Warum stille so viel nur so kurz?
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- mellmull
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Re: Warum stille so viel nur so kurz?
OT = off topic
Aber noch mal was zum Thema:
Es gibt ja leider auch viele, die erzählt bekommen, es schadet mehr das es nützt. ZB macht keine Jungs später schwul usw.
Aber noch mal was zum Thema:
Es gibt ja leider auch viele, die erzählt bekommen, es schadet mehr das es nützt. ZB macht keine Jungs später schwul usw.
Liebe Grüße von Melli
Verplüscht und zugenäht
Verplüscht und zugenäht
- kruemel09
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Re: Warum stille so viel nur so kurz?
echt?mellmull hat geschrieben:ZB macht keine Jungs später schwul usw.
- jeannex
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Warum stille so viel nur so kurz?
Ich denke, das Problem ist eine Kombination aus dem was vorgelebt wird/wurde im Umfeld, mangelnder Beratung nach dem KH im Wochenbett, und daß man von der Nachsorgehebamme nach der ersten Zeit praktisch allein gelassen wird mit den Problemen die das Stillen so am Anfang mit sich bringen kann.
Wenn dann die stillende Mutter jammert über ein Kind das alle 1 1/2 h trinken will, wunde Brustwarzen, Milchstau und Co, hat die Umgebung (oft auch die Hebamme), sofort den Rat zur Hand:
Zufüttern oder am besten gleich abstillen.
Schlimmer noch wirds, wenn das vollgestillte Kind nicht so zunimmt wie es soll, da werden Kurven vorgehalten, Wiegeprotokolle von der Mutter verlangt, Druck erzeugt, wo er noch nicht nötig wäre, usw.
Dazu dann noch die Werbung, die einem weismachen will, daß Flaschennahrung ach so naturgetreu wäre und so toll fürs Kind.
Klar, wenn es nicht anders geht, füttert man halt, Flaschen, nur wird den unsicheren Müttern immer suggeriert, Stillen wäre beschwerlich und Flaschenfüttern viel einfacher und bequemer und genauso toll wie Stillen fürs Kind.
Ich schreibe sehr emotionnal, weil ich all dies (vielleicht von Wundsein und Milchstaus abgesehen, hatte ich nie) auch auf meine eigenen Erfahrungen beziehe.
So ging es mir bei meinem 1.Kind. Nach Zufüttern folgte der Streik an der Brust, wie oft bei trinkfaulen Kindern, die merken, daß sie sich an der Flasche viel weniger anstrengen müssen, und nach 8 Wochen war alles vorbei.
Beim 2. wollte mir wieder Hinz und Kunz einen Bären aufbinden was die Milchmenge usw. betrifft, nur hatte ICH dieses mal das Selbstbewußtsein, und die innere Sicherheit, um mich davon nicht verunsichern zu lassen, und konnte eine 11 monatige Stillzeit erleben, die mir bei der großen im Nachhinein sehr fehlt.
Klar ist Stillen nicht immer einfach, weil eben alles an einem selber hängt, und man die ersten Wochen kaum was anderes macht, aber es ist auch schön.
Und das wird viel zu wenig vermittelt.
Leider wird eben oft vorschnell was entschieden, und es wäre manchmal nur ein bißchen mehr an Vertrauen und Durchhaltevermögen nötig gewesen, um eine längere Stillzeit zu ermöglichen.
Wenn dann die stillende Mutter jammert über ein Kind das alle 1 1/2 h trinken will, wunde Brustwarzen, Milchstau und Co, hat die Umgebung (oft auch die Hebamme), sofort den Rat zur Hand:
Zufüttern oder am besten gleich abstillen.
Schlimmer noch wirds, wenn das vollgestillte Kind nicht so zunimmt wie es soll, da werden Kurven vorgehalten, Wiegeprotokolle von der Mutter verlangt, Druck erzeugt, wo er noch nicht nötig wäre, usw.
Dazu dann noch die Werbung, die einem weismachen will, daß Flaschennahrung ach so naturgetreu wäre und so toll fürs Kind.
Klar, wenn es nicht anders geht, füttert man halt, Flaschen, nur wird den unsicheren Müttern immer suggeriert, Stillen wäre beschwerlich und Flaschenfüttern viel einfacher und bequemer und genauso toll wie Stillen fürs Kind.
Ich schreibe sehr emotionnal, weil ich all dies (vielleicht von Wundsein und Milchstaus abgesehen, hatte ich nie) auch auf meine eigenen Erfahrungen beziehe.
So ging es mir bei meinem 1.Kind. Nach Zufüttern folgte der Streik an der Brust, wie oft bei trinkfaulen Kindern, die merken, daß sie sich an der Flasche viel weniger anstrengen müssen, und nach 8 Wochen war alles vorbei.
Beim 2. wollte mir wieder Hinz und Kunz einen Bären aufbinden was die Milchmenge usw. betrifft, nur hatte ICH dieses mal das Selbstbewußtsein, und die innere Sicherheit, um mich davon nicht verunsichern zu lassen, und konnte eine 11 monatige Stillzeit erleben, die mir bei der großen im Nachhinein sehr fehlt.
Klar ist Stillen nicht immer einfach, weil eben alles an einem selber hängt, und man die ersten Wochen kaum was anderes macht, aber es ist auch schön.
Und das wird viel zu wenig vermittelt.
Leider wird eben oft vorschnell was entschieden, und es wäre manchmal nur ein bißchen mehr an Vertrauen und Durchhaltevermögen nötig gewesen, um eine längere Stillzeit zu ermöglichen.
LG Jeannex
mit den Räubermädels Madame 07/04 und Motte 08/07
Ich arbeite auf 75% und bin in mehreren Foren aktiv, Sorry,falls es mal dauert mit Antworten. Ich versuche gerade, hier wieder Anschluß zu finden.
mit den Räubermädels Madame 07/04 und Motte 08/07
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- mellmull
- Power-SuTler
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Re: Warum stille so viel nur so kurz?
Hier gings mal um Ammenmärchen
Liebe Grüße von Melli
Verplüscht und zugenäht
Verplüscht und zugenäht
-
waagefrau
Re: Warum stille so viel nur so kurz?
Hallo Melli,
jetzt hast du dich durch eine ungeschickt von mir aus meiner Erinnerung gepickte Formulierung getroffen gefühlt,
das tut mir leid und war nicht beabsichtigt.
Um deine Aussage ging es mir im Kern gar nicht. Sicherlich sollten auch Hebammen in ihrer Tätigkeit reflektierte Ratschläge geben, egal, was sie persönlich empfinden.
Den allgemeinen Tenor vieler Beiträge in Forum betreffend bleibt jedoch der fade Beigeschmack der Überheblichkeit, und ich frage mich:
geht es darum, sich mit anderen Müttern in regem Austausch und Akzeptanz gegensetig zu befruchten (lustiger Ausdruck an der Stelle, ich weiß),
oder geht es darum, mit dem Finger auf andere zu weisen und zu sagen: "oh schaut, was die tut; wie gut, dass ich es viel besser mache, findet ihr nicht auch"?
Sich gegenseitig stärken oder sich abgrenzen?
Liebe Grüße,
Nike
jetzt hast du dich durch eine ungeschickt von mir aus meiner Erinnerung gepickte Formulierung getroffen gefühlt,
das tut mir leid und war nicht beabsichtigt.
Um deine Aussage ging es mir im Kern gar nicht. Sicherlich sollten auch Hebammen in ihrer Tätigkeit reflektierte Ratschläge geben, egal, was sie persönlich empfinden.
Den allgemeinen Tenor vieler Beiträge in Forum betreffend bleibt jedoch der fade Beigeschmack der Überheblichkeit, und ich frage mich:
geht es darum, sich mit anderen Müttern in regem Austausch und Akzeptanz gegensetig zu befruchten (lustiger Ausdruck an der Stelle, ich weiß),
oder geht es darum, mit dem Finger auf andere zu weisen und zu sagen: "oh schaut, was die tut; wie gut, dass ich es viel besser mache, findet ihr nicht auch"?
Sich gegenseitig stärken oder sich abgrenzen?
Liebe Grüße,
Nike
- mellmull
- Power-SuTler
- Beiträge: 5703
- Registriert: 09.09.2009, 16:40
- Wohnort: Schweiz
Re: Warum stille so viel nur so kurz?
Natürlich bin ich immer fürs befruchten
Alles wieder gut, nike

Alles wieder gut, nike
Liebe Grüße von Melli
Verplüscht und zugenäht
Verplüscht und zugenäht
- milkshake
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2936
- Registriert: 23.09.2006, 10:51
Re: Warum stille so viel nur so kurz?
es ist bestimmt schon geschrieben worden, ich habe nur das ausgangs-posting gelesen....
ich finde, die babynahrung-werbung suggeriert einem ja so schön, dass "6 monate lang" muttermilch die beste nahrung ist. ABER DANACH.... ja, dann kommt halt ale..., hum... und co! und werbung funktioniert, deshalb wird ja jährlich soviel geld dafür ausgegeben!
dazu natürlich noch der eklatante mangel an vorbildern, frau muss ja wirklich erstmal suchen gehen, um überhaupt fündig zu werden...
heute wird viel mit der angst der eltern gespielt - vor allem weil die deutsche durchschnittsfamilie ja nur 1,2 kinder hat (oder sind es inzwischen schon 1,3
), da fokussiert man total auf das eine kind und will alles richtig machen. und wenn man dann von überall hört, 6 monate vollstillen reichen, dann denken viele einfach auch nicht weiter sondern vertrauen halt der tollen pulvermilch...
zudem ist der gesellschaftliche druck auch nicht zu verachten!! ich selbst habe mich in meiner 3 1/2jährigen stillzeit mit meiner tochter öfters wie ein alien gefühlt. es sind vor allem die anderen mütter, die oft gegen das längere stillen (also länger als max. 1 jahr) voten! traurig, aber wahr.
ich finde, die babynahrung-werbung suggeriert einem ja so schön, dass "6 monate lang" muttermilch die beste nahrung ist. ABER DANACH.... ja, dann kommt halt ale..., hum... und co! und werbung funktioniert, deshalb wird ja jährlich soviel geld dafür ausgegeben!
dazu natürlich noch der eklatante mangel an vorbildern, frau muss ja wirklich erstmal suchen gehen, um überhaupt fündig zu werden...
heute wird viel mit der angst der eltern gespielt - vor allem weil die deutsche durchschnittsfamilie ja nur 1,2 kinder hat (oder sind es inzwischen schon 1,3
zudem ist der gesellschaftliche druck auch nicht zu verachten!! ich selbst habe mich in meiner 3 1/2jährigen stillzeit mit meiner tochter öfters wie ein alien gefühlt. es sind vor allem die anderen mütter, die oft gegen das längere stillen (also länger als max. 1 jahr) voten! traurig, aber wahr.
-
L-Mama
- ist nicht mehr wegzudenken
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- Registriert: 11.09.2009, 16:09
Re: Warum stille so viel nur so kurz?
Ihr habt ja das meiste schon gesagt!
Ohne diese Forum und eine Beratung per Mail von der LLL (wunderwunderschöner Brief), wäre ich auch ganz schön ratlos gewesen.
L. hat die ersten 2 Monate nur gestillt und ich sitzte auch jetzt noch viel auf dem Sofa. Habe mir eine richtig gemütliche Ecke eingerichtet, alles griffbereit!
Ich glaube auch, daß es Fehlinformation ist. Meine Hebamme meinte auch jedes Mal, wenn sie zu Besuch war (bis zur 8. Woche), ob sie denn jetzt bei einem 3-Stunden-Rhythmus wäre und es würden dann auch mal bald nur 5 Mahlzeiten sein. Hm.
Ich wußte, daß kann nicht sein und habe so weiter gemacht, wie bis jetzt. Und hier viele Fragen gestellt! Inzwischen bin ich erstaunt, daß L manchmal wirklich 3h nichts möchte, aber meistens stille ich alle 2-2 1/2 Stunden und halte das für normal! Abends und Morgens stündlich. Ist ja auch logisch - vor und nach der langen Nacht, in der sie alle 2-3h nur 10 min lang trinkt. Ich finde das echt praktischer als Licht machen und Flasche anrühren... und beim Zufüttern wach bleiben zu müssen! Graus!
Wenn ich also zurückblicke auf die 13 Wochen mit L. dann wundert es mich gar nicht, daß so viele aufhören. Falschinformation und keine Lust, das Leben komplett umzukrempeln. Ich glaube, daß viele denken mit Flasche wäre es einfacher und vielleicht auch "moderner". Wir leben doch in der totalen Konsumgesellschaft und da ist es doch super, wenn einem das jemand mit einem Produkt abnimmt...
Man müßte vielleicht den Frauen erzählen, daß man beim Stillen super Babys Nägel schneiden kann, Ohrmuscheln putzen, Haare streicheln, generell anhimmeln, surfen, stricken, manchmal mache ich mir dann auch Wimperntusche drauf. Telefonieren, skypen mit Eltern und einfach jedes Mal froh sein, daß ich nur ein paar Kissen brauche. OK und warmes Wasser und Futter...!
Ohne diese Forum und eine Beratung per Mail von der LLL (wunderwunderschöner Brief), wäre ich auch ganz schön ratlos gewesen.
L. hat die ersten 2 Monate nur gestillt und ich sitzte auch jetzt noch viel auf dem Sofa. Habe mir eine richtig gemütliche Ecke eingerichtet, alles griffbereit!
Ich glaube auch, daß es Fehlinformation ist. Meine Hebamme meinte auch jedes Mal, wenn sie zu Besuch war (bis zur 8. Woche), ob sie denn jetzt bei einem 3-Stunden-Rhythmus wäre und es würden dann auch mal bald nur 5 Mahlzeiten sein. Hm.
Ich wußte, daß kann nicht sein und habe so weiter gemacht, wie bis jetzt. Und hier viele Fragen gestellt! Inzwischen bin ich erstaunt, daß L manchmal wirklich 3h nichts möchte, aber meistens stille ich alle 2-2 1/2 Stunden und halte das für normal! Abends und Morgens stündlich. Ist ja auch logisch - vor und nach der langen Nacht, in der sie alle 2-3h nur 10 min lang trinkt. Ich finde das echt praktischer als Licht machen und Flasche anrühren... und beim Zufüttern wach bleiben zu müssen! Graus!
Wenn ich also zurückblicke auf die 13 Wochen mit L. dann wundert es mich gar nicht, daß so viele aufhören. Falschinformation und keine Lust, das Leben komplett umzukrempeln. Ich glaube, daß viele denken mit Flasche wäre es einfacher und vielleicht auch "moderner". Wir leben doch in der totalen Konsumgesellschaft und da ist es doch super, wenn einem das jemand mit einem Produkt abnimmt...
Man müßte vielleicht den Frauen erzählen, daß man beim Stillen super Babys Nägel schneiden kann, Ohrmuscheln putzen, Haare streicheln, generell anhimmeln, surfen, stricken, manchmal mache ich mir dann auch Wimperntusche drauf. Telefonieren, skypen mit Eltern und einfach jedes Mal froh sein, daß ich nur ein paar Kissen brauche. OK und warmes Wasser und Futter...!
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L-Mama
- ist nicht mehr wegzudenken
- Beiträge: 1002
- Registriert: 11.09.2009, 16:09
Re: Warum stille so viel nur so kurz?
la-mo hat geschrieben:den darf ich doch sicher klauen?Misurina hat geschrieben:Jetzt sage ich immer ganz böse, weil ich nicht will, dass mein Kind diesen Pulverfrass essen mussmich fragt man das heute auch schon!!!!
WAS????? Krass! Und laufen sollen sie auch schon!
- Erdbeerbaby
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2327
- Registriert: 04.10.2009, 14:03
- Wohnort: Oberpfalz
Re: Warum stille so viel nur so kurz?
Also zum Thema unabhängiger, Abends mal weg kann ich sagen, ja das geht auch ab und an, Abpumpen und ein Papa daheim kein Problem. Aber ich kenn da auch viele Flaschenmamas und mir werden oft Tips gegeben wie ich am besten abstille. Das mein Kind endlich durchschläft
mein Kind schläft meiner Meinung nach durch. Sie schmiegt sich halt öfter an mich und will ihren Busen, dann schläft sie gleich weiter
gut ist schon oft anstrengend
aber ich liebe diese Zeit. Grad beim ersten kann man das glaub ich doch auch voll genießen, nix tun, das winzige etwas im Arm und es stillen,liebhaben,anschauen und wie ich von Jospittler ganz lustig finde
Nägel schneiden und surfen
ich muß da jetzt sagen, meine hebamme war da auf Zack mit stillen. Egal ob Wund und Stau und und, Sie hat mir Tipps gegeben und wir habens super hingekriegt
wie schon oft gesagt, man braucht Rückhalt. Ne Bekannte meines Mannes hat nach 4 wochen bereits Flasche gegeben, mit 8 wochen die Nahrung 1
weil Pre nicht reicht, und sie macht da auch noch Sabtropfen rein,weil der kleine Bauchweh hat
die hatte keine feste Hebamme, auch keine die Heim kam und so. Das find ich schade, wo es hier bei uns echt ne tolle Hebammenpraxis gibt
naja aufjedenfall erzählt sie letztens, der kleine jetzt 10 wochen alt. Sie hat ihn 24 Stunden zur Oma getan
Damit sie endlich mal wieder essen kann mit ihren Mann und durch schlafen
also da wußt ich echt nix bessres drauf als zu sagen das ich das nicht übers Herz gebracht hätte.Naja hat sie gmeint, mit Flasche ist das gar kein Problem, da mußte halt die Oma aufstehn
hoffentlich bin ich nicht vom Thema abgeschweift 
Liebe Grüsse Nadine mit Erdbeerbaby 01/09 und Milchknilch 07/11





