Zu wenig Milch?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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hilltopsheep
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Re: Zu wenig Milch?

Beitrag von hilltopsheep »

So, ich bin mal wieder zu Besuch bei meinen Eltern. Meine Mutter arbeitet ausgerechnet auf der Wöchnerinnen-Station im KH und hält nicht viel von der Stillberaterin, die dort die Frauen berät....
Jedenfalls meinte sie heute doch wieder, mir sagen zu müssen, ich müsse sicher bald zufüttern, wenn der Kleine andauernd Hunger habe. Ich solle ihm doch auch mal Fenchel-Tee zum Trinken geben, da er sicher auch Durst habe.
Jetzt muss ich nochmal nachfragen: Wenn ich ihn immer anlege, wenn er schreit und sucht, dann wird meine Milch doch sicher reichen und sich seinem Bedarf anpassen, oder? Oder gibt es wirklich Frauen, bei denen die Milch einfach ausgeht? Das hat doch dann Gründe, z.B. dass sie nicht nach Bedarf stillt, sondern z.B. alle drei Stunden, oder sowas, oder?
Ich bin schon wieder so verunsichert. Ich hab meiner Mutter auch gesagt, dass mich das stört, wenn sie sowas sagt, und darauf meinte sie nur, dass ich ja eh immer alles so alternativ mache, und meine, Recht zu haben damit, und ich würde den Kleinen lieber hungern sehen, als dass ich zufüttern würde. Aber es geht ihm doch gut. Er schläft nachts wunderbar, nur nachmittags und abends trinkt er sehr häufig.
Ich hab wirklich das Gefühl, man kann Frauen sehr leicht zum Abstillen bringen mit solchen Kommentaren...
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"Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder
als lebende Pfeile ausgeschickt werden.
Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit,
und Er spannt euch mit Seiner Macht,
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zobelchen81
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Re: Zu wenig Milch?

Beitrag von zobelchen81 »

Hallo

Also ich stille meine Beiden Süßen jetzt 13 Monate und habe ihnen während meiner Vollstillzeit kein Wasser, Tee o.ä. gegeben. Warum auch. Die Milch stillt nicht nur den Hunger, sondern auch den Durst.

Erst als meine morgends ein halbes Brötchen gegessen haben bzw. nur noch nachmittags, abends und nachts gestillt worden sind , habe ich Wasser angeboten. Mit Tee bin ich ein wenig vorsichtig, denn ich glaube, dass Heiltees, wie Fenchel, Kamille, Pfefferminze nicht als Dauergetränk gegeben werden sollten, sondern dann, wenn sie bei Krankheit gebraucht werden.

Und ich kann mir nicht vorstellen, warum die Milch weg gehen sollte (außer durch Medikamente, extremer Stress oder Krankheit). Solange das Angebot/Nachfrage-Prinzip nicht gestört wird ist es doch auch total unlogisch.

Mir hatte mal jemand gesagt: Solange noch etwas, wirklich nur etwas Milch kommt, kann man diese Immer wieder steigern.

LG Sabrina, die immernoch glücklich mit ihren kleinen Stillkindern ist, egal wie oft sie nachts kommen
Gruß
Sabrina mit Julina und Nora (*06.08.2008)

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Steff
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Re: Zu wenig Milch?

Beitrag von Steff »

Nur kurz, muss ins Bett:


"Wenn folgende Kriterien erfüllt sind, ist davon auszugehen, dass das Baby satt wird:

- mindestens fünf bis sechs nasse Wegwerfwindeln hat (um zu sehen wie nass nass” ist, sechs Esslöffel Wasser auf eine
trockene Windel geben)
- in den ersten sechs Wochen täglich mindestens zwei bis vier Stuhlentleerungen (später sind seltenere Darmentleerungen
normal)
- eine durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme von mindestens 110 g pro Woche ausgehend vom niedrigsten
Gewicht (mit zunehmendem Alter verringert sich die durchschnittliche Gewichtszunahme)
- eine gute Hautfarbe und eine feste Haut
- Wachstum in die Länge und Zunahme des Kopfumfangs
- ein aufmerksames und lebhaftes Verhalten des Babys

Es gibt immer wieder Phasen, da möchte ein Baby scheinbar ununterbrochen gestillt werden. Häufig sieht das so aus: das Baby trinkt kurz, nickt ein, wacht wieder auf, trinkt erneut usw. Dieses Stillverhalten nennt sich Clusterfeeding. Für junge Babys ist dies völlig normal und hat nichts damit zu tun, dass die Muttermilch nicht ausreicht. Ein weiterer Grund für das Clusterfeeding sind Wachstumsschübe. Durch das häufige Saugen an der Brust stellt sich die Milchproduktion auf die gesteigerte Nachfrage des Kindes ein. Aber auch das Zahnen, viel Unruhe, viele Besucher u. ä. können dazu führen, dass ein Baby schier unersättlich zu sein scheint."

(aus: http://www.still-blog.de/stillen/mythen ... a-stillen/)


Und wenn du verunsichert bist, komm hier her! Wir rücken dir den Kopf wieder gerade Bild
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Iris
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Re: Zu wenig Milch?

Beitrag von Iris »

Oh je, Feli, da bist Du wirklich in einem blöden Konflikt. Die eigene Mutter, noch dazu "Fachfrau" redet gegen das, was Du für richtig hältst. Das kann ganz schön verunsichern.
Hast Du ein gutes Stillbuch (z. B. "Stillen" von Martà Guoth-Gumberger und Elizabeth Horman)? Saug es auf, damit Du zumindest für Dich argumentieren kannst.
Zu Deinen Fragen:
Nein, die Milch versiegt nicht einfach. Fast jede Mutter kann stillen. Die Nachfrage regelt das Angebot. In Zeiten vermehrten Bedarfs durch Wachstumsschübe stillt das Baby einfach öfter und schon wird mehr Milch gebildet.
Natürlich hat Dein Baby manchmal Durst. Aber den stillt es an der Brust mit der sog. Vordermilch, die am Anfang einer Stillmahlzeit gebildet wird. Tee o. ä. gegen den Durst zu geben ist also unnötig und wäre zudem kontraproduktiv, weil der natürlich auch den Magen füllt und satt macht ohne jedoch zu nähren. Dadurch würde Dein Kind weniger Muttermilch trinken und zum einen weniger Kalorien zu sich nehmen und zum anderen würdest Du weniger Milch produzieren, weil ja scheinbar weniger gebraucht würde. Jede Form der Zufütterung ist ein Eingriff in das sensible Wechselspiel von Angebot und Nachfrage.
Iris mit Großer -10/05- und Kleiner -02/08- , erzogen und geimpft
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hilltopsheep
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Re: Zu wenig Milch?

Beitrag von hilltopsheep »

Iris hat geschrieben: Natürlich hat Dein Baby manchmal Durst. Aber den stillt es an der Brust mit der sog. Vordermilch, die am Anfang einer Stillmahlzeit gebildet wird. Tee o. ä. gegen den Durst zu geben ist also unnötig und wäre zudem kontraproduktiv, weil der natürlich auch den Magen füllt und satt macht ohne jedoch zu nähren. Dadurch würde Dein Kind weniger Muttermilch trinken und zum einen weniger Kalorien zu sich nehmen und zum anderen würdest Du weniger Milch produzieren, weil ja scheinbar weniger gebraucht würde. Jede Form der Zufütterung ist ein Eingriff in das sensible Wechselspiel von Angebot und Nachfrage.
Danke für alle eure lieben Antworten! Hab mich schon die ganze Nacht drauf gefreut, sie heute morgen zu lesen, weil ich wusste, dass mein Gefühl mich nicht täuscht.
Das mit dem Tee ist ja der Hammer! Meine Mutter meinte, im KH sei es so oft so, dass Frauen Probleme beim Stillen hätten, zu wenig Milch und so. Aber die geben eben trotzdem Tee, 20 ml meinte meine Mutter, wenn ein Baby nach dem Stillen nicht zufrieden ist. Wenn ich das machen würde, würde Elijah bald garkeine Milch mehr bekommen.
Ich muss mir wirklich noch so ein Buch kaufen, damit ich mit bewiesenen Argumenten argumentieren kann, oder ich geb's am Besten gleich meiner Mutter zum lesen. Sie meint nämlich immer nur zu mir, ich sei extrem und verbohrt und alternativ. Dabei ist es doch nur natürlich, voll zu stillen, überhaupt nicht alternativ.
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Iris
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Re: Zu wenig Milch?

Beitrag von Iris »

hilltopsheep hat geschrieben:Ich muss mir wirklich noch so ein Buch kaufen, damit ich mit bewiesenen Argumenten argumentieren kann, oder ich geb's am Besten gleich meiner Mutter zum lesen. Sie meint nämlich immer nur zu mir, ich sei extrem und verbohrt und alternativ. Dabei ist es doch nur natürlich, voll zu stillen, überhaupt nicht alternativ.
Genau. Deswegen habe ich Dir auch das Stillbuch empfohlen, das am wenigsten alternativ daher kommt. Es ist hochglänzend mit vielen schönen bunten Fotos.
Mir ist aber noch ein anderes eingefallen, das in einem Verlag erscheint, in dem viele medizinische u. a. wissenschaftliche Bücher veröffentlicht werden. Vielleicht beeindruckt das Deine Mutter :wink: : Stillen - gesund und richtig von Denise Both und Gabi Eugster, erschienen bei Elsevier.
Grundsätzlich finde ich es wichtiger, dass Du selbst von dem überzeugt bist, was Du tust. Du brauchst Deine Mutter nicht von Deinem Handeln zu überzeugen - ihre Haltung kann Dir egal sein, wenn Du Dir in Deinem Tun sicher bist. Ich merke an mir selbst, dass ich mein Handeln kaum noch diskutieren muss, einfach weil ich es nicht in Frage stelle und dadurch auch nicht in Frage gestellt werde.
Iris mit Großer -10/05- und Kleiner -02/08- , erzogen und geimpft
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Tragedings
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Re: Zu wenig Milch?

Beitrag von Tragedings »

Darf ich mich mal hier dranhängen?

Meine Tochter ist nun fast 4 1/2 Monate, aber ich hab scheinbar wirklich kaum noch Milch, seit ca 4 Wochen kämpf ich ums Stillen, leg sie immer wieder an, aber manchmal verweigert sie total- oder sie saugt nur ganz kurz, hört auf und schreit total- aber natürlich immer noch hungrig. Blähungen oder ähnliches scheinen nicht dafür verantwortlich zu sein. Denn dann gibts sie sich nach kurzer Zeit und trinkt- so wars zumindest immer. Nur zum Einschlafen nuckelt sie noch gern an der Brust.

Ich hab dann mal angefangen Stilltee zu trinken und, wenn sie schläft die Pumpe zwischendurch zu benutzen um durch die häufigere Stimulation die Milchproduktion anzuregen....aber irgendwie scheints als obs nicht mehr wird. :?
Ich würd ja normalerweise sagen, das gibt sich, aber sie gehört schon zu den leichten Babies und ich hab Angst, dass sie nicht genug zunimmt.

Könnt ihr mir Tipps geben?

Nun ist sie gerade auch noch verschnupft, was das ganze natürlich noch bissl schwerer macht. :(
Bärbel
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hilltopsheep
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Re: Zu wenig Milch?

Beitrag von hilltopsheep »

Ich hatte heute doch wieder einen schweren Tag. Heute morgen war Dauertrinken angesagt, dann Bauchweh mit Blähungen, dann wieder Dauertrinken mit gleichzeitig Bauchweh... :cry: und dazu noch meine Mutter, die meint, er bräuchte Tee, weil er doch Durst hätte und wegen den Blähungen und er würde mir ja so verhungern...
@ Tragedings: Ich kann so gut nachfühlen, wie du dich fühlst. Es ist wirklich Stress im Kopf, wenn man nicht weiß, ob die Milch reicht. Aber bei dir ist es ja eher so, wie ich gelesen habe, dass die Kleine zur Zeit nicht so trinken will, oder? Ich denke, das ist was anderes. Aber das mit dem Schreien kenn ich auch. Elijah dockt auch öfters während dem Trinken ab und schreit, dann saugt er wieder 2 Sekunden, dann dockt er wieder ab und schreit... usw. Das macht schon Stress.
Ich hoff, es kann uns hier jemand helfen/ermutigen?
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PumpenBienchen
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Re: Zu wenig Milch?

Beitrag von PumpenBienchen »

@tragedings
könnte auch nur so ne Phase sein haben viele Babies in dem Alter, dass sie schlechter trinken. Vielleicht Zahneinschuss oder auch ein Entwicklungsschub. Hab ich auch grad hinter mir. Aber gestern nach Wieder gerne an der Brust und Dauergenuckel hab ich nachts gedacht gedacht meine Brüste explodieren. Nur Mut das wird schon.
Liebe Grüße Tanja mit Zwerg (04/09)

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Die größte Leistung besteht darin, nicht andere, sondern sich selbst zu übertreffen.
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hilltopsheep
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Re: Zu wenig Milch?

Beitrag von hilltopsheep »

Ich will auch, dass meine Brüste EXPLODIEREN!!
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