachsenen sehr viel Nachsicht haben. (A. d. Saint-Exupéry)
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Aljona
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Re: "Euer Kind isst nicht genug, gebt ihr doch mal Nährbier!

Beitrag von Aljona »

Oh je, ich kann dich auch soooo gut verstehen! Bei uns sieht's genauso aus. :( Meine Mutter lässt sich immer wieder einen neuen Grund zur Sorge einfallen und ich muss mich rechtfertigen. :roll: Als wir dann mal beim Thema "Babyernährung" waren, habe ich ihr das Buch von Eugster in die Hand gedrückt, denn die gedruckten Worte haben ja eine magische Wirkung. Es wird aber trotzdem ca. alle zwei Tage gefragt, was meine Tochter so alles isst, und alle zwei Wochen muss ich erklären, warum sie noch kein Fleisch bekommt. Ich weiß also nicht, ob es dich freut, aber du bist nicht alleine! :wink:
__________
LG
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Minou
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Re: "Euer Kind isst nicht genug, gebt ihr doch mal Nährbier!

Beitrag von Minou »

hast du ihr mal gesagt das sie dich damit verletzt?
das du nicht einfach dumm und unwissend bist, sondern dich informiert hast und deine tochter ganz bewusst so ernährst wie du es tust? sie darauf hingewiesen das die kleine offensichtlich gut gedeit, du es also richtig machst?
frag sie mal warum du dein kind mästen sollst wie eine gans (das ist übrigens verboten wg tierquälerei :wink: ), warum man das sättigungsgefühl eines kindes ignorieren und ihm sogar kalorien untermogeln soll (nährbier :roll: , das ist purer zucker). vor allem wenn es diesem kind offensichtlich gut geht!

kleinkinder werden vollgestopft, und später meckert man dicke teenager an, ich versteh's nicht.
wieso sind omas so oft darauf versessen ihre enkel vollzustopfen? wieso ist essen generell so ein reizthema? als ob eine (vernünftige, liebende) mutter ihr kind absichtlich hungern liesse :roll: , halten unsere mütter uns für lieblos oder nur für blöde...?
beides nicht so toll, das sollte man ihnen vielleicht mal deutlich sagen.
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stjaerna
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Re: "Euer Kind isst nicht genug, gebt ihr doch mal Nährbier!

Beitrag von stjaerna »

Ja, meine Worte.
Aber bei Oma prallen sie ab. PENG:
"So mein ich das doch nicht" ist dann die harmloseste Reaktion.
"Stell dich doch nicht so an" oder "Sei doch nicht so eine empfindliche Primel",...
"Wir wollen doch nur das Beste für unser Kind" - ja, ich etwa nicht?

Heute waren wir beim KIA, aus anderem Grund (sie hat ein bisschen Durchfall), und ich habe ihn, der Oma zuliebe, gefragt, ob das Kind denn genug "gedeihe". Er hat nur gegrinst, und gemeint, woher sie denn sonst ihre vollen Backen (Wangen) hätte, und nein im Ernst, dem Kind gehe es gut, das sehe man doch. Nicht zu dick und nicht zu dünn. SIe dürfe alles essen, was sie wolle, aber sie MÜSSE das nicht.
Sie solle nur genug trinken wegen des dünnen Stuhls - hier kam mein Part: Ja, das tut sie nicht, sie trinkt sehr wenig (Wasser, Tee), dafür aber stillt sie regelmäßig und nimmt da die Flüssigkeit auf. Vor diesem Part hatte icn ein wenig Angst - also vor seiner REaktion. Aber er sagte nur: ach, Stillen ist da ja eh die beste Medizin. Tadaa!
Und er würde keiner Frau vorschreiben, wie lange sie stillen soll, das müsse jede mit sich abmachen. Klingt vernünftig ;) Der einzige Nachteil, den er im Stillen sieht, ist die Abhängigkeit von der Mutter, aber auch das ginge ihn nichts an.

Gut - was ich eigentlich sagen wollte - ich hab meiner Mama erzählt, dass L. sogar laut Arzt gut im Futter steht und was Sache ist, dass er "Sanos**l" nur gut für den Apotheker findet, der damit Geld macht - und sie findet ihn jetzt "ja schon sehr komisch." Dabei ist sie sonst so arztgläubig!
Ne halbe Stunde später klingelt das Telefon erneut: "Du, soll ich L. am Sonntag eine KRAFTBRÜHE kochen?"...
ohne Worte, oder?
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Spatz
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Re: "Euer Kind isst nicht genug, gebt ihr doch mal Nährbier!

Beitrag von Spatz »

hey, der Beitrag hätte von mir sein können. Bei mir ist es nur ein Leberwurstbrot was ich füttern soll. Die Kleine muss doch richtig essen. Sonst stillst du ja ewig heißt es immer wieder...... :roll:
Schlafen und nachts Stillen ist zur Zeit auch ein aktuelles Thema. Ich verwöhne sie ja viel zu sehr....
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Re: "Euer Kind isst nicht genug, gebt ihr doch mal Nährbier!

Beitrag von kuscheltiger »

Das was Du erzählst, kenne ich nur zu gut.
Ich sage dann immer:
Ich entscheide, was die Maus ißt, und sie entscheidet wie viel.
Meistens ist das schon Ende der Diskussion.

Fühle Dich gedrückt.

Liebe Grüße
kuscheltiger
Viele Grüße vom kuscheltiger
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Re: "Euer Kind isst nicht genug, gebt ihr doch mal Nährbier!

Beitrag von Hummelchen »

i ch glaub das es mit den omas immer wieder solche diskussionen gibt, liegt daran das sie uns früher wirklich zum teil so nen kram zum essen gegeben haben und das halt schon oft arg früh abgestillt würde ( ich wurd noch nicht mal ganz drei monate gestillt). naja und wenn sie akzeptieren das unser weg richtig und gut fürs kind ist, müssten sie ja sich selbst eingestehen, das ihr weg vielleicht nicht so optimal war und das es vielleicht nicht immer ganz richtig war was sie uns so gegeben haben.
lg von Hummelchen mit Zaubermaus 06/09
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stjaerna
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Re: "Euer Kind isst nicht genug, gebt ihr doch mal Nährbier!

Beitrag von stjaerna »

thma ist brisanter denn je, wir sind ja jetzt im kh wegen magen-darm und damit verbundener austrocknungsgefahr. jetzt wird erst recht dauernd gesagt, sie isst und trinkt zu wenig. momentan definitiv richtig, aber wie wird das daheim? arghl...
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Re: "Euer Kind isst nicht genug, gebt ihr doch mal Nährbier!

Beitrag von metha »

Nach mehrmaligem erklären würde ich wohl durchgreifen, und den Kontakt stark reduzieren, aber auch sagen das es am ewigen Rumkriteln liegt und mir das nicht gut tut.
ich hatte das kurz nach dem Wochenbett mit meiner Mutter, sie war bei der Geburt dabei und hat mich auch die zeit danach toll versorgt.
Sie hat einen guten Draht zu der Kleenen aber irgendwann hatte sie so viele Ängste, um mich die Kleine etc. Ich hatte dann mit ihr gesprochen über ihre Bedenken sie war weiter misstrauisch bei uns gings um Windelfrei sie meinte nicht das unsere Tochter ein "Analneurotiker" :shock: wird.
Ich habe ihr Bücher zum Lesen mitgegeben, es half alles nichts sie äußerte regelmäßig ihre Bedenken so das es die Beziehung zwischen meinem Freund und mir schon belastete.
Da hab ich bei einem Telefonat ihr ganz klar gesagt, das sie einige Sachen wohl auch anderst gemacht hatte als ihre Eltern / Schwiegereltern und wie sie sich gefühlt hätte wenn sie andauernd kritisiert und mit Ratschlägen bombadiert worden wäre ( Ratschläge sind auch Schläge).
Und wenn das so weiter ginge müsste ich für mich sorgen und den Kontakt reduziern, da es mich zu sehr runterzieht, verunsichert und Kraft kostet.

Erst war sie etwas angesäuert, bei einem späteren Gespräch hatte ich ihr gesagt, wie dankbar ich für das bin was sie für mich alles getan hat, das ich sie liebe, das ich mir wünsch das sie mich versteht.

Was soll ich sagen wir arbeiten beide an uns: Sie versucht mir nur Tipps zu geben wenn ich sie danach frage und ich zu akzeptieren das sie halt doch manchmal zu große Ängste hat und diese äußern muss.
Liebe Grüße
Metha mit Paulinchen (10/08) und Thies (05/17)
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