plötzliche Flaschenverweigerung...

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susisstrolche
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plötzliche Flaschenverweigerung...

Beitrag von susisstrolche »

Wahrscheinlich ist das Problem mehr in der umgekehrten Variante vorhanden, aber bei uns wäre es sehr praktisch wenn er ab und an mal abgepumpte Milch aus der Flasche trinken würde.
Vor ca. 2 Wochen habe ich mal probehalber Milch abgepumpt und sie ihm von meiner Mutter füttern lassen. Entgegen meinen Erwartungen hat er sofort einwandfrei getrunken, als hätte er sein Leben lang nichts anderes gemacht. An diesem Tag hat er auch das erste Mal einen Schnuller genommen (habe ihn einfach mal angeboten, weil er ständig an meinem Finger nuckeln wollte...) und mit Begeisterung genuckelt.
Ich habe mich also schon gefreut, dass ich ab August wieder 2 Vormittage die Woche arbeiten gehen kann.
Naja und es kam wohl wie es kommen musste - er verweigert sowohl Schnuller als auch Flasche rigoros :( . Ist natürlich super blöd, weil ich so permanent auf dem Sprung sein muss in der Arbeit und ständig ein ungutes Gefühl habe ihn womöglich hungrig alleine daheim zu lassen.
Gestern war dann mein erster Arbeits-Vormittag und er hat während meiner Abwesenheit 4,5 Stunden absolut nichts getrunken, war aber auch nicht ausgesprochen grantig, so dass er wohl gut ausgehalten hat ohne zu weinen.
Rein technisch kann er ja wohl aus der Flasche trinken, will aber anscheinend einfach nicht :roll: . Auch mit Löffel oder kleiner Spritze hat er die Milch verweigert...
Meint ihr dass er trinken würde, wenn der Hunger nur groß genug wird? Warum könnte er, nachdem er schon super aus der Flasche getrunken hat, sie plötzlich so strikt ablehnen?
Hat jemand ultimative Tipps, wie ich ihn doch noch an die Flasche gewöhnen könnte?
Vielen Dank schon mal :wink:
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Re: plötzliche Flaschenverweigerung...

Beitrag von purzel2008 »

Hattest Du das Gefühl, dass er das Stillen später nachholt? Dann würde ich mir überhaupt keine Sorgen machen. Wenn er nachts 4,5 Stunden nichts trinken würde, wäre das ja auch ok. Und er hat sich ja schließlich nicht beklagt. Wenn Du nicht das Gefühl hast, dass er nachholt, dann würde ich genau beobachten, ob ihm Milch zu fehlen scheint. Sollte das nicht der Fall sein, dürfte ebenfalls alles ok sein. Anbieten würde ich die Milch trotzdem, aber versuchen ruhig zu bleiben, falls es nicht klappt.

Alternativ könntest Du ihn Dir vielleicht zum Stillen bringen lassen bzw. zum kurz nach Hause gehen (je nach dem wie weit Du es hast).

PS: Tricks/Tipps wie man ein Kind, dass keine Flasche möchte dazu bringt, sie doch zu mögen habe ich keine. Meine Tochter hat nach 2 Monaten, in denen sie problemlos abgepumpte Milch aus der Flasche getrunken hat während ich arbeiten war (1 Tag/Woche) urplötzlich jede abgepumte Milch in jeglicher Darreichung verweigert und dann bis zu 9 Stunden nichts bzw. so gut wie nicht (weniger als 50ml) getrunken. Das war als sie 5 Monate alt war. Alle Versuche, sie dazu bewegen wieder Milch ohne Mama zu trinken waren vergebens. Leider war sie an diesen Tage extrem quengelig und sehr eindeutig nicht zufrieden. Trotzdem wollte sie nichst trinken und hat das Stillen nachts nachgeholt. Geändert hat sich erst etwas, als sie nennenswerte Mengen Beikost zu sich nahm (mit ca. 8 Monaten).
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susisstrolche
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Re: plötzliche Flaschenverweigerung...

Beitrag von susisstrolche »

Also scheint es mehrere plötzliche Flaschenverweigerer zu geben...
Ich hatte nicht das Gefühl, dass er etwas nachholen wollte als ich dann wieder da war. Er hat nur recht kurz gestillt und war dann schon wieder zu abgelenkt um länger zu trinken.
Insgesamt steht er wohl recht gut im Futter :lol: , so dass er eigentlich eine Stillunterbrechung vertragen könnte. Trotzdem mache ich mir da schon Sorgen wenn ich weiß, dass er evtl. Hunger hat und nur aus Eigensinn nicht aus der Flasche trinken mag.
Zum Stillen zu bringen, oder mal eben zu kommen ist es eigentlich zu weit, d.h. 20km einfache Fahrt.
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Re: plötzliche Flaschenverweigerung...

Beitrag von blubber »

meine kleine hat das erste mal die flasche auch problemlos genommen.als meine mutter ihr nach einigerzeit die flasche wiedergeben wollte kreischte sie wie am spiess.da ging gar nichts mehr.da ich auch arbeite und die kleine dann von meiner mutter betreut wird war das natürlich ganz blöde.nachdem die kleine dann nach 5stunden immer noch nichts trinken wollte,legte meine mutter sie hin und gab ihr so die flasche und siehe da,die maus trank ohne zu mekern die ganze milch..
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Re: plötzliche Flaschenverweigerung...

Beitrag von alequito »

wie wäre es denn statt dessen mit einer tasse? Sprich BEcherfütterung?
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Re: plötzliche Flaschenverweigerung...

Beitrag von thea »

Mein Sohn ist auch ein Flaschenverweigerer. Er hat sie allerdings ganz konsequent von Anfang an abgelehnt. Wir haben auch alles probiert (wenn er keinen Hunger hatte, wenn er großen Hunger hatte, wenn er etwas Hunger hatte, wenn ich zu Hause war, wenn nur mein Freund zu Hause war, mein Freund mit nacktem Oberkörper, mein Freund mit meinem Nachthemd bekleidet...), aber er hat sie strikt verweigert.
Ich muss noch Prüfungen machen und zu Hause kriege ich das Lernen nicht auf Kette, deshalb wollte ich immer unbedingt in die Bibliothek. Der Weg war nicht so weit, ich war immer so ca. 4 Stunden weg. Wir haben uns die gleichen Sorgen gemacht wie du, deshalb haben wir schon ganz früh (nach 4,5 Monaten) mit Beikost angefangen. Irgendwie hatte ich deshalb ein schlechtes GEwissen, aber ihm hats offensichtlich Spaß gemacht und mir wurde von einer Hebamme von einer Studie berichtet, wonach das Allergierisiko nicht höher ist, wenn man schon mit 4 Monaten mit Beikost beginnt. Mein Sohn hat immer wenig gegessen (und isst auch jetzt noch seehr wenig Beikost), aber es hat wohl den ersten Hunger ausgeglichen und er hat dann auch angefangen, Wasser aus dem Becher zu trinken (aber keine Milch) war aber echt immer ne riesige Sauerei. Häufig will er auch gar nicht sofort stillen, wenn ich komme, sondern freut sich nur so, mich zu sehen.
Mein Freund wünscht sich ganz ganz doll, dass er aus der Flasche trinkt, ich glaube, weil er sich sonst so unzureichend vorkommt, dass er seinen Sohn nicht ernähren kann, obwohl er doch in Elternzeit ist und sich so gut kümmert. Deshalb versucht er es echt immer wieder. Jetzt, seit es so heiß ist, trinkt unser SOhn Wasser aus der Flasche, aber nur, wenn das Loch rieeesig ist, also mit der Schere reingeschnitten und er gar nciht saugen muss. Aber beide sind offensichtlich glücklich damit.
Nachts stillt mein Sohn sehr viel, etwa alle 2-3 Stunden und ich habe selten so leere Brüste wie morgens. Wenn ich viel weg bin, trinkt er nachts besonders viel.
Fazit: Mach dir nicht soo große Sorgen, er verhungert nicht. Aber es kann schon sein, dass er Hunger hat und trotzdem nicht aus der Flasche trinkt. Da du nicht so lange am Stück weg bist, ist das echt ok.
Dafür werden dein Kind und sein Vater einen besonderen Draht zueinander haben, den sie nicht hätten, wenn du immer dabei wärst. Das finde ich sehr schön und bin immer ganz stolz auf meine beiden, wenn mein Sohn manchmal total anhänglich bei seinem Vater ist.
Thea mit Lars 01/09

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Re: plötzliche Flaschenverweigerung...

Beitrag von susisstrolche »

wollte nur mal eben berichten, wie es dann letztendlich geklappt hat als ich wieder angefangen habe zu arbeiten:
So plötzlich wie er die Flasche verweigert hat, hat er sie dann auch wieder genommen und problemlos daraus getrunken. Meine Mutter hat sich mit ihm ins dunkle Zimmer gelegt und die Situation ähnlich dem Einschlafstillen gestaltet und prompt ist er dann auch während dem Nuckeln eingeschlafen.
Ich bin wirklich erleichtert dass das jetzt wieder klappt... Da arbeitet es sich wirklich entspannter :wink:
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