Vielleicht hatte mein Nicht-Stillen-Können doch einen Sinn..

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mzw
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Re: Vielleicht hatte mein Nicht-Stillen-Können doch einen Sinn..

Beitrag von mzw »

Habe diesen Strang jetzt erst entdeckt und bin sehr betroffen von euerm Schicksal. Ich muss auch sagen, dass du das sehr gut wegzustecken scheinst und sehr stark sein musst - Hut ab dafür! Ich würde dir auch ans Herz legen, dich, sobald der Umzugs- und Ämterstress vorüber ist und du die Trauer zu verarbeiten suchst, dich an eine Hospizgruppe zu wenden. Die Hebamme scheint ja bereits eine wunderbare Person zu sein... sicher weiß sie noch weitere gute Adressen, auch in deiner alten/neuen Heimat.

Ich bin selbst auch gläubig und habe einen Verlust hinter mir. Es hat mir damals sehr geholfen, dass mir eine sehr kluge Frau erklärt hat, dass der Sinn unseres Lebens auf Erden ist, unserer Seele die Möglichkeit zum Reifen zu geben. Er im reifen Zustand kann sie zurück zur Gemeinschaft der Seelen - und leider gehören nicht nur schöne sondern auch sehr bittere Erfahrungen zu diesem Lebensweg. Ich weiß nicht, ob das für dich ein Trost ist, aber mir hat es damals geholfen zu wissen, dass dieser Verlust nicht "umsonst" war, denn er relativiert auch alles andere, was wir gemeinsam erlebt hatten und hat mich im Endeffekt definitiv noch stärker gemacht - so hart es zu Beginn auch war.

Deine Gedanken zum möglichen "Sinn" deines bisherigen (Nicht-)Stillens kann ich sehr gut nachvollziehen. Meine Vorrednerinnen konnten das ja bereits bestätigen: Stillkinder sind wirklich sehr oft ausgesprochene Mamakinder. Auch mein Mann bedauert es sehr, dass er nur zweitwichtigste Bezugsperson für unseren Sohn ist...

Drücke dich unbekannterweise fest und wünsche dir und deiner Familie viel Kraft für die kommende Zeit!
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Bettina
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Re: Vielleicht hatte mein Nicht-Stillen-Können doch einen Sinn..

Beitrag von Bettina »

Eva-M. hat geschrieben:Diese Gedanken kommen manchmal, meistens verdränge ich sie und versuche es halt zu akzeptieren, dass Gott mir diese Aufgabe gegeben hat. Meine Hebamme, eine tolle, gläubige Frau die in ihrer Gemeinde auch in der Seelsorge tätig ist, hat mir gesagt, dass ich diese schwere Last von Gott bekommen habe, weil ich stark genug bin sie zu bewältigen und daran nicht zerbrechen werde. Ich halte mich an ihre Worte fest, rufe sie auch ab und an mal an...
Hm, ich würde es gerne etwas feiner sehen.
Gott hat Dich auserwählt, Svens hartes Schicksal gut mittragen zu können und ihm das kurze Leben, was ihm von vornherein nur gegeben war zu verschönern UND ihm die Möglichkeit zu geben durch Eure Kinder weiter zu leben.
Du MUSST aber unbedingt die Trauer zulassen, wenn die Zeit da ist. Dazu sind dann auch die "guten Schicksale" Deiner Cousinen wichtig. Der Satz mit dem Loslassen, der muss erfüllt sein, damit ihr drei ein erfülltes Leben nach Sven leben könnt, denn das denke ich, ist sein größter Wunsch, dass es Euch gut geht.
Liebe Grüße
Bettina mit zwei recht großen Mädchen
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"Und doch fragt mich jeder neue Tag, auf welcher Seite ich steh.
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