Beide habe ich gerne gestillt bzw. stille ich noch.
Nun ist es so, dass ich merke, keine Lust mehr auf viel Till-stillen zu haben. Till wurde bis vor 6 Wochen noch voll gestillt, seitdem bekommt er mittags Möhren mit Nudeln oder Kartoffeln, ab und zu Fleisch, er mag sehr gern Apfelmus und Fingerfood.
Gestillt wird er morgens noch im Bett (FB), mittags nach seinem Essen und während des Mittagsschlafs mind. 2 mal, abends zum Schlafen gehen und nachts.
Vom Grunde her finde ich die Stillerei so ok, ich mag den engen Kontakt zu meinen Kindern, bei Lara war es damals ähnlich. Sie hat ab dem 8. Monat Brei bekommen und wurde bis zum 15. Monat gestillt. Nur sie hat halt zwischendurch nicht soviel gestillt, vor allem beim Mittagsschlaf nicht.
Nun ist es jedoch so, dass ich seit eins zwei Wochen merke, dass ich auf das zwischendurch Stillen von Till keine Lust mehr habe (also das Stillen während des Mittagsschlafs und manchmal auch abends wenn er viel Stillen will).
Momentan läuft es so ab, dass er mittags etwas brei ist, dann Apfelmus und dann Stillen und dann Schlafen. Till schläft dann ca. 1h, wird dann etwas wach, will stillen und schläft weiter. Das geht dann wieder ca. 1h und dann geht das Spiel von vorne los: stillen und weiterschlafen. Von den zeiten her siehts so aus: 11.15 Uhr Essen, ab ca. 11.45 Schlafen bis 12.30/13.00 Uhr, dann Stillen und dann nochmal schlafen bis ca. 14.15/14.30 Uhr.
Von den Zeiten her passt das eigentlich gut, nachmittags holen wir dann Lara ab und unternehmen alle zusammen was.
Ich möchte aber eigentlich nicht mehr mittags soviel stillen müssen. Wenn ich nicht stille, wird er nach der einen Stunde ca. 13.00 Uhr wach und ist nicht ausgeschlafen, d.h. er wird wieder müde wenn ich Lara aus der Kita abhole, aber schlafen kann er da auch nicht wirklich. So klappert er mir dann gegen 17 Uhr wieder ab und schläft, was dann zur Folge hat, dass er morgens 5.00 Uhr wach ist oder dann vor 20.30 Uhr abends nicht einschläft.
Naja, lange Rede, kurzer Sinn, ich möchte die Zeiten so wie sie momentan sind, nicht verändern, wir fahren alle damit sehr gut. Nur ich möchte mittags und zeitweise abends, wenn er da auch stündlich kommt, nicht stillen.
Lösungen gibt es folgende: ich pumpe ab und gebe ihm die Milch bzw. auch mal Papa, Oma, Tante oder ich gebe ihm Flaschenmilch.
So, nun fragt mich mal dazu was fürn Kopfzirkus bei mir abläuft, wenn ich eigentlich von der Milchmenge her stillen kann aber nicht möchte und dann auf künstliche Milch umsteige
Ich könnte Muttermilch abpumpen, dann wäre der Gedanke an Kunstmilch schonmal weg. Da sehe ich jedoch das Problem wann ich das machen soll? Und ich müsste ja auf Vorrat pumpen (da habe ich beim Ausfrieren der Milch damals bei Lara keine guten Erfahrungen gemacht, denn es hat ihr nicht geschmeckt) und wenns dann nicht in der betreffenden Situation reicht, was mache ich dann....
Es heißt ja immer "Stillbeziehung" und ich sollte es meinem Kind überlassen... aber irgendwie komme ich damit zur Zeit nicht zurecht. Ich möchte gerne das Stillen beibehalten, aber dann morgens, zum Einschlafen mittags und abends und nachts.
Ich fühl mich schlecht, dass solche Gedanken in meinem Kopf schwirren, ich möchte nicht so egoistisch sein, aber andererseits brauche ich auch Zeit für mich allein, mit meinem Mann ohne die Kinder, mit Lara mal ganz allein ne Weile, mit Freunden.... ich setzte mich selber so unter Druck, warum? Wovor habe ich Bedenken? Ich stempel mich selber als Rabenmutter ab, weil ich mit dem Gedanken spiele, meinem Sohn was zu geben, was er eigentlich besser von mir selber haben kann bzw. nicht braucht, nur um wieder mehr Freiheiten zu haben... ich mache mir Gedanken, dass andere mich abstempeln, es nicht verstehen können....warum? ich weiß nicht warum ich es nicht einfach mache sondern mein Gewissen mir im Weg steht...
Ich schicks mal ab, bevor ich es doch wieder lösche, denn ich schleppe diesen Beitrag schon ne Weile hier mit mir rum...
Danke fürs Lesen und fürs Antworten
LG Katrin






