Ich könnte auch noch eine Kita-Erfahrung beisteuern...
Meine Tochter ist jetzt 18 Monate, mit ca. 1 Jahr habe ich angefangen wieder voll zu arbeiten (inzwischen schon wieder nicht mehr Vollzeit, zum Glück) und wir haben einen halben Platz in einer sehr guten, privaten U3-Kita für sie (den Rest der Zeit war sie bei meinem Mann bzw. bei Oma, inzwischen bin ich selbst wieder die halbe Woche zu Hause).
Wir haben eine ganz langsame Eingewöhnung gemacht - mein Mann hat das mit ihr gemacht. Es lief so, dass er erstmal stundenweise mit ihr - täglich - dort hingegangen und dabei geblieben ist. IRgendwann dann mal für kurze Zeit aus dem Raum, dann mal für eine Stunde raus, aber in der Nähe geblieben. Das wurde gesteigert auf drei Stunden, dann mal mit Essen und Mittagsschlaf und schließlich bis zu acht Stunden (die wir aber nie voll ausnutzen).
Meine Tochter hat das super mitgemacht, ist sehr neugierig auf die anderen Kinder zugegangen und hat auch die Trennung gut verpackt - es gab erst nach einigen Wochen eine kurze Phase, in der sie sich morgens nicht gern hat abgeben lassen - die Erzieherinnen sagten uns, das sei normal, aber sie sind dennoch sehr sensibel damit umgegangen. Sie hat aber nie geweint oder sich nicht beruhigen lassen oder so.
Mit dem Essen hat es dort von Anfang an erstaunlich gut geklappt - obwohl ich bis kurz vorher noch nahezu voll gestillt hatte, u.a. wegen Krankheiten und weil meine Tochter auch einfach noch nicht viel essen wollte. In der Kita entwickelte sie dann recht schnell reges Interesse - wohl auch weil die anderen Kinder eben auch gegessen haben. Ich habe mir aber versichern lassen, dass sie niemals gezwungen wuird, etwas zu essen. Wir stillen zu Hause auch nach wie vor, zusätzlich zum normalen Esssen am Familientisch.
Schlafen war meine größte Sorge, weil meine Tochter eigentlich gewohnt war, auf dem Arm, im Tuch oder an der Brust, gelegentlich auch im Kinderwagen einzuschlafen, aber niemals alleine. In der KIta gibt es eine Mittagsruhephase, in der die KInder schlafen sollten, aber nicht gezwungen werden. Meine Tochter wurde immer mit in den Ruheraum genommen, wo den Kindern vorgelesen und gesungen wurde, damit sie schlafen. Da sie dabei natürlich nicht einschlief, wurde sie immer wieder mit rausgenommen und im Kinderwagen zum Schlafen gebracht - oder eben nicht. Meist hat das aber geklappt. Nach einigen Wochen war das aber nicht mehr nötig - sie ist dann von alleine (ich konnts kaum glauben) mit den anderen beim Vorlesen eingeschlafen und tut das seitdem immer. Zuhause will sie allerdings nach wie vor die Brust zum Einschlafen
