Beikost zwischen dem 4.-6.LM doch okay???

Was kommt nach dem Vollstillen?

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Sagittaria
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Re: Beikost zwischen dem 4.-6.LM doch okay???

Beitrag von Sagittaria »

SteffiJ hat geschrieben:[... ich finde es einfach ein wenig einseitig ihnen "nur" mit dem Argument entgegenzutreten, dass zu frühe Beikost den Stillverlauf gefährden kann.
Das hat gar keiner behauptet!

Wir weigern uns nur, entgegen dem Befinden des Babys den Beikoststart an einem bestimmten Lebensalter festzumachen!

Es sollte da, meiner Meinung nach, gar keine Altersgrenze geben, sondern IMMER nach dem Baby geguckt werden.

Ich persönliche kenne kein einziges Baby, das mit vier Monaten schon beikostreif gewesen wäre.

:wink:
LIEBE Grüße,
Denise, Anna (12/2007), Mika (05/2010), Jonathan (08/2013) und Lebens/Liebespartner Thomas

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darkdragonsoule
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Re: Beikost zwischen dem 4.-6.LM doch okay???

Beitrag von darkdragonsoule »

das hast gut gesagt,so seh ichs auch.
und ich finde wenn man ein kind nicht zu irgendwas zwingt dann ist es doch völlig ok wenn es jeder macht wie er denkt unf fühlt.
Liebe Grüße von Jessi mit Y. 06,D. 08 und M. 010
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Stell dir vor es wär Krieg,und keiner geht hin!
FrauEinhorn
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Re: Beikost zwischen dem 4.-6.LM doch okay???

Beitrag von FrauEinhorn »

meine milch reicht nicht ( und das nach vier wochen) deshalb füttere ich zu- über so viele tausend jahre hat das geklappt. warum plötzlich nicht mehr? wir wären doch heut gar nicht da, wenn nach nem monat die milch nicht mehr reichen würde.
Weil es zuviele unqualifizierte Ratschläge,und viel zu wenig wirkliche Informationen gibt (wenn man sich nicht gerade im SuT verirrt :lol: ).
Nach dem Kaiserschnitt,als ich in den Kreissaal kam bekam ich keinerlei Hilfe beim anlegen,ich versuchte es also selbst sofort,dann wurde mir geraten Tom alle 4 Stunden anzulegen,das ich nach Bedarf stillen wollte war mir klar,das wurde erstmal akzeptiert,am 3.Tag wurde mir mit ernster Miene gesagt mein Kind habe viel zu viel abgenommen,ich müsste definitiv noch heute zufüttern.Aus Angst es wäre wirklich zu viel habe ich es gemacht :( Ab da wurde es ein ewiger Kampf,Tom wurde noch trinkschwach wegen starker Neugeborenengelbsucht,dann sollte ich abpumpen weil Tom sich an der Brust zu sehr anstrengen würde.Außerdem bekam ich dort noch im Kreißsaal Stillhütchen "verpasst",prophylaktisch ! Bevor die Brustwarzen wund werden! Nach nur 7 Wochen und etlichen Problemen war das Stillen vorbei :cry:
Ich könnte wetten,wäre der Start besser gewesen,hätte es geklappt.
Ups,so lang sollte der Text gar nicht werden,ich wollte nur sagen: Die ganzen Informationen und Ratschläge gehen heutzutage so sehr ausseinander,das die meißten die guten nicht von den schlechten ausseinander halten können und total verwirrt sind!


Zum eigentlichen Thema:
Das meißte wurde schon geschrieben,deshalb nur meine persönliche Meinung: Zu frühes Zufüttern halte ich für sinnlos und überflüssig,irgendwer schrieb hier schon das der Anfang der Oralen Phase oftmals mit der Beikostreife verwechselt wird.
6 Monate vollstillen ist natürlich prima,das finde ich als Anhaltspunkt gut,ist ein Kind aber etwas früher oder später erst bereit sollte man auch das mit einbeziehen. Tom bekommt nun seit ein paar Tagen Beikost,die Betonung liegt aber deutlich auf "BEI",ganze Mahlzeiten ersetzen möchte ich definitiv noch nicht,und damit gibt er sich auch zufrieden.
LG
FrauEinhorn + Kind *2009
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alequito
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Re: Beikost zwischen dem 4.-6.LM doch okay???

Beitrag von alequito »

Was jede Frau hat ist Bauchgefühl.Ratgeber hin oder her.
Sie geben Rat SCHLÄGE....
Wenn das BAuchgefühl nicht stimmt dazu nützt dir das beste Buch nichts.

Also BAuchgefühl beachten, fehlt ganz vielen MEnschen. HAben sie verlernt, noch nicht gelernt, aber ist alle Mühe wert es wieder hervor zu kramen.
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J.M. 3/11 mit wiedergeburt am 10.5.11, Flieg kleiner Falke! 13.8.2011

„… Du kannst nämlich nicht verloren gehen.
Du bist Liebe.
Und Liebe ist Energie.
Und Energie kann nicht verloren gehen.
Das weiß sogar die Wissenschaft…“


Wenn wir einfach schon ganz früh erfahren dürfen, dass wir sind, und dass wir, weil wir sind, gut sind, ich glaube, das kann eine Gesellschaft wirklich grundlegend verändern. Alexandra 2011

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Re: Beikost zwischen dem 4.-6.LM doch okay???

Beitrag von GiGi »

Ich finde es selbstverständlich, erst Beikost einzuführen wenn das Baby reif dafür ist. Meine Frage ging eher in die Richtung, dass die Argumentation für mind. 6 Monate voll stillen ja auch darauf beruht, dass das Allergierisiko dadurch erhöht würde. Und wenn es sich nun tatsächlich zeigt, dass das Zeitfenster für die beste Verträglichkeit und geringste Wahrscheinlichkeit zur Ausbildung von Allergien zwischen dem 4. und 6. Monat liegt, dann würde ich Müttern, die das tun etwas gelassener gegenübertreten...

Ich denke, wir dürfen nicht vergessen, dass unsere Meinungen und Tatsachen manchmal nicht übereinstimmen... so bitter wie es manchmal vielleicht auch ist. :wink:
SteffiJ hat geschrieben:Auf die Gefahr hin hier gesteinigt zu werden, derartige Studien gibt es wirklich und auch wirklich mit diesem Ergebnis. Der Chef meines Mannes ist Vorsitzender der Gesellschaft für Kindergastroenterologie, die diese Studie unter anderem mitgetragen hat und soweit ich weiß ist sie durchaus nicht von Herrn Hipp gesponsort ;).
Hast du da mal nen Link für mich, wo ich das nachlesen kann?
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Iris
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Re: Beikost zwischen dem 4.-6.LM doch okay???

Beitrag von Iris »

GiGi, in der verlinkten Stellungnahme von AFS und LLL findest Du in den Fußnoten die Angaben, die Du suchst. :wink:
Steffi, ich danke Dir für Deine Einlassungen. Es ist in Still-(Beraterinnen-)Kreisen häufig eine gewisse Angst und Vorsicht beim Thema Beikost zu beobachten. Dies ist insoweit verständlich, als dass viele, die hier aktiv sind, beim eigenen Kind oder an sich selbst bittere Allergie-Erfahrungen gemacht haben.
Grundsätzlich jedoch gilt: Achte auf Dein Kind und Deinen Instinkt! Wenn Dein Kind mit 4 Monaten beikostreif ist (Denise, ich kenne ein paar :wink: ), dann lass es essen. Wenn es auch mit 6 Monaten nicht essen will/kann, warte, bis es soweit ist. Die verlässlichste Angabe zum richtigen Zeitpunkt für die Beikosteinführung macht Dein Baby. (Bei mir war das Baby fast schon ein Kleinkind. :wink: )
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alequito
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Re: Beikost zwischen dem 4.-6.LM doch okay???

Beitrag von alequito »

ganz ehrlich,
meine allerpersönlichste meinung als frau und mutter ist:

dass kinder weit über 6 monate voll gestillt werden sollten, dann ums erste lebensjahr langsam beikost einführen. weiter stillen 3-4 jahre oder länger.

in der zeit hat das gesamte verdauungssystem zeit zum reifen.
der körper ist gestärkt, und muss dann nicht unbedingt allergisch reagieren.

ganz ehrlich ich selber finde es eher wider der natur, wenn man beikostalter immer früher ansetzt, weil es da ja keine allergien hervorruft.
ich bin nicht der meinung, dass man so viel am wesen herumdoktorn muss, um mal wieder etwas neues zu finden.

aber eben meine meinung....

wer eine studie in auftrag gibt, eine studie durchführt und von wem sie letztlich finanziert/mitfinanziert wird sind drei verschiedenen schuhe.

manchmal ist es ein langer weg, um dies herauszufinden...
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Re: Beikost zwischen dem 4.-6.LM doch okay???

Beitrag von Lösche Benutzer 2872 »

Ich bin ja immer wieder am überlegen, ob nicht gerade allergiegefährdete Kinder instinktiv besonders lange stillen um nicht zu früh mit dem Unverträglichen in Berührung zu kommen. Dementsprechend hätten natürlich Kinder die von sich aus früher anfangen zu essen seltener Allergien. Ist aber nur Mutmassung ohne Hintergrund. :)

Meine Maus hätte zwischen dem 4 und 6 Lebensmonat nie im Leben etwas gegessen. Und das ist für mich ausschlaggebend. Was helfen Studien, wenn die das eigene Kind überhaupt nicht interessieren. Sie hat erst mit acht Monaten langsam angefangen sich für essen zu interessieren.
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alequito
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Re: Beikost zwischen dem 4.-6.LM doch okay???

Beitrag von alequito »

Ich habe eine Bekannte, deren Kinder allergisch auf Nahrungsmittel sind, bzw Neurodermitis haben mit Auslösern in Nahrungsmitteln. DIe haben nicht mit, oder vor 6 Monaten Beikost bekommen, sondern erst später.

Von sich aus haben diese Kinder die auslösenden Nahrungsmittel gemieden.....

Für mich gehört außerdem zum Essen

1. aufrecht sitzen können (machen wir ja auch)-> ca zw. 7-10 Lebensmonat
2. Backenzähne um die Nahrung zerkleinern zu können.-> geht mit Schneidezähnen nicht (Erwachsene bekommen ja sogar die Dritten als Gebiß, damit sie feste Nahrung zerkleinern können) Backenzähne kommen ca im 2 Lebensjahr +/-

Hat schonmal jemand mit euch den Test gemacht, dass ihr mit einem undefinierbaren Brei gefüttert werden ( mit den üblichen Sprüchen). Der auch nicht besonders lecker aussieht. Ihr wißt nicht, was drin ist. Bekommt den Löffel alá Flugzeug in den Mund geschoben ( am besten vorher das überschüssige vom Fütterer abgeschleckt...), danach noch mit dem Löffel um den Mund saubergeputzt. Wie würdet ihr euch fühlen?

Ich habe das Experiment mit Müttern gemacht. (sie fühlten sich vor allem ausgeliefert...)
alequito mit
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ClauWi Trageberaterin & Stillberaterin
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Iris
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Re: Beikost zwischen dem 4.-6.LM doch okay???

Beitrag von Iris »

Ach komm. Ich möchte auch nicht gewickelt werden, ja, ich möchte nicht einmal auf dem Rücken eines anderen Menschen getragen werden. Und an einer Brust nuckeln, aus der lauwarme Milch kommt, will ich auch nicht. Das sagt nichts aus.
Die Sache mit den Backenzähnen ist Quatsch. Viele Kinder essen gern Brei und auch in den sog. Naturvölkern (sorry für den imperialistischen Ausdruck) wird wg. fehlender Zähne püriert. Nur da machen die Mütter das durch Vorkauen, was bei uns wg. Karies nicht so empfehlenswert ist und auch unserer Kultur eher fernliegt. :wink:
Übrigens können auch backenzahnlose Babys fingerfooden. Es muss eben nur geeignetes Essen sein wie Banane, weichgekochtes Gemüse, geeignetes Brot...
Iris mit Großer -10/05- und Kleiner -02/08- , erzogen und geimpft
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