Schlaf-Terror

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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Noldier
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Schlaf-Terror

Beitrag von Noldier »

Ich schreibe mal wieder :roll: (Achtunglang)
Emil ist jetzt 16 Monate und wir quälen uns mit dem Schlafen immernoch rum. Tagsüber und nachts.
So langsam ist es echt zermürbend. Zumal ich um uns herum zusehe, wie es bei allen anderen besser wird...
Im Moment ist es so:
Emil schläft morgens bis ca 9Uhr. Wenn die Nacht katastrophal war, auch länger. Das ist mir eigentlich sehr recht, denn ich brauche den Schlaf nach 7 noch, wenn ich nachts ca8 mal geweckt werde.
Mittags schläft er sehr unregelmäßig. Müde ist er auf jeden Fall, aber er kann nicht einschlafen. Gehe ich mit ihm ins Bett und wir stillen, setzt er sich nach dem Stillen sofort auf und plappert und tobt.Im TT getragen werden will er oft gar nicht, obwohl er darin meist gut einschläft. Im KiWa schläft er gar nicht, im Auto manchmal.

Abends sieht es dann so aus, dass er eigentlich müde ist so ca ab halb 9. Wenn ich aber dann mit ihm ins Bett gehe, ins Bilderbuch schaue, Schlafsack anziehen, einschlafstillen etc., setzt er sich wieder auf und jammert. Dann kann es noch ewig dauern mit streicheln, Geschichte erzählen usw
Meist stehe ich dann irgendwann wieder auf, weil ich keine Lust habe 2 Stunden im Schlafzimmer zu verbringen und er wird durch die ganze Zeremonie nur noch unzufriedener und aufgekratzter.

Wenn ich die ganze Prozedur dann gegen 22Uhr nochmal beginne, klappt es meist ziemlich schnell. Dann schläft er gut bis ich ins Bett gehe so um 23/24Uhr und spätestens um 1Uhr geht es dann los: Er stöhnt und wälzt sich. Stilen hilft dann super, nach 10min Stillen dreht er sich dann weg und will weiterschlafen, das klappt dann aber nicht. Wieder stöhnen und wälzen...
So kann es dann bis morgens um 4 weitergehen...Das treibt mich in den Wahnsinn!
Es ist nicht jede Nacht so, aber oft.

Was mache oder habe ich falsch gemacht? Dann denke ich wieder dieses ganze Stillen nach Bedarf, tragen, Familienbett alles Quark, jetzt hab ich den Schlamassel...
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"Im Arm der Mutter, die dich schweigend hält, blinzelst du ins Licht der Welt, in deinen ersten Morgen, und ich denk:dies ist mein Kind, welch ein Geschenk!"Reinhard Mey
Luema
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Re: Schlaf-Terror

Beitrag von Luema »

Hast du schon mal dran gedacht dass ihm etwas weh tun könnte nachts, wegen dem stöhnen, wälzen und so? Zahnt er vielleicht?
Zum Mittagschlaf fällt mir nur ein: Je mehr ich meine Kinder dazu drängen will, desto weniger klappts. Am besten geht immer, ganz gewohnt dem Tagesablauf nachgehen. Wenn Micha nölt weil er müde ist, wird er erst gestillt, und dann ins TT gesteckt, und dann mach ich weiter was ich immer tue - Haushalt, Einkauf oder was auch immer grad. Wenn er nölt im TT, nehm ich ihn nicht gleich wieder raus. Denn das wäre das Ende vom Einschlafen. Wenn ich ihn drin lass, jammert er halt mal rum, aber schläft dann ein. Ich rede ja mit ihm, bin ja da, sagt ihm, dass er schlafen soll.
Noldier hat geschrieben:Dann denke ich wieder dieses ganze Stillen nach Bedarf, tragen, Familienbett alles Quark, jetzt hab ich den Schlamassel...
Na und ohne all das? Hast du echt den Eindruck dass es besser wär? Babys haben einfach solche Phasen. Und zwischen 1 und 2 Jahren sogar ziemlich häufig :wink: Ich denke mir oft, dass ich DANK dem tragen, stillen und all dem eben besser mit den Eigenschaften und Verhaltensweisen von normalen BAbys, zu denen dein Söhnchen halt eben auch gehört, fertig werde... Das einzige was du tun kannst gegen unruhige Nächte ist ferbern, und das kommt ja eh nicth in Frage, oder?
Liebe Grüsse von Maria
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Minchen
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Re: Schlaf-Terror

Beitrag von Minchen »

Ich kann Dir eigentlich nur etwas Trost geben: uns geht es genauso. Es gibt nur wenige Nächte, in denen entspannt einschläft und dann auch nur selten wach wird.

Bei uns sieht es meist ähnlich aus: abends ist er eigentlich hundemüde, kommt aber nicht in den Schlaf. Ich habe mir angewöhnt, ihn zu einer relativ festen Zeit ins Bett zu bringen, da er auch danach verlangt - warte ich zu lange, wird es schlimmer. Achte mal darauf, ob er vielleicht ZU müde ist. Der fehlende Mittagschlaf deutet ja darauf hin.
Einschlafstillen klappt zur Zeit selten - bei uns ist es wie bei Euch: er setzt sich hin, jammert, will noch Wasser trinken, tobt rum. Ich lege mich inzwischen still daneben, manchmal tue ich so, als würde ich schlafen. Dann dauert es sehr unterschiedlich lang. Wenn er sich an mich kuschelt, dann fange ich an, ein Gute-Nacht-Lied zu summen und in letzter Zeit hab ich auch wieder angefangen, seinen Popo zu schuckeln. Meistens klappt es - aber ich hab auch Abende, an denen das ne Stunde dauert und ich endlos genervt bin.
Aufstehen würde ich nicht noch einmal, weil er zum einen wirklich müde ist und zum anderen mag ich ihm eigentlich nicht damit beibringen, dass er nur lang genug rumtoben und Theater machen muss und schon stehen wir wieder auf. Wenn wir im Bett sind, wird auch geschlafen - und wenn es dann eben ne Stunde dauert. (Wie das mit zwei Kindern bald werden soll, ist mir übrigens ein Rätsel, da ich abends immer alleine bin...).

Nachts kommt er auch unterschiedlich oft. In einer guten Nacht ist es einmal 3 Uhr und dann 6 Uhr - dann ist allerdings auch Schluss, obwohl er noch müde ist. In schlechten Nächten wälzt er sich auch hin und her, kommt nicht in den Schlaf, will ständig stillen, haut um sich, will nicht angefasst werden usw.
Wir haben festgestellt, dass er das mit Sicherheit nicht macht, weil er ein schlechter Schläfer oder nicht müde ist. Im Gegenteil: immer wenn das so ist, dann hat er auch etwas. Schlimm ist es, wenn er krank wird, etwas neues lernt (beim Laufen war es GANZ schlimm) oder zahnt - also eigentlich immer... :roll: Im Urlaub hatte er mal recht hohes Fieber, wir gaben ihm ein Paracetamol zur Nacht und da hat er SUPER geschlafen. Klar, dann tun auch die Zähne nicht weh und alles andere stört nicht mehr.

Du wirst nicht viel tun können, aber das weißt Du ja selbst. Sei froh, dass er morgens so lange schläft - bei uns ist zwischen 5 und 6 Uhr Ende. Egal, wie müde er dann noch ist... :( Mit dem Stillen und Tragen hat das mM auch nichts zu tun. Bei meinem Sohn ist es eben einfach eine Charakterfrage - er ist sehr sensibel, vor allem eben auch dem eigenen Körper gegenüber. Wenn er zahnt, dann zahnt er richtig und wenn er leidet, dann leidet er richtig. Heute Nacht war bei uns auch der pure Horror, er hat 3 Stunden lang geschrien und wir können über die Ursachen nur rätseln (vermutlich hat sein Ausschlag nun beim Abheilen doch gejuckt, aber wer weiß?). Ich hoffe einfach, dass er mir irgendwann besser "sagen" kann, was ihn wirklich stört.

Halt durch - es wird auch bei unseren Kindern irgendwann besser werden. Sie brauchen eben nur länger dazu...
"Tanze mit Deinem Baby im Mondschein, wenn es die Nacht zum Tag macht, singe fröhliche Lieder mit Deinen Kindern im Regen, mache Kissenschlachten, matsche mit ihnen im Schlamm und springe in Pfützen, macht ein Picknick UNTERM Tisch - vergiss nie: in 20 Jahren wirst Du sagen, es war die schönste Zeit Deines Lebens!"
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Andrea
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Re: Schlaf-Terror

Beitrag von Andrea »

Hi :)

was mir grad einfiel, ist, wie lang schläft Emil denn tagsüber noch?
Liebe Grüsse, Andrea
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Noldier
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Re: Schlaf-Terror

Beitrag von Noldier »

Vielen Dank für eure Antworten!
Es macht mir Mut und gibt mir wieder Durchhaltevermögen, wenn ich höre, dass ich nicht allein bin mit solchen Schwierigkeiten.

luema: ich habe mich schon oft gefragt, ob ich einfach weitermachen soll mit meinen Tagesaktivitäten und dabei halt zusehen, dass er zum Schlafen kommt, sobald ich merke er wird müde. Eben dann im TT oder mit Stillen. Manchmal klappt es, oft aber auch nicht und er schläft dann gar nicht oder erst am späten Nachmittag, so dass er bis 7 Uhr schläft und demsntsprechend abends später müde ist. Oder die andere Möglichkeit: ich kümmere mich intensiv darum, dass er in der Mittagszeit zum Schlafen kommt(wenn ich merke er wird müde) und lasse alle anderen Sachen stehen. Ich habe beides ausprobiert. Beises klappt mal und dann wieder nicht...Ich frage mich dann ob es meine Unsicherheit ist, was nun richtig für ihn ist, ob ich einen starren Ablauf brauche an dem er sich "festhalten" kann?
Nein, ferbern kommt absolut nicht in Frage! Ich würde Emil niemals allein weinen lassen um ihm irgendetwas "beizubiegen". Das geht absolut gegen mein Gefühl! Wir haben uns schon oft gefragt, ob ihm irgendetwas weh tun könnte. Aber meistens hört er ziemlich schnell mit dem Knatschen auf, wenn er stillt oder getragen wird, daraus habe ich dann geschlossen, dass es keine Schmerzen sind, die ihn stören. Heute nacht z.B. hatte er eindeutig Zahnungsschmerzen, aber dann ist das Weinen auch anders, das erkenne ich schon ganz gut.

Minchen: Es beruhigt mich ungemein, dass ich nicht allein bin mit dieser Thematik. Ich frage mich ja schon, ob mit meinem Kind was nicht stimmt oder was ich falsch gemacht habe, dass er so ist oder ob Kinder eben einfach unterschiedlich sind.
Wenn ich abends wirklich mit ihm im Bett bleibe, dauert es mitunter deutlich länger als 1 Stunde. Er steigert sich dann so in sein Gestöhne bis er weint oder er turnt extrem auf mir rum oder oder. Dann frage ich mich, ob Emil eben einen anderen Rhythmus hat, von abends 22 bin morgens 9. Wäre ja im Prinzip auch nicht schlimm...
Ich glaube eigentlich nicht, dass es ohne Tragen und Stillen etc besser wäre. Ich habe ja all das aus Überzeugung gemacht, ich komme nur ins Zweifeln, wenn es mal wieder zu lange zu schwierig wird. Und es verunsichert einfach total, wenn ich von anderen Müttern höre "wir haben ihn eben auch von Anfang an nicht einschlafgestillt oder getragen, dadurch hat er sich das gar nicht erst angewöhnt..." oder "du darfst ihn auch nicht immer hochnehmen, wenn er weint..."
Emil war von Anfang an so, dass ich ihn ganz schlecht nur ablegen konnte und er immer nur eingeschlafen ist, wenn ich ihn gestillt oder getragen habe. Wann hätte ich damit anfangen sollen, ihm das "abzugewöhnen"?
Ich hätte auch so gern ein zweite Kind, aber ich wüßte nicht, wie ich das schaffen sollte, wenn sich die Situation nicht ändert :(

Vielen Dank für´s zulesen. Ist wieder so lang geworden.

Achso Andreas Frage: Emil schläft tagsüber 1-1,5 h insgesamt, wenn es gut läuft.
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"Im Arm der Mutter, die dich schweigend hält, blinzelst du ins Licht der Welt, in deinen ersten Morgen, und ich denk:dies ist mein Kind, welch ein Geschenk!"Reinhard Mey
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kruemelchen
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Re: Schlaf-Terror

Beitrag von kruemelchen »

Du uns geht es auch nicht anders, nur das Mini erst zwischen 22 und 24 Uhr ins Bett geht und schlafen kann! Ohne Stillen bzw. manchmal langes Tragen würde er glaube ich niemals schlafen. Manchmal ist es zum Verzweifeln, aber wir haben uns damit abgefunden und seitdem wir es annehmen konnten fällt es uns meist viel leichter damit umzugehen.
Nur mein Glück (finde ich) ist es, dass wenn Mini nachts wach wird, er meist stillt und gleich wieder schläft. Manchmal wälzt er sich auch hin und her, dann geht es mir wie dir... es dauert ewig bis Mini dann wieder weiterschläft, falls er weiter schläft...
BildBildBild und kleines Perlchen unvergessen im Herzen
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